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Drehen jetzt Alle durch ?

Drehen jetzt Alle durch ?

Peter Leopold
03.11.2016, 07:08 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Es ist ja nicht so, dass man Alle unter Generalverdacht stellen will, wenn es um die Frage geht, ob immer mehr Menschen total durchdrehen. Aber wenn man die Nachrichten ansieht oder einfach nur morgens die Zeitung durchblättert, könnte man schon auf den Gedanken kommen, dass nicht nur der Hang zur medialen Dramatik stärker geworden ist, sondern auch die Anzahl der täglichen Dramen.

So war heute schon zu lesen, dass zwei Kleinkinder getötet wurden und die Mutter unter Verdacht steht. Normal ? Vor ein paar Jahren hätte ich noch NEIN gesagt. Aber inzwischen haben solche Fälle enorm zugenommen. Nächstes Beispiel: Der Fahrdienstleiter, der für das Zugunglück von Bad Aibling verantwortlich ist, hatte wohl zu diesem Zeitpunkt nichts Besseres zu tun, als mit dem Handy zu spielen.

Der Deko-Hersteller "Butler" musste Weihnachtskugeln mit Hakenkreuz aus dem Sortiment nehmen. Die Frage ist, warum die den Weg in´s Sortiment überhaupt gefunden haben. Scheint ja inzwischen von Einigen nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert zu werden.

Terror-Verdächtige laufen nach wie vor in Deutschland frei durch die Gegend. Hauptsache, man beobachtet sie. Sie dürfen ja erst festgenommen werden, wenn sie sich in die Luft gesprengt haben. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung. Dass Kastanienbäume wegen Pilzbefall in Deutschland vom Aussterben bedroht sind, ist aber bestenfalls eine Randnotiz wert. Ist ja auch nicht so wichtig - keine Sensation.

Konzernchefs werden weiterhin fett und das liegt vermutlich nur daran, dass die Preise für Fitnesscenter gestiegen sind. Die Betreiber wollen ja schließlich auch (gut) leben. Und in sozialen Netzwerken ? Da sind es oftmals genau Diejenigen, die sich über Mobbing und schlechten Umgang beklagen, die ihrerseits ein Benehmen an den Tag legen, das jede gute Mutter auch nur von Anderen flüchtig kennt.

Ist das also eine Art Virus ? Ein kollektives Durchdrehen ? Vielleicht auch ein kompletter gesellschaftlicher Umbruch ? Ich glaube, so weit will ich da gar nicht denken. Schlimm genug ist es jedenfalls...

23 Kommentare

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Endlich gibt es einer zu!
  • 05.11.2016, 15:11 Uhr
  • 0
Peter Leopold
  • 05.11.2016, 15:12 Uhr
  • 0
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Viele Menschen haben das selbstständige denken in die Ecke gestellt....Sie lassen sich dermaßen von der digitalen Welt beeinflussen,das es einem sehr sehr nachdenklich stimmt.Deswegen bin ich nicht mehr täglich im Netz ....ich bruach den überfluss an digitalen nicht.
  • 03.11.2016, 13:21 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Wir haben ja auch noch ein reales Leben. Und das hat definitiv Vorrrang
  • 03.11.2016, 13:51 Uhr
  • 1
Dieser Meinung bin ich auch ... obwohl die Digitalisierung immer weiter fortschreitet
und die verbale zwischenmenschliche Unterhaltung immer mehr abnimmt
Alle haben SIE -- das DING in der Hand und laufen wie blind durch die Gegend
nur mach ich nicht alles mit ... ( Online meine ich )
  • 03.11.2016, 14:20 Uhr
  • 2
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Es ist alles nur eine Frage der subjektiven Wahrnehmung, das sagt die Kriminalitätsstatistik aus:
"Die höchsten Ausprägungen von Kriminalitätsangst finden sich gerade in den europäischen Ländern mit den niedrigsten Kriminalitätsraten. Das Auseinanderfallen von Sicherheit und Sicherheitsgefühlen wird auch als Paradox bezeichnet. Denn Unsicherheitsgefühle sind offensichtlich in solchen sozialen Gruppen deutlicher ausgeprägt, die ein relativ niedriges Risiko, Opfer von Straftaten zu werden, aufweisen".
Deshalb beruhige Dich Peter, der Mensch ist immer noch der Gleiche, wie vor 20 Jahren.
  • 03.11.2016, 11:57 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Naja...ich rege mich darüber nicht auf. Es fällt nur auf... und das sind nicht nur die Medien. Auch die Zunahme von realen Übergriffen - bis hin zur kleinsten Familie ist - sagen wir mal...für Viele beunruhigend...
  • 03.11.2016, 12:00 Uhr
  • 1
Peter, das liegt meines Erachtens an der Fülle weltweiter Informationen, die stündlich auf uns einprasseln. Früher lebte man friedlich mit dem I. und II. Fernsehprogramm und der Regionalzeitung. Da regten sich Leute auf, wenn ein Betrunkener mal an eine Hauswand gepinkelt hat. heute ruft das nur noch ein müdes Lächeln hervor.
  • 03.11.2016, 14:29 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Also mehr Information - umso dramatischer
  • 03.11.2016, 14:58 Uhr
  • 2
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"Aber inzwischen haben solche Fälle enorm zugenommen."
Das ist zum Glück nicht wahr.

Was zugenommen hat ist die hysterisch mediale Aufbereitung.
Fällt irgendwo der berühmte Sack Reis um, steht es nicht nur in den lokalen Medien. In Lichtgeschwindigkeit ist es überall zu lesen....in WL, Facebook, Twitter usw.
So wird aus einem Mord (die Mordrate ist seit zig Jahren rückläufig) ein Massenmord und jedes Kind scheint bedroht. Wird ein Terrorverdächtiger verhaftet oder ein Terrorplan aufgedeckt sieht jeder sofort Deutschland als IS-Zentrum, wo in jedem Mülleimer ein Bombe schlummert.
Das was "Bild" seit Jahrzehnten vormacht, Massenpanik schüren, macht inzwischen dank der sozialen Medien Hinz und Kunz.
  • 03.11.2016, 10:38 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Tja..man muss auch die Wahrheit sehen WOLLEN !
  • 03.11.2016, 11:39 Uhr
  • 2
DIE Wahrheit gibt es nicht, es gibt nur Wahrnehmungen.
  • 03.11.2016, 11:41 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Also Zahlen und Daten würde ich nicht als Wahrnehmung betrachten.
  • 03.11.2016, 11:42 Uhr
  • 2
Zahlen ? Daten ?
Zu jedem Thema kann man alle Zahlen und Daten finden die einem genehm sind.
  • 03.11.2016, 11:44 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Nee ist klar. Schönen Tag noch!
  • 03.11.2016, 11:45 Uhr
  • 2
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Im Leben ändert sich sehr viel, auch die Einstellungen der Menschen

Ich meine es ändert sich momentan viel zum Nachteil.. die Menschen sind immer weniger konzentriert auf das was sie gerade tuen und die Zuverlässigkeit im Tun und Handeln bleibt zu wünschen übrig, egal ob privat oder geschäftlich.

Ich meine das sind die größten Fehler in der heutigen Zeit.
  • 03.11.2016, 09:17 Uhr
  • 5
Peter Leopold
Wie wahr
  • 03.11.2016, 09:17 Uhr
  • 1
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Die Welt dreht sich seit ihren Anfängen. Vielleicht ist ja das (Durch-)Drehen eine gleichsam 'welt-immanente' Eigenschaft, denn ohne dieses gäbe es nur ......Stillstand. Seit dem Urknall ist alles - also auch wir - ständigen Veränderungen unterworfen. Könnte es vvielleicht sein, dass das von uns beobachtete Durch-Drehen durchaus Sinn macht, auch wenn wir es nicht verstehen? Schon die Alten wussten: Alles fließt und nichts bleibt; es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln.
  • 03.11.2016, 09:13 Uhr
  • 0
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Die Horrormeldungen nehmen von Tag zu Tag zu.
Was mich stört ist, dass manche Menschen es einfach hinnehmen und
nicht mehr darüber nachdenken, Hauptsache ihnen geht es gut.
Die Mitmenschlichkeit bleibt auf der Strecke!
  • 03.11.2016, 08:35 Uhr
  • 3
Peter Leopold
Dafür war dieser Beitrag gedacht...zum Nachdenken
  • 03.11.2016, 08:52 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Schlimm genug, dass man sich selbst unter Stress setzt...
  • 03.11.2016, 15:28 Uhr
  • 1
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Ein sehr guter Beitrag, dessen Ergänzung weiterer Punkte den Rahmen immens sprengen würden.
Leider ist festzustellen,dass die Hemmschwelle immer niedriger wird.
Die Frage ist, warum das so ist.
  • 03.11.2016, 08:34 Uhr
  • 3
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teilweise, alles was mal "merkwürdig, verabscheungswürdig" war, hat einen normalen Status erreicht... Für mich ganz schlimm, als ein 80jähriger Mann in einem Kassenraum einer Bank zusammenbrach und die Menschen stiegen über ihn hinweg um in die Bank zu gelangen:

A B A R T I G!!


viele leben in einer medialen Scheinwelt, vollgedröhnt mit Mist.

Was zählt ist nur deren eigenen Person, alle anderen haben keinen Platz.
  • 03.11.2016, 08:07 Uhr
  • 5
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