wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Deutschland im Herbst 2016, der Mordfall Peggy und das deutsche Ermittlungsp ...

Deutschland im Herbst 2016, der Mordfall Peggy und das deutsche Ermittlungsproblem

15.10.2016, 16:35 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Seit Tagen werden wir nun wieder mit Meldungen zum grausamen Tod der kleinen Peggy überrascht und müssen wieder feststellen, wir haben in Deutschland ein Ermittlungsproblem. Zum Fall Peggy ist nur eines sicher, am 7. Mai 2001 verschwand die damals neunjährige Peggy Knobloch und sie wurde umgebracht.

Es wurde damals eine Sonderkommission Peggy gegründet, die jedoch bis Anfang 2002 zu keinem Ergebnis kam. Dann wurde der damalige Innenminister Bayerns Günther Beckstein aktiv und tauschte die Soko aus, schon hier hätten die Medien hellhörig werden müssen.

Man kam dann im Oktober 2002 wieder auf die „leichte Beute für geschulte Vernehmer“ als Täter, Ulvi Kulac zurück. Dieser „hatte durch eine Hirnhautentzündung schwere geistige Schäden erlitten. Sein Entwicklungsstand wird mit dem eines 8- bis 10-jährigen Jungen gleichgesetzt“.

Ulivi gestand wohl Angesichts der offensichtlichen Überforderung für ihn durch komplexe Verhörmethoden wie stundenlangen Vernehmungen und endlose Suggestivfragen – dazu bitte einfach sich mit der der Reid-Methode vertraut machen etwas – was er nicht getan hat. Er gestand aber auch, weil offenbar Versprechungen gemacht wurden, die nie zum Tragen kamen. Auch fehlte ein Anwalt bei den Vernehmungen und es wurden merkwürdiger Weise keine Tonaufzeichnungen gemacht, soweit zum Ermittlungsproblem in unserem Land, das es auch leider immer wieder in anderen Fällen gibt, wie die aktuelle Entwicklung im Fall Peggy bezüglich der NSU deutlich macht.

Zurück zu Ulvi Kulac, der wurde am 30. April 2004 für schuldig befunden und mit einer lebenslangen Haftstrafe vom Landgericht Hof alleine auf Grund seines widerrufenen Schuldgeständnisses in die Psychiatrie in Bayreuth geschickt. Dort traf er dann im Laufe seines schweren Schicksals zu seinem Glück mit Gustl Mollath, einem weiteren Opfer der bayerischen Justiz zusammen.

Dank Gust Mollath und vielen Unterstützern gelang es endlich, den Fall Peggy erneut aufzurollen. Am 9. Dezember 2013 ordnete das Landgericht Bayreuth die Wiederaufnahme des Verfahrens an; am 14. Mai 2014 wurde Kulaç freigesprochen.

Doch wem ist Peggy am 7. Mai 2001 nach 13:00 Uhr begegnet? Am 2. Juli 2016 wurde die Leiche von ihr „in einem Waldstück in Thüringen entdeckt, rund zwölf Kilometer Luftlinie von Lichtenberg entfernt“. Was alle befürchtet haben, die an der Wahrheit interessiert waren, war nun nach 15 Jahren traurige Gewissheit. Peggy wurde ermordet.................................. Deutschland im Herbst 2016, der Mordfall Peggy und das deutsche Ermittlungsproblem

Mehr zum Thema

3 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Dasss die Nazis auch noch Kinderschänder sind, verwunder mich nicht.
Das passt zu ihren verquerten Gedankengut!
  • 16.10.2016, 09:44 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich habe eigentlich geglaubt man hat den gesamten NSU-Prozess längst abgehakt. Die Zeugen sterben wie die Fliegen. Politiker wissen nichts davon. Untersuchungsausschüsse gehen ins nichts. Die Asylantenwelle rollt weiter und wir haben ganz andere Probleme. Aber vieleicht soll das wieder mal in eine andere Richtung der Berichterstattung gehen. Wer weiß was sie damit bezwecken. Schlimm nur für die Eltern.
  • 15.10.2016, 18:21 Uhr
  • 3
So etwas passiert, wenn Justiz oder Politiker, etwas zu verbergen haben.
Hier kurz eingeflochten; Mollath? Wenn es der Mollath ist, den man für 7 Jahre wegsperrte, damit die Geldwäsche nicht aufgedeckt wird. Das war politische Machenschaft.
Wenn die NSU auch Pädophile in deren Runde hatte, welche Bedeutung hatte das für den Einzelnen oder für die Politik? Jetzt wird mir auch klar, warum die Zcherpe immer so verheißungsvoll gegrinst hat und bei ihr die Richter alle Freiheiten zuließen. Das wirft Fragen auf.
Für Peggys Eltern ist es schlimmer als schlimm. Die Ungewissheit ist die Hölle, aber jetzt die Aufdeckung und wenn erst Details auftreten, dann brennt das Höllenfeuer noch schlimmer. Das erinnert an meinen Fall.
Als meine Tochter entführt wurde, da wurde ich von der Kripo bedroht. Als ich Akteneinsicht wollte (über Anwalt) wurde ich vom Staatsanwalt belogen. Als mir in einer anderen Sache dann die Richterin ins Gesicht lachte, da war meine Tochter bereits ermordet, aber ich hatte von der Ermordung noch keine Kenntniss. Es machte ihr Spaß mir mit ihrem teuflischen Grinsen ihren Hass auf Juden ins Gesicht zu zeigen. Hass braucht täglich neue Nahrung und jetzt war ich ihr Opfer. Meine Tochter ein Opfer der Immobilienmafia der Russen und ich ein Opfer der Justiz.
So funktioniert Täterschutz in Deutschland.
Mein Fall ist eine Paralelle zu diesem Fall Peggy, die Justiz schützt hier in beiden Fällen die Täter.
  • 16.10.2016, 22:13 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.