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CDU-Vize Laschet: „Wieder Politik für Menschen machen, die jeden Tag arbeite ...

CDU-Vize Laschet: „Wieder Politik für Menschen machen, die jeden Tag arbeiten gehen“

News Team
28.10.2016, 08:21 Uhr
Beitrag von News Team

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat der eigenen Partei eine falsche Schwerpunktsetzung vorgeworfen. "Die CDU hat in den vergangenen Jahren zu viele Parteitage mit Themen verbracht, die Einzelanliegen, Randgruppen und alles Mögliche zum Thema hatten. Darüber haben wir den Mittelpunkt unserer Gesellschaft aus dem Blick verloren: junge Familien mit Kindern“, sagte Laschet im Interview der „Welt“.

Auch in Koalitionsverträgen sei "zu wenig an ganz normale Leute, die unser Land tragen“ gedacht worden, kritisierte Laschet. Die CDU müsse weniger Minderheiten und den Blick nehmen, sondern die Durchschnittsfamilie, forderte Laschet. "Es geht um diejenigen, die man nicht jeden Tag laut in den Medien hört, die aber unsere Gesellschaft zusammenhalten. Wir als Volkspartei unsere breite Akzeptanz erhalten wollen, müssen wir wieder mehr Politik für die Menschen machen, die nicht jeden Tag für ihre Forderungen an die Gesellschaft auf die Straße gehen, sondern jeden Tag ihrer Arbeit nachgehen und sich um ihre Familien kümmern“, so der CDU-Vize.

Als ersten Schritt möchte Laschet auf dem kommenden Bundesparteitag der CDU ein Baugeld für junge Familien durchsetzten. Laschet sagte: "Um Wohneigentum auch nicht so wohlhabenden Familien zu ermöglichen haben wir einen ganzen Maßnahmenkatalog vorgeschlagen, zu dem das Baukindergeld zählt, aber auch ein Freibetrag auf die Grunderwerbssteuer und eine Priorität für Familien bei der Vergabe von Flächen und Immobilien im Bundesbesitz." In der Höhe soll sich das neue Baugeld an der abgeschafften Eigenheimzulage orientieren, so Laschet weiter. "Die frühere Kinderzulage in der Eigenheimzulage betrug 800 Euro pro Kind und Jahr. Das muss der Ausgangspunkt für die Diskussion sein. Aber neben dieser Förderung geht es auch um Erleichterungen bei den Baukosten, etwa durch weniger bürokratische Auflagen bei der Bauplanung und Finanzierung. Ein Anfang etwa wäre es, wenn SPD-Justizminister Maas die EU-Richtlinie zu Wohnraumkrediten einfach eins zu eins umsetzt, statt sie zu Lasten von jungen Familien zu verschärfen."

Absage an Mütterrente


Vor dem Rentengipfel der Unionsparteien an diesem Freitag legte sich die CDU indes gegen die von der CSU angestrebte Erhöhung der Mütterrente fest. "Insbesondere für die junge Generation müssen wir das Rentensystem in der Zukunft sicher und bezahlbar halten. Eine Mütterrente, die jetzt noch einmal sechs Milliarden Euro kosten würde, passt nicht dazu“, sagte Laschet der „Welt“.

Damit geht Merkels Stellvertreter auf Konfrontationskurs zu Horst Seehofer. Der CSU-Vorsitzende möchte Mütter, die vor 1992 Kinder bekommen haben, mit jenen Müttern gleichstellen, die nach 1992 Nachwuchs bekommen haben. Letztere bekommen drei Erziehungsjahre angerechnet. Nach der Bundestagswahl 2013 hatte es bereits eine Anhebung der Mütterrente für die älteren Mütter gegeben, indem die Anerkennung von ein auf zwei Jahre beschlossen wurde. Laschet hält eine weitere Erhöhung für nicht finanzierbar: "Die Erhöhung der Mütterrente nach der letzten Wahl hat tatsächlich zu mehr Anerkennung für Familienarbeit geführt. Aber jetzt geht es darum, das Rentensystem ab 2030 demografiefest zu machen und weiterzuentwickeln."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) beraten am Freitagabend im Kanzleramt mit Unionsspitzen über die Rentenreform. Mit dabei sind Unionsfraktionschef Volker Kauder und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU). Hauptthema ist die Erfüllung des Koalitionsvertrags mit der Angleichung der Ostrenten ans Westniveau und der sogenannten Lebensleistungsrente sowie der CSU-Vorschlag zur Anhebung der Mütterrente.

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56 Kommentare

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Im Vorwahlkampf will der Herr Laschet Stimmung machen, doch das geht meiner Meinung nach in die Hosen. Der Wähler läßt sich durch Einzelmeinungen nicht mehr verarschen. Wenns denn soweit ist, das heißt es lapidar: Leider habe ich keine Mehrheit gefunden. (Die anderen haben natürlich Schuld!)
Ich wünsche mir, das der Wähler solchen Sprücheklopfern nicht mehr vertraut und sie einfach abwählt.
  • 28.10.2016, 18:53 Uhr
  • 3
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Was für eine Erkenntnis, nach all den Jahren. Die ganz "Normalen" sind ab 2018, was sie immer waren: Stimmvieh, und Steuern und Abgaben erarbeiten.
  • 28.10.2016, 18:05 Uhr
  • 4
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Die Labertasche par excellence. Immer wieder gern gesehen in talk shows. The show must go on.
  • 28.10.2016, 13:59 Uhr
  • 4
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Sagt ein Politiker, deren Partei - nebst den Vasallen-Parteien - das Land ruiniert haben. Pfui !!
  • 28.10.2016, 13:36 Uhr
  • 8
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ich find das foto klasse...als ob der sich je die finger geschweige denn die larve dreckig gemacht hätte
  • 28.10.2016, 13:14 Uhr
  • 6
aber sicher nicht mit ehrlicher arbeit, oder?
  • 28.10.2016, 15:46 Uhr
  • 1
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Lasst Euch nicht verarschen, denn der WAHLKAMPF geht los. Das wird auch wieder schnell vergessen, oder war es schon mal anders?
  • 28.10.2016, 13:11 Uhr
  • 5
loey. genau.
die haben die hosen sooooo gestrichen voll.
nach der Wahl, was gebe ich auf mein geschwätz von gestern.
die CDU ist da mit abstand führend.
  • 28.10.2016, 13:30 Uhr
  • 6
Eigentlich gibt es da keine Partei die da besser ist.
  • 28.10.2016, 13:30 Uhr
  • 2
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Blablabla -es wird Wahlkampf!
  • 28.10.2016, 13:11 Uhr
  • 3
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Ich denke, mehr für diese Menschen sollten die tun, für die sie arbeiten, die an Ihnen verdienen. Das heißt im Klartext, wesentlich höher Löhne.
Nachdem der derzeitige Mindestlohn direkt in die Alterarmut führt, ist ein Mindestlohn unter 15,00€ Sklaverei!
  • 28.10.2016, 13:05 Uhr
  • 2
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Ja, Lasche- z.B. mal die Haushaltsabgabe kippen, die von seltsamen unabhängigen Juristen abgesegnet ist im Rechtsstaat!!!!!!
  • 28.10.2016, 13:03 Uhr
  • 3
Erinnert an unselige Zeiten und Umstände......
  • 28.10.2016, 13:04 Uhr
  • 1
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