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Hitlers Geburtshaus zu vermieten

Hitlers Geburtshaus zu vermieten

News Team
28.09.2016, 15:35 Uhr
Beitrag von News Team

Eine von der Wiener Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission hat sich auf Eckpunkte geeinigt, was aus dem Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau werden soll. Der Abschlussbericht der Kommission wird einen Abriss des Gebäudes ablehnen und stattdessen empfehlen, einen neuen Mieter für die Immobilie zu suchen. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf Mitglieder der Kommission. Ein Kommissionsmitglied sagte der „Welt": „Man kann nicht die Geschichte auslöschen, indem man ein Gebäude abreißt. Aus geschichtspolitischen Gründen ist das keine Option.“

Den Angaben zufolge wird der Bericht der Kommission, der Mitte Oktober der Wiener Bundesregierung übergeben werden soll, neben einem Abriss auch eine museale Nutzung, etwa als Gedenkstätte oder Begegnungsforum, ablehnen. „Ein Begegnungszentrum würde nur den Geburtsort-Mythos fortschreiben, weil es das Haus in der vorliegenden Gestalt bewahrt und seine Bedeutung in irreführender Weise überbetont“, so das Kommissionsmitglied. „Das würde den Identitären eine neue Spielstätte an die Hand geben.“

Um das Haus als Fotomotiv zu dekonstruieren, empfiehlt die Kommission schließlich eine signifikante bauliche Veränderung des Hauses. „Oberste Priorität muss haben, dass der Neonazi-Tourismus, der inzwischen auch osteuropäische und russische Rechtsextremisten erfasst, endlich aufhört“, so das Kommissionsmitglied.

Nach der baulichen Veränderung soll ein neuer Mieter für das Haus gefunden werden. Die „Welt“ zitiert ein anderes Kommissionsmintglied mit den Worten: „Ein Kindergarten oder wieder eine Sozialeinrichtungen, das wäre alles gut. Oder warum nicht eine Polizeistation? Dann würden sich sicher kaum noch Neonazis trauen, davor ein Selfie zu machen. Außerdem ist die Polizei die Hüterin der Menschenrechte in der Demokratie.“

Um das Geburtshaus Hitlers in Braunau, das zurzeit leer steht, gibt es seit Monaten Streit. Die österreichische Regierung hatte im Juli angekündigt, die derzeitige Besitzerin der Immobilie per Gesetz zu enteignen. Die Expertenkommission des Innenministeriums hat den Auftrag, der Bundesregierung in Wien ein Konzept für die anschließende Nutzung zu unterbreiten.

3 Kommentare

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Übrigens, das Geburtshaus von Herrn Schicklgruber kann das nicht sein, denn er ist auf der anderen Seite des Inns, im Krankenhaus in Simbach geboren.
  • 29.09.2016, 06:17 Uhr
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Ich bin ja sonst sehr für Erhaltung, aber diese Hütte hätte schon längst abgerissen, das Mauerwerk zermahlen und in alle Winde verstreut gehört.
  • 28.09.2016, 16:12 Uhr
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Es ist ein Witz, was hat das Gebäude mit dem "Gröfaz" zu tun? wenn die Politiker aller Parteien und Länder dem Volk "aufs Maul" schauen würden , wieder Politik "Für`s Volk" und nicht für "Lobbyisten und Geldsäcke" machen würden, wäre diese ganze Diskussion überflüssig und würde zur Lachnummer verkommen. Es würde niemanden interessieren, wer in diesem Hause gewohnt hat, bzw. geboren wurde.!
  • 28.09.2016, 16:07 Uhr
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