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TESTE DEINE POLITISCHEN KOORDINATEN

TESTE DEINE POLITISCHEN KOORDINATEN

09.01.2017, 16:43 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die horizontale Achse: Links-Rechts

In unserem Test wird die Links-Rechts-Achse als Maß für die wirtschaftspolitischen Ansichten der Befragten verwendet. Die linke Achse steht für die Favorisierung von staatlichen Interventionen und einer Regulierung der Wirtschaft, während die rechte Achse für wirtschaftliche Freiheit und Laissez-faire steht. Dies bedeutet, dass diejenigen auf der linken Achse dazu neigen, Bemühungen des Staats zu unterstützen, ungerechte und unmoralische Aspekte des freien Marktes zu beschränken, während die auf der rechten Achse der Meinung sind, dass die Transaktionen zwischen privaten Parteien grundsätzlich von staatlichen Eingriffen frei sein sollten.

Allerdings ist eine Skala, die die Haltung des Befragten über wirtschaftliche Fragen abdeckt, nicht ausreichend, um die erheblichen Unterschiede zu erklären, die in den beiden Gruppen zu sehen sind. Daher führen wir eine zweite Achse ein.

Die vertikale Achse: Kommunitaristisch-Liberal

Alle Liberalen beginnen mit der Überzeugung dass die Aufrechterhaltung individueller Freiheiten wichtiger ist, als den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden. Linksliberale neigen dazu, zu argumentieren, dass eine Person ihre formalen Freiheiten ohne ein gewisses Maß an Bildung und materiellem Komfort nicht nutzen kann. Aus ihrer Sicht erfordert dies die Umverteilung von den Reichen zu den Armen. Im Gegensatz dazu, neigen Rechtsliberale dazu, zu argumentieren, dass die Besteuerung eines Individuums, um Sozialleistungen für andere zu erbringen, eine Zwangsmaßnahme darstellt und somit eine Verletzung der individuellen Freiheit ist. Sie mögen wohltätige Zwecke und die Hilfe für Bedürftige unterstützen, aber sie bevorzugen, dass es freiwillig geschieht.

Alle Kommunitaristen beginnen mit der Überzeugung, dass das Wohlergehen der Gemeinschaft Vorrang vor den spezifischen Wünschen einzelner Personen haben sollte. Rechte Kommunitaristen neigen zu einer paternalen (bevormundenden) Einstellung zur Politik, favorisieren eine hierarchische Gesellschaft und haben strenge Ansichten zu Bedrohungen, wo Verbrecher ins Gefängnis gehören und ausländische Mächte durch eine starke Verteidigung abgeschreckt werden. Für diese, während die Ideologen unter den Linken dazu neigen, liberale Werte hochzuhalten, deutet die Forschung eher auf ein ziemlich großes Segment an Wählern hin, die eine linksgerichtete Sicht auf die Wirtschaft mit einer Unterstützung für die traditionellen Werte der Gesellschaft und einem skeptischen Blick auf die Einwanderung kombinieren (Mudde 2013).

Schwächen und Grenzen

Unser Test soll den Mainstream der politischen Meinungen abdecken, die in den heutigen westlichen Demokratien gefunden werden können. Dies bedeutet, dass unser Test Schwierigkeiten bei der Aufnahme extremer oder Nischen-Meinungen, wie Anarchosyndikalismus, Anarcho-Kapitalismus, orthodoxen Sozialismus und Faschismus hat. Zwar gibt es Tests der politischen Koordinaten, die diese ganze Reihe von Meinungen innerhalb der relativ einfachen Quadranten unseres System abzudecken behaupten, , so scheinen die praktischen Konsequenzen (wie zentristische demokratische Führer als nur einen Steinwurf von Hitler und Kim Jong Un entfernt zu positionieren) mehr zu verwirren als zu informieren.

Ein weiteres Problem ist, dass, während beide Achsen in der Theorie gleich wichtig sind, zeigen die Realitäten der parlamentarischen Politik, dass in der Praxis Allianzen in der Regel selten über die Links-Rechts-Spaltung hinweg gebildet werden. Obwohl Liberale und Kommunitaristen grundsätzlich in der Lage sein sollten, Bündnisse gegen ihre Gegenspieler zu bilden, geschieht dies in der aktuellen Politik fast nie.. Während die Links-Rechts-Achse oft als antiquiert beschrieben wird, bleibt es doch der wichtigste Maßstab in der amerikanischen und europäischen Politik.

Referenzen

Mudde, C.: "Drei Jahrzehnte der populistischen rechtsradikalen Parteien in Westeuropa: Na und?' European Journal of Political Research Band 52, Ausgabe 1, Januar 2013

http://www.celebritytypes.com/de/chart.php?n1=44.4

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7 Kommentare

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Mein Profil: 36% LINKS 46% Liberalist etwa so wie Obama!
  • 09.01.2017, 21:14 Uhr
  • 0
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Was ist links und was ist rechts? Hier meine Position dazu als rechter Demokrat. Linke neigen dazu, alle Rechten als autoritär, undemokratisch, rassistisch, unmoralisch, unsozial oder faschistisch zu bezeichnen. Auch Sie, Herr Drescher, haben sich als Linker ausgiebig in Ihren Beiträgen daran beteiligt. Solche Zuweisungen kann man sehr wohl Linken als auch Rechten machen. Überzeugte Demokraten sollten imstande sein, eine inhaltliche Auseinandersetzung ohne Beleidigungen zu führen.
Doch was ist meine Position zur Frage, was ist links und was ist rechts? Ich sehe den Unterschied, genau wie Sie, im gesellschaftlichen Bereich. Auch wenn es Sie als sehr Linken überraschen wird, es gibt für beide Positionen gute Argumente. Auf eine Kurzformel gebracht, Linke sind Kollektivisten, Rechte sind Individualisten. Rechte sehen sich selbst in der Verantwortung für ihr Wohlergehen und Lebensglücks. Auch sehen Rechte dieses als Voraussetzung für Freiheit. Linke hingegen sagen zu Recht, dass es hier zu viele Verlierer gibt und dass die Gerechtigkeit zu kurz kommt. Deshalb gibt es auch nicht links und rechts in Reinkultur, sondern nur Mischformen. Aber Rechte sagen auch zu Recht, der Staat ist zu ineffizient, jeder EUR in Händen des Staates ist nur noch 50 Cent wert.
Sie sehen in allen Rechten ausschließlich Neoliberale. Ich sehe mich als Ordoliberalen. Während Neoliberale den völlig unregulierten Markt wollen, wollen Ordoliberale den entfesselten Markt regulieren, Walter Euken, Walter Röpken, Ludwig Erhard. Die Bundesrepublik ist in ihren ersten Jahren ordoliberal ausgerichtet gewesen. Es war ausgerechnet die linke rot-grüne Bundesregierung, die 2002 den Neoliberalismus in Deutschland eingeführt hat. Ordoliberale sagen, dass sowohl der Neoliberalismus als auch der linke Staat zu einer Monopolisierung der Macht führt und damit zur Ausbeutung und Unfreiheit. Dies ist meine Position als rechter Demokrat.
Übrigens, die Nazis waren in meinen Augen Kollektivisten
  • 09.01.2017, 19:57 Uhr
  • 5
Ein sehr gutes Statement, dem ich mich ausnahmslos anschließe.
  • 10.01.2017, 09:43 Uhr
  • 2
Deutsche-Mitte 
Auszug aus dem Flugblatt:
Z.B. Banken werden ehrliche Dienstleister, Zins und Zinseszins wird abgeschafft, Zockerei wird verboten, Geldschöpfung kommt unter öffentliche Kontrolle.
Das wollte Kenedy damals auch !!!
Andreas Clauss und viele andere auf YOUTUBE anschauen:
Christoph Hörstel
Andreas Popp
Dirk Müller
Dr. Rath
Prof.Hamer
Ken FM
Prof. Wilhelm Hankel
Konstantin Wecker
Willy Wimmer
Volker Pispers
Daniel Eskulin
Wolfgang Rettig
Eugen Drewermann
Prof. Bocker
Hans Werner Sinn
Heiner Flassbeck
Dr. Andreas Noack
Dr. Daniele Ganser
Daniel Eskulin
Udo Ulfkotte
Wolfgang Gründinger u.s.w.
  • 11.01.2017, 22:02 Uhr
  • 0
Übrigens mit Konstantin Wecker bin ich befreundet. Der ist sicher nicht die Deutsche Mitte!
Sinn hat seinen Studente bei jeder Vorlesung gesagt, dass Karl Marx der beste und größe Ökonom war und seinen Thesen immer aktueller werden!
  • 12.01.2017, 08:44 Uhr
  • 1
Nicht alle sind D-M Anhänger, aber alle beschäftigen sich mit der momentanen Situation. Bis 2099 sind wir in der Nato verbunden. Es sei denn der Souverän fordert eine neue Verfassung?!
  • 12.01.2017, 20:05 Uhr
  • 0
es hält uns keiner davon ab, aus der NATO auszutreten und in die NEUTRALITÄT zu wechseln. Wäre vieleicht die bessere Option, den Welfrieden endlich zu erreichen!
  • 12.01.2017, 20:12 Uhr
  • 0
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