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Renten-Sauerei - So werden Beschäftigte im Westen benachteiligt

Renten-Sauerei - So werden Beschäftigte im Westen benachteiligt

News Team
25.10.2016, 08:40 Uhr
Beitrag von News Team

Die Renten in Ost und West sollen angeglichen werden - und das sorgt für Ärger.
Wie "Bild" berichtet, verdienen Millionen Arbeitnehmer in rund 150 Städten und Kreise in den alten Bundesländern ähnlich schlecht wie im Osten. Allerdings erhalten sie keinen Renten-Bonus. Das empfinden die Betroffenen zurecht als ungerecht.

Doch wie kommt es dazu? Nach der Wiedervereinigung wurden die im Schnitt niedrigeren Ost-Löhne bei der Rentenbemessung aufgewertet. In Zahlen: Bei einem Bruttolohn von 2000 Euro pro Monat gibt es in den alten Bundesländern einen Rentenanspruch von 20,15 Euro, im Osten erhält man 21,77 Euro.

Lohn-Unterschiede bestehen nicht mehr in diesem Ausmaß

Allerdings sind die Lohn-Unterschiede längst geschrumpft, so dass diese Regelung viele westdeutsche Beschäftigte benachteiligt. Der Durchschnittlohn West lag 2014 bei 2905 Euro, im Osten bei 2470 Euro. Einzelne Städte und Kreise weichen von diesen Werten enorm ab.

In Jena beläuft sich der Durchschnittslohn auf 2525 Euro brutto. Die Arbeitnehmer erhalten zudem einen Rentenbonus. Im niedersächsischen Delmenhorst verdienen Angestellte im Durchschnitt nur 1905 Euro brutto - einen Rentenbonus gibt es hier nicht.

Höherwertung der Ost-Löhne nicht mehr gerechtfertigt

Rentenexperte Professor Bernd Raffelhüschen sagte der "Bild":

Wenn die Ost-Renten wie geplant auf West-Höhe angeglichen werden, ist die Höherwertung der Ost-Löhne nicht mehr gerechtfertigt. Dann müssen die Renten-Vorteile für die Beschäftigten und Rentner im Osten gestrichen werden. Das kann auch dazu führen, dass die Renten dort sinken.

Derzeit befasst sich die Große Koalition mit den Renten-Vorteile für Beschäftigte in den neuen Bundesländern.

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4 Kommentare

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Viele deutsche Rentner möchten "Ost-Rentner" mit Renten in H4 Niveau abservieren, weil sie nicht so viel in die Rentenkasse eingezahlt haben. Die Frage ist, hatten sie überhaupt die Möglichkeit ? Die Regierung unter dem Kanzler der Einheit keine ausgleichende Lösung beschlossen. Zusatzrenten Ostdeutscher wurden in den großen Rententopfgeworfen, damit sie mehr einbringen und haben heute nichts davon. Ich nehme das Beispiel aus Frau Merkels Wahlbezirk. Nach der Wende wurden alle größeren Betriebe geschlossen. Dabei ginge ca. 15 000 Arbeitsplätze verloren, bis heute sind nicht mal 1/5 neue entstanden. In der näheren Umgebung sah es ähnlich aus. Über das Arbeitsamt wurde sinnlos qualifiziert für Berufszweige , die es nicht gab und die Arbeitslosenquote lag bei 19-16 %, bis sie durch Renteneitritt reduziert wurde. 20 000 Menschen sind in andere Städte verzogen, um dort Arbeit zu finden, sonst hätte es noch schlimmer ausgesehen. Der Rest hatte H4 und damit kann man bekanntlich nicht viel in die Rentenkasse einzahlen. Es hatte aber einen Vorteil, sie haben sich an das H4 Niveau gewöhnt . Der deutsche Handel und die Industrie haben mit der Wende 16 Mill. Kunden dazubekommen, aber nicht einen Cent bezahlt. Ihnen wurden DDR Firmen für 1 DM verkauft. Die Firmen waren marode, aber der Baugrund war Mill. wert. Ostdeutsche bekamen nicht die Chance zu kaufen, um sich Selbstständig zu machen.
Bei der Wende wurden viele Fehler gemacht und darum hängt der "Osten" immer noch hinter her . Es wird eine Generation dauern, bis die Ost-West Debatte durch die Generation, die im geeinten Deutschland gebohren ist, beendet sein wird. Bei den Alten herrscht die Neiddebatte.
  • 25.10.2016, 11:49 Uhr
  • 0
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Der Jahrgang wie meiner hat bestimmt keine 45 Jahre in die
( west)Rentenkasse einbezahlt !
Die wurden 1990 schonmal geplündert !!!!!
Wird Zeit , das dieses "" Ostpampern "" aufhört !
  • 25.10.2016, 08:56 Uhr
  • 1
Danke
  • 25.10.2016, 10:56 Uhr
  • 0
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