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"Anis Amri war ein normaler Asylbewerber" - Das war der schwere Fehler der deutschen Bürokratie

News Team
21.01.2017, 10:34 Uhr
Beitrag von News Team

Die Stadt Köln hat dem stern gegenüber bestätigt, dass die Passersatzpapiere für den Weihnachtsmarktattentäter von Berlin, Anis Amri, entgegen bisherigen Aussagen nicht via Eilverfahren oder priorisiert beantragt wurden. "Die Anfrage war keine Eilsache", sagte Pressesprecherin Inge Schürmann dem stern. Anis Amri war im Abschiebeverfahren ein normaler abgelehnter Asylbewerber, für den Passersatzpapiere benötigt werden - wie für hunderte andere auch.

Es dauerte mehr als zwei Monate, bis die Anfrage der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) den tunesischen Behörden überhaupt übermittelt wurde. Auch auf die Gefährlichkeit des seit Monaten von insgesamt 40 Sicherheitsbehörden beobachteten "Gefährders" hatte die ZAB nicht hingewiesen. Zudem wurden die Papiere unter der Personalie Ahmed Almasri beantragt, von der man wusste, dass sie nicht stimmt. Anis Amri wurde nur als einer von zwölf Alias-Namen genannt.

Zur Begründung hieß es, dass "seitens des Ministeriums entschieden wurde, dass die Passersatzpapier-Beschaffung auf normalem Wege ohne Hinweis auf den Gefährderstatus beantragt werden soll".

In einer Sitzung im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum GTAZ im Juli hatten mehr als einen Monat zuvor alle beteiligten Behörden, unter anderem das LKA Nordrhein-Westfalen, das Bundeskriminalamt und auch das nordrhein-westfälische Innenministerium allerdings noch gemeinsam beschlossen, dass das NRW-Innenministerium "die Passbeschaffungsmaßnahmen zusammen mit der Ausländerbehörde Kleve prioritär durchführt".

Warum es sich an diese Vereinbarung nicht hielt, und warum man die Passersatzpapiere nicht wenigstens unter den lange bekannten richtigen Personalien beantragen ließ, um die Ausstellung der Papiere zu beschleunigen, ist unklar.

9 Kommentare

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das thema amri stinkt zum himmel und es gibt keinen in unserer wunderbaren politikerelite, der sich verabschiedet, wegen falscher einschätzung. nein, allesamt haben alles richtig gemacht. mich macht das ärgerlich. da nehmen andere ihren hut für weit weniger und diese staatsdiener sind immer da, wenn es um diätenerhöhung geht, nicht aber um verantwortung zu übernehmen. sehr traurig. kein gutes zeichen unserer "regierenden". ich dachte immer - sehr altmodisch - sie sind zum wohle des volkes da!
  • 27.01.2017, 20:24 Uhr
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Es wird wohl kaum ein Asylant sagen das der ein Attentat verüben will,
  • 24.01.2017, 20:25 Uhr
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Einzelfall , jeden Tag einen , uns geht es doch gut , weiter so .
  • 21.01.2017, 22:36 Uhr
  • 2
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So ist doch immer: "Keiner war´s - Niemand hats gesehn!" Tarnen, täuschen und sich davon pissen vor jeder Verantwortung! Das ist der neue, verantwortungsvolle Regierungsstiel, aber auf eine Partei schimpfen, die schon immer gegen diese Art von Migrantenpolitik war.
  • 21.01.2017, 17:04 Uhr
  • 5
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VIel wichtiger finde ich, dass es keinen Untersuchungsausschuss geben wird. Er wurde abgelehnt, weil niemand im Wahljahr sich etwas zuschulden kommen lassen will!
Das ist eine Verhöhnung der Opfer!
  • 21.01.2017, 16:47 Uhr
  • 4
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Edith St,was soll denn so ein "Untersuchungsausschuss" bringen ausser Verschwendung von Steuergeldern.Da kommt doch nur raus das was wir doch schon alle wissen ,nur diese Schlafmützen in der Regierung nicht.
  • 24.01.2017, 20:30 Uhr
  • 1
Es ist die Feigheit, die mich nervt, eigene Fehler einzugestehen.
Verschwendung von Steuergeldern ist ein geradezu alltägliches Phänomen.
  • 24.01.2017, 21:11 Uhr
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