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Renten und Pensionen

04.10.2016, 14:30 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

… aus ZEIT ONLINE vom Juni 2016
Während sich Normalrentner nach 45 Beitragsjahren mit maximal 48 Prozent ihres letzten Einkommens zufrieden geben müssen, bekommen pensionierte Beamte gut 71 Prozent ihres letzten Bruttogehalts.
Rechnet man also einmal simpel pro Kopf um, was demnach jeder Beamte bekommt, sind es 2.356 Euro im Monat, während jeder Rentner 857 Euro kriegt.
Und natürlich gibt es Rentner, die Betriebsrenten kassieren, oder Renten aus Riester-Verträgen und privaten Rentenversicherungen. Es sind aber nur wenige. Nur acht Prozent der Rentner erhalten laut Alterssicherungsbericht Bezüge aus Betriebsrenten, neun Prozent aus privaten Verträgen. Üppig sind die Zahlungen daraus ohnehin nicht. "68 Prozent der zuletzt als Arbeiter oder Angestellte in Deutschland Tätigen beziehen eine gesetzliche Rente als einzige Alterssicherung", stellt die Regierungsstatistik fest. Bei den Beamten dagegen hat jeder Dritte neben der Pension sogar noch Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, weil er zuvor ein Angestellter war. Das beziffert der Beamtenbund nicht.
Selbst nach Abzug aller Steuern und Krankenversicherungsbeiträge bleiben allein lebenden Ex-Beamten 3.404 Euro netto und Paaren 2.936 Euro pro Kopf. Ein Ex-Angestellter dagegen hat im Schnitt bloß 1.595 Euro übrig, Paare 1.470 Euro pro Kopf. Also etwa die Hälfte.
Beamte dominieren den Bundestag
Die aussagekräftigste Statistik im Alterssicherungsbericht ist aber die, die nicht bloß Durchschnittssummen errechnet, sondern aufzeigt, wie viele Pensionäre in welcher Gehaltsklasse mitmischen: Demnach beziehen 73 Prozent aller Beamten über 2.000 Euro Pension. 53 Prozent sogar mehr als 2.500 Euro. Dafür müssen in jedem Durchschnittsrentnerhaushalt schon zwei Leute arbeiten und ihre Bezüge zusammenwerfen. Und jeder dritte Beamte bekommt sogar über 3.000 Euro.
Das Problem bei einer großen Reform des Pensionssystems für Beamte dürfte sein: Dafür ist eine Zweidrittelmehrheit des Bundestages nötig. Die stärkste Fraktion aber, die dort vertreten ist, ist eben diejenige der Beamten. Gleich dahinter folgen die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und der politischen Parteien. Beide Berufsgruppen stellen rund 40 Prozent des Bundestages. Unwahrscheinlich, dass da eine Diskussion über Pensionen entbrennt. Oder gar Taten folgen.

Deshalb liebe Mitbürger, solltet ihr nicht über Nichtigkeiten streiten, sondern bei der nächsten Bundestagswahl darauf achten, das Euer Kandidat kein Beamter oder Angestellter des öffentlichen Dienstes ist, nur so läßt sich diese Ungerechtigkeit korriegieren und die Rente oder Pension für alle zufriedenstellender gestalten.


Den vollständigen Artikel findet ihr hier:
[url=http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-06/beamtenpension-rentenreform-altersarmut-ruhestand]

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7 Kommentare

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Frau Nahles will in ihrer neusten Erklärung die Privilegien für Beamten nicht aufweichen. In ihrem Interview gestern Abend hatte sie angedeutet, dass Selbstständige und Beamte die Rentenkasse erheblich füllen würden.
Es würden etwa 3 Mill. Einzahler dazu kommen. In dem Fall könnten die kleinen Renten erhöht werden , damit Menschen mit niedrigem Einkommen nicht in der Altersarmut landen wie jetzt. ( Niedriglohn und Leiharbeit beschlossen von der SPD und jetzt die Retter spielen)
Wenn sie jetzt lden Rentenbeitrag auf über 22 % steigern will, wird am alten System nichts geändert. Sie sorgt dafür , dass die Menschen wieder weniger Nettolohn haben und Beamte bevorteilt werden. Das kann man ausgleichen, wenn Beitragszahler weniger Lohnsteuer zahlen müssen. Steuereinbußen will die Regierung auch nicht hinnehmen. Wahlkampfthema soll es nach ihrer Meinung nicht werden, damit die SPD nicht noch weiter nach unten rutscht.
Was bleibt also ?
  • 05.10.2016, 09:59 Uhr
  • 1
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Ich wähle sicher nicht den Kandidaten afu Grund seines Berufs!

Die Anpassung des Pensionsniveaus an das Rentenniveau ist längst beschlossen.
Die isngesamt deutlich höhren Versorgungsbezüge des Durchschnittsbeamten gegenüber dem Durchschnittsrentner dürften auch daran liegen, dass ein Großteil der Beamten eine (Fach)Hochschulausbildung hat. Aussagekräftiger wäre es wohl zu vergleichen wie sich die Gehälter und Altersbezüge bei denjenigen mit gleichem Studienabschluss (Juristen) als Beamte und als Angestellte und auch außerhalb des öffentlichen Diensts entwickeln.
  • 04.10.2016, 21:14 Uhr
  • 0
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Werter Riese Saftig - dieses System wird sich nieeeeeeeeeeeee ändern...., nieeeeeeee...., - solange ich jedenfalls lebe..., alt genug bin ich..., lach.....

zu achten, welcher Kandidat Beamter ist? Ohjeeeee...., ham Sie mir ne Liste? Dankeschön....
  • 04.10.2016, 20:10 Uhr
  • 0
In Deinem Wahlkreis gibt es doch nur ein paar Kandidaten, das herauszubekommen ist doch ein Klax!
  • 12.10.2016, 18:45 Uhr
  • 0
bei mir gibt es nur solche, die im politischen Sumpf sich suhlen..., ein paar hams ja scho mal erwischt, als sie ihre Ehefrauen für 6.000 Euronen im Monat von unserem Steuergeld über viele Jahre bezahlt haben....,
aber Beamte und Kandidat? Keine Ahnung, wo ich mir den Klax herholen könnte.., Sie wissen ja, in Bayern ticken die Uhren anders.....
http://www.merkur.de/lokales/leserbr...699959.html
  • 12.10.2016, 19:59 Uhr
  • 0
Hier findest Du alles über die Abgeordneten aus deinem Wahlkreis:
http://www.bundestag.de/abgeordnete18/
Dann nach untenblättern, dein Bundesland und deinen Wahlkreis heraussuchen und schon hast Du alles über die Abgeordneten.
Viel Glück!
  • 22.10.2016, 12:50 Uhr
  • 0
danke
  • 23.10.2016, 18:09 Uhr
  • 0
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