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Höhere Rentenbeiträge für sichere Rente gefordert

Höhere Rentenbeiträge für sichere Rente gefordert

Helmut Achatz
06.09.2016, 12:09 Uhr
Beitrag von Helmut Achatz

Höhere Rentenbeiträge für eine sichere Rente fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Er will, dass der Rentenbeitrag von jetzt 18,7 auf 22 Prozent erhöht wird. Damit müsse so früh wie möglich begonnen werden – „maßvoll“ und in „kleinen Schritten“. Das werde sowieso 2030 nötig, so der DGB, um das Rentenniveau zu stabilisieren.

DGB macht für Rentenreform mobil

Der DGB macht für eine große Rentenreform in Deutschland mobil. „Unsere zentrale Forderung für den Kurswechsel in der Rentenpolitik ist eine Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus“, so DGB-Chef Reiner Hoffmann. Der erste zwingende Schritt sei die Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus. Denn wenn das Niveau weiter sinkt, verliere die Rente nicht nur an Wert für die Menschen. „Dieser Sinkflug beschädigt und delegitimiert die bisher beste, stabilste und vertrauenswürdigste Altersvorsorge, die wir haben: die gesetzliche Rentenversicherung“, so die zentrale Forderung des DGB. Besonders für die jungen Leute sei das wichtig. „Denn wenn wir nichts ändern, werden 2040 oder 2050 Millionen der heute noch jungen Menschen von sozialem Abstieg oder gar Altersarmut betroffen sein“, rechnet Hoffmann hoch.

Hoffmann sagt, das sei machbar. „Dazu muss die Politik endlich alle versicherungsfremden Leistungen voll aus Steuermitteln erstatten, allen voran die rund sieben Milliarden Euro jährlich für die Mütterrente.“

Rentenniveau deutlich erhöhen

Ziel der Gewerkschafter ist es, das Rentenniveau von 47,9 Prozent (netto vor Steuern) deutlich zu erhöhen. Gesetzlich ist bislang festgeschrieben, dass das Rentenniveau bis 2030 auf bis zu 43 Prozent des Durchschnittseinkommens absinken darf.

Die Gewerkschaften wollen zudem die betriebliche Altersversorgung stärken.

Die Rentenkampagne der Gewerkschaften haben die Slogans:

  • Rente muss für ein gutes Leben reichen!
  • Rente muss auch morgen reichen!

Rente muss für Würde reichen!

„Den demographischen Wandel mit Leistungskürzungen zu beantworten, ist keine Lösung und mutlos. Im Mittelpunkt der Rentenpolitik muss wieder eine verlässliche Leistung stehen“, so die Gewerkschaftsforderung.

Rente muss für ein gutes Leben reichen

https://www.youtube.com/watch?v=_lFZAgOFulo

6 Kommentare

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Höhere Rentenbeiträge ist keine Lösung auf lange Sicht. Alle müssen Rentenbeitrag in eine Rentenkasse einzahlen, damit die kleinen Renten angehoben werden und Rentner sich auch mal einen Kino- oder Theaterbesuch leisten können. Rentensteuer darf nicht ins Steuersäckel des Finanzministers fließen, sondern zurück in die Rentenkasse. Es ist eine Sozialleistung. Wir haben alle für jedes Geldgeschäft Steuern gezahlt, kann der Staat alte Menschen nicht mal von Steuern befreien Die Kanzlerin und die Ministerin f. Arbeit und Soziales bewegen sich nicht ein Stück auf die Rentner und ihre Probleme zu.
  • 09.09.2016, 21:59 Uhr
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Vieleicht sollten die DGB-Bonzen mal ihre übbigen Gehälter mal den Arbeiternormaleinkomen anpassen und ihren überbezahlten Wasserkopf abschaffen und nicht nur immer abkassieren und dumme Sprüche klopfen.
  • 06.09.2016, 21:29 Uhr
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Liebe Frau Schott und Digger Wersin,
was ist sinnvoll? Solange die Rente vom Lohn abhängig ist, werden in naher Zukunft viele neue Rentner sich über ihre Rente wundern, was 35, 40 oder 45 Jahre Arbeit wert waren - ein Nasenwasser. Noch schlimmer wird es, wenn ein Arbeitnehmer mit 57 Jahren seinen Arbeitsplatz verliert oder er Berufsbedingt krank wird - dann liegt seine Rente evtl bei 800 €.
Nein, die Mehrheit der Vorschlage für eine Rentenreform sind zu kurz gedacht. Neben der Einbeziehung aller Arbeitenden, müssen wir auch die Maschinen und Roboter mit einem Rentenzuschlag belegen. Das kann man mit einer Wertschöpfungsabgabe leicht realisieren - ich höre schon das Gejammere der Unternehmen und die Verkündigung des Weltuntergangs, das war schon immer so, gleichgültig wenn es sich um Lohnerhöhungen oder Sozialabgaben handelte. Nur so könnte man den sozialen Absturz der Arbeitslosen abfedern. Vielleicht denken alle ienmal darüber nach und oder wir machen ein Brainstorming, mal sehen was rauskommt?
  • 06.09.2016, 14:45 Uhr
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Eine sinnvolle Initiative. Komplett würde sie, wenn auch eine Lebensarbeitszeit verbindlich festgelegt wird.
Ein ganz großer Wurf wäre die Einbeziehung sämtlicher Bürger, wie Politiker, Beamte und Unternehmer in die Rentenversicherung.
  • 06.09.2016, 13:13 Uhr
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So sieht es aus. Aber mit dieser POLITIK wird es nicht´s
  • 06.09.2016, 14:20 Uhr
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Die jetzige Regierung wird gar nichts mehr schaffen. Der Wahlkampf 2017 hat begonnen und weder die SPD noch die CDU wissen, wer als Kanzlerkandidat nominiert wird. Ich bin gespannt!
  • 06.09.2016, 15:02 Uhr
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