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Schockstarre durch Trump - zu Recht!

12.11.2016, 20:32 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ohrfeige für das Establishment

von Dieter Stein, Berlin


Schockstarre und lange Gesichter in Berlin und Brüssel. Entsetzen steht deutschen Fernsehmoderatoren und Politikern ins Gesicht geschrieben. Hysterisch sehen einige Kommentatoren das „Ende des Westens“ nahen. Es fehlt nur noch, daß die Bundesregierung in der Hauptstadt Flaggen auf Halbmast setzen läßt und die Radiosender durchgehend Trauermusik spielen.

Die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten ist eine schallende Ohrfeige für das Establishment in den Vereinigten Staaten – aber auch in Europa. Es war ein Plebiszit gegen die saturierte politisch-mediale Klasse in den Metropolen, gegen die arrogante kulturelle Happy Few Hollywoods und New Yorks, gegen die geölt laufenden Netzwerke von Lobyygruppen und Thinktanks.

Die Leute haben die volkspädagogischen Belehrungen satt

Die Wahl von Donald Trump ist ein Paukenschlag wie die Wahl Obamas vor acht Jahren. Nur daß der Zug jetzt in eine andere Richtung gehen wird. Es ist ein Aufstand der Kleinstädte, des Landes, der Arbeiter gegen die abgehobenen linksliberalen Eliten an Ost- und Westküste.

Die Leute haben die Politische Korrektheit satt, sie haben die ständigen volkspädagogischen Belehrungen und Umerziehungsprogramme satt, sie haben die einseitige Berichterstattung der großen Zeitungen und Fernsehkanäle satt, sie haben die durch die Windkanäle konturenlos und austauschbar gewordenen Technokraten der Apparate satt.

Trumps Sieg ist auch ein Desaster für die deutschen Auslandskorrespondenten. Alle haben die Nase gerümpft über den Underdog und seine Anhänger lächerlich gemacht. Nun kommen sie schmerzhaft in der Realität an.

Schock für die politische Klasse

Mit Trump wird ein Ausgleich mit Rußland wahrscheinlicher, trotz seiner im Wahlkampf gezeigten Großspurigkeit werden die außenpolitischen Ambitionen Amerikas realistischer und bescheidener, die Multipolarität der Welt gestärkt – und wir werden mehr auf unsere eigenen Interessen zurückgeworfen. Und das ist gut so.

In Deutschland haben Politiker von Linkspartei bis CSU in kollektiver Eintönigkeit ihre Hoffnungen auf Clinton gesetzt. Eine sich weiter in postnationale Utopien verrennende politische Klasse erlebt nach dem Brexit-Schock nun mit dem Trump-Schock ihr zweites Waterloo.

Dabei ist es so einfach: Hört auf das Volk, hört auf mit der Bevormundung und akzeptiert, daß Demokratie von Alternativen und einem echten Pro und Kontra lebt. Auch in Europa. Auch in Deutschland.

3 Kommentare

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Lobenswerter Artikel, dem nichts hinzuzufuegen ist.
  • 15.11.2016, 06:03 Uhr
  • 1
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wow ...
Harald,
stringent und schlüssig vorgetragen ...
"Hört auf das Volk, hört auf mit der Bevormundung und akzeptiert, daß Demokratie von Alternativen und einem echten Pro und Kontra lebt. Auch in Europa. Auch in Deutschland."
so ist es ...
schaun mer mal, wer bis zur nächsten BT-Wahl für die ein oder andere Partei tatkräfig Wahlhilfe betreibt ...
vielleicht ist es Erdogan, der den schändlichen Türkei-Deal platzen lässt ...
  • 13.11.2016, 02:59 Uhr
  • 3
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Die Wahl Trumps ist eine Niederlage für die Meinungsmacher und die Volksbevormunder. Amerika hat es Europa vorgemacht. Hoffentlich geht auch ein Ruck durch Europa.Ich bekomme stets Kopfschmerzen wenn ich lese das Forsa Institut hat festgestellt daß 51% der Deutschen Angela Merkel wählen würden.Wen hat das Forsa Institut denn gefragt? Wer die Wahrheit erfahren will muß auf jeden Fall mehr als eine Zeitung von verschiedenen Herausgebern lesen.
  • 12.11.2016, 22:18 Uhr
  • 7
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