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DIE BÖSEN DEUTSCHEN

03.12.2016, 16:02 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

DIE BÖSEN DEUTSCHEN
von Gerd Quedenbaum

Auszug aus einem Gespräch im wize-life (Zitate).
Behauptung:
"...und die ewige Mahnung an unser Gewissen (wie lange sie auch noch anhalten mag), die halte ich für böswillig zielgerichteten Unsinn."
Antwort:
"Ich halte sie für enorm wichtig, sonst vergißt der Mensch und wiederholt das Verbrechen gegen die Menschheit. Deswegen müssen wir auch die zukünftigen Generationen informieren und warnen. Es ist Menschenpflicht."

Kommentar:
Die Erinnerung wach halten, selbstverständlich. Wissen und Erfahrung an nachkommende Generationen weitergeben, selbstverständlich.
Nicht selbstverständlich und auch keineswegs nötig ist dagegen die permanent erinnernde Warnung vor der Wiederholung von Verbrechen nach dem Beispiel der Judenverfolgung unter dem Nationalsozialismus.
Politiker und Medien, das Bildungswesen und mehr noch das wiedererwachte Judentum in Deutschland sind nach Kräften bemüht, die schuldzuweisende Erinnerung daran wach zu halten, sie global zu verbreiten und damit in aller Welt den Eindruck zu erwecken, als seien unsere Eltern und Voreltern böse "Nazis" gewesen, sozusagen eine üble Bande faschistischer Strauchdiebe und Mörder. Da werden bei jeder nujr denkbaren Gelegenheit Gedenkfeiern abgehalten, Denkmäler gebaut, Museen eingerichtet, alljährlich wird eine Flut relevanter Literatur über uns ausgeschüttet, werden Filme gedreht und alle Welt von den Medien mit einseig erzählten Geschichten überfüttert.
Daß das verbreitere Bild so nicht richtig, sondern hoffnungslos überzogen ist, muß man nicht erst betonen. Es widerspricht den Fakten und jeder Logik. Nicht pauschal "die Deutschen" und auch nicht pauschal "die Nazis" (Schimpfwort für Nationalsozialisten) sind schuldig geworden. Richtig ist vielmehr, daß nur geringe Teile der dem Nationalsozialismus verbundenen Deutschen aktiv an dem verbrecherischen Geschehen beteiligt waren.nd richt, daß nur wenige Menschen in Deutschland tatsächlich wußten, was da in ihrem Namen geschah.

Das ebenso falsche wie in diesem Sinne auch forftgesetzt verbreitete Bild ist in der Nachkriegszeit entstanden. Chronisten, Geschichtsschreiber und das Bildungswesen aller Ebenen befanden sich in einem Dilemma. In der öffentlichen Meinung, speziell aber im Bildungswesen sollte die jüngere Geschichte ausgeklammert, sollte sozusagen totgeschwiegen werden. Eine neuere Geschichte aber gab es noch nicht, ausgenommen die Greuelgeschichten der Judenverfolgung. So orientierte man sich denn an den Vorgaben der Alliierten und begann nun, alles was das Deutschtum und was den Nationalsozialismus betraf, in den Schmutz zu treten. Wahre und unwahre Einzelgeschichten wurden hochstilisiert, wurden zum Geschichtsbild einer ganzen Nation verknüpft und verbreitet. Das war eindeutige Meinungsmache von oben.
Mit dem Ende des Krieges vor 70 Jahren ist auch der Nationalsozialismus untergegangen. Ein da capo des Geschehenen ist nicht zu befürchten, weil es den echten "Extremismus" in Deutschland gar nicht gibt. Dies permanent wiederholte Zauberwort ist ein Politikum, ist eine Behauptung verantwortungsloser Politiker, die nicht bereit sind, sich mit den Fakten demokratischer Meinungsbildung auseinander zu setzen. Inzwischen ist bereits die dritte Nachkriegsgeneration herangewachsen, die kein hinreichendes Wissen, kaum einen Bezug zu der Vergangenheit hat und weit davon entfernt ist, sich im Sinne dauernder Erinnerung und Mahnung schuldig zu fühlen.

Die gloibale Menschheitsgeschichte aller Zeiten beweist überdies unmißverständlich, daß Menschenhandel, Versklavung, Vertreibung, Massenmord und Massentotschlag eher als nachahmenswertes Muster, denn als abschreckendes Beispiel erkannt werden. Andersartige, andersfarbige und andersgläubige Menschen waren schon immer Hindernisse und gesuchte Opfer bei der Durchsetzung subjektiver Interessen.
Man erinnere sich an die pfer der Kolonialgeschichten in Südamerika, Afrika und dem weiten Asien, wie z.B. die Engländer in Indien. Man denke an die Verschleppung und Versklavung dunkelhäutiger Afrikaner und dazu an den Menschenhandcel der Amerikaner, an die Vernichtung der kleinen und großen Indianerstämme in dem inneramerikanischen Verdrängungswettbewerb. Man erinnere sich an die Millionen und aber Millionen Opfer (darunter auch die Juden) des Bolschewismus und des Sowjetismus, an die Massen Opfer der Russen im Vorderen Orient, an die ungezählten Opfer des Maoismus in China, an die Massen Opfer der amerikanischen Kriege in Vietnam, in Korea, gegen die roten Khmer und jetzt schon seit Jahren wieder in der östlichen Hemisphäre, wo der islamische Glaubenskrieg an tausend Fronten tobt. Man erinnere sich an die Kolonialpolitik der Franzosen im Norden Afrikas. Man sei erinnert an die Opfer des ersten und des zweiten Weltkrieges, nicht zuletzt auch an die Opfer des jüdischen, sprich - des israelischen Verdrängungswettbewerbs in Palästina. Und mit diesen Beispielen sind nur die größten oder merkwürdigsten Ereignisse der jüngeren Vergangenheit angesprochen.

Da behaupte bloß niemand, wir Deutsche seien schlechthin "die Bösewichte" dieser Erde gewesen. Die Muster der Menschenvernichtung sind so alt wie die Menschheit selbst.

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61 Kommentare

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Aktuell geht es nicht darum, in Schutt und Asche zu gehen, sondern denen zu widerstehen, die das 3. Reich leugnen, Hakenkreuze malen,
Feuer legen, Menschen verfolgen und Hass verbreiten.
  • 04.12.2016, 17:44 Uhr
  • 1
Nein, darum geht es nicht in meinem Beitrag.
"...die das Dritte Reich leugnen" ist ohnehin Unsinn. Es hat existiert, kann und darf daher nicht geleugnet werden. Das macht vermutlich auch niemand. Die Meinungsdifferenz liegt zwischen dem konstruierten und dem tatsächlichen Geschichtsbild des Dritten Reiches.
"Hakenkreuze malen, Feuer legen, Menschen verfolgen", das sind strafdbare Handlungen, die m it der Geschichte des Dritten Reiches nichts zu tun haben.
"Hass verbreiten", das ist nach dem Dritten Reich bis heute wachsend wieder gängige Praxis in unserer Demokratie geworden.
Was mein Beitrag will, ist in dem anfänglich geschilderten Gespräch deutlich geworden. Der Beitrag begründet meine Antwort.
  • 04.12.2016, 19:10 Uhr
  • 2
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Frederick Forsyth, britischer Autor schreibt: "Die meisten von uns Briten wundern sich über die endlose, den Deutschen auferlegte Verpflichtung, sich bis ans Ende ihrer Tage zu entschuldigen. Es ist seit Jahrzehnten vorbei, um Himmelswillen. Es ist Zeit für die Deutschen wieder aufzustehen". https//derhonigmannsagt.wordpress.com/201508/07

Schuldgefühle führen zu -Komplexen und letztendlich zu einer beschädigten Identität. Diese impliziert oft und u.a. Unsicherheit und Manipulationsbereitschaft.
  • 04.12.2016, 12:32 Uhr
  • 3
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Den voran gegebenen Artikel "DIE BÖSEN DEUTSCHEN" konnte ich leider wegen Raummangels nicht zu Ende schreiben. Deshalb ergänze ich hier nachstehend mit dem letzten, oben noch fehlenden Absatz:

Da behaupte bloß niemand, wir Deutsche seien schlechthin "die Bösewichter" dieser Erde gewesen. Die Muster der Menschenvernichtung sind so alt wie die Menschheit selbst. Die Menschen bessern sich nicht und deshalb ist es auch nicht von Nöten, uns permanent erinnern und mahnen zu wollen. Weit wichtiger ist es, den jungen Menschen Demokratie und Demokratieverständnis zu vermitteln und sie zu lehren, wie man Demokratie richtig lebt und erleben kann. -

STELLUNGNAHME
zu der nachgesetzten Diskussion:
Ich werdse mich nicht einmischen, weil die Mehrzahl der Kommentare an dem Kern der Sache vorüber geht und somit keine ernst zu nehmende Meinung darstellt.
  • 04.12.2016, 10:44 Uhr
  • 2
Nein-nein, Karl, Du irrst. Ich entziehe mich nur dem unsachlichen Gewäsch.
Ich denke, daß meine hinreichend begründete Meinung einwandfrei formuliert ist. Darauf kann man sachlich diskutieren.
Für unsachlichen Disput bin ich nicht zu haben.

Im übrigen aber sind wir einer Meinung.
  • 04.12.2016, 13:14 Uhr
  • 3
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Werden Verbrechen an der Menschheit geringer, wenn nan sie mit anderen vergleicht? Nein, umso schrecklicher, dass sich das Volk der Dichter und Denker in diese Liste des Schreckens eingliedern musste.
  • 04.12.2016, 05:04 Uhr
  • 8
Hier wurde nicht verglichen, sondern beispielhaft aufgezählt.
Grund: Es sollte nicht mehr über uns labern, wer selbst massig Dreck vor seiner Türe liege hat.
  • 07.12.2016, 12:36 Uhr
  • 0
Damit machst du die Schuld der Deutschen aber nicht geringer. ..
  • 07.12.2016, 14:29 Uhr
  • 0
Tut mir leid Dorothes, aber das ist nicht gewollt und davon war auch nicht die Rede.
  • 07.12.2016, 16:03 Uhr
  • 0
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ja, Völkermord wurde schon öfter begangen, da gebe ich dir recht. Aber niemals vorher und ich hoffe auch niemals wieder mit einer derartigen Effizienz. Und daran gibt es nichts, aber auch gar nichts zu deuteln.
  • 04.12.2016, 04:10 Uhr
  • 10
hatte ich auch nicht geschrieben
  • 04.12.2016, 11:07 Uhr
  • 3
Da bist Du falsch informiert, Karin.
  • 07.12.2016, 12:37 Uhr
  • 0
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@Gerd, ich halte nichts davon, dass man die Verbrechen der Nazis, die sie im Namen des deutschen Volkes begangen haben, mit anderen Verbrechen der Menschheitsgeschichte relativiert. Aber ich halte auch nichts davon, dass man alle Deutschen für die Verbrechen der Nazis in Haftung nimmt und auch noch die zweite und dritten Generation danach. Ich habe als Kind die Nazizeit und den Krieg erlebt, ich war im Krieg alt genug um das verstehen zu können. Meine Eltern waren unter Lebensgefahr Antifaschisten. Ich habe in den letzten Kriegsjahren keine Begeisterung für Hitler mehr erlebt, es mag sie gegeben haben, aber in unserem Lebensumfeld nicht mehr. Wir haben die Judentransporte gesehen, es waren holländische Juden, die von Westerbrook in Holland nach Ausschwitz transportiert wurden. Der Zug hielt bei uns. Wir spielten auf der Viehrampe, 5 mtr. vom Zug entfernt. Soldaten in schwarzen Uniformen patrollierte mit riesigen Schäferhunden und großen automatischen Gewehren auf dem Bahnsteig. Die Juden wurden in Viehwaggons transportiert. Oben im Viehwaggon waren kleine Öffnungen mit senkrechten Stäben. daraus schauten einige Juden uns direkt in die Augen. Was mögen sie von uns "Nazikindern" gedacht haben? Wenn ich daran denke, bin ich auch heute noch tief betroffen. In unserem Elternhaus wurde oft die Frage gestellt, was macht ma die mit den ganzen Juden? Man ging davon aus, dass sie für einen Arbeitsdienst in den Osten transportiert wurden. Eine Vergasung der ganzen Juden hilt man selbst in unserem antifaschistischen Elternhaus für nicht möglich, obwohl man den Nazis viele Verbrechen zutraute. Aber Holocaust überstieg selbst das Vorstellungsvermögen der Nazigegner. Nach dem Krieg wurden auch meine Eltern und wir Kinder für die Verbrechen der Nazis in Haftung genommen. All die Untaten wurden unter Entmündigung der Deutschen begangen, dennoch müssen sie kollektiv den Kopf dafür hinhalten und auch noch die zweite und dritte Generation, obwohl sie damals noch gar nicht geboren waren. Ich behaupte hier, den zweiten Weltkrieg und den Holocaust hätte es nicht gegeben, wenn Die Deutschen hätten darüber abstimmen können. Es sind nicht nur ausländische Interessen, die ein Interesse an der deutschen kollektiven Schuld haben, sonder auch unsere politischen Linken pflegen diese Schuldkultur. Und sie benutzen diese, um alle politischen Meinungen, die von ihrer abweichen, zu diskreditieren.
  • 03.12.2016, 17:07 Uhr
  • 4
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Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch!
  • 03.12.2016, 16:58 Uhr
  • 5
Bert Brecht zitieren, warum nicht,
Gleichwohl kann man das Kommunistische Manifest
Herbei führen.
„ Ein Gespenst geht um in Europa „
  • 03.12.2016, 18:12 Uhr
  • 1
".....das wiedererwachte Judentum in Deutschland sind nach Kräften bemüht, die schuldzuweisende Erinnerung daran wach zu halten...."
Aha, das Judentum ist also dabei wieder zu erwachen und müsste deiner Meinung nach wiederum ausgerottet werden?
Dieser Satz zeigt, wessen Geistes Kind du bist......
  • 04.12.2016, 08:35 Uhr
  • 4
Ach, DS das ist ein dümmlicher Kommentar, der hinein interpretiert, was überhaupt nicht gesagt ist.
  • 04.12.2016, 09:58 Uhr
  • 2
Schon die Benutzung des Begriffs 'Judentum', dessen 'Wiedererwachen' der Autor offensichtlich fürchtet, rechtfertigt es, von einem eideutig antisemitischen Beitrag zu sprechen. Das Wort 'Judentum' gehört zu den Vokabeln, die in Hitlers 'Mein Kampf' und Julius Streichers Hetzblatt 'Der Stürmer' als Kampfbegriff genutzt wurden, um die 'erbarmungslose Ausrottung' einer ganzen 'Rasse' von 'Unmenschen' vor dem eigenen Volk zu rechtfertigen.
Wer solche Geisteshaltung durch seine Kommentare gutheißt und unterstützt, sollte sich nicht darüber beschweren, dass man ihn einen 'Nazi' nennt.
  • 04.12.2016, 10:09 Uhr
  • 7
Ganz richtig, Friedhelm
  • 04.12.2016, 19:43 Uhr
  • 2
euch beiden
  • 04.12.2016, 19:46 Uhr
  • 2
Friedhelm
  • 04.12.2016, 20:03 Uhr
  • 2
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
y
  • 03.12.2016, 16:23 Uhr
  • 1
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