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"Ich war ein Sausack" - EU-Parlamentspräsident spricht über seine Zeit als Säufer

News Team
19.10.2016, 17:52 Uhr
Beitrag von News Team

Der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, geht offen mit seiner überwundenen Alkoholsucht um. In "Bunte" sprach er nun erneut über seine dunklen Jahre. Seit 1980 trinkt der 60-Jährige keinen Schluck Alkohol mehr.

"Ich habe nichts zu verheimlichen. Die Kämpfe, die ich in meinem Leben auszutragen hatte, habe ich ausgetragen - und zwar erfolgreich", sagte Schulz zu "Bunte".

Schulz habe sich in seiner Zeit als Alkoholiker immer wieder vorgenommen, mit dem Saufen aufzuhören. "Das Schlimmste ist, wenn man morgens mit dem Gefühl aufwacht, versagt zu haben." Er habe alles getrunken, was er kriegen konnte.

Täglich nehme man sich vor, es besser zu machen. Schaffe es aber auch am nächsten Tag nicht. “Das ist ein deprimierendes Gefühl. Solche Prozesse brechen dir langsam das Rückgrat.“

Vielleicht kann mein Leben anderen Mut machen, auch ihre Sucht anzugehen. Ich war ein Sausack

74 Kommentare

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Es ist gut, dass Herr Schulz offen damit umgeht und sich auch zu einer vergangenen Sucht bzw. Krankheit bekennt. Die Gründe, die ihn dazu bewogen haben, lassen wir mal außen vor. Jedenfalls kann dieses Thema für einen ggf. nominierten Kanzlerkandidaten nicht mehr ausgeschlachtet werden.

In der Tat sind viele Menschen davon betroffen und sehen das aber nicht ein. Oft wird vorgetragen, dass man von heute auf morgen aufhören könne. Kenne beruflich und privat Niemanden, der sich dazu bekennt.

Als letzten Ausweg sehe ich nur eine Therapie, die in vielen Fällen auch erfolgreich verläuft. Aber die Rückfallgefahr ist sehr groß. Das Erinnerungsvermögen des Gehirns nach Alkohol ist nicht zu löschen. Geringe Mengen reichen dann schon aus...

Man sollte jeden Menschen unterstützen, sich von solchen Zwängen befreien zu wollen - notfalls auch mehrmals...Es lohnt sich...

Und niemand kann mit Sicherheit ausschließen, dass es auch ihn mal trifft, ausgelöst durch die verschiedensten Lebenssituationen...
  • 20.10.2016, 09:33 Uhr
  • 4
  • 20.10.2016, 18:06 Uhr
  • 1
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Ich denke, man muss nicht ausgraben, was man als junger Spund alles verzapft hat... Wenn er das mit 24 geschafft hat, gut. Wann hat der Junge aber angefangen?
  • 20.10.2016, 09:12 Uhr
  • 0
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Ehrlich, ich weis nicht wie ich zu solchen Statements in der Öffentlichkeit stehen soll. Man muß nicht alles über sich herausposaunen ( das denke ich einerseits). Allerdings gehört doch auch Mut dazu es zu tun ( denke ich andererseits). Aber warum kommt er gerade jetzt damit? Das war doch schon lange bekannt.
  • 20.10.2016, 08:02 Uhr
  • 1
....möglicherweise hat er nichts anderes, um sich ins Gespräch zu bringen. Mit allen Mitteln nach ganz oben
  • 20.10.2016, 09:05 Uhr
  • 0
Bohren da nicht eher Journalisten von bestimmten Blätter?
  • 20.10.2016, 09:20 Uhr
  • 1
@Connie, er ist doch schon ziemlich weit oben, oder?
  • 20.10.2016, 18:05 Uhr
  • 0
Stimmt, er liebäugelt aber mit dem Bundespräsidentenamt.
Volksnähe suchen auf diese Art n ist ziemlich primitiv. Aber vielleicht funktionierts....
http://www.tagesschau.de/inland/deut...nd-653.html
  • 21.10.2016, 07:51 Uhr
  • 0
@ Connie, das glaube ich nie und nimmer, daß er dieses Ziel erreicht und wenn er sich nackisch macht,hi,hi
  • 21.10.2016, 08:51 Uhr
  • 0
Es will ja keiner sonst ; in der Not frisst der Teufel Fliegen
  • 21.10.2016, 09:43 Uhr
  • 1
oder schickt ein Muslim( Ironie Ende)
  • 21.10.2016, 10:12 Uhr
  • 2
Herr Schulz war als Kanzlerkandidat im Gespräch.....warum nicht schon vorher etwas ausplaudern, was später zum Problem werden könnte.
  • 21.10.2016, 20:10 Uhr
  • 0
Ist seit Jahren bekannt
  • 21.10.2016, 20:11 Uhr
  • 1
nun, dann ist es egal
  • 21.10.2016, 20:12 Uhr
  • 1
genau, nur was soll er antworten wenn er immer wieder danach gefragt wird?
  • 21.10.2016, 20:13 Uhr
  • 0
keine Ahnung, ich bin nicht Herr Schukz
  • 21.10.2016, 20:20 Uhr
  • 0
na ja das denke ich mir
aber was bleibt ihm anderes übrig, als die Wahrheit zu sagen
  • 21.10.2016, 20:22 Uhr
  • 0
ich verstehe nicht was das jetzt ist
  • 21.10.2016, 20:28 Uhr
  • 0
Vielleicht den Text des Beitrages lesen? Es war ein Interview der Zeitschrift "Die Bunte" Da werden normalerweise Fragen gestellt!
  • 21.10.2016, 20:37 Uhr
  • 0
nun gut, habe den Artikel gelesen, ziehe den Hut von Herrn Schulz, was er geschafft hat, schafft nicht jeder
  • 21.10.2016, 20:39 Uhr
  • 1
So sehe ich es auch U.
  • 21.10.2016, 20:41 Uhr
  • 0
Malisa, ich war mit einem Alkoholiker verheiratet, glaube mir, ich weis was los ist
  • 21.10.2016, 20:43 Uhr
  • 1
Verstehe ich U. es war sicher nicht einfach,
  • 21.10.2016, 20:45 Uhr
  • 0
ich habe mich befreit und er macht weiter
  • 21.10.2016, 20:46 Uhr
  • 0
ich verabschiede mich, machs gut Malisa
  • 21.10.2016, 20:49 Uhr
  • 1
Eine Aufstieg schafft nicht jeder, aber jeder der so ein Schicksal teilen muss, lebt in einer Co-Abhängigheit, auch ihm gebührt großen Respekt, wenn er sich befreien kann.
Dir alles Gute Lu!
  • 21.10.2016, 20:51 Uhr
  • 1
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wieviele Ärtze sind tablettenabhängig und operieren jeden Tag! Richter, Taxifahrer, Vorstand von Banken... überall zu finden, Alkoholiker, Drogenabhänigige...

Solange Alkohol frei zugänglich ist, wird es immer Abhängige geben, die dann viel Geld kosten, wenn diese therapiert werden.
  • 20.10.2016, 07:57 Uhr
  • 5
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...ich denke es ist Kalkül! ... Schulz muss sich positionieren und versucht mit den "vermeintlichen menschlichen Schwächen" Punkte bei der Basis zu sammeln, in der er als Sinnbild, für eine reglementierwütige EU, noch nicht die besten Karten hat!
  • 20.10.2016, 07:42 Uhr
  • 2
na und...so ist es eben
  • 20.10.2016, 07:50 Uhr
  • 0
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Meine Anerkennung.
Es gehört viel Mut dazu, so offen darüber zu sprechen.
Jeder Mensch hat wohl seine grau-schwarze Zone.
  • 20.10.2016, 07:15 Uhr
  • 2
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Peter Leopold
Es hat eben jeder selbst in der Hand, welchen Weg er einschlägt. Und je offener man damit umgeht, umso mehr Achtung verdient Derjenige auch.
  • 20.10.2016, 06:35 Uhr
  • 6
genau so
  • 20.10.2016, 07:51 Uhr
  • 1
Peter Leopold
  • 20.10.2016, 07:52 Uhr
  • 0
  • 20.10.2016, 07:54 Uhr
  • 0
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Klasse Herr Schulz ,
finde ich gut dass sie offen damit umgehen . Nur so wird ein Schuh
daraus . Auch ich stehe dazu und spreche offen darüber . Ich bin
seit 46 Jahren trocken - mit Hilfe meiner Frau ! Es ist eine große Hilfe einen Partner zu haben der zu einem hält .
  • 20.10.2016, 01:19 Uhr
  • 2
Glückwunsch zu Deiner Frau
  • 20.10.2016, 07:51 Uhr
  • 0
Vielen Dank Monika . Ja , mein Schatz ist das Beste was mir im Leben passieren konnte . Inzwischen sind wir seit 56 Jahren verheiratet und - ich halt sie ganz fest ! Gruß Willi .
  • 20.10.2016, 10:47 Uhr
  • 0
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das schlimme ist,dass alk in der gesellschaft dazu gehört.trinkt man nicht,wird man als langweiler abgestempelt.ich muss mich auch ständig rechtfertigen.obwohl ich kein trockener alk bin.allerdings kenne ich die gefahren.ich finde es gut,dass er zu seiner sucht steht und diese öffentlich macht.ein zeichen von stärke!
  • 20.10.2016, 01:11 Uhr
  • 4
Elke,
als Mann hat man eindeutig Vorteile ...
ich trinke auch keinen Alkohol ... schon während meiner Lehrzeit musste ich mich dafür rechtfertigen ...
bis auf jenen Tag, als ich sonntags im Fernsehn einen Beitrag über Mormonen sah ... die trinken auch keinen Alkohol, aus religiösen Gründen ...
als man dann wieder sich über mich lustig machen wollte, da ich keinen Alkohol trinke ... sagte ich, dass ich Mormone bin, und aus religiösen Gründen keinen Alkohol trinken darf ...
ich sei aber ne wirklich arme Sau, sagte man mir ... mag sein, aber ich darf mit mehreren Frauen verheiratet sein ...
das Grinsen in den Gesichtern meiner Kollegen verschwand fast augenblicklich ...
  • 20.10.2016, 03:02 Uhr
  • 4
Ich gebe in solchen Momenten einfach eine ehrliche Antwort: Schmeckt mir nicht.
  • 20.10.2016, 07:01 Uhr
  • 2
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Ist super das ein Politiker auch seine "dunklen Zeiten " offen legt. Da bin ich ja mal auf die "Geständnisse" von Herrn Gabriell, von Frau Merkel, Herrn De Maiziere und Herrn Gauck gespannt! Um nur einige zu nennen!!
  • 20.10.2016, 00:55 Uhr
  • 3
Frank,
willst du das wirklich wissen?
  • 20.10.2016, 03:03 Uhr
  • 1
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