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Kriegsflüchtlinge

Kriegsflüchtlinge

18.12.2016, 14:58 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Der Krieg und seine Flüchtlinge 1945 und 2016


Die Bilder gleichen sich:

Flüchtende in Berlin 1945 und Flüchtende in Aleppo 2016.

1945 hat die Weltgemeinschaft Deutschland von seinem damaligen Diktator befreit und mitgeholfen, dass unser Deutschland sich in ein zivilisiertes und demokratisches Staatsgebilde entwickeln konnte und seit nunmehr über 70 Jahren die freiheitliche, demokratische Grundordnung als Kernsubstanz des geltenden Verfassungsrechts sowie die Grundprinzipien der politischen Ordnungs- und Wertvorstellungen im Sinne einer liberalen und rechtsstaatlichen Demokratie – ohne Kriegsgeschehen – erhalten hat.

2016 schaut die Welt wieder – und das schon seit Jahren – zu, wie ein Diktator sein eigenes Volk schlachtet.

Die UNO, gegründet nach dem Versagen des Völkerbundes, sollte das, was wir heute in Syrien wieder sehen und in Aleppo feststellen, eigentlich verhindern!

Warum reagiert die „Weltpolizei“ nicht?

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15 Kommentare

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Ich habe als Kind 1945 die Flüchtlingsströme gesehen und ich habe sie jetzt gesehen. Ich teile nicht die Ansicht, dass man sie vergleichen kann. Die Flüchtlinge damals kamen ausgemergelt, verlaust und verwahrlost hier an. Es kamen Frauen, Kinder und alte Leute. Die Frauen waren vielfach vergewaltigt worden, man war froh, überlebt zu haben. Nach Schätzungen kamen bis zu 3 Mio. Flüchtlunge auf der Flucht ums Leben. Die Menschen gingen nicht ins Ausland, sondern sie mussten hier in einem ausgebombten und zerstörten Land aufgenommen werden. Die Einheimischen und die Flüchtlinge lebten unter Verhältnissen, die keiner den heutigen Flüchtlingen zumuten würde.
Die heutigen Flüchtlinge kommen mit Markenkleidern und Handy hier an. Sie fliehen in ein fremdes Land mit fremder Kultur und anderen Wertvorstellungen. Natürlich haben auch sie Schlimmes erlebt, auch sterben Flüchtlinge auf der Flucht, aber dennoch kann man beides in keiner Weise vergleichen.
  • 20.12.2016, 19:52 Uhr
  • 2
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Die UNO ist nur noch ein zahnloser Papiertiger ! Wie das Versagen des Völkerbundes in den Zeiten nach dem Weltkrieg und dem Vertrag bzw. Diktat von Versailles. Was folgte war der 2. Weltkrieg noch schlimmer wie der Erste. Hitler hat sich umgebracht - was macht man heute mit den Völkermördern?
  • 18.12.2016, 17:26 Uhr
  • 4
Bei einer genauen Betrachtung dazu wäre anzumerken, dass die Konstruktion der UNO auf einer „unrealistischen“ Annahme beruht, nämlich, dass die "Grossen" – USA, Großbritannien, Frankreich, Sowjetunion (danach Russland) und China – immer und überall für den Frieden eintreten können und erhielten einzeln ein uneingeschränktes Veto-Recht im Sicherheitsrat, wovon sie durch häufiges Blockaden Gebrauch machen.

Ergebnis:

Allein schon aus diesem Grund kann die UNO immer wieder keinerlei Maßnahmen zur Friedenssicherung beschließen bzw. durchsetzen; dazu kommt, dass die sog. Friedenstruppen oft ein so stark eingeschränktes Mandat haben, dass sie sogar Massenmorde nicht verhindern (siehe Srebrenica) oder z.B. in Afrika so heterogen zusammengesetzt sind, dass sie nicht die nötigen Maßnahmen ergreifen können oder sogar selbst in Gefahr geraten (z.B. Ost-Kongo oder Süd-Sudan).

Der erste und richtige Schritt zur Besserung wäre, dass diese eklatanten Mängel von „anerkannten Kennern“ der Wirklichkeit „öffentlich“ kritisiert werden und Abhilfe u. U. durch Verweigerung der hohen Beitragszahlungen des zwischenstaatlichen Zusammenschlusses der „UNO“ mit ihren 193 Mitglieds-Staaten erzwungen wird.
  • 18.12.2016, 18:00 Uhr
  • 1
" Kein Recht auf Zuwanderung in die Sozialsysteme"
Da werden Ausländer abgeschoben, die schon jahrelang in Deutschland leben und bereits integriert sind, anstelle von jüngst zugewanderten Wirtschaftsflüchtlingen. Wohl, weil unsere unfähigen Politiker versäumt haben, Millionen illegale Einwanderer zu registrieren. Deutschland ist ein unsicheres Land geworden. Wann endlich werden diese Versager in die Wüste geschickt ?
  • 19.12.2016, 16:23 Uhr
  • 4
Ich glaube ,wer die Flucht von 1945 und 2016 vergleicht sollte sich erst einmal mit der Geschichte und den tatsächlichen Verhältnissen beschäftigen.
  • 19.12.2016, 17:36 Uhr
  • 2
Hinweis.

Mit meinem Themenbericht und der Überschrift: „Der „Krieg“ und seine „Flüchtlinge“ 1945 und 2016“ mit dem Untertitel : „Die „Bilder“ gleichen sich“, wird keinesfalls die Flucht von 1945 mit 2016 gleichgestellt – mit der Geschichte 1945 (ich bin vorher geboren) habe ich mich mehr als eingehend beschäftigt und mit der Geschichte in Syrien beschäftige ich mich derzeit laufend.

Bestimmt können Sie zustimmen, dass man bei beiden Vorgängen von „Flüchtlingen“ sprechen kann.
  • 19.12.2016, 18:19 Uhr
  • 1
Nicht ganz, Herr Klier, 1945 und 1946 wurden Deutsche aus den Ländern vertrieben, die schon während der Donau - Monarchie in verschiedenen Ländern, wie Tschechien, Ungarn oder Batschga gelebt haben, es waren jedoch mehrheitlich Deutsche. Was wir mit der unkontrollierten Einreise 2015 erlebt haben, waren nicht nur flüchtige Syrer, sondern vielmehr Emigranten die hier wirtschaftliche Vorteile sich erhofften. Das ist zwar legitim, aber war höchstens von Frau AM so gewünscht, die aus Deutschland ein MultiKulti Staat anscheinend machen will.
  • 19.12.2016, 18:46 Uhr
  • 4
1945 und danach gab es sowohl Flüchtlinge wie auch Heimatvertriebene. o. k.?
  • 19.12.2016, 18:52 Uhr
  • 0
Ich denke, man darf diesen Vergleich anstellen - das habe ich hier auch schon mehrmals gemacht -, um eben gerade die UNTERSChIEDE dazustellen.
Damals gab es keine jungen Männer unter den Flüchtlingen und niemanden, der Ansprüche erhob. Man war dankbar, dass man den Krieg überlebt hatte und von den EInheimischen aufgenommen wurde.
Wir lebten, eine Mutter und ihre zwei kleinen Töchter, der Vater 1944 in Rumänien vermisst und sicher gefallen - 7 Jahre lang in 1,5 Zimmern, gingen auf abgeerntete Felder, um Kartoffeln oder Ähren zu sammeln.

Der Ausspruch eines Flüchtlings, "er würde das Essen, das sie erhalten, nicht einmal den Eseln in seinem Land geben," für sehr undankbar.
  • 21.12.2016, 12:36 Uhr
  • 5
stimmt Edith !!!..wenn ich überlege, mein Vater Spätheimkehrer aus Russland 1948, meine Mutter war mit mir alleine.. wie hat sich die Frau geopfert und durchgeschlagen..bei Dorfbauern gearbeitet, dafür gab es was zu essen-mehr nicht !! solche Entbehrungen sind doch mit heute nicht vergleichbar..
  • 21.12.2016, 16:49 Uhr
  • 5
Und die Kindheit war nicht immer leicht nach dem Kriege, wie auch für die Erwachsenen. Oftmals schauten mehr Augen in den Suppentopf, wie Fett augen auf der Suppe - aber mit Gewürzen konnte unsere Großmutter sehr gut umgehen.
  • 21.12.2016, 20:08 Uhr
  • 4
Als im Mai 1945 der Krieg zu Ende war. gab es einen selbst gebackenen Streuselkuchen - und unter allen Streuseln hatten sich Ameisen versteckt. Sie wollten eben den Frieden auch feiern!
  • 21.12.2016, 20:39 Uhr
  • 2
ja, Ida, so war es, Meine Mutter, damals 39, Kriegerwitwe, ging manchmal in dem kleinen bayrischen Dorf, wo wir dann aus Bromberg kommend, landeten, 10 km, verkaufte ihre Ringe, um Brot von den Bauern zu bekommen, damit ihre Kinder nicht verhungerten ...

Wenn man sich daran erinnert, könnte man angesichts der Situation traurig sein ...
Es war eine Riesenleistung, diese 13 Millionen Flüchtlinge zu integrieren, aber sie sprachen die Sprache und waren fleißig und sie hatten die gleiche Kultur ...
  • 21.12.2016, 21:38 Uhr
  • 2
Was jetzt praktiziert wird, ist eine total falsch verstandene Nächstenliebe - man brüstet sich mit dieser Haltung -,
dabei wird jede gute Eigenschaft, wenn sie extrem gelebt wird, zu einer schlechten.
Das sagt der alte Dreimal Weise Hermes Trismegistos: "Gut und Schlecht unterscheiden sich nur in Graden."

Sparsamkeit wird zu Geiz, wenn sie zu extrem, ist.
Liebe wird zu Affenliebe , wenn sie zu extrem wird.
Nächstenliebe wird zu Indifferenz, wenn sie alle umfasst.
Zu einem Mangel an Unterscheidungskraft und damit zu einer Gefahr.

Das wird die Zukunft zeigen, aber dann ist es auch zu spät. Deshalb spricht Bosbach immer wieder davon, weil er einer der wenigen Politiker ist, der Rückgrat hat, der der Sache, d.h. der Gesellschaft dienen will und nicht sich selber!
  • 21.12.2016, 21:50 Uhr
  • 2
Dem, liebe Edith, kann man kaum noch etwas hinzufügen. Damals waren keine Bahnhofsklatscher da, keine Helfer, der Bürgermeister hatte die undankbare Aufgabe die Menschen zu verteilen. 4 Personen auf ein Zimmer, da wurde nicht nach männlich oder weiblich gefragt und die Einheimischen machten einem das Leben nicht gerade leicht. Das können leider die Menschen nur beurteilen, die das erlebt haben.
  • 22.12.2016, 10:08 Uhr
  • 2
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