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Bundesregierung will Flüchtlinge erst ausbilden und dann ausweisen

Bundesregierung will Flüchtlinge erst ausbilden und dann ausweisen

News Team
17.09.2016, 07:00 Uhr
Beitrag von News Team

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die ersten 25 Millionen Euro eines Rückführungsprogramms für Flüchtlinge freigeben. "Für die erste Phase benötige ich 100 Millionen Euro", sagte Müller im Interview mit der "Welt".

Ziel sei es, Flüchtlingen auf freiwilliger Basis die Rückkehr in ihre jeweiligen Heimatländer zu ermöglichen. Keiner solle als "Loser" zurückkehren müssen und sich deshalb einer Heimfahrt verweigern, sagte der Entwicklungsminister.

Ich starte jetzt ein Rückkehrerprogramm für Flüchtlinge in Deutschland, das wir auch mit Marokko, mit Tunesien, dem Senegal und einer Reihe anderer Staaten umsetzen wollen.

Das Programm richte sich an diejenigen Flüchtlinge, die in Deutschland keine Chance auf Anerkennung haben. Der CSU-Politiker erläuterte:

Es dauert zwei Jahre und länger, bis ihre Asylverfahren abgeschlossen sind. In dieser Zeit dürfen sie nicht arbeiten, sitzen herum und werden mitunter depressiv.

Freiwillige Rückkehr nach Ausbildung

Diesen Menschen werde angeboten, "freiwillig zurückzukehren und zunächst in Deutschland eine handwerkliche Grundausbildung als Schlosser, Installateur, Elektriker oder Maurer zu erhalten".

Allen, selbst den abgeschobenen Asylbewerbern soll Müller zufolge geholfen werden, um die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland zu reduzieren. Bereits jetzt, so Müller, stünden in nahezu sämtlichen Herkunftsländern Mitarbeiter seines Ministeriums zur Verfügung, um den Rückkehrern sofort zu helfen.

Ob in Marokko oder in Pakistan ist - wir haben überall vor Ort Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramme angestoßen. Wir lassen keinen allein.

Flüchtlinge besser informieren

Der Ressortschef will außerdem die Information für potenzielle Flüchtlinge verbessern, damit sie nicht den Versprechungen der Schlepper zum Opfer fallen.
"Wir arbeiten gerade an einem digitalen Angebot. Die meisten Flüchtlinge besitzen ein Handy. Auf diesem wollen wir ihnen mithilfe eines von uns geschaffenen Informationssystems die Wirklichkeit zeigen. Sie sollen von der lebensgefährlichen Flucht abgehalten werden", sagte Müller.

Die entsprechenden Passage des Interviews im autorisierten Wortlaut:

Frage: Die Schweiz ist sehr erfolgreich darin, Flüchtlinge zurückzuführen. Sie hat die Rückführung sehr klug an die Entwicklungshilfe gekoppelt.

Müller: Nicht nur die Schweiz. Wir geben 200 Millionen Euro, damit unter anderem irakische Flüchtlinge aus den Camps in ihre Dörfer zurückkehren können. Mit unserer Hilfe sollen sie mit eigenen Schaufeln ihr eigenes Haus bauen können. Etwa 1000 Euro pro Person kostet so ein Haus. Bei uns würde es mindestens das 30-Fache kosten, einem Flüchtling eine Wohnung zu bieten. Wir geben in Deutschland 25 Milliarden pro Jahr für die Bewältigung der Flüchtlingskrise aus und könnten vor Ort für einen Bruchteil dessen schon so viel mehr erreichen und Flucht verhindern.

Frage: Die Schweiz geht grundsätzlicher vor. Migranten, die nach Hause wollen, erhalten in ihrer Heimat eine Ausbildung auf Schweizer Kosten.

Müller: Warum immer auf die Schweiz schauen? Wir sind davon nicht weit entfernt. Ich starte jetzt ein Rückkehrerprogramm für Flüchtlinge in Deutschland, das wir auch mit Marokko, mit Tunesien, dem Senegal und einer Reihe anderer Staaten umsetzen wollen. Die Senegalesen zum Beispiel haben in Deutschland keine Chance auf Anerkennung. Es dauert aber zwei Jahre und länger, bis ihre Asylverfahren abgeschlossen sind. In dieser Zeit dürfen sie nicht arbeiten, sitzen herum und werden mitunter depressiv. Diesen Menschen bieten wir an, freiwillig zurückzukehren und zunächst in Deutschland eine handwerkliche Grundausbildung als Schlosser, Installateur, Elektriker oder Maurer zu erhalten.

Frage: Wie viel Geld werden Sie für diese Programme ausgeben?

Müller: Für die erste Phase benötige ich 100 Millionen Euro. Gestartet habe ich das Programm mit 25 Millionen Euro. Konkret richtet sich das Angebot an Menschen aus Ägypten, Ghana, Tunesien, Marokko und Nigeria. Diese Flüchtlinge wollen nicht als Loser in ihre Heimat zurückkehren. Häufig haben ihre Familien viel Geld für Schleuser bezahlt. Deshalb wollen wir ihnen handwerkliche Fähigkeiten mitgeben. Ein Handwerker findet in diesen Ländern sofort eine Arbeit. Das ist auch eine Form der Entwicklungshilfe.

Frage: Ein Nachteil könnte sein, dass diese Ausbildung Menschen erst anlockt.

Müller: Die Alternative wäre, die Menschen bis zu vier Jahre in einem aussichtslosen Asylverfahren hängen zu lassen. Die meisten Asylbewerber – abgesehen von den Kriegsflüchtlingen – sind junge Männer im arbeitsfähigen Alter, die eine Zukunftsperspektive suchen. Viele von ihnen wussten gar nicht, worauf sie sich einlassen. Senegalesen erzählten mir etwa, ihnen seien Handybilder von Landsleuten in Berlin und München gezeigt worden, die regelrechte Werbeaufnahmen glichen. Darauf reagieren wir jetzt: Wir arbeiten gerade an einem digitalen Angebot. Die meisten Flüchtlinge besitzen ein Handy. Auf diesem wollen wir ihnen mithilfe eines von uns geschaffenen Informationssystems die Wirklichkeit zeigen. Sie sollen von der lebensgefährlichen Flucht abgehalten werden.

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46 Kommentare

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Beste Entwicklungshilfe ever.
  • 17.09.2016, 22:57 Uhr
  • 1
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wenn man etwas genauer darüber nachdenkt, profitieren ja alle davon, auch wenns etwas mehr kostet. Es dauert halt etwas länger. Wir haben für die Armut dieser Menschen gesorgt, nun müssen wir helfen, damit sie in ihr Land zurückkehren können.
  • 17.09.2016, 14:52 Uhr
  • 2
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Sinnvoller wäre es doch umgekehrt - erst ausweisen, und dann sollen sie zu Hause ausgebildet werden.
  • 17.09.2016, 14:03 Uhr
  • 8
  • 17.09.2016, 16:55 Uhr
  • 1
oh Mann, es gibt es nur bei uns dieses System der Ausbildung.
  • 17.09.2016, 22:57 Uhr
  • 1
oh Frau, als wenn eine deutsche Ausbildung das non plus ultra für andere Länder wäre! Jedes Land hat seine eigenen Prioritäten, Spezifitäten - weil eben ganz anderes Land, Gegebenheiten etc. So viel Realismus und praktischen Verstand solltest auch Du haben, Barbara.
  • 18.09.2016, 00:44 Uhr
  • 3
zu viel verlangt
  • 18.09.2016, 00:44 Uhr
  • 2
wize.life-Nutzer, In dem Artikel stand, dass so ein Ausweisungsverfahren mind. 2 Jahre dauert, in der die Asylanten nicht arbeiten dürfen. Und diese Zeit soll sinnvoll mit einer Ausbildung überbrückt werden.
Außerdem gibt es mit großer Sicherheit in den entsprechenden Ländern viel zu wenig Ausbildungsmöglichkeiten und es ist daher auch nicht wahrscheinlich, dass die Flüchtlinge freiwillig früher zurück kehren.
  • 18.09.2016, 09:25 Uhr
  • 0
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Besser als Nichtstun …
  • 17.09.2016, 14:00 Uhr
  • 0
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Es wäre ja auch zu einfach, sie erst gar nicht einwandern zu lassen.
  • 17.09.2016, 13:38 Uhr
  • 7
  • 17.09.2016, 16:56 Uhr
  • 1
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Hilfe zur Selbsthilfe ist eine viel bessere Idee als der vergebliche Versuch den Islam in Deutschland salonfähig zu machen. Dieser Minister Müller hat weitaus mehr Verstand als Angela Merkel die immer noch glaubt der Islam gehört zu Deutschland.
  • 17.09.2016, 13:12 Uhr
  • 5
Hans-Elma M. - Ich glaube, dass es Augenwischerei ist und uns viel Geld kosten wird. Man würde gut daran tun, den Herkunftsländer kontrollierte Unterstützung zu der Ausbildung von dort benötigten Berufen zu geben.
  • 17.09.2016, 15:15 Uhr
  • 1
@ Lucia. Ich sehe es als das geringere Übel an. Vielen Entwicklungsländern wird Geld gegeben das niemals bei der Bevölkerung ankommt. Das Geld landet oft in den Taschen der Politiker die es dann auf Konten in der Schweiz deponieren. Eine Berufsausbildung in Deutschland ist für viele Bürger aus Entwicklungsländern die Chance eine Qualifikation zu erhalten. Diese Qualifikation kann dann an andere weiter gegeben werden.
  • 17.09.2016, 15:30 Uhr
  • 0
Hans-Elmar M. Ich kann Ihre Argumentation gut nachvollziehen. Deshalb sprach ich auch von "kontrolliert" und an der wahrscheinlichen Möglichkeit, am Bedarf vorbei auszubilden. Und - ich würde unseren Jugendlichen auch die Möglichkeit einer guten Ausbildung und vorherigen Schulbildung wünschen.
  • 17.09.2016, 15:40 Uhr
  • 2
Denn unser Schulsystem ist überfordert, weil es seit Jahren kaputt gespart wird und den vergangenen und jetzigen Ansprüchen nicht genügt.
  • 18.09.2016, 11:14 Uhr
  • 0
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Die Bundesregierung gehört au den Mond geschossen
  • 17.09.2016, 13:11 Uhr
  • 8
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https://www.facebook.com/I.Bearth/?hc_ref=NEWSFEED

Unter der Lüge des "Asylwesens" wird Europa systematisch islamisiert, Islamisten/Kriminelle importiert und unser Volksvermögen exportiert!
https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net...oe=586CA80E

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  • 17.09.2016, 13:02 Uhr
  • 6
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.............und wie war das mit den angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr??? Handwerk ect. !!! Wollnse nicht!!!
  • 17.09.2016, 12:36 Uhr
  • 3
unbedingt an der "Waffe" ausbilden......
  • 17.09.2016, 12:38 Uhr
  • 2
..........das wird nicht notwendig sein... Wissen vorhanden!?
  • 17.09.2016, 12:41 Uhr
  • 5
Allein diese Idee in den Raum zu stellen, fand ich schon sehr bizarr...!!!!
  • 17.09.2016, 12:44 Uhr
  • 4
und sehr krank....
  • 17.09.2016, 12:48 Uhr
  • 3
.........na aber hallo Ber-Nardo...........die Bundeswehr ist der grösste Ausbilder in Deutschland, sagt/schreibt man.
Beim ersten "ZUSAMMENZUCKEN" und nachlesen weiss Mann/Frau, dass es sich bei der Ausbildung IMMER NUR um
handwerkliche, Computer, Fachbereiche handelt.
  • 17.09.2016, 14:02 Uhr
  • 1
Wisst ihr nicht, dass man alle möglichen Ausbildungsberufe -HAndwerksberufe bei der Bundeswehr lernen kann?
Viele deutsche Jugendliche nutzen das ebenso.
  • 17.09.2016, 14:03 Uhr
  • 0
.............siehste Witch Queen bist richtig informiert.
  • 17.09.2016, 14:06 Uhr
  • 1
Handwerk...Computer....Fachbereich....na toll....
ist das nicht in der Bundeswehr DRIN?
  • 17.09.2016, 14:16 Uhr
  • 2
Fahnenflüchtig ist genau treffend anstatt ihr Land zu verteidigen wollen alle Merkels Beistand und ein bequemes Leben bei uns.
  • 17.09.2016, 14:17 Uhr
  • 4
Bernardo, an die Schule kommen regelmäßig Ausbilder der Bundeswehr und informieren die Schulabgänger über die Ausbildungswege und Berufschancen bei der Bundeswehr.
Ich weiß ja nicht wann du "gedient" hast. Denkst du auch mal darüber nach, dass die Zeit nicht stehehn bleibt und sich die Dinge wandeln? Aber schönen Dank für deine respektvolle Ansprache an mich und Johanna.
Auch dein dadurch zum Ausdruck gebrachtes Frauenbild zeigt, wie ein Mensch stehenbleiben kann.
  • 17.09.2016, 14:26 Uhr
  • 0
.........was weisst Du über mich??? nix!!! Und wie ist das mit den
"ZUR SEITE GESTELLTEN BEGLEITERN" für unsere benötigten Renteneinzahler ! Und die BW bildet nur aus, keine Übernahme!
Ber-Nardo
  • 17.09.2016, 14:28 Uhr
  • 0
..........ok ok....... wer RECHT hat ... hat Recht!
Wünsche Dir ein schönes Wochenende.
  • 17.09.2016, 14:38 Uhr
  • 0
Ber nardo - nicht immer passen deine vorgestanzten Antworten! Aber ernst kann ich dich eh nicht nehmen.
  • 17.09.2016, 14:40 Uhr
  • 0
Oh, so vielel eigene Sätze! Nicht stehengeblieben? Schauen wir mal.
  • 17.09.2016, 15:09 Uhr
  • 0
...............
  • 17.09.2016, 15:38 Uhr
  • 0
.............
  • 17.09.2016, 15:39 Uhr
  • 0
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dämlicher geht es schon nicht mehr.
um eine Ausbildung zu machen müssen sie erst mal der deutschen sprache mächtig werden.
da reichen keine einzelnen worte, oder bruchhafte sätze.
allein nur um die Lehrmittel zu verstehen, ist dies mehr wie notwendig.
hier werden wieder perlen vor die säue geworfen.
warum macht man nicht diese Ausbildung in den jeweiligen ländern?
  • 17.09.2016, 12:34 Uhr
  • 8
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