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Studie zu ausreisepflichtigen Migranten: „Versiebenfachung der Ausreisen not ...

Studie zu ausreisepflichtigen Migranten: „Versiebenfachung der Ausreisen notwendig“

News Team
11.01.2017, 17:12 Uhr
Beitrag von News Team

Berlin. Die Unternehmensberatung McKinsey hält eine starke Steigerung der Rückführungen ausreisepflichtiger Ausländer für erforderlich. Gegenüber 2016 wäre theoretisch „insgesamt eine Versiebenfachung der Ausreisen notwendig, wenn alle Ausreisepflichtigen noch 2017 ausreisen sollten“, schreiben die Autoren in ihrem der „Welt“ vorliegenden Abschlussbericht.

Dieser wurde im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge erarbeitet und wurde vor dem Terroranschlag in Berlin fertiggestellt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Studie im Juli auf ihrer Sommerpressekonferenz angekündigt.

Die Berater ziehen ein optimistisches Fazit aus ihrer Untersuchung der mangelhaften Rückführung ausreisepflichtiger Ausländer. „Die Analyse der verschiedenen Rückkehrprozesse zeigt, dass sich die Anzahl der Rückkehrer deutlich erhöhen lässt.“ Zentraler Verbesserungsvorschlag ist ein „integrierter Ansatz“ aus restriktiverer Duldungsanwendung, konsequenterer Rückführung und flächendeckender Förderung der freiwilligen Rückkehr. Diese drei Dimensionen verstärkten sich gegenseitig, wie die Berater schreiben:

Die freiwillige Rückkehr ist nur dann attraktiv, wenn anderenfalls eine konsequente Rückführung droht. Diese wiederum kann nur erfolgen, wenn keine Duldung beziehungsweise kein Abschiebungshindernis besteht.
Gleichzeitig muss die freiwillige Rückkehr so gefördert werden, dass sie als bessere Alternative gegenüber einem ,geduldeten‘ Aufenthalt in Deutschland wahrgenommen wird.

Sie gehen davon aus, dass die Anzahl der ausreisepflichtigen Ausländer bis Ende 2017 auf „rund 485.000“ steigen wird. Das vertrauliche 102-seitige Papier analysiert die zahlreichen Gründe für den Verbleib des Großteils der Ausreisepflichtigen in Deutschland. Laut den Beratern zieht sich auch die Rückführungen von ausländischen Gefährdern und Straftätern lange hin.

Zwischen vollziehbarer Ausreisepflicht und tatsächlicher Ausreise liegen bei vollzogenen Rückführungen durchschnittlich zwölf Monate (in manchen Fällen allerdings bis zu viereinhalb Jahre), Rückführungen nach Ausweisung benötigen im Durchschnitt sogar rund 20 Monate ab Verurteilung wegen einer Straftat bzw. ab Gefährdung.

Mit Gefährdung ist eine Tat gemeint, infolge derer eine Person als Gefährder eingestuft wird.

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11 Kommentare

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herr weise wollte doch alles besser machen und nun haben wir eine neue, die das alles noch besser macht. dass wir sogar gefälschte pässe ohne wenn und aber angenommen haben, das ist schon so lange bekannt. ich frage mich, WARUM. nun weint die politik, weil man ohne papiere die leute nicht gut abschieben kann. merkt politik eigentlich was sie falsch machen noch?. so dumm wie unser staat, der alles aufnimmt, was vor der türe steht, noch dümmer, in zeiten der digitalisierung es eine vielzahl von mehridentitäten gibt, das spricht doch bände. es werden unsere steuergelder verschwendet, diese gelder, von denen unsere enkel mal nichts mehr sehen. die rentner hat man geimpft, doch bitteschön bei den renten an die armen enkel zu denken. bei unserer vielzahl von einwanderern ist das unnötig scheinbar. und noch eines: nicht jeder vor der türe ist ein flüchtling!!!!!
  • 12.01.2017, 20:03 Uhr
  • 1
Sie haben wie so oft Recht mit Ihren Hinweisen - aber selbst nach ca. 17 Monaten haben dies noch nicht viele begriffen. Wähend die Industrie die INDUSTRIEREVOLUTION IV vorbereitet, ist man beim BAMF noch in der Steinzeit anscheinend zu Hause. Selbst mit den heutigen technischen Mitteln die allgemein zur Verfügung stehen, hat man nicht versucht eine Datenbank zu kreieren, die verhindert, daß eine Vielzahl von Menschen unsere Sozialkassen plündern. Es wäre Aufgabe der EU gewesen, die Vorgaben für solche DB zu organisieren. Lieber lamentiert man Monate lang wer wen und wen nicht aufnimmt, obwohl alle Regierenden wußten, was auf uns zu kommt.
  • 13.01.2017, 20:13 Uhr
  • 1
warum wohl? weil wir dort leute sitzen haben, die von wenig eine echte ahnung haben. statt sich spezialisten aus dem IT bereich zu organisieren, die solche datenbanken anlegen könnten, krebst man lieber mit dem personal rum, das man eben hat. diesen fehler machen wir häufig, siehe berliner flughafen, stuttgart21 usw. nix darf was kosten und da nimmt man halt irgendeine schnarchnase, die zur verfügung steht, statt sich kompetente leute heranzuziehen. am falschen ende gespart, sage ich!
  • 14.01.2017, 13:46 Uhr
  • 1
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Toll, worauf McKinsey für viele Millionen € alles kommt ...
Ganz viele Bürger in diesem Land (länger oder kürzer hier lebend) hätten diesen tollen Rat umsonst schon vor 10 J. geben können...
  • 11.01.2017, 20:53 Uhr
  • 5
Sehe ich genau so. Einfach mal ein Ohr an`s Volk halten und man spart Unsummen an Steuergelder für sinnlose Studien.
  • 12.01.2017, 08:01 Uhr
  • 5
Einsicht führt in der Politik nicht zwangsläufig zu einsichtigem Handeln. Warum handeln sie dann nicht einsichtig?
  • 12.01.2017, 17:25 Uhr
  • 1
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"Die Unternehmensberatung McKinsey hält eine starke Steigerung der Rückführungen ausreisepflichtiger Ausländer für erforderlich. "
ui, von welchem Baum der Erkenntnis hat da die Unternehmensberatung McKinsey denn genascht?

N E I N ... nicht von der AfD ... sondern:

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) will die Abschiebepraxis und Ausweisung abgelehnter Asylbewerber in Deutschland drastisch verschärfen. „Im Jahr 2017 werden in Deutschland voraussichtlich eine halbe Million Ausländer ohne Bleiberecht leben.
  • 11.01.2017, 20:02 Uhr
  • 5
Ich bin ueberzeugt, dass es jetzt schon mindestens 2 Mio sind.
Denn genau in dem Bereich wird ganz besonders von den merkelschen Schoenrednern samt Luegenpresse, enorm viel unter den Teppich gekehrt.
  • 11.01.2017, 22:26 Uhr
  • 4
Bevor angepackt wird, sollte man sich fragen wer hat mir diesen Stein in den Weg gelegt und geschah das aus versehen oder mit Absicht.
Denn sonst ist man nur noch am anpacken waehrend andere schadenfreudig darueber lachen.
  • 12.01.2017, 07:08 Uhr
  • 3
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