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GRENZENLOS IST HEMMUNGSLOS

13.11.2016, 14:59 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

GRENZENLOS IST HEMMUNGSLOS
von Gerd Quedenbaum
zur Pressestimme im SUPER-SONNTAG, vom 13.11.2016, Seite 2 K oben.

In gewohnter Gemeinsamkeit mit den Politikern haben deren Medien über den Wahlkamppf in Amerika berichtet. Ziemlich einseitig - so darf man sagen, denn das Ziel aller Aussagen war der Präsidentschaftskandidat Donald Trump. Ein Mann der seinen Wahlkampf begann und durchzog als einer, dessen Ansichten und Absichten sehr weit extrem klangen.
Man versuchte, ihn und seine Absichten ins Lächerliche zu ziehen, ihn als Geschmacklos darzustellen, als einen Schwachkopf, als einen Undemokraten, als einen Weltfremden und im Übrigen als einen durch und durch politisch unfähigen Mann. Dies alles aufgehängt an der Verkündung seiner Absichten für den Fall, daß er gewählt werde. Jedes Wort, jede Geste - alles wurde diesem Menschen triumphierend angelastet.
Dabei haben alle, Politiker und Medien gleichermaßen, geflissentlich übersehen, daß Trump als Milliardär ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann ist und demgemäß alles andere sein kann, als lächerlich, als dumm und sogar unpolitisch. Der hat ganz gewiß mehr Trümpfe in seiner Uncle-Sam- Tasche, als allzu naive Journalisten es sich ausmalen können. Was seine Äußerungen im Wahlkampf anbelangt, so war es eben Wahlkampf - eine Aktion, in der man seine auch extremen Ziele äußert in der Hoffnung, möglichst viele Stimmungen, Wünsche und Hoffnungen in der Wählerschaft erfassen zu können. Wo man weiß, daß auch er in seinem Amt Grenzen kennt.
Nebenbei bemerkt, unsere Politiker -und mit ihnen deren Medien- machen es
keineswegs anders. Wenn man sich gelegentlich den Blödsinn anhört oder liest, den sie hier im Wahlkampf verkünden, und wenn man das denn noch mit den "Erfolgen" ihrer Politik vergleicht, dann darf man schon das Grausen bekommen.
Unsere Politiker und deren Medien haben sich vehemt eingesetzt, das Bild des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten hier in Deutschland und in der Welt herab zu würdigen. Das nenne ich unanständig, sogar würdelos. Die Wahlen in Amerika sind Sache der Amerikaner. Und man kann den Amerikanern nur dazu gratulieren, daß sie Trump gewählt und der gegen- stimmigen Welt eine gehörige Lektion erteilt haben.
Demokratie - Schon mal gehört ?
Die Amerikaner haben mit ihrer Wahlentscheidung eigentlich schon viel zu spät gegen das dort faulende Establishment gestimmt. Nun ist das herrschende Regime betroffen und das internationale Geschrei riesengroß, insbesondere hier in Deutschland, wo man immer noch keine Ruhe geben möchte. Das "apropos" von Eric Claßen im Super-Sonntag ist nur eine, aber typisch deutsche, eine verkorkste Stimme zum Thema.
Trump ist noch nicht einmal im Amt, noch nicht vereidigt und schon wissen die deutsche Politker, mit samt ihren Medien, was die Stunde geschlagen hat.
Trump ist mehrheitlich vom Volke gewählt. Wieso läßt man ihm nicht die Chance, sich national und international so zu artikulieren, wie es ihm, dem künftigen Präsidenten der Amerikaner zukommt ? Wieso müssen wir diesen legitim gewählten Mann jetzt immer noch beschimpfen, verdächtigen, noch bevor sich die Diplomatie in Zeug legen kann ?
Es ist klar, nach Trumps Aussagen im Wahlkampf werden auch wir Deutsche
einiges verlieren können. Aber das ist nicht Tramps Verschulden, sondern die Schuld des amerikanischen, europäischen und insbesondere des deutschen Establishments. Die deutschen Politiker haben uns hemmungslos an Amerika verschachert - auf Gedeih und Verderb. Sie haben unser Vaterland zu einem internationalen Suppentopf gemacht und zahlen alljährlich Milliarden und aber Milliarden an amerikanische Interessen. Und wer es jetzt immer noch
nicht bemerkt hat, der achte mal darauf - wir benehmen uns schon so, wie Uncle Sams kleine Schwester, süß - aber dumm wie Bohnenstroh.

5 Kommentare

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Gerd wize.life-Nutzer
Ihr Beitrag spricht mir aus der Seele.
Besonders ihr letzter Satz, trifft den Nagel auf den Kopf.
Das kleine Schwesterlein von Onkel Sam, suess aber dumm wie Bohnenstroh.

Mir kommt es so vor, als ob der komplette Politiversager-Clan in Berlin, vor Angst zittert.
Sie zittern, weil sie nicht wissen, wie ihre naechsten Anweisungen aus USA lauten oder noch schlimmer, dass vielleicht gar keine Plaene mehr aus Washington kommen und sie selbst die Zukunft gestalten muessen.

Man hat von Berlin aus, mit Pauken und Trompeten die Beziehungen zu Russland zerschlagen und dabei haben sich diese duemmlichen Volksvertreter auch noch stolz gefuehlt, weil ihnen die Elite aus USA samt Obama, dafuer auf die Schulter geklopft hat.

Nun hat die USA vermutlich einen Praesidenten, der Russland wieder die Hand reichen wird und das kann durchaus gelingen.
Die deutschen Politiker haben aber so viel kostbares Porzellan in ihrer "Beziehung" zu Russland zerschlagen, dass sie kaum noch eine ausgestreckte Hand aus Russland erwaerten koennen.

Ausserdem fehlt es ihnen auch sehr deutlich an der noetigen Groesse, sich fuer ihr Verhalten zu entschuldigen.

Die aktuellen deutschen Politiker haben ihrem Volk in den letzten Jahren einen absoluten Baerendienst erwiesen, Deutschland wurde innerhalb Europas und gegenueber den grossen Wirtschaftsraeumen China und Russland, isoliert.

Wie kann man nur so dumm sein, zuerst Russland, dann China und nun auch noch die USA zu beleidigen.

Die Deutschen werden bald betteln muessen, dass ihnen noch jemand ihren Mercedes abkauft.
  • 14.11.2016, 10:48 Uhr
  • 1
Diese Politik schlägt jedem denkenden und vielseitig informierten Menschen ins Gesicht. Gemachte Fehler werden nicht etwa korrigiert, sondern vertieft.
  • 14.11.2016, 17:05 Uhr
  • 1
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Besonders verwerflich finde ich, dass Unsere europäischen Eliten mit samt ihrer "Hofschranzenpresse" sich moralich über den legal und demokratisch gewählten amerikanischen Präsident erheben wollen. Und damit auch über dessen Wähler und das amerikanische Volk gesamt.
Warum wohl? Hat man sonst keine Argumente? Stört die angekündete Trumpsche Politik?
Europa und vor allen Dingen Deutschland unterliegt seit vielen Jahren nur einer Haltung:
Wirtschaftspolitisch: Neo-Liberal (bis zum Exzess)
Gesellschaftspolitisch: Links-Liberal(bis zum Exzess)
Diese Haltungen werden als "Demokratie" etikettiert.
Wer auch nur ein Hauch davon abweicht wird zum "Undemokraten ja sogar zum rechten Extremisten" erklärt und bekämpft.
Als ob es nur eine Meinung, eine Haltung , ein richtiges Handeln zu allen politischen Fragen und Problemen geben würde.
Diese Herrschaften merken dabei nicht, dass sie selbst es sind die die Demokratie mit Füssen treten.
Denn eine Demokratie funktioniert nur, wenn gerade die "andere Meinung" akzeptiert ( und nicht bekämpft). wird.
  • 13.11.2016, 21:48 Uhr
  • 2
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Die Politik ist und war in den letzten Jahren in jeder Beziehung unmäßig und an Selbstüberschätzung nicht zu überbieten. Nur eine ausgewogenen Politik, die Vergangenheit und Zukunft verbindet, war und ist nicht durchgeführt worden.
Mit dieser Politik werden haben wir uns in Europa und in der übrigen Welt isoliert. Die Medien, die das alles mit befördert haben, man kann annehmen, wider besseres Wissen, sollten sich nun endlich auf ihre eigentliche Aufgabe besinnen und berichten, was tatsächlich geschieht.
Trump wird sich mit England verbünden und die Karten werden neu gemischt. Wenn sich unsere Politiker weiter so verhalten, wird Deutschland nicht mehr mitmischn und wir sitzen nicht mehr auf dem hohen Ross, was nicht wenigen, die ständig zu unrecht moralisierend gemaßregelt wurden,, rechtgeben wird.
  • 13.11.2016, 16:10 Uhr
  • 2
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Sehr geehrter Herr Gerd Quedenbaum,
sie haben das Thema sauber und korrekt behandelt und sehr gut erläutert, wie unsere politischen, elitären Kreise wieder einmal ohne darüber nach zu denken, was kommt nach der Wahl, sich die Eigentore geschossen haben. Das Problem ist, daß die Mehrheit der Deutschen dem TV auch noch glauben, ohne sich viele Gedanken zu machen.
  • 13.11.2016, 15:19 Uhr
  • 5
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