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Manipulation per excellence: Wie wir gegen Erdogan und dessen Türkei aufgehetzt werden

09.03.2017, 23:36 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Nicht nur die Bild-Zeitung tut es, sondern sogar "seriöse" Medien stimmen fast geschlossen in die Hetze ein! Der böse Erdogan und seine Leute wollen ihr böses Spiel in Deutschland fortsetzen und wir müssen unbedingt etwas dagegen tun!

Aber warum müssen wir das? Warum sollten wir uns davon beeinträchtigt fühlen, wenn die türkische Regierung türkische Landsleute, die in Deutschland leben über irgend etwas informiert? Müssen wir die Türken etwa vor falschen Informationen schützen? Trauen wir denen nicht zu, selbst entscheiden zu können, ob die Propaganda bei ihnen auf taube Ohren trifft oder nicht?

Eins ist mal klar, es gibt kein Gesetz, welches irgend jemandem in Deutschland grundsätzlich verbietet, seine Meinung öffentlich zu äußern. Erst wenn diese Aussagen inhaltlich gegen unsere Gesetze verstoßen, kann dagegen vorgegangen werden, aber doch nicht im Voraus! Auch ein ausländischer Künstler darf hier auftreten und seine Meinung sagen, selbst wenn diese politischen Inhaltes ist. Warum sollte das ein Politiker nicht dürfen?

Verboten wurden bestimmte Auftritte ja auch nur örtlich wegen irgendwelcher Kinkerlitzchen, eine objektive Grundlage für diese Verbote fehlt ja im Prinzip, suggeriert wird uns aber, als wäre das unser Volkswille und wir müssten diesen gegen die Türkei verteidigen!

Genauso funktioniert faschistische Hetze, da hat Erdogan, so unsympathisch, blöd und gefährlich der auch sein mag, im Grunde sogar recht!

Von den Hetzmedien herausgestellt werden dann Aussagen von Türken, die ebenfalls hetzen und so wird Meinung gemacht, so werden wir manipuliert und bilden unseren Hass auf Erdogan und die gesamte Türkei!

Wir müssen uns jetzt fragen, warum geschieht das? Wer hat ein Interesse daran, dass es so läuft? Klar ist doch, dass unsere Hetzer Erdogan im Prinzip sogar damit helfen, wenn sie ihn hier verteufeln. Denn auch Türken, die eigentlich eher skeptisch ihm gegenüber sind, werden sich doch im Zweifel solidarisieren, wenn sie den Eindruck haben, alle wären gegen sie.

Ich mag die Merkel auch nicht, im Gegenteil, ich schäme mich seit sie an der Spitze unseres Staates steht, dass wir nichts besseres gefunden und gewählt haben. Aber auch ich mag es nicht, wenn unsere Bundeskanzlerin im Ausland verunglimpft wird. Ich vermute mal, so geht es auch vielen Türken!

Stellen wir uns mal vor, man hätte die türkischen Politiker hier einfach ihre Reden halten lassen, ohne darüber groß zu berichten. Kaum jemand hätte das registriert und wir hätten unsere Ruhe. So aber wird ein großer Firlefanz veranstaltet und Porzellan wird zerschlagen.

So werden wir manipuliert und aufgehetzt, was mag dahinterstecken?

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25 Kommentare

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Soweit die türkische Politik das eigene Land betrifft, ist es eine Angelegenheit der Türken.

Soweit das Handeln der Türkei unser Land betrifft, ist es unsere Angelegenheit zu reagieren.
Wenn wir dem türkischen Recht zu seinem eigenen Recht verhelfen wollen, so müssen wir alle Abstimmungsauftritte türkischer Politiker in Deutschland verbieten.
Und wenn wir nach den Ereignissen in den Niederlanden diese unterstürzen wollen, so müssen wir aus diesem Grund alle Abstimmungsauftritte türkischer Politiker in Deutschland verbieten.

Wenn wir aus Angst vor weiteren möglichen Maßnahmen der Türkei in unserem Land Dinge erlauben oder Genehmigen, dann verlieren wir unsere Selbstachtung und nicht die Türkei.
  • 14.03.2017, 13:31 Uhr
  • 0
Dein Satz: "Wenn wir dem türkischen Recht zu seinem eigenen Recht verhelfen wollen, so müssen wir alle Abstimmungsauftritte türkischer Politiker in Deutschland verbieten" mag auf den ersten Blick zwar vernünfig erscheinen, auf den zweiten Blick aber zu kurz gedacht! Denn in Wahrheit helfen diese Verbote Erdogan und seiner Machtpolitik mehr, als sie schaden!

Auch wenn sich die türkischen Politiker bei ihren Reden noch so anstrengen würden, ihre Landsleute könnten sie dadurch nicht so sehr auf ihre Seite bringen, wie es die Verbote durch die fremden Regierungen tun. So fühlen sich die Türken persönlich angegriffen und solidarisieren sich mit den Landsleuten, auch wenn sie das bei nüchternem, vernünftigen Nachdenken vielleicht ehrer nicht getan hätten!
  • 14.03.2017, 22:02 Uhr
  • 0
Für mich ist es jetzt völlig egal wie die Türken abstimmen.
Ob für oder gegen ihre Verfassungsänderung ist ihre Sache.

Ob die These, dass sie sich mehrheitlich gegen Erdogan entscheiden, wenn wir uns alles gefallen lassen stimmt?
Die Gegenthese wäre, dass sie sich nicht mehrheitlich für Erdogan entscheiden, wenn er ordentlich Gegenwind aus Europa erhält!

Aber egal welche These zutreffend sein wird, wie verhalten wir uns nach Ostern, wenn die Abstimmung unter den Türken vorbei ist?
Ducken wir uns weiterhin wenn Erdogan gewonnen hat?
  • 14.03.2017, 23:12 Uhr
  • 0
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Alfred Richards

Ganz einfach- Beim ERdogan Regime handelt es sich nicht um eine demokratische Gruppierung ,deren Meinungsfreiheit beschnitten wird.
1. ist Wahlkampf immer eine Sache des eigenen Staates. Und darf nicht in einem fremden Staat erfolgen.
2. Handelt es sich wohl kaum um einen echten Wahlkampf, da die Opposition in der Türkei mundtot und zum Teil eingesperrt wurde.
3. Stelle sich mal jemand vor, ein Hitler hätte 1933 in Frankreich oder England bei dort lebenden Deutschen für sich werben dürfen. Wäre es so gewesen, noch heute könnte man diese Staaten für die schrecklichen Folgen mitverantwortlich machen. Also ein Unding.

Die bei uns praktizierte Demokratie sollte schon ausgeführt werden. Aber sie hat Grenzen. Man muss auch auf einige Grundregeln pochen. Sie kann sich nicht zum "Helfershelfer" von Kräften machen, welche eben den Geist der Demokratie abschaffen möchten. Das wär Schwachsinn pur.
  • 12.03.2017, 19:37 Uhr
  • 0
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Offenbar sind nur Großmächte, wie A, CH, N und HU in der Lage, den neoosmanischen Großmachtsträumen von Erdowahn und CO STOPP zu bieten, das klitzekleine D scheint dazu nicht in der Lage ...
  • 11.03.2017, 22:51 Uhr
  • 0
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Was soll im Ausland: Deutschland,Holland, Schweiz Wahlpropoganda Erdogans betrieben werden? Das gehört in die Türkei. Welches andere Land macht Wahlpropogand im Ausland???? Zudem besteht überall die Gefahr von Krawallen zwischen Erdogan Befürwortern und seinen Gegnern (Kurden). Müssen wir das in unsern Ländern in Kauf nehmen? Ich möchte das nicht, es gibt doch sonst noch genug Ärger!!
  • 10.03.2017, 22:19 Uhr
  • 3
Es gibt den §47 des Aufenhaltgesetzes den sollten alle Bundesländer anwenden und nicht warten bis der Bund oder die EU was unternehmen.
  • 14.03.2017, 17:00 Uhr
  • 0
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Mir geht halt diese Mentalität auf die Nerven. Wir melden eine kulturelle Veranstaltung an, bekommen die Zusage des Veranstalters und haben dann nebenbei einen Minister vor Ort, der mal ganz nebenbei eine politische Rede hält. Gestern zu sehen zB. bei der Sendung Monitor. Und in Köln jetzt auch geschehen in den Satory Sälen. Das ist Verarsche erster Güte und geht mir komplett gegen den Strich. Das brauche ich hier nicht und will ich auch nicht. Und schon gar nicht unter dem Aspekt, dass der Militärstützounkt in der Türkei immer noch nicht uneingeschränkt von deutschen Politikern besucht werden kann. Ein Herr Erdogan, der großkotzig tönt " Das ist die Tüprkei", darf sich dann nicht wundern, wenn es heißt " Das hier ist Deutschland". Er tut sich halt schwer damit, dass er hier nichts zu sagen hat.
  • 10.03.2017, 22:14 Uhr
  • 4
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Wenn ausländische Staatsoberhäupter oder Mitglieder ausländischer Regierungen in amtlicher Eigenschaft und unter Inanspruchnahme ihrer Amtsautorität in Deutschland auftreten, können sie sich nicht auf in Deutschland geltende Grundrechte berufen.
(Aus einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 08. März 2017)
  • 10.03.2017, 20:39 Uhr
  • 5
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Das Regime in Berlin ist doch froh, dass es Leute wie Erdogan gibt, auf die sich der deutsche Qualitätsmedienapparat stürzen kann.
So können sie im Hintergrund, Deutschland weiterhin demontieren ohne dass es gross auffällt.
  • 10.03.2017, 11:50 Uhr
  • 5
Gefährlich ist auch das Bündeln seiner politischen Gesinnung hier in Deutschland, denn immerhin finden seine Wähler hier seine Politik gut. Bei erlaubten türkischen Auftritten macht sich die deutsche Politik zum Mithelfer der Gestaltung seines Demokratieabbaus.
- Diese Super-Demokraten helfen also mit.-
  • 11.03.2017, 15:28 Uhr
  • 1
Der Unterschied zwischen Erdogans Regierung und Merkels Regierung ist, dass Merkel im Gegensatz zu Erdogan, eine gut funkioneriende Propaganda-Medienlandschaft im Rücken hat, die gegenüber den Bürgern alles so hindreht, als wäre in Deutschalnd alles in bester Ordnung und in anderen Ländern ist nur Chaos und unfähige Pilitik vorzufinden.


Es ist genau so wie Rainer Mausfeld in seinem Vortrag erklärt:
"Der Neoliberalismus ist erklärtermaßden, weltweit der größte Feind von Demokratie".....

----
ab Min. 14 ist dies das Thema in dem Clip.

....und genau das, kann man bei der Ultra-Neoliberalen-Poliitik von Merkel, als sehr gutes Beispiel beobachten.

Auch in Deutschland wird die Demokratie abgebaut, nur eben etwas geschickter als in der Türkei und mit Hilfe einer mächtigen Propagandamaschine.

Nicht auf Erdogan sollte sich der Blick derer richten, die in 6 Monaten wieder mal ein Kreuzchen machen dürfen, sondern auf diejenigen, die in Berlin in der Regierung sitzen, Deutschland in EU und ebenso außerhalb der EU isolieren, im Chor von Aufrüstung predigen, deutsche Kranken- und Rentenkassen zweckentfremden um nicht zu sagen opfern und mit Waffen auf der Welt herumdealen.
  • 11.03.2017, 22:45 Uhr
  • 0
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Ich mag Erdogan nicht, halte seine Politik für falsch in manchen Teilen sogar für sehr gefährlich.

Im Kern aber hast Du mit deinem Beitrag recht.
Das Volk braucht Brot und Spiele.
Das ist seit der Antike unverändert und es funktioniert immer noch.
  • 10.03.2017, 10:04 Uhr
  • 5
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Auf das der Terror der in der Türkei eingeführt wird auf Deutsche Straßen ausgeweitet wird .
  • 10.03.2017, 01:01 Uhr
  • 6
Denkst du mit Konfrontation wird Terror verhindert? Richards hat recht, das Gegenteil ist der Fall!
  • 10.03.2017, 08:49 Uhr
  • 2
Zeig mir ein Fall in der Geschichte wo immer nachgeben und reden zum Frieden geführt hat , besonders bei Personen die Diktatoren oder auf den Weg dazu sind .
  • 10.03.2017, 16:36 Uhr
  • 6
@Peter,
das ist doch einfach ...
1938 reiste der Brite Neville Chamberlain nach München ... dort unterzeichnete er das Diktat Hitlers, Sudetenkrise, und verhinderte so den 2. Weltkrieg ...
nachgeben, besonders bei Diktatoren haben noch immer dazu geführt, das Schlimmeres, der 2. Weltkrieg, verhindert wurde.
und wer die Ironie meines Beitrags nicht verstanden hat, dem ist leider nicht zu helfen ...
  • 10.03.2017, 17:35 Uhr
  • 3
Ja genau so ---Polen wird von Deutschland angegriffen und ein Teil von Rußland besetzt . England und Frankreich stehen Gewehr bei Fuß , trotz Beistandspackt --Es könnte ja Krieg geben --Naja das Ergebniss hat Europa bezahlt .
  • 10.03.2017, 17:42 Uhr
  • 2
nicht ganz,
die französische Armee marschierten im September 1939 ins Saargebiet ein und besetzte dort mehrere Dörfer ...
  • 10.03.2017, 17:53 Uhr
  • 2
Achso, die Türken wollten einmarschieren, das ist was anderes! Ich dachte, die wollten quatschen!
  • 10.03.2017, 18:56 Uhr
  • 1
Hallo Peter,
nicht Europa sondern die Bevölkerung von Deutschland. In den letzten Kriegsjahren, das Ende war abzusehen. hat der englische Bomben-Harry seine von den USA gelieferten Bomben über die Deutschen Städte abgeladen. Die damaligen Flüchtlinge aus den Ostgebieten sprachen alle deutsch und bauten das heutige Deutschland auf. Diese Frauen hat man Jahre lang mit Minirenten abgespeist. Das heutige Spektakel haben wir unserer Frau AM zu verdanken. Dieser türkische Despot ist ein Völkermörder, schaut euch doch nur die täglichen Nachrichten an, was mit den Kurden passiert. Erdogan will der neue Sultan der Türkei werden. Wenn das nicht gelingt, dann dreht dieser Mensch erst recht durch. Deshalb alle Türken die sich nicht benehmen können in Deutschland, sollten sich Gedanken machen, ob sie wirklich dann noch in die Türkei zurück wollen?
  • 10.03.2017, 20:17 Uhr
  • 1
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wow ... das ist Satire pur!
  • 09.03.2017, 23:57 Uhr
  • 3
Was sich inzwischen so alles Satire nennt. Sie ist tiefsinnig, tiefgründig, bezeichnend, ironisch aber auch humorvoll, legt gekonnt den Finger in die Wunde,keinesfalls nur verletzen usw....
  • 10.03.2017, 13:15 Uhr
  • 2
@Lucia,
ich weiß, manchmal ist es sehr schwer die Ironie meiner Beiträge zu erkennen ...
  • 10.03.2017, 17:37 Uhr
  • 0
Tommy, laut Duden: Übertreibung, beißender Spott an Personen, sie der Lächerlichkeit preisgeben, Zustände anprangern, mit scharfen Witz geißeln, verächtlich machen ...

Also ich muss schon sagen, meine Begriffsbestimmung liegt mir näher.
  • 11.03.2017, 15:18 Uhr
  • 0
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