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Kinder als Luxus ? Wenn es zuwenig Kinder gibt

Kinder als Luxus ? Wenn es zuwenig Kinder gibt

Peter Leopold
25.09.2016, 05:20 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Sprüche wie "Kinder sind unsere Zukunft" sieht man immer wieder und sie werden auch zurecht in Blogs, sozialen Netzwerken und Seiten, die sich mit Kindesmissbrauch beschäftigen genutzt, um auf zu rütteln und auf Probleme aufmerksam zu machen. Was immer aber auch konkret damit ursprünglich gemeint war, ist heute nicht mehr nach zu vollziehen. Trotzdem hat dieser Satz nach wie vor Gültigkeit.

Wie mit allen Dingen kann man es aber auch mit dieser Einstellung übertreiben und so wird ganz schnell ein politisches und gesellschaftliches Chaos daraus. Jahrzehnte lang hat man versucht, Frauenrechte zu stärken und Abtreibungen auch rechtlich zu ermöglichen. Man kann zwar nicht erwarten, dass jedes Land diese deutschen Bemühungen umsetzt, aber Polen hat wieder einmal den Vogel abgeschossen.

Dort darf Frau nur bei Gefahr für Leben oder Gesundheit der Mutter, nach Vergewaltigung oder Inzest oder wenn der Fötus bleibende Missbildungen aufweist, rechtlich einwandfrei abtreiben. Polen hat ohnehin schon eines der strengsten Abtreibungsgesetze in Europa. Illegale Abtreibungen sollen nun künftig mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden und illegal ist alles, was der Gesetzgeber nicht ausdrücklich erlaubt.

Gemeinden sollen außerdem verpflichtet werden, Frauen und Familien finanziell zu unterstützen, die ein behindertes Kind großziehen. Nach Fehlgeburten sollen Sicherheitsbehörden die Gründe dafür ermitteln. Eine Initiative wirbt auch mit Fotos toter Embryos gegen Abtreibungen. Es sollen damit Traditionen und das klassische Familienmodell gestärkt werden und alleine dieser Satz erinnert schon sehr stark an das Parteiprogramm der AfD. Und wenn schon solche Sprüche 1:1 übernommen werden, möchte man gar nicht fragen, wie viele von solchen Gesetzesentwürfen anderer Länder in Deutschland übernommen werden sollen.

Im Grunde genommen geht es aber auch nur wieder um Kontrolle des privaten Bereichs und es würde sich bald zeigen, ob das Privatleben nicht einen höheren Stellenwert hat, als das "traditionelle Familienbild". Tatsache ist jedenfalls, dass man sich in Deutschland auch Kinder leisten können muss, denn oft genug bedeutet Familienzuwachs auch zumindest finanzielle Einschränkungen, die in nicht wenigen Fällen existenzbedrohend sind.

Natürlich werden sofort die Stimmen laut, welche die Gebärfreudigkeit von Frauen mit Migrationshintergrund anprangern. "Warum können die sich das leisten?" hört man immer wieder. Und die Antwort ist ganz einfach: Weil die Art zu leben im größeren Familienverband eben anders und auch günstiger ist, als die "Vater, Mutter, Kind Struktur" die der Deutsche überwiegend lebt.

Man braucht nicht viel Phantasie um zu sehen, dass irgendwann in vielen Fällen diese finanziellen Einschnitte das Kind zu spüren bekommt - und zwar in Form von Schuldzuweisungen weil es überhaupt existiert. Und das ist wohl eines der schlimmsten Dinge, die man seinem Kind antun kann. Darüber nachgedacht wird allerdings selten.

So werden die Dunkelziffer der Abtreibungen und damit die medizinischen Risiken zumindest erst einmal in Polen massiv steigen. Was die deutsche Parteienlandschaft langfristig daraus macht, bleibt abzuwarten. Doch einschneidende gesellschaftliche Rückschritte sind nicht auszuschließen, denn es ist ja nicht so, dass immer nur eigene Ideen politische Realität werden.

64 Kommentare

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Der Staat kann nicht alles regeln. Natürlich wäre es schön, wenn für die
Familien mehr getan würde. Zum Wohle der Kinder müssen die Eltern
auf vieles verzichten, um ihnen eine ordentliche Ausbildung zu ermöglichen. Die Großfamilie in früheren Zeiten war für die Familie ideal.
Diese gibt es leider nicht mehr.
Ich wünsche den jungen Familien, dass sie die Möglichkeit haben,
den Kinderwunsch zu verwirklichen - ohne in die Armut zu kommen.
Ich würde Kinder nicht als Luxus ansehen!
  • 25.09.2016, 21:40 Uhr
  • 0
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Hallo Peter, Deine gestellte Frage muß ich bis zu einem gewissen Grade mit JA beantworten. Denn wenn einem keine Oma und/oder Opa zur Verfügung steht, muß die Frau für die ersten 3 - 4 Jahre zu Hause bleiben. So war es jedenfalls bei uns. Meine Frau und ich haben zwei Kinder, die wir versucht haben zu anständigen Menschen zu erziehen. Die Probleme fingen an, einen Kindergartenplatz zu bekommen, Dann kam die Grundschul- und die weiter führende Schulzeit, der Abschluß für beide das Abitur, was macht man nach dem Abitur? Lehre oder Studium, das kostet alles recht viel Geld, das oft ein Alleinverdiener nicht aufbringen kann. Schließlich will man seiner Familie auch noch etwas bieten, nicht nur Essen und Trinken, es gibt auch noch ein gesellschaftliches Leben wie Konzerte, Theater, Filmtheater und Kaberett das alles von Vaters oder Mutters Monatslohn, ob das alles so zu schaffen ist - darf bezweifelt werden. Je älter die Kinder werden, steigen auch die Ansprüche. Geht man davon aus, daß die wirtschaftliche Lage in Deutschland in den vergangenen Jahren sehr stabil war, so kann man es für die zukünftige Generation nicht mehr so sehen. Micro-Chps, - Sensorik, -Optik und Robotik werden viele Vollzeitarbeitskräfte ersetzen, die Sozialkassen geplündert, wovon sollen die jungen Eheleute alles finanzieren?
  • 25.09.2016, 15:12 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Es wird der Stellenabbau durch die Technik noch weiter gehen....viel weiter ! Ein Segen ist sie also nicht immer...
  • 25.09.2016, 15:17 Uhr
  • 0
Die Technik kann man nicht aufhalten, denn daran arbeiten alle Länder der Welt. Aber eine andere Frage tut sich auf, wie soll das Leben von Morgen aussehen???
  • 26.09.2016, 12:36 Uhr
  • 0
Darauf muß Politik und Gesellschaft antworten. Wertschöfung durch Arbeit nimmt ab, aber die Bedürfnisse bleiben bzw steigen sogar.
  • 26.09.2016, 15:13 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Wie das Leben von morgen aussehen wird ? Es wird nur noch wenig geben, was nicht möglich ist. Aber immer weniger, was man sich auch leisten kann...
  • 26.09.2016, 15:14 Uhr
  • 0
Hallo Herr DietMar, die Wertschöpfung wird größer und nicht geringer weil die Arbeit durch die moderne Technik gemacht wird. Daher müssen wir früher oder später die Wertschöpfung dazu heranziehen unsere Sozialkosten zu bezahlen.
  • 26.09.2016, 17:56 Uhr
  • 0
Aber leider wird immer nur die Arbeit belastet Rente KV etc
  • 27.09.2016, 14:52 Uhr
  • 0
Sehr geehrter Herr DietMar,
ich bin ein Fan von Götz W. Werner, er schrieb einige Bücher über das Thema " Einkommen für alle " oder " 1.000 € für Jedermann " dort werden sehr vernünftige Vorschläge gemacht, nur das Thema interessiert die Menschen zu wenig.
Schon der Verfechter der Staatlichen Rente Norbert Blüm, CDU hat einmal den Vorschlag unterbreitet, für Computer und die Automaten eine Maschinensteuer für die Rente einzuführen. Leider wurde er von seinen Parteifreunden sofort zurück gepfiffen. Hätte man damals auf ihn gehört, dann hätte man die jetzigen Probleme nicht. Mein Tenor ist nach wie vor die Kosten für Krankenkassen, Rentenversicherung und die Pflegeversicherung vom Arbeitslohn abzukoppeln und diese durch eine Wertschöpfungsabgabe zu ersetzen. Das würde die Stückkosten nur unwesentlich erhöhen bzw. die Gewinnspanne ein wenig schmälern.
  • 27.09.2016, 18:09 Uhr
  • 0
Das ist alles vernünftig was Du schreibst, nur wird es keine ( auch AfD) Partei geben die das durch zieht. Wie die Grünen anfingen sollte der Güterverkehr auf die DB verlagert werden.
Was ist daraus geworden, riesen LKW werden für die Zukunft gebaut....Ich könnte k............
  • 27.09.2016, 18:27 Uhr
  • 1
Weter Herr Bernhard,
es ist ein Problem der heutigen Zeit, daß intelegente junge Leute zuerst eine Familie gründen, dann sich ein Haus bauen,
evtl. ein Kind zeugen und für Politik keine Zeit haben. Denn all das Geschaffene muß ja finanziert werden. Die heutige Zeit in der keine Berufsgruppe von sich behaupten kann, ihr jetziger Arbeitsplatz ist sicher. Die Manager von heute kommen als Doktoranten von der Uni, denen fehlt jeder Bezug zu den Arbeitnehmern und deren Sorgen und Nöte. An Stelle eines Vollzeitarbeitsplatzes werden lieber 3 oder 4 Leiharbeitskräfte mit Mindesarbeitslohn eingestellt, das ist doch keine Basis für eine junge Familie? Wir Alten haben zwar als Rentner Zeit und Erfahrung, aber auf uns hört je keiner - sie wollen alle erst die selben Erfahrungen machen, um zu den gleichen Ergebnissen zu kommen.
  • 27.09.2016, 18:43 Uhr
  • 0
Auch das ist richtig, weil ich auch die Erfahrung gemacht habe, obwohl ich meine 45 Jahre Berufsleben in zwei Firmen gemacht habe. Aber wer und wie soll das geändert werden???
  • 27.09.2016, 20:45 Uhr
  • 1
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Wie singt denn unser Grönemeyer so schön: "Kinder an die Macht...." Es sollten aber pro Familie nicht 3 - 5 (oder mehr) sein ! Für sie sehe ich die Zukunft dann sehr schwarz !
  • 25.09.2016, 10:07 Uhr
  • 2
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Guten Morgen Peter

Das stimmt schon, daß viele heute keine Kinder mehr möchten.. es ist aber auch eine Plage, das Kind morgens früh aus dem Bettchen nehmen und in der Kindergrippe abgeben, danach zur Arbeit und das Kind erstmal wieder abholen vielleicht sogar noch mit dem Kind zusammen einkaufen, da gibt es nicht mal 5 Minuten wo sich der von der Arbeit kommende Vater oder die Mutter ausruhen kann.

Ist das Kind krank, hat Vater oder Mutter die Möglichkeit zu Hause zu bleiben so steht es im Sozialgesetz.. aber... die Firmen machen da nicht mit, das passiert einmal, das passiert zweimal.. dann werden die Menschen aus irgendeinem Vorwand entlassen.

Die Kindergärten haben immer noch Sommerferien und wohin mit den Kindern wenn der Kindergarten 3 Wochen schließt.. oft kann man den Betriebsurlaub nich so nehmen daß man mit dem Kind zu Hause bleiben kann.
Dann in der Schule.. soviele Ferien in denen Kinder nur rumgereicht werden müssen, je nach dem ist es für das Kind eine totale Umstellung
im Verhalten der Erwachsenen.

Natürlich soll man als Elternteil auch dafür sorgen daß sich die Kinder sportlich oder musikalisch betätigen, man muß sie nach dem Feierabend
dann zum Verein fahren und auch wieder abholen. In vielen Fällen kann man die Kinder auf dem Heimweg nicht alleine gehen lassen.
und dann die verschiedensten Arbeiten die zu Hause auszuführen sind...
ich will jetzt garnicht alles aufzählen, übrigens.. Kinder kosten auch viel Geld und das nur nebenbei.

Hallloooo dann überlege ich mir als Erwachsener doch ob ich überhaupt Kinder will.
Muss ich mir das antuen??? Ich kann es verstehen.

Ich hatte damals noch die Möglichkeit bei meinen Kindern zu bleiben bis sie zur Schule gingen, habe dann wieder anfgefangen mit 1/2 Tage Arbeit und dann wieder volle Zeit gearbeitet wo sie größer waren, da konnte man sie auch alleine lassen ( in den Ferien z.B. )

Das Gesetz ist das eine, was Kindergärten oder Schulen oder Arbeitgeber daraus machen ist das andere.
  • 25.09.2016, 09:34 Uhr
  • 5
Nachtrag.. wen wundert es da, wenn keine Kinder mehr gewollt sind.
  • 25.09.2016, 09:37 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Mich. Schon wegen der Kinder selbst! Gibt es etwas Schöneres ?
  • 25.09.2016, 09:46 Uhr
  • 3
Peter... wir haben die Kleinkinderzeit hinter uns und hatten es bedeutend leichter Kinder groß zu ziehen.
Heute ist das viel viel schwieriger.. man muß auch zusehen, wenn es sein muß mit Nachhilfe ( die auch geld kostet ) daß Kinder ein Gymnasium aufsuchen können und was da alles abgeht, darf ich hier nicht beschreiben, sonst gibt es nochmal ein Roman.
Ale meine 4 Enkelkinder sind im Gymnasium.. stopp die große hat dieses Jahr ihr Abi gemacht und ist jetzt in Brasilien
für ein Jahr, sie absolviert da ihr soziales Jahr, das sie ja eh braucht, sie wollte es eben gleich um ein Studium später nicht unterbrechen zu müssen.

Ich weis, was alles auf die jungen Eltern zukommt und glaube mir mitunter ist das Belastung bis zum geht nicht mehr.

Zum Schluss

Unser Staat arbeitet zuviel für Europa und fürs Ausland aber kassiert schön Steuer von uns Bürgern, statt für uns etwas dafür zu tuen... ich weis daß es machbar wäre den Eltern bis zum 6. Jahr eines Kindes die Rente anzurechnen so hätten die heutigen jungen Leute viel mehr Freude an ihren Kindern, sehen sie aufwachsen und hätten mehr Nerven für die Kleinen.

Überhaupt wird ewig Theater gemacht wegen der Rente, der Staat holt sich doch schon alles und investiert an uns Bürger das wenigste.

Da läuft seit Jahren vieles schief.. und nochmal ich kann es verstehen daß die wenigsten jungen Menschen sich heute die Belastung Kinder zu haben ersparen.

Ich bin glücklich Kinder und Enkelkinder zu haben, aber das wird auf Grund unserer Gesetze bald vorbei sein, es ist nichts so daß die Menschen keine Kinder mehr wollen oder denken nach mir komme was mag... neeeeiiiiin unser Staat versucht uns auszunehmen wie eine Weihnachtsgans und sorgt nicht für seine eigene Bürger so wie es ihnen zustehen würde, dann gäbe es mehr Kinder ... glaubt mir das.
  • 25.09.2016, 10:01 Uhr
  • 4
Super geschrieben Rika Stimme vollkomm zu.
Die Kinder zu haben gibt hier kein Vorteil..
  • 25.09.2016, 10:40 Uhr
  • 1
Rika dein erster Satz, bedeutend leichter Kinder groß zu ziehen kann nicht ganz stimmen. Früher wurden mehr Kinder gebohren und die Mütter haben über die viele Arbeit mit Kindern und Haushalt geschimpft. Was mir heute noch in den Ohren klinkt. Dazu kam die Welle wo Familien mit vielen Kindern als asozial galten. Nein.... keiner weiß wie eine Lösung aussehen soll. Es geben zu viele Interessengruppen und eine Regierung sucht sich das aus, wo sie die meisten Stimmen bekommen kann, ungeachtet des Problems.
  • 25.09.2016, 11:04 Uhr
  • 1
Hans -Ulrich da muß ich Dir auch Recht geben, frür kümmerten sich auch die meisten Väter nicht um die Kinder und Haushalt.
Heute sieht das etwas anders aus.

Die Regierung sucht sich nicht nur aus wo sie die meisten Stimmen her bekommt, sie sucht sich den Weg aus, finanziell am besten dran zu sein.

Nur.. wenn ich ein Kind bekomme, dann will ich erleben wie mein Kind erwachsen wird, wie es von Tag zu Tag mehr Freude am Leben hat und nicht ein Kind bekommen abgeben an eine KiTa und arbeiten gehen, das ist für mich abnormal, genau das geben später die Kinder die fast keinen Bezug zu den Eltern haben.
  • 25.09.2016, 11:23 Uhr
  • 1
Auch wenn ich Dir jetzt voll zustimme, die Realität sieht anders aus und wird nicht Lebensfähig bleiben. Der Karren ist so verfahren, dass eine Lösung kaum möglich ist. Ich glaube nicht an eine gerechte Lösung.
  • 25.09.2016, 11:42 Uhr
  • 1
Ich auch nicht Hans-Ulrich

Dir einen schönen Sonntag
  • 25.09.2016, 11:43 Uhr
  • 1
Den wünsche ich Dir auch....
  • 25.09.2016, 11:45 Uhr
  • 1
Danke ...
  • 25.09.2016, 11:45 Uhr
  • 1
@ Rika,".....und nicht ein Kind bekommen abgeben an eine KiTa und arbeiten gehen, das ist für mich abnormal, genau das geben später die Kinder die fast keinen Bezug zu den Eltern haben." Dass stimme ich Dir nicht zu...Aus meiner eigene Erfahrung ...
  • 25.09.2016, 12:03 Uhr
  • 2
Elena.. Ausnahmen bestätigen die Regel... also sage ich bei den meisten Kinder ist das so....

Einverstanden ???
  • 25.09.2016, 12:05 Uhr
  • 0
"....Bei meisten"..... Nein.
  • 25.09.2016, 12:07 Uhr
  • 1
Elena, dann hast Du andere Erfahrungen wie ich.. ok. akzeptiere Deine Meinung

Schönen Sonntag
  • 25.09.2016, 12:09 Uhr
  • 1
Danke Rika, wünsche Dir auch
  • 25.09.2016, 12:10 Uhr
  • 1
Danke Elena
  • 25.09.2016, 12:11 Uhr
  • 1
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Ja es ist schon eine bemerkenswerte Sache, die Du da angesprochen hast. Tatsache ist und bleibt, dass wir in Deutschland zu wenig Kinder haben, um künftige Probleme auch bewältigen zu können.

Der alte Satz von Konrad Adenauer - Kinder bekommen wir genug auch so - stimmt so in heutiger Zeit nicht mehr. Auch sehe ich deutliche Änderungen in sehr kinderfreundlichen Staaten - wie z,B. Kroatien - wo bis vor einigen Jahren Kinder noch alles bedeuten. Auch dort ist man sehr zurückhaltend geworden - immer mehr konsumorientiert zu Lasten irgendwelcher Verpflichtungen und Einschnitte durch Kinder...Sehr schade eigentlich..

Es gibt kein Land der Welt, dass für Familienpolitik und auch Kinder mehr finanzielle Anreize bietet als Deutschland. Und das Ergebnis ist weiter rückläufig - immer weniger Kinder.

Nicht nur finanzielle Anreize - auch praktische...

Anspruch auf Kindertagesstätten. Änderung von Gesetzes in Bund und Ländern, dass Kinderlärm kein Klagegrund mehr sein kann, Anreize im Berufsleben, dass Beruf und Familie bzw. Kinder miteinander verbunden werden kann.
Früher blieb die Frau zuhause und war stolz, sich ihren Kindern widmen zu können; der Mann war Alleinverdiener. Danach gab es die unterschiedlichsten, passgenauen Modelle, um beides zu verwirklichen - Teilzeit- und Beurlaubungsmöglichkeiten ohne Ende. Trotzdem - der Trend blieb - immer weniger Kinder.
Auch für die Erkrankung der Kinder mußte kein Urlaub mehr genommen werden, insgesamt stehen nach dem Sozialgesetzbuch 10 Tage pro Jahr - bei Alleinerziehenden 20 Tage - zur Verfügung.

Auch nicht zahlende zum Unterhalt verpflichtete Väter können kein Grund mehr sein - es gibt ja das Unterhaltsvorschussgesetz des Staates bis zum 12. Lebensjahr.

Im Berufsleben will niemand so gerne mit Müttern zusammen arbeiten - die fallen ja häufiger wegen der Kindererkrankungen aus.

Ich meine, von Staatswegen ist genug getan worden - es hilft ja alles nichts. Es werden nach den individuellen Entscheidungen zu wenig Kinder geboren. Das ist als demografischer Faktor zur Rente jetzt schon Fakt.

Daher sieht die Politik ja nur noch die Chance eines kommenden Einwanderungsgesetzes - denn diese Menschen denken noch anders. Nach einer Integration und Ausbildung werden die jetzigen Kinder später die 7 Millionen Arbeitsplätze besetzen, die durch die Verrentung der jetzigen Babyboomer nicht mehr durch eigenen Kinder ersetzt werden können.

Gesellschaft und Einzelne müssen wieder lernen, dass es ohne Kinder einfach nicht weiter geht und eine Zukunft nicht möglich ist. Sonst stirbt eine Gesellschaft in vorhandenen Strukturen einfach aus. Konsum sollte wieder mehr hinten anstehen...

Bevor es die jetzige Form der Rente gab, waren Kinder ja die Rente und mußten später die Alten versorgen. Auch dieses Modell gibt es ja nicht mehr...
  • 25.09.2016, 08:49 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Dass der Einzelne auch etwas tun muss und sich nicht auf den Staat verlassen darf, sollte klar sein. ABER. Das Prinzip "Hinter mir die Sintflut" greift immer mehr um sich und die Bereitschaft, selbst etwas zu tun, ist sehr....sagen wir mal - minimal.Dass Mütter häufiger ausfallen ist klar. Da müsste man schon bei der Einstellung festlegen, dass Mütter bevorzugt einzustellen sind. Keine Firma würde sich das freiwillig antun...
  • 25.09.2016, 08:56 Uhr
  • 0
Hinter mir die Sinflut ist eine gute Beschreibung unserer Gesellschaft. Das kann man auch mit einem Wort beschreiben, ICH oder NUR ICH. Der Ego der in uns Menschen ist, hat sich wie eine Pesst verbreitert und vergrößert. Dazu haben alle Regierungen beigetragen. Jetzt hat unsere Gesellschaft ein riesen großes Problem, sie will keine Kinder und keine Ausländer. Was NUN??? Soll der Staat den goldenen Teppich ausrollen? Wer bezahlt ihn???
  • 25.09.2016, 09:14 Uhr
  • 1
Ja nach mir die Sintflut ist gut beschrieben. Jeder sieht zu, dass er für sich die Vorteile ergreift - für Nachteile sind andere da. Es greift auch immer weiter um sich - eine Lösung aller Probleme könnte auch ich nicht benennen.

Ich bin befreundet mit 3 großen Familienunternehmern - mit jeweils 3 Kindern.

Große Anwaltssozietät mit 12 Anwaltsnotaren;
Stahlunternehmen
Sehr großes Sanitätshaus.

Alle zweistellig Millionenschwer. Früher sagte man, die Kinder sind von Beruf Sohn oder Tochter - finden alles vor und setzen sich ins gemachte Nest.

Alle 3 haben keinen Familiennachwuchs mehr und beklagen das jeden Tag. Die Kinder wollen aus den unterschiedlichsten Gründen da nicht einsteigen.

Nein immer nur arbeiten, wir haben unsere Eltern fasst nie gesehen und vieles mehr.

Verscheuern und sich ein schönes Leben machen heißt es da - den Eltern bricht es fast das Herz.

Auch da sind Änderungen im Gange - im sogenannten Mittelstand der Familienunternehmen, was Deutschland ausmacht.
  • 25.09.2016, 09:42 Uhr
  • 1
Wenn es nur an der Wirtschaft läg, müßte es in anderen Ländern/Erdteilen auch so sein. Nein, die Ursache liegt viel tiefer und das Konsumdenken hat alles beschleunigt. Am Ende bleiben wieder die Regierungen die ihre Steuerungsmöglichkeiten wegen Stimmenverluste nicht nutzten.
  • 25.09.2016, 09:43 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Ich nenne es schlicht kollektiven Egoismus - auch wenn das Wort an sich ein Widerspruch ist.
  • 25.09.2016, 09:48 Uhr
  • 1
Stimmt.

Ich lebe an einem wunderschönen Park - Kilometer lang mit Freizeitmöglichkeiten ohne Ende für jung und alt.

Was sehe ich dort. Eine ausgesprochene Hundefreundlichkeit. Jeder mit Hund spricht einen anderen mit Hund an - je mehr Hunde, desto besser. Spielende Kinder sind dort nur selten anzutreffen.

Nicht dass ich nicht tierlieb bin - aber manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das auch ein gewisser Kinderersatz ist.

Springt dich mal einer beim Joggen an - nicht angeleint - nein der spielt nur. Ich leine Dich gleich an. Mit Hundebesitzern ist es auch nicht sehr einfach im Umgang miteinander...

Hundewiesen in diesem Park sind extra ausgewiesen - nutzt aber niemand. Der ganze Park ist voller Hunde und beschissen....im wahrsten Sinne des Wortes.

In letzter Zeit kommt das Ordnungsamt und verteilt Strafzettel - die würden sie am liebsten erschlagen...
  • 25.09.2016, 09:51 Uhr
  • 3
Auch der ist gesteuert worden wo wir nicht mehr zurück können. Es gab mal Jemanden, dessen Name ich nicht mehr weiß, der schrieb, es muss erst wieder ein Krieg kommen um neu anzufangen.
  • 25.09.2016, 09:53 Uhr
  • 1
Ja Wachstum von 0 aus wieder zweistellig nach oben...
  • 25.09.2016, 09:54 Uhr
  • 0
Elmar das beobachte ich in meinem kleinen Ort auch.
  • 25.09.2016, 09:57 Uhr
  • 0
Elmar Du machst Witze....gell
  • 25.09.2016, 09:58 Uhr
  • 0
Es gab früher Studien, dass wie in der Realität es ja auch war - alle 20 Jahre ein Krieg sein mußte. Zweistellige Wachstumsraten.

Durch die EU und der NATO alles hinfällig geworden. 70 Jahre Frieden - wie keine Generation vor uns es jemals hatte...
  • 25.09.2016, 10:32 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Da ist schon etwas dran. Die größten Fortschritte gab es immer nach Kriegszeiten...
  • 25.09.2016, 10:34 Uhr
  • 1
Ja war wirklich so...Aber heute gerät das in Vergessenheit, dass alle 20 Jahre ein Krieg war - in Europa....

EU und NATO, das größte Friedensprojekt , interessiert keinen mehr so richtig. Jammern ist besser - oder austreten von den Braunen. Schrecklich einfach wenn es einem zu gut geht...
  • 25.09.2016, 10:36 Uhr
  • 1
@ Elmar W.
Aber die Hundesteuer nehmen die Städte und Gemeinden gerne, oder?
  • 25.09.2016, 10:44 Uhr
  • 0
Nochmals zurück zum Thema Kinder und der Wandel der Zeit.

In den 70-iger Jahren hab es ja noch den § des Kranzgeldes - einem Schadensersatzanspruch, wenn jemand einer Frau beigewohnt hat und sein Verlöbnisversprechen brach...Sie hatte weniger Chancen, einen Mann zu finden, geschweige denn, wenn sie ein Kind hatte. Das Nichtehelichenrecht war sehr grausam. Und Kuppelei, wenn man bei einer Frau schlief...

Und heute ??

Alleinerziehend - Beiwohnung - Nichtehelichenrecht - alles weg vom Fenster, denn wir haben ja einen versorgenden Staat für diese Fälle und Steuerzahler, die dafür aufkommen...

Alles kein Thema mehr....Lebenspartnerschaft ist fast gleichberechtigt....

Es ändert sich halt alles - ob es einem gefällt oder nicht....
  • 25.09.2016, 10:44 Uhr
  • 0
EU und Nato haben 70 Jahre Frieden gebracht....Ich denke mal sie haben uns auch vom Ami abhängig gemacht. Wir Deutsche und auch Europa haben keine Freiheit!
Amerika bestimmt nicht nur über Krieg und Frieden, auch über das Wirtschaftsleben und der Kultur.
  • 25.09.2016, 10:45 Uhr
  • 0
In dem 2 plus 4 Vertrag ist eindeutig geregelt, dass die Besatzungsmächte Vergangenheit sind und Deutschland die volle Siouveränität erlangt hat.

Ja Hundesteuer nehmen die Städte gerne...
  • 25.09.2016, 10:47 Uhr
  • 0
Papier ist geduldig und oft nichts wert. Man braucht nur die jüngsten Probleme in Europa ansehen. Haben wir Deutsche das so gewollt? Nein.... jetzt sind wir vom Thema ab. Ich sehe keine Lösung für gerechte Kinderzahlen in unserem System.
  • 25.09.2016, 11:14 Uhr
  • 0
Ach Elmar , hast du auf den Rentenzettel der Frauen
geschaut , die ihre Kinder selber erziehen ?
Jetzt schreibe ich es das erste Mal !
DA wäre der Staat gefragt !
Wenn man Alleinerziehend ist , wird man auch noch doppelt
benachteiligt
Das Familienmodell Mama +Papa + Kind in der klassischen
Form gibt es schon lange nicht mehr , und da sind alle
Politiker geistig noch in den 50zigern !
  • 26.09.2016, 07:19 Uhr
  • 0
Darum schrieb ich ja, es gibt keine andere Lösung wie Ausländer ins Land zulassen. Kein Gesellschaftsmodell der Welt kann es sich leisten, auf Dauer nur noch Alleinerziehende zu unterhalten. Wobei hier die Kinderzahl auch nicht steigt.
  • 26.09.2016, 08:24 Uhr
  • 1
Ich persönlich habe eine sehr hohe Achtung von Alleinerziehenden. Die Gründe lassen wir mal außen vor.

Einerseits habe ich zwei solche Fälle auch in meiner näheren Familienumgebung, andererseits erlebe ich es täglich im Berufsleben.

Wenn man nur mal ganz neutral bedenkt, wieviel Männer in Deutschland im 2. Weltkrieg gefallen sind und was diese Kriegerwitween mit den Kindern allein alles in der schwersten wirtschaftlichen Zeit bewältigen mußten.

Sie tragen mit dazu bei, was aus Deutschland heute und mit den von ihnen großgezogenen Kindern geworden ist - die Nummer 1 in fast allem auf der Welt.

Gerhard Schröder hat es in dieser Funktion bis zum Bundeskanzler gebracht. Seine Mama ging putzen, um ihm sein Jurastudium zu ermöglichen - neben einem zweiten Kind.

Nochmals meine Hochachtung...
  • 26.09.2016, 08:30 Uhr
  • 1
Dem stimme ich zu, wobei die Frage nach mehr Kindern nicht beantwortet ist......gell Wenn einer/eine nach dem Staat ruft bei diesem Tehma, wie soll ein Staat so ein System bezahlen.
Was ist wenn die Wirtschaft in den Keller geht? Fragen über Fragen.
  • 26.09.2016, 08:41 Uhr
  • 0
Die Mutter von Gerhard Schröder hatte mehrere Kinder nämlich zwei. Sie hat nie nach dem Staat gerufen sondern einfach für ihre Kinder geschuftet.
  • 26.09.2016, 08:44 Uhr
  • 0
Elmar wir leben nicht mehr nach dem Krieg. Selbst wenn der Staat mehr Geld geben würde, die Frauen wollen nicht mehr.
Bei ihn geht es nicht mehr nur ums Geld. Ihnen geht es noch um andere Dinge die Du mit Sicherheit weißt.
  • 26.09.2016, 08:49 Uhr
  • 0
Ja das gibt's natürlich auch. Ich sagte ja , lassen wir die Gründe mal außen vor.

Ich bekomme natürlich auch eine Krise, wenn von Männer verantwortungslos Kinder in die Welt gesetzt werden, da für sie und die Kinder der Steuerzahler aufkommt.

Und wenn dann noch von fürsorglichen sich sorgenden Eltern die Rede ist und die Kinder schreiben, sie und ihre Eltern seine von Beruf Sozialhilfeempfänger in 2. Generation, platzt auch mir der Kragen...
  • 26.09.2016, 08:55 Uhr
  • 1
Dieses Thema kann man noch ausdehnen. Wenn ich nicht selber betroffen wäre, würde ich es nicht machen.
(Kuckuckuskinder) und Kinder die bei einem anderen Elternteil aufwachsen. Hier geht es nicht nur um Unterhalt, sondern um das Kind. Kuckuckskinder haben sich aus Scham nie in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet. Im und nach dem Krieg, so wie Heute noch, wachsen sie auf ohne das die Gesellschaft Notiz von ihnen nimmt.
  • 26.09.2016, 09:21 Uhr
  • 0
Stimmt.

Aber da ist ja auch nachgebessert worden - Nichtehelichenrecht abgeschafft. Und Kinder haben einen Anspruch künftig auf Benennung des Vaters von der Mutter. Da kommen noch Überraschungen zutage. Insbesondere der Unterhaltszahlungen einschließlich Rückstände, wo bisher der doofe Steuerzahler bluten mußte...
  • 26.09.2016, 09:54 Uhr
  • 1
Das ist alles Richtig. Ich denke aber mehr an das Wohlbefinden der Kinder sowohl danach auch an die Erwachsenen. Denn das kann mit Geld und Rechten nicht verbessert werden. Nach meinem Eindruck wird das Recht der Frau höher bewertet wie des Kindes. Wobei der Mann sich auch nicht der Verantwortung gegenüber dem Kind bewust ist.
  • 26.09.2016, 10:10 Uhr
  • 0
Grundsätzlich haben sie ja gemeinsames Sorgerecht - anders als früher zur Zeit der Zahlväter.

In Ausnahmefällen kann es einem von beiden entzogen werden.

Durch das gemeinsame Sorgerecht sind allerdings viele Streitigkeiten auf dem Rücken der Kinder ausgetragen worden.

Ich fand das alte Recht besser; Frau sorgte für Unterkunft und Verpflegung für den Naturalunterhalt, der wesentlich schwieriger war, und der Mann durch Zahlung für den Barunterhalt, der wesentlich leichter war.
  • 26.09.2016, 10:34 Uhr
  • 3
Und von den ganzen Auseinandersetzungen und rechtlichen Bewertungen von Patchwordfamilien ganz zu schweigen.

Jeder Partner bringt zwei eigene Kinder mit - zwei gemeinsame werden gemacht.

Wie ist die Rechtslage untereinander und bei Trennungen.

Grausam....
  • 26.09.2016, 10:43 Uhr
  • 3
Stimmt wirklich - und niemand blickt so richtig durch oder ist mit einem mühsam erarbeiteten rechtlichen Ergebnis einverstanden und zufrieden...Grausam...aber Realität...heutzutage...

Und wenn da noch ausländisches Recht hinzukommt - Eltern verschiedener Nationalitäten - brauchst Du für einen Fall sehr viel Zeit und ein abgeschlossenes i Hochschulstudium...im ausländischen Recht
  • 26.09.2016, 10:47 Uhr
  • 3
ja die Gesellschaft wird immer verrückter aber wohin soll das alles hinführen?????????????????????????
  • 26.09.2016, 12:26 Uhr
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Darüber sollte man nachdenken......
  • 26.09.2016, 12:48 Uhr
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