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Vorläufige Bilanz des Adolf Erdogan

Vorläufige Bilanz des Adolf Erdogan

Peter Leopold
25.11.2016, 04:57 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Es ist schon recht dreist, was sich der Möchtegern-Sultan bereits in der Vergangenheit geleistet hat. Das gesamte Ausmaß zeigt sich aber erst, wenn man die Details aufzeigt, mit denen er seinen größenwahnsinnigen Anspruch auf unbefristete Machtbefugnisse aufzeigt. Und so gut wie Alle - außer Deutschland natürlich - zeigen ihm endlich seine Grenzen auf. Unnötig zu erwähnen, dass er da auch schon vorgesorgt hat, denn wirklich rechnen kann ein normaler Mensch nicht damit, dass man ihn auf diese Weise länger gewähren lässt.

Mehr als 36.000 Menschen sitzen in Untersuchungshaft, und mehr als 75.000 Staatsbedienstete bzw. Angehörige der Sicherheitskräfte wurden entlassen. Nun könnte man sagen, dass es ja eine türkisch-interne Angelegenheit wäre, wenn.... ja wenn nicht verschiedene´Forderungen im Raum stehen würden, die letztendlich ganz Europa betreffen.

Dass alleine die geforderte Visa-Freiheit für türkische Staatsangehörige eine unerfüllbare Provokation ist, sollte Einem schon der gesunde Menschenverstand sagen. An dem scheint es jedoch dem Despoten zu fehlen. Man muss kein Genie sein, um zu sehen, dass dieses Verhalten von Erdogan sehr an Adolf´s NSDAP erinnert. Auch das nicht anerkennen der Türkisch-Griechischen Grenzen spricht eine klare Sprache.

Die Abgeordneten des EU-Parlaments forderten daher am Donnerstag mit breiter Mehrheit ein Einfrieren der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei und das Wort "einfrieren" würde theoretisch die Option offen lassen, dass man die Beitrittsgespräche wieder aufnimmt, wenn die Umstände sich geändert haben. Ich glaube an diese Option nicht, aber Diplomatie hat eben ihre eigenen Gesetze.

In Deutschland sehen sich türkischstämmige Bundestagsabgeordnete massiven Bedrohungen ausgesetzt und Erdogan forderte diese Abgeordneten sogar zum Bluttest auf - nur um sicher zu gehen, dass es auch wirklich echte Türken sind. So etwas gab es doch schon einmal in Deutschland. Also ein "nicht arischer Türke" im Bundestag? Das darf es doch nicht geben. Warum sich Deutschland so etwas gefallen lässt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Vor wenigen Tagen deutete Erdogan an, dass sich die Türkei statt der EU auch China und Russland annähern und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit beitreten könnte. Welch eine Drohung. Immerhin handelt es sich nicht nur um ein wirtschaftliches Bündnis. Wie sich das dann allerdings mit der NATO Mitgliedschaft vereinbaren lässt, bleibt im Dunkeln.

Spannend wird es noch, wenn Erdogan tatsächlich die Todesstrafe wieder einführt. Damit hätten sich nicht nur alle weiteren Gespräche mit der EU erledigt, die Türkei würde auch aus dem Europarat fliegen. Und ich prophezeie einmal, dass dies nur eine Frage der Zeit ist. Die Frage die bleibt: Was passiert mit den unzähligen Erdogan Anhängern, die sich bereits in Europa befinden ?

Werden die dann zu Terroristen erklärt und grundsätzlich ausgewiesen ? Dann wäre Europa nicht viel besser als Erdogans Türkei und man muss sich nicht auf dieselbe Stufe mit Diktatoren stellen, um diese zu bekämpfen. Gespannt bin ich nur auf die verbliebenen Gegner Erdogans. Sollte dieser Despot einen bedauerlichen Unfall erleiden, wäre meine Trauer wegen der plötzlich dahin geschiedenen Kakerlake Elfriede um Einiges größer...

17 Kommentare

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Die Investitionen aus dem Ausland haben sich gegenüber dem Vorjahr halbiert und der Tourismus ist massiv eingebrochen.
Das sind Indizien, die zählen. Denn wenn die Wirtschaft einbricht, wird Erdogan die Unterstützung der Bevölkerung verlieren. Mit verstärkten Repressionen wird er sicher darauf reagieren, aber langfristig hält er das nicht durch.
Also bleiben wir gelassen und vergelten seine Ausfälle gegenüber Deutschland nicht mit Vergeltungs-Maßnahmen bei den deutschen Türken. Allerdings sollten wir die 970 Imane in die Türkei zurück schicken, da sie Angestellte der DITIP (türkische Religionsbehörde) sind. Deren Predigten dürften wohl nicht im deutschen Interesse liegen.
  • 18.12.2016, 15:23 Uhr
  • 0
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ich befürchte nur das die restliche welt eben so lange zu schaut wie damals bei hitler. erst versucht man alles um schön wetter zu machen, dann schweigt man einfach und schaut drüber weg, ist ja in einen anderen land. zu bedauern sind ja nur die türken, die seine machtspiele nicht wollen aber sich nicht trauen dagegen richtig vorzugehen, hat er doch wie auch schon die nazis unter hitler überall seine schärgen die alle wiederworte im keim ersticken.
EUROP werd endlich WACH
  • 25.11.2016, 15:52 Uhr
  • 3
Peter Leopold
Europäische Resolutionen interessieren ihn ja kaum. Da muss es schon konkrete Maßnahmen geben..
  • 25.11.2016, 16:34 Uhr
  • 2
klar Peter, nur hinstellen und ein böses Gesicht machen hat keine Wirkung, die sollten mal das auch tun was sie ankündigen.
  • 25.11.2016, 16:39 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Pruuust...das hat schon bei Granny nicht geklappt
  • 25.11.2016, 16:40 Uhr
  • 1
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Dieser Mann macht mir Angst. Es wäre für Deutschland an der Zeit,
endlich Klartext zu reden. Andere Staaten sind da mutiger!
  • 25.11.2016, 08:49 Uhr
  • 5
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Ein gefährlicher Irrer halt...
Über diesen Satz musste ich jetzt doch schmunzeln...
"Sollte dieser Despot einen bedauerlichen Unfall erleiden, wäre meine Trauer wegen der plötzlich dahin geschiedenen Kakerlake Elfriede um Einiges größer..."
  • 25.11.2016, 06:38 Uhr
  • 6
Peter Leopold
IST doch so...Mein Bedauern würde sich wirklich in Grenzen halten
  • 25.11.2016, 07:12 Uhr
  • 4
....und meins erst Peter
  • 25.11.2016, 13:00 Uhr
  • 0
Es war auch heute mein erster Lacher Christine
  • 25.11.2016, 13:01 Uhr
  • 0
Peter Leopold
Ja WENN man sie denn versteht
  • 25.11.2016, 13:01 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Ganz offenbar
  • 25.11.2016, 13:28 Uhr
  • 1
Ich konnte mir auch ein breites Grinsen nicht verkneifen!
  • 25.11.2016, 13:43 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Oops..und dabei war das sooo ernst gemeint
  • 25.11.2016, 14:15 Uhr
  • 1
Peter Leopold
  • 25.11.2016, 14:58 Uhr
  • 2
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Warum erwähnst Du nicht die große stategische Waffenzahl, welche in der Türkei für die Nato Stationiert sind und das die Türkei mit mehr als 90% in Asien liegt und daher ein strategischer Standpunktt gen Osten ist.
Ein gelungener Schachzug wäre es der Shanghaier Organisation beizutreten. Dann hat Europa mit seiner Übermenschlichen Fürsorge nicht mehr viel zu lachen.
Übrigens hatte Deutschland in den 30igern auch deutschstämmigen Unterstützung bei den zu besetzenden Gebieten im Osten.
Also alles schon mal dagewesen und keiner hat gelernt daraus
  • 25.11.2016, 06:00 Uhr
  • 8
Peter Leopold
Weil die Türkei auch davon profitiert und der Despot diese nun auch als Druckmittel verwendet. Das ist KEINE türkische Gefälligkeit.
  • 25.11.2016, 13:00 Uhr
  • 1
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