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Erdogan und die deutsch-türkischen Wähler

Erdogan und die deutsch-türkischen Wähler

18.04.2017, 20:03 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Doch, ich habe mächtig gestaunt, über das Abstimmungsverhalten der wahlberechtigten Türken in Deutschland.
Da hat ein Despot von langer Hand den Griff nach der Macht vorbereitet, seine Widersacher entweder eingelocht oder ins Exil getrieben, die Medien gleichgeschaltet, einen Militärputsch simuliert um zu Zehntausenden unliebsame Staatsbedienstete zu entlassen, und dann bekommt er bei der Abstimmung grade mal eine Mehrheit von einem schlappen %! In den Bildungshochburgen der Türkei krebste er bei 30% herum.
Aber hier in Deutschland, wo den Wählern alle Informationen offen stehen, wo frei diskutiert werden kann, wo weder Verhaftungen noch Repressalien drohen, da gehen nur knapp 50% zur Wahl, und die wählen zu über 60% die Unfreiheit.

Da kommt man schon ins Grübeln.
Das hab ich dann auch getan. Gründlich!

Es schadet nicht, einen Blick auf die Geschichte der türkischen "Gastarbeiter" zu werfen, auf die Isolation, die sie hier umfangen hat, die Ausgegrenztheit ihrer Kultur, das Misstrauen, die Verachtung, die ihnen entgegen gebracht wurden.
Integration? Fehlanzeige!
Und dabei tragen Gastland und "Gastarbeiter" zu ähnlich gleichen Teilen die Verantwortung.
So hat sich eine subkulturell geprägte Schicht, inzwischen wirtschaftlich gut integrierter, aber was soziale Verflechtungen anlangt, weitgehend ausgegrenzter Menschen ergeben.
Dieses permanente Erleben, zwar wirtschaftlich und mit den Beiträgen zu Steuer, Sozialsystem und Gesundheitsfürsorge, einen nicht unerheblichen Teil zum Erhalt dieser Gesellschaft beizutragen, andererseits aber immer noch als Randgruppe behandelt zu werden, führt zu einem offensichtlich distanzierten Verhältnis zu unserer Gesellschaft und zu unserer Demokratie.

Und an dieser Stelle fallen mir die AfD-Wähler ein. Nein, nicht die AfD als Partei, und ihre Potentaten, sondern die Wähler, besonders die Protestwähler, die sich abgehängt, missachtet und zurückgesetzt erleben. Gewicht haben wollen im politischen Feld, und gehört werden wollen.
Und schon sind unschwer klare Parallelen zwischen diesen beiden Personengruppen zu erkennen.
Die in der Türkei lebenden Türken, erkennen sehr wohl, welchen Weg die Politik mit Erdogan geht, und haben sich knappestens entschieden. Wobei die ungebildete Landbevölkerung das Zünglein an der Waage war.
Für die in Deutschland lebenden Türken, die hier ihr Auskommen, ihre soziale Sicherheit, im Grunde auch ihre Heimat haben, ist Erdogan der türkische Höcke, der polemisiert, schimpft, simplifiziert und Unmut über eine jahrzehntelange Zurücksetzung zum Ausdruck bringt.
Dieses Abstimmungsergebnis ist das Ergebnis einer nicht stattgefunden habenden Integrationsarbeit!

160 Kommentare

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Illusionsverlust.
Nun jammern sie alle: Notorische Gutmenschen, Moslemversteher, rosa Brille Träger, Islamgläubige, Deutschenhasser, Multi-Kulti-Fetischisten, Friede-Freude-Eierkuchen-Rufer usw.
Nun zeigt sich, dass die Integration gescheitert ist. Zum Integrieren gehören immer Zwei: Die sich integrieren lassen und die das wollen.
Die Deutschen wollten die Integration. Und waren die Türken /Moslems bereit dafür. Mit Sicherheit nicht. Die wollen aus Deutscland einen islamistischen Staat machen, am Besten eine Provinz des neuen Groß-Türkischen Reiches, mit Diktator Erdogan an der Spitze. (vielleicht sogar Sultan?) Dann sollten alle Ungläubigen ( Christen ) aufpassen, denn der Koran sieht viele Einschränkungen vor:
Zusätzliche Steuern, Kennzeichnung (wie Judenstern), devote Untertänigkeit gegenüber Moslems, Herausgabe von Frauen für den Harem des Sultans, sog. Knabenlese, Finanzierung eines Luxuslebens für moslemische Würdenträger, unmenschliche Strafen für Ungläubige, Unterdrückung aller Andersdenkenden. Die Liste moslemischer "Wohltaten" lässt sich bestimmt erweitern.
Das ist die reale Wahrheit des Wahlergebnisses der Türken in Deutschland. Die haben mit unserem Land und unseren Landsleuten überhaupt nichts am Hut, sondern verachten alle Ungläubigen, egal, was "Vorzeigemoslems" an Äußerungen von sich geben.
U.C.
  • 22.04.2017, 19:34 Uhr
  • 2
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Fortsetzung des vorstehenden Beitrages: "Integration" ist vom neu dazu kommenden zu fordern, nicht von den "immer schon Dagewesenen", das ist also klar.
"integration" von den nur kurz hier verweilenden, also Kriegsflüchtlingen, die nach ein, zwei oder drei Jahren wieder in ihre aufzubauende Heimat zurückkehren, müssen damit nicht beladstet werden, es sei denn, sie wollen für immer im aufnehmenden Land leben, weil sie dort eine verbesserung ihrer lebenssituation sehen. Dann muß aber das aufnehmende, bisher beherbergende Land prüfen (dürfen?), ob es diese Flüchtlinge auch dauerhaft aufnehmen will, ob sie ihm genehm sind, ob sie Perspektiven haben, selbstständig zu leben ohne den Sozialkassen, in die sie ja nie eingezahlt haben wie die Einheimischen, zur Last fallen!
Auch das ist eine Selbstverständlichkeit, die auch wir Deutsche uns nehmen sollten, wie dies alle anderen Völker tun!
  • 20.04.2017, 12:21 Uhr
  • 5
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ich weiß nicht, ob es jemand schon hier geschrieben hat: Integration in ein neues Land, in dem ich leben will, ist eine Bringschuld von mir, nicht von den Einheimischen, die mich als neuen Mitbewohner sehen!
Nur als beispiel: vor der Auswanderung muß mir klar sein, die dortige Sprache zu kennen, oder wenigstens bereit sein, sie dort lebenbd, schnellstens zu lernen!
Haben das die Gastarbeiter getan? Da gibt es gewaltige Unterschiede zwischen christlichen solcher Menschen wie den zu den islamisch-Gläubigen, schon bemerkt?
Ich nehme mal als Beispiel für deutsche Auswanderer das Beispiel Österreich oder Schweiz: natürlich bin ich mit der dt. Sprache in der Deutsch-Schweiz u. in Österreich "daheim", brauche nicht den jeweils herrschenden Dialekt zu lernen, muß ihn aber verstehen lernen, sonst kann ich am Marktstand nicht nach Bohnen fragen, sondern muß nach "Fisolen" fragen, oder entsprechend in der Deutsch-Schweiz. Damit betreibe ich die von mir zu erbringende "Integration" teilweise.
  • 20.04.2017, 12:15 Uhr
  • 6
Wenn es denn so einfach zu erklären wäre.
Natürlich, wenn ich gebeten werde nach Vorarlberg zu kommen, weil mein Wissen und mein Können gefragt sind, dann habe ich schnell gelernt, dass ein Komma ein Beistrich ist, ein ß ein sz, ein Blumenkohl ein Karfiol und ein Schrank ein Chaschta ist. In das harte, schnelle Alemannisch kann ich mich einhören, und schnell hab ich begriffen, das ein "oddr" nicht die Ankündigung einer Alternative, sondern eine Bestätigung ist.
Unsere Gastarbeiter kamen aber nicht wegen ihrer hohen Qualifikationen, sondern weil die deutsche Wirtschaft schlichte Hilfsarbeiter und Handlanger brauchte, und das schnell. Schlecht bezahlt, übel behandelt, teilweise kaserniert
Sprachkenntnisse waren ausdrücklich nicht verlangt. Wer nicht deutsch kann, der vertrödelt auch keine Arbeitszeit mit Geschwätz. Und ja, es kamen die ganz einfachen ungebildeten Menschen aus Anatolien, teilweise Analphabeten mit ganz wenig Schulbildung.
Was erwartest du da?
Noch anders ist es bei den Asylanten.
Die sind um ihr Leben gelaufen, das nackte Überleben!

Denkst du nicht, dass du da Äpfel mit Birnen vergleichst?
  • 20.04.2017, 12:30 Uhr
  • 1
Ich habe mich zur Frage der Integration geäußert, Du nicht.
Integraion ist Bringschuld, von den Kriegsflüchtlingen, die nur vorübergehend hier Schutz gewährt wird, braucht man keine Integration zu verlangen, Ausnahme diejenigen, die für immer bleiben wollen. Dazu habe ich mich auch geäußert. Warum verstehst Du nicht, was ich schrieb?
Hier in D. wird doch andauernd von uns zu erbringender Inte
gration gesprochen u. geschrieben, das ist natürlich völliger UNSINN, BEGREIFE DOCH ENDLICH!
  • 20.04.2017, 12:35 Uhr
  • 4
Karl, ich sehe es nicht als völligen UNSINN an... Menschen, die in Deutschland bleiben wollen, werden sich versuchen zu integrieren. Dazu brauchen sie aber auch unsere Unterstützung oder?
  • 20.04.2017, 12:37 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer Das entspricht in etwa der Logik: Wer mein Freund sein will, der muss alles dafür tun, egal wie kotzbrockich ich mich ihm gegenüber verhalte.
Das ist schlicht überheblich.
  • 20.04.2017, 12:39 Uhr
  • 1
Das ist - was Du wieder von Dir gibst - wieder völli8g am thema vorbei, um es höflich auszudrücken!
Ich habe doch differenziert nach Kriegsflüchtlingen mit kurzer "verweildauer" und solchen, die immer hier leben wollen, also keine Wanderer (Migranten) sind, sondern Einwanderer, Immigranten. Zwischen denen besteht der grundsätzliche Unterschied, die ersteren brauchen sich nicht zu integrieren, die zweiten schon, und zu 90% müssen sie diese selbst leisten, ein wenig müssen wir ihnen dazu helfen!
  • 20.04.2017, 12:50 Uhr
  • 4
Conny: das Vorstehende an Leonhard möge auch Dir als Antwort dienen! Und ergänzend: natürlich werden sich viele zu integrieren versuchen, und sollten dafür auch unsere Unterstützung erhalten, verhältnismäßig natürlich, der Hauptanteil der Integration ist von den zu integrierenden - nicht von uns - zu leisten.
Aber viele, zu viele, wollen sich nicht integrieren, besonders die "Gläubigen" (also Muslime), die uns als "Ungläubige" bezeichnen, und Ansprüche an uns stellen, uns beherrschen wollen, siehst Du denn das nicht?
Warum sollen wir solchen, die sich garnicht integrieren wollen, dabei helfen, was sie ablehnen, ihnen und uns kann nur geholfen werden dadaurch, daß wir sie dahin zurückschicken, wo sie hergekommen sind, und dort können sie dann gerne nach den Regeln der Scharia leben, aber nicht bei uns! Dort müssen sie sich auch nicht mehr integrieren, was sie hier bei uns ablehnen, dort sind sie kraft ihres "Glaubens" schon integriert. was wollen sie also bei uns, einem "ungläubigen Land", - natürlich uns beherrschen, nicht sich bei uns integrieren!
  • 20.04.2017, 14:34 Uhr
  • 7
@Leonhard,
"Sprachkenntnisse waren ausdrücklich nicht verlangt. Wer nicht deutsch kann, der vertrödelt auch keine Arbeitszeit mit Geschwätz. Und ja, es kamen die ganz einfachen ungebildeten Menschen aus Anatolien, teilweise Analphabeten mit ganz wenig Schulbildung."
Richtig, so war das damals in den frühen 60er Jahren.
Vereinbart wurde, dass die Gastarbeiter zwei Jahre in Deutschland bleiben und dann wieder zurück in die Heimat gehen.
Dass sie Jahrzehnte in Deutschland bleiben, war nicht "geplant".
So gesehen musste die ungewollte Integration scheitern.
  • 21.04.2017, 04:22 Uhr
  • 4
Das Kapital zog den Profit daraus, die Lasten trägt der Staat.
So war/ist das mit den "Gastarbeitern", so ist das mit den Bankenpleiten, so ist das mit den AKW´s.
Aber auf die Gastarbeiter und ihre Nachkommen wird geschimpft.
Faktenblinder geht es kaum noch.
  • 21.04.2017, 07:24 Uhr
  • 1
Tommy, wenn es nicht geplant war, dass die Gastarbeiter nicht länger als zwei Jahre in Deutschland bleiben, warum sind sie denn dann nicht mehr in ihre Heimat zurück?
Ein Grund war doch wohl, dass man sie hier weiterhin als Arbeitskräfte gebraucht hat. Spätestens nach diesen zwei Jahren hätte man sie bei der Integration unterstützen sollen. Oder sehe ich das falsch?
  • 21.04.2017, 09:25 Uhr
  • 0
Leonhard, es wird immer wieder auf den Staat = Steuerzahler abgewälzt, wenn etwas schief geht. Ich finde es unerträglich, dass die Banken, wenn Mist gebaut wurde, auch noch vom Staat das Geld hinterher geschmissen bekommen.... Mich würde mal interessieren, wo hier die finanzielle Obergrenze ist. Ich hab mich mit dem Thema nicht weiter befasst, sonst bekomme ich einen Schreikrampf.
  • 21.04.2017, 09:28 Uhr
  • 1
Die Summen sind so gigantisch, die können wir uns garnicht vernünftig vorstellen.
Da helfen aber Vergleiche.
Für das Geld, das die BRD den Banken in den Rachen geworfen hat, könnte man 2 000 000 Asylanten 10 Jahre lang durchfüttern!
  • 21.04.2017, 09:41 Uhr
  • 0
Okay
  • 21.04.2017, 09:46 Uhr
  • 0
Conny,
"Tommy, wenn es nicht geplant war, dass die Gastarbeiter nicht länger als zwei Jahre in Deutschland bleiben, warum sind sie denn dann nicht mehr in ihre Heimat zurück?"
das kann ich dir nicht sahgen, aber betriebswirtschaftlich gesehen ist es ein Wahnsinn, Menschen 2 Jahre einzuarbeiten und dann gegen ander auszutauschen, die erst eingearbeitet werden müssen ...

"Ein Grund war doch wohl, dass man sie hier weiterhin als Arbeitskräfte gebraucht hat."
das kann sein, aber dagegen spricht, dass der Anwebestopp bereits im November 1973 verfügt wurde...
interessant ist hierbei folgender Artikel:
²Als Deutschland zum Einwanderungsland wurde
Vor 40 Jahren trat der Anwerbestopp für Gastarbeiter in Kraft. Damit sollte der Zuzug von Ausländern beendet werden. Bewirkt wurde das Gegenteil – mit Folgen bis heute."
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeit...nwerbestopp
  • 21.04.2017, 16:57 Uhr
  • 2
Guter Artikel, er beschreibt das, was ich auch schon geäußert habe.
  • 21.04.2017, 17:58 Uhr
  • 0
Das gegenteil wurde dadurch bewirkt, daß man zwar den Anwerbestop durchsetzte, jedoch andererseits verschwieg, daß man dafür den Familiennachzug erlaubte, welche Volksverdummung sich dahinter verbarg, ist auch heute noch vielen nicht klar!
  • 21.04.2017, 18:03 Uhr
  • 4
"Volksverdummung"? Und ich dachte immer, Familienzusammenführung sei ein humanistischer Akt!
Ein deutliches Beispiel, wie eine innegehabtes Menschenbild die Bewertung geschichtlichen Geschehens entsprechend koloriert.
  • 21.04.2017, 19:14 Uhr
  • 0
Volksverdummung bestand darin, den Deutschen nicht zu sagen, daß der Anwerbestop nutzlos ist, weil durch die erlaubte Familienzuführung noch viel mehr Sozialkassen-entnehmer einwandern werden als vorher durch ihre Ernährer!
Wie kann man nur so mißverstehen, Leonhard, das ist ja geradezu verabscheuungswürdig, wie Du mir ein inhumaes Menschenbild (wegen der Familienzusammenführung v. Gastarbeitern) unterstellen willst! Dieses "Menschenbild" haben die Schweizer Gesetzgeber, die ihren ausländischen Gastarbeitern jahrzehntelang den Familiennachzug verboten haben!
Die Rregierung Brandt/Scheel hat den gleichzeitigen Vollzug v. Anwerbestop und erlaubtem Familiennachzug den deutschen Wählern als "Erfolg" verkauft, und sie (die Wähler, den angeblichen Souverän) über die Tatsache der Sozialkassenplünderung durch nicht arbeitende Frauen u. Kinder der Gastarbeiter verschwiegen, sie darüber getäuscht!
Du kannst doch nicht so unintelligent sein, daß Du mir Bösartigkeit unterstellst, ich muß Dir deshalb deinerseits Bösartigkeit unterstellen, daß Du mich so mißverstehst!
Oder kannst Du "geschichtliches Geschehen" wirklich nicht verstehen?
  • 21.04.2017, 22:37 Uhr
  • 3
Übrigens, ein "humanitärer" Akt, nicht "humanistischer"!
Ob die Deutschen das auf ihre Kosten wollten? Ob sie nicht lieber besonders unqualifizierte ausländische Männer als Rüvckwanderer haben wollten, anstatt deren Familien hier noch zu versorgen?
Es wäre interessant, sich mal mit Fakten auseinander zu setzen, die auf einem youtube-Film v. wenigen Minuten Nikolaus Fest "Ausplünderung des Sozialstaates" zum besten gibt!
  • 21.04.2017, 22:49 Uhr
  • 4
Ich meinte schon die Art des verantwortlichen Handelns, die einem humanistischen Welt- und Menschenbild entspricht, im Gegensatz zu jener, die Menschen ausschließlich nach ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit beurteilt.
  • 22.04.2017, 00:22 Uhr
  • 0
Die "Art des verantwortlichen Handelns"? Das beherrschen unsere Politiker doch garnicht, verantwortlich zu handeln, sondern die Wähler zu täuschen, weil sie genau wissen, daß diese ihr unverantwortliches "Nichthandeln" nicht haben wollen!
So wie im besprochenen Falle, anstatt Anwerbestop f. Arbeitskräfte, dafür sozialkassenbelastende Familienangehörige zu holen!
  • 22.04.2017, 00:30 Uhr
  • 3
Zur zeit haben 270 000 "Flüchtlinge" Anspruch auf Familienzusammenführung, weißt Du was das heißt, wenn um Schnitt nur drei (vier eher wahrscheinlich) davon kommen?
Rund 800000 neue Frauen u. Kinder, die wir zu versorgen müssen, Schulplätze für etwa 400000 Kinder , wie soll das gehen?
Wir haben als Deutsche wie die Australier, Kanadier, Nordamerikaner, Neuseeländer das Recht, "wirtschaftlich verwertbare Menschen" hereinzulassen, merke Dir das!
Überlege einmal gut, antworte nicht zu schnell, mache Dir Vorstellungen, informiere Dich, bevor Du mir antwortest!
Es wäre hoffnungslos für unser Deutschland, wenn Du an Deinem Irrglauben, wir müßten alle Menschen bei uns aufnehmen und versorgen, festhältst!
  • 22.04.2017, 00:36 Uhr
  • 4
Wo bin ich hier reingeraten? "wirtschaftliche Verwertbarkeit von Flüchtlingen". Angenehmen Tag noch, ehe ich k.... muss.
  • 22.04.2017, 10:41 Uhr
  • 0
Du solltest genau lesen und erkennen, daß diese Wortwahl v. dem Artikelersteller stammt!
  • 22.04.2017, 13:52 Uhr
  • 3
Na, Leonhard, keine Antwort mehr an mich? (Familiennachzug-Problematik, hattest Du nicht Zeit zu recherchieren?)
  • 23.04.2017, 16:31 Uhr
  • 2
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Es widerspricht jeglicher Vernunft, dass ein Bürger eines Staates auch gleichzeitig die Staatsbürgerschaft eines anderen Staates besitzt. Dies ist ein klares Hindernis für eine Integration. Nur die unfähige und egozentrische Frau Merkel blockiert nach wie vor die notwendige Abschaffung dieser dümmlichen Regelung. Merkel schadet Deutschland. Die Grünen sind für diesen Schwachsinn bereits drastisch abgestraft worden.
  • 20.04.2017, 10:40 Uhr
  • 6
Auf dem Weg zu einem vereinten Europa, mit europäischen Bürgern, ist die Doppelte ein erster Schritt. Die Bürger der EU brauchen die schon nicht mehr. Sie können überall zu hause sein.
Du scheinst im Gestern zu Hause zu sein.
  • 20.04.2017, 11:39 Uhr
  • 1
Ich sehe es genauso, wie Leo. Der Nationalitätenbegriff aus dem 19.Jahrhundert, wo europäische Nationen gegeneinander Krieg geführt haben um ihre Territorien, ist aus den Erfahrungen des 20. Jahrhundert hoffentlich für immer überwunden. Wir alle leben an sich eine doppelte Staatsangehörigkeit schon heute: die Deutsche und die Europäische - und das hat zumindest in diesem Ansatz uns mehr als 70 Jahre Frieden beschert. Es widerspricht also nicht jeglicher Vernunft, sondern ist längst Realität in einer sich globalisierenden Welt. Einen Rückfall in Verhältnisse des 19. Jahrh. ist ein Rückschritt und kann nicht ernsthaft eine Alternative sein.
  • 20.04.2017, 14:40 Uhr
  • 1
Die Argumente der Gestrigen ähneln denen, die damals die Souveränität von Hessen-Nassau und Hessen-Cassel zu Gunsten der deutschen nicht aufgeben wollten.
Zwischen Kleinstaaterei und Kleingeistigkeit scheint ein festes Band geknüpft zu sein.
  • 20.04.2017, 15:02 Uhr
  • 1
Wir haben ja jetzt mit dem Brexit ein experimentelles Modell. Es wundert nicht daher, dass nach der Wahl zum Brexit die Träume in die Höhe schossen, dass es doch wieder ein britisches Empire zu beleben gilt. Die bittere Realität holt solche Träumereien schnell zurück. Schottland und Teile von Irland wollen schnell Unabhängigkeit vom "Britischen Empire" und doch lieber europäisch bleiben ... Wer ist also da realistisch und zukunftsorientiert?

Die Nationalisten mit ihren "Grenzen" mögen zwar sehr romantisch sein, aber politisch sind eigentlich nicht ...
  • 20.04.2017, 16:27 Uhr
  • 0
Ich sehe diese Ambivalenz auch, wize.life-Nutzer, solange nicht in Europa die gleichen Lebensverhältnisse und demokratischen Spielregeln gelten. Ich hoffe nur, dass es ein Übergangsphänomen ist, und kein Signal pro "Zurück in die Zukunft".
  • 20.04.2017, 18:23 Uhr
  • 0
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Ein „aktiver“ Freund - und auch andere - haben mir zu dem "leidigen" Thema folgendes geschrieben, und ich muss ihnen Recht geben:

Vor Jahrzehnten kamen die Ärmsten der Armen - meistens aus Anatolien - nach Deutschland.

Der größte Teil aus bildungsfernen Schichten blieb ohne Zwang über Jahrzehnte lang unter sich – einschließlich ihrer Familiennachkommen.

Abgeschottet von der hiesigen Gesellschaft bilden viele noch heute eine Parallelwelt einschließlich Kultur und auch Sprache – vor allem in unseren Städten.

Für diese Leute ist der große Sprecher Erdogan der Mann, der Ihnen ein Selbstwertgefühl gibt, was sie all die Jahre scheinbar vermisst haben.

Also wird der Mann gewählt, ohne an die Folgen zu denken – sie haben ja in Deutschland nichts zu befürchten, denn sie sind ja auch Deutsche mit dem zweiten Pass und genießen hier alle sozialen Annehmlichkeiten usw.

Darum sollte man in Deutschland schnellstens die doppelte Staatsbürgerschaft für Türken abschaffen und auch die Zahlungen von Kindergeld in voller Höhe für Kinder, die in der Türkei leben, einstellen.

Wem das nicht gefällt, kann gern wieder in sein gelobtes Land Türkei zurückkehren
  • 20.04.2017, 09:39 Uhr
  • 2
"Vor Jahrzehnten kamen die Ärmsten der Armen - meistens aus Anatolien - nach Deutschland. "
Dieses ist aber auch der einzige Satz in deinem Kommentar, dem ich zustimmen kann.
Ohne Zwang? Ich selbst habe vor meinem Studium eine Feinmechanikerlehre in einer Fabrik gemacht, und habe mitbekommen, mit welcher Ablehnung, mit welchen Vorbehalten den türkischen Kollegen begegnet wurde.
Auch habe ich durchaus mitbekommen, wie rücksichtslos sie bei der Bezahlung beschissen wurden.
Das Wenige an Integration, das stattgefunden hat, war unter diesen Voraussetzungen ein kleines Wunder.
Und natürlich gibt es auch unter unseren türkischen Mitbürgern verbohrte Menschen, ungefähr in dem gleichen Maße wie bei uns Deutschstämmigen.
13% der hier lebenden Türken haben das Referendum unterstützt. Das entspricht so ungefähr dem AfD-Anteil in der deutschen Wählerschaft. Ich sehe da keinen Unterschied.
Andererseits ist die Liste der türkischstämmigen Intellektuellen, der Journalisten, der Kabarettisten erfreulich lang.
  • 20.04.2017, 09:58 Uhr
  • 0
Es widerspricht jeglicher Vernunft, dass ein Bürger eines Staates auch gleichzeitig die Staatsbürgerschaft eines anderen Staates besitzt – wenn diese z. B. divergierende Staatsformen aufweisen.

Dies ist auch ein klares Hindernis für eine Integration – und auf zwei Hochzeiten kann man halt nicht tanzen!
  • 20.04.2017, 10:33 Uhr
  • 4
Auf dem Weg zu einem vereinten Europa, mit europäischen Bürgern, ist die Doppelte ein erster Schritt. Die Bürger der EU brauchen die schon nicht mehr. Sie können überall zu hause sein.
  • 20.04.2017, 10:37 Uhr
  • 0
Wenn eine EU-Regierung tatsächlich bestehen würde - ja - wozu die Türkei dann mit der Todesstrafe wohl nicht gehören würde!
  • 20.04.2017, 10:44 Uhr
  • 2
Zum einen haben die sie ja noch nicht.
Zum anderen denke ich eher an die Menschen, weniger an dieses Sultan.
  • 20.04.2017, 11:40 Uhr
  • 0
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Ich glaube, wir hingen seit Jahrzehnten einem falschen Integrationsbegriff nach, den die zu Integrierenden nicht nachvollziehen konnten. Viele Deutschtürken wählen sozusagen im Familienverband, weil sie auch ein anderes Familienverständnis und ein Familienleben haben als wir Deutschen. Es geht also weniger um die Integration von Individuen, wie wir uns seit 100 Jahren selbst verstehen, sondern um Kollektive mit eigener kultureller Identität. Wir verlangen, dass Menschen aus der Türkei Deutsche werden, wenn sie hier leben. Wären wir selbst bereit als Deutsche irgendwas zu werden im Ausland? Ja, und zwar vor 200 Jahren in den USA. Aber das hat gedauert. Und zwar deswegen, weil es keine Möglichkeit des Zurück realistisch für die Meisten gab. D.h. Menschen haben sich das Land als ihr eigenes Land aneignen können. Etwas, was natürlich in Deutschland nicht geht, sondern wahrscheinlich nur über die Identität als Europäer. Das sabotiert Erdogan aber gerade. Erdogan ist es also, der die Deutschtürken letztlich abhängt. Und ich denke, das wurde weithin nicht verstanden.
  • 20.04.2017, 01:10 Uhr
  • 2
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Wenn Deutsche im Ausland leben müssen sie sich auch anpassen. Ist man freundlich zu seinen Mitmenschen und Umfeld, wird das Verhalten honoriert. Wie man in den Wald hinnein ruft, hallt es wieder heraus. Das geht auch ohne Unterstützung und Hilfestellung der Einheimischen.
  • 19.04.2017, 20:39 Uhr
  • 3
@Peter,
ja, das sollten sie ... ich kenne einige, die das nicht machen ...
ein Bekannter von mir lebt seit über 20 Jahren in Frankreich ... er kann sich nicht auf französisch unterhalten ...
ein anderer lebt seit fast 10 Jahren in Spanien ... auch er kann sich nicht auf spanisch unterhalten ...
so könnte ich nicht leben ...
aber das funktioniert nur dann, wenn man sich ausschließlich mit Landsleuten trifft ...
im Supermarkt einkaufen ist kein Problem .... es gibt in Spanien auch deutsche Ärzte, auch in den Krankenhäusern ... aber das Pflegepersonal spricht kaum deutsch ...
für mich ein Horror, wenn ich mich nicht mitteilen kann ...
in Spanien und in Frankreich ist das für mich kein Problem ... aber da ich kaum türkisch spreche, würde ich nie in der Türkei leben wollen ... einmal von Erdogan abgesehen ...
  • 20.04.2017, 02:48 Uhr
  • 2
Hallo Tommy,
alles halb so wild, man kann im Ausland sehr gut leben, ohne daß man die Landessprache spricht. Das Grüßen ist kein Problem, die paar Worte sind schnell erlernbar. Wenn ich freundlich grüße, dann versuchen auch die Einheimischen auf mich einzugehen. Ein Lächeln zaubert wiederum ein Lächeln in manches Gesicht und hilft einem weiter. Höflichkeit hilft immer weiter, mehr als der Einsatz von Ellenbogen.
  • 21.04.2017, 20:06 Uhr
  • 0
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Leonhard, leider ist es so wie von dir beschrieben. In Deutschland wurde sich nie um Gastarbeiter gekümmert. Man holte sie, damit sie hier arbeiten und Jobs machten, die kein Deutscher wollte. Wie sie damals hier lebten interessierte so gut wie niemanden.
Auch heute ist es zum größten Teil so. Es wird sich nur darüber beklagt, dass sie sich nicht integriert hätten... Dazu hätte sie allerdings auch unsere Unterstützung gebraucht. Mittlerweile haben sie sich ihre wirtschaftlichen Nischen geschaffen und das nicht nur mit Dönerbuden.
  • 19.04.2017, 11:10 Uhr
  • 3
Um Sklaven kümmert man sich nicht, Sklaven haben zu funktionieren - und wenn sie das nicht tun, werden sie ausgetauscht. Gibt ja genug.
  • 19.04.2017, 11:20 Uhr
  • 2
Richtig, Conny!
Aber:
Mein Vater brachte regelmäßig einen - manchmal auch zwei seiner türkischen Arbeitskollegen zu uns nach Hause.
Warum?
Weil er deren Einsamkeit erkannte, weil er wusste was "Familie" wert ist, weil er wusste was es bedeutet in Baracken, in Schlafsälen zu hausen.
Ein Einzelfall?
Keineswegs! Viele seiner Kollegen taten es ihm nach!
Integration? Islam?
Davon wusste niemand etwas!
Meine Mutter kochte, es wurde gegessen was auf den Tisch kam. Wir machten Ausflüge... in die Stadt, in den Wald, in die nähere Umgebung... es gibt Fotos davon, Fotos mit glücklich lachenden jungen Männern... im Kreise unserer Familie.
Meine Eltern haben bis ins hohe Alter diese Freundschaften gepflegt.

Die zweite und/oder dritte Generation der Türken
- inzwischen waren ja auch Frauen dazugekommen -
in Deutschland lernte ich durch unseren Sohn, durch seine Schulzeit, durch seine sportlichen Hobbies kennen; Generationen, die unter sich blieben, die die Annehmlichkeiten Deutschlands nutzten OHNE sich in unsere Gemeinschaft einzubringen; sie präverierten und tun es noch - eine "Türkei in Deutschland", es wurden Moscheen gebaut, plötzlich sah man "Kopftücher", plötzlich wurden sie uns fremd, sie veränderten sich, sie distanzierten sich!
Wann genau diese Entwicklung - und warum - begann, ich weiß es nicht!
Und wir?
Kennt jemand - außer der Änderungsschneiderin, den Dönerladenangestellten - einen Menschen aus der Türkei persönlich?
Ich auch nicht!

Fakt ist:
DASS es die Intergrationskurse, wie sie den heutigen Flüchtlingen - zwingend - vorgeschrieben werden, für die Türken nicht gab!!!
DASS auch die derzeitigen Flüchtlinge TROTZ aller Integrationsbemühungen "unter sich bleiben".
DASS auch Deutsche im Ausland "unter sich bleiben" und die jeweilige Landessprache nur rudimentär beherrschen. (Freunde von uns sind 2001 nach Lanzarote, andere 2003 nach Teneriffa ausgewandert... und leben in deutschen "Kolonien")

Entdecke den Kasus Knaxus!!
  • 19.04.2017, 14:50 Uhr
  • 0
Ach es ist immer so einfach alles auf die versagte Integration zu schieben. Ich habe es schon mal gesagt, bevor ich vor 20 Jahren nach Thüringen gezogen bin habe ich in Duisburg Walsum gelebt. Das ist unmittelbar angrenzend an Marxloh. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Türken, Polen, Libanesen, Spanier und Italiener. Alle diese Menschen zeichnet aus daß sie die deutsche Sprache perfekt beherrschen und somit ihren Weg in den Schulen und im Beruf gehen konnten. Die Meisten aber die sich verweigert haben die deutsche Sprache auch anzunehmen, sich zu Integrieren und sich der Kultur ihrer Neuen Heimat anzupassen, die hatten und haben immer Probleme. Aus meinem Freundeskreis haben jetzt mehrere türkische Bürger aus Marxloh, ihre deutsche Staatsbürgerschaft beantragt. Sie fühlen sich nicht länger als Türken und verzichten auf diese Staatsangehörigkeit obwohl ihnen dadurch Erbrechtliche Nachteile entstehen. Integration ist eine Sache die auch gewollt sein muß, wer aber nicht will den kann man auch mit allen Mitteln und Förderungen nicht dazu bewegen. So sehe ich hier in meiner kleinen Kreisstadt die Russischen Mitbürger, die sich bis Heute im Getto der Integration verweigern. Sie leben seit 10, 15 oder 20 Jahren hier, bleiben unter sich und sprechen bis Heute kein oder nur schlecht Deutsch und leben so vom Sozialsystem. Allerdings sind deren Kinder anders als bei den Türken alle Integriert, mit guter Ausbildung und der Sprache ihrer neuen Heimat mächtig. Also, Integration ist keine Einbahnstraße, sie muß auch gewollt sein.
  • 19.04.2017, 15:45 Uhr
  • 4
Ich glaube, man muss mal klar stellen, dass kein vernünftig denkender Mensch behauptet, alle Menschen einer Volksgruppe seien perfekt. Es gibt überall Idioten -und es gibt überall Menschen, die sich ihr Unglück selbst bereiten - in diesem Fall sich weigern, sich zu integrieren.
Es gibt zwar deutsche (Frauen sage ich hier frauenfeindlich), die fremde Völker romantisieren und in ihnen alle die ehrenhaften Indianer sehen (etwas, was ich grün angehauchte Frau Frau Roth unterstelle), aber die Realität sieht einfach so aus, dass es überall gute und bescheuerte Menschen gibt.

Allerdings - wize.life-Nutzer - haben Menschen eine ziemlich ungeschickten Eigenart: Sie vermehren sich und werden mehr. Sprich - die zweite und dritte Generation der Türken von einst sind einfach mehr Menschen als die Neuankömmlinge. Und es tut mir Leid, aber ich verstehe, wenn sie nun eigene und richtige Gotteshäuser für ihre eigene Religion haben wollen.
Das Kopftuchthema ist ein anderes und eins, das ich auch nicht verstehe, gar nicht verstehen will. Gerade heute kommt im Radio, in den Nachrichten, die Geschichte einer Frau, einer Muslimin, die lange mit Kundenkontakt arbeitete und kein Kopftuch trug - nun hat sie geheiratet und möchte entgegen der Regelung in der Firma mit Kopftuch arbeiten. Als die Firma mit Hinweis auf die interne Regelung ihr das versagte, ging sie vor Gericht.

Ich hoffe, sie verliert - und ich glaube auch, sie verliert. Denn was auch immer hinter ihrer Entscheidung steht - hier hat sie sich der Kultur der hiesigen Gesellschaft und den Regeln an ihrem Arbeitsplatz anzupassen.

Das muss einfach endgültig klar gemacht werden. Punkt.
  • 19.04.2017, 16:23 Uhr
  • 2
Also ich verstehe nicht warum jetzt den meisten jungen Türken unterstellt wird, sie wollten sich in Deutschland nicht integrieren. ...
Wenn wir mal ehrlich sind, dann sollten wir auch zugeben, dass uns weder die Integration der Türken noch die der Russland-Deutschen wirklich interessiert. Hauptsache sie fallen nicht auf und geben Ruhe. Oder sehe ich das falsch?
  • 19.04.2017, 16:54 Uhr
  • 2
Hm - weiß nicht, Conny - ich denke, da ist an beidem was dran.
Sie fallen nicht auf und geben Ruhe - gilt das nicht für jeden? Jeder lebt sein Leben und interessiert sich grad noch für das seiner Freunde und Verwandte - eventuell aus Neugierde noch für die Nachbarn, aber dann hört es schon auf. Was erwartet man mehr? Die Deutsche Kultur der Gegenwart ist nicht unbedingt darauf ausgerichtet, dass alle alle kennen und lieben und miteinander etwas tun. Wir Europäer leben nicht in Stämmen, die zusammen pflanzen und jagen und gemeinsam für das Überleben sorgen. Jeder macht das für sich. Wenn sich von außen jemand nähert, geht man sofort in Abwehrhaltung.
Tatsache ist - und das habe ich durch Anatolien im Nachbargarten hautnah einige Jahre erleben müssen - dass Türken viel mehr gesellschaftlich zusammenhalten als Deutsche es tun - ok, Schwaben, denn die sind gerne für sich und wehe es kommt jemand von außen.... Aber in unterschiedlicher Ausprägung gilt das für ganz Nord- und Mitteleuropa. Südeuropa ist anders.

Aber so anstrengend meine Nachbarn für mich und alle anderen waren - für sie war es selbstverständlich, über den Zaun hinweg Kontakt zu pflegen und mir sogar zu helfen. Zumindest der Mann. Der hatte mich zwar zu einem Mann deklariert, sonst hätte er nicht mit mir sprechen können, aber das änderte nichts daran, dass er sehr hilfsbereit war.
Ich glaube, da prallen einfach unterschiedliche Kulturen aufeinander - und auf beiden Seiten gibt es welche, die nicht bereit sind, der andere entgegenzugehen.
Entgegen gehen bedeutet nicht, sie bedingungslos anzunehmen - aber sie zu akzeptieren.
  • 19.04.2017, 17:04 Uhr
  • 1
Eben, das Entgegenkommen und -gehen ist wichtig. Ich erwarte auch nicht, dass sich alle lieben. Das ist in vielen Familien nicht so. Aber ich finde es toll, wie sich in Südeuropa jeder um die anderen Familienmitglieder kümmer. Auch wenn es mich, beispielsweise im Krankenhaus, nervt.
  • 19.04.2017, 17:10 Uhr
  • 2
Das klingt toll, ist es aber auch nicht immer, unter diesem Druck zu stehen - aber das ist nun ein anderes Thema.
  • 19.04.2017, 18:19 Uhr
  • 2
Also eine Tante ist noch vor dem Krieg nach Amerika ausgewandert. Was meint ihr wer dort hauptsächlich ihre Freunde waren????????Das ist doch überall so. Meine Freundin lebte sehr lange in Spanien, sie war die Einzige die in der deutschen Kolonnie, die spanisch sprach und hauptächlich spanische Freude hatte , Ich ärgere mich über eure Arroganz. Es kamen einfache ungebildete Menschen die die Dreckarbeit gemacht haben. Denen hat man keinen Deutschkurse angeboten , weder den Türken noch den anderen Gastarbeitern. Die in Deutschland geborenen Kinder wurden bis zur Einschulung in den jeweiligen Heimatländer (nicht nur die Türken)von Oma und Opa betreut und konnten deshalb auch so gut wie kein Deutsch,Mein türkische Freundin (dritte Generation )macht immer noch Fehler in Deutsch. Auch sie war mit ihren Geschwistern bis zur Einschulung bei Verwandten in der Türkei.
Hier gab es keinen Nachhilfeunterricht, die Eltern haben beide gearbeitet und die Kinder waren sich selber überlassen.
Erst die Kleine in der vierten Generation fühlt sich ohne wenn und aber als Deutsche . Sie erklärt ihren Eltern:"Ihr seid noch Türken,ich bin schon deutsch."
  • 20.04.2017, 01:13 Uhr
  • 0
Linda - die Tatsache, dass sich mangelnde Sprachfähigkeiten über Generationen hinweg weitervererben halte ich für ein ernsthaftes Problem. Hier sind die Schulen gefordert.
Ich habe selbst in der Familie das Problem.
Die Kinder meines Bruders aus fernem Land, dessen Frau erst als Erwachsene nach Deutschland kam, haben tatsächlich Deutsch gelernt - die älteste Tochter ist sogar in der Deutschen Sprache so gut bewandert, dass Germanistik zu studieren ein Thema war. Doch von den Eltern hätten sie es nicht gelernt. Es war hauptsächlich meine Mutter, die sich mit den Kindern hingesetzt hat.
Aber hier ist es eben geschehen. Die Türkenkinder haben diese Chancen so nicht - wie gesagt, hier müssten die Schulen ran.
  • 20.04.2017, 10:31 Uhr
  • 0
Der Vater meiner Kleine spricht u.a.hessischen Dialekt und den perfekt ,hat Abitur und Studium. Die Kleine spricht perfekt Hochdeutsch und verbessert die Mama oft.
In den Schulen ist es oft zu spät, es müsste eine Kindgartenpflicht ab 3 Jahren bestehen und man dürfte es eben nicht mehr erlauben, dass die Kinder bis zu Einschulung bei Verwandten im Heimatland aufwachsen,
Eine andere Freundin hat mazedonische Eltern,ist in Deutschland geboren,da war das ganz genau so. Heute ist sie Psychologin ,aber sie es hatte viel schwerer als andere Kinder in der Schule, weil sie auch erst mal kein deutsch konnte. Ihre Eltern sprechen auch bis heute nicht perfekt.
  • 20.04.2017, 10:44 Uhr
  • 0
Leider hat mein Bruder in fast 50 Jahren Deutschland nie perfekt Deutsch gelernt, zumindest macht er beim Schreiben noch sehr viele Böcke. Seine Frau spricht fast unverständlich, kann aber schreiben. Mein Schwager hat in 20 Jahren Deutschland nie richtig Deutsch gelernt - was allerdings Franzosen oft schwer fällt.
Anderen, die ich kenne, hört man nicht mehr an, dass sie aus anderem Sprachraum stammen.
Ich denke, es ist wie so vieles auch Talent. Denn weder mein Bruder noch meine Schwägerin noch mein Schwager sind dumm - sie haben nur kein Sprachgefühl.
Wichtig ist, die Menschen müssen sich bemühen.
  • 20.04.2017, 10:49 Uhr
  • 0
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Aah ja, was sagen denn die Türkenversteher zu diesen verbrieften Aussagen?
„Ich weiß nicht, was die Verfassungsänderung bringen wird. Ich bin einfach nur glücklich, weil ich für Erdogan gestimmt habe, und Erdogan hat gewonnen.“ So und so ähnlich lauten Sätze von sogenannten Deutsch-Türken auf der Straße über das Wahlergebnis zur Verfassungsänderung in der Türkei. Viele sind froh, dass Erdogan gewonnen hat, weil sie ihn lieben, ihm vertrauen und ihm zutrauen, aus der Türkei ein noch stärkeres Land zu machen. Die letzten mehr als zehn Jahre habe er ja bewiesen, dass er die Türkei zu einer starken Nation gemacht habe. Keine Regierung zuvor habe so viel für die Türkei getan. Und vor allem für die Deutsch-Türken gilt: Keine türkische Regierung zuvor habe sich um die Deutsch-Türken bemüht, gekümmert und sie gesehen. In diesen Kommentaren liegt viel Wahrheit. Die wenigsten Ja-Wähler in Deutschland wissen eigentlich, wofür oder wogegen sie gestimmt haben. Wer kein Vaterlandsverräter oder Terrorist sei und die Türkei liebe, müsse Ja sagen, hieß es bei der Wahlpropaganda. Zudem hat Erdogan täglich eine andere Stadt und Region in der Türkei besucht und viele Projekte versprochen. Straßen, Veranstaltungshallen, Bewerbung zur Winter-Olympiade für die Stadt Erzurum und vieles mehr. Er hat konkrete Zahlen über Investitionen und Projekte benannt, die er machen würde, wenn das Volk Ja sagen würde. Die Deutsch-Türken freuen sich über die Investitionen in ihrer Heimat. Hätten die Ja-Wähler ein wenig nachgedacht, wüssten sie, dass die AKP, also Erdogan, dazu keine Verfassungsänderungen benötigt. Darum geht es ihnen aber nicht. Sie wollen ihrem Präsidenten gefallen und folgen. Was sollten wir daraus wieder lernen? Nicht negativ, sondern positiv? Das Volk braucht einen Gott, Anführer, König oder Kaiser wie in Demokratie Monarchien zu dem es aufschauen kann und keine wischi, waschi Politkomiker, ohne Rückgrat und Charisma. Schauen wir zurück, Adenauer, Schmidt, mit Whisky Willi ging’s bergab bis heute. Integration, da kann ich nur lachen. Kein Muslim/e integriert sich, er, sie passt sich nur an, ihre Herzen schlagen ganz wo anders. Aber das erkläre mal verbohrten nach 68ern für die die Welt noch eine Scheibe ist.
  • 19.04.2017, 08:45 Uhr
  • 3
Tapfer, aber sehr demaskierend.
  • 19.04.2017, 09:01 Uhr
  • 2
Tapfer, ja,
demaskierend,Ja,
für die sogenannten Türkenversteher aus dem linken Lager.
Jeder der nicht deren Meinung ist,
wird im Kollektiv,
wie es sich für Linke gehört,
dem Team gemeldet und versucht den Störenfried
ihrer Ideologien zu eliminieren.
War ja bei den Linken schon zu DDR Zeiten so.
Leider hat die Vergangenheit gezeigt,
das viele, viele andere Mitglieder, die anderer Meinung sind,
diese Plattform ungerechtfertigter Weise, zwangsläufig verlassen mussten.
Ob es klappt, diese Plattform nach "Links" zu rücken?
Ich weiß, jetzt kommen die üblichen Sachen:
beleidigend, abgekupfert.........
Da wird von einigen seltenen Zeitgenossen mit der Staatsanwaltschaft gedroht und und und.
So etwas nennt man in Deutschland "Redefreiheit".
  • 19.04.2017, 10:19 Uhr
  • 3
Kann es sein, dass du ein wenig den Boden unter den Füßen verloren hast? Oder sind das deine Standartfloskeln, mühsam erlernt und immer wieder gerne genommen`?
  • 19.04.2017, 10:48 Uhr
  • 2
Mich würde mal interessieren, welchen Gott, Führer, König oder Kaiser sich der Herr für sein eigenes Land wünscht. Sicher fände sich auch hier ein Erdogan.
  • 19.04.2017, 11:19 Uhr
  • 2
wize.life-Nutzer
Da die Erde für viele immer noch eine Scheibe ist, versuche ich es zu erklären.
Dieser Text ist nur sinnbildlich gemeint:
Das Volk braucht einen Gott, Anführer, König oder Kaiser wie in Demokratie Monarchien zu dem es aufschauen kann und keine wischi, waschi Politkomiker, ohne Rückgrat und Charisma. Schauen wir zurück, Adenauer, Schmidt, mit Whisky Willi ging’s bergab bis heute.
Was jeder daraus macht, den tieferen Sinn zu begreifen ist seine Sache.
Ich empfehle mal dem Volk aufs Maul zu schauen,
ohne gleich versteckte Ideologien zu erkennen.
  • 19.04.2017, 11:45 Uhr
  • 3
Klar sowas wie wir damals schon mal hatten ,gelle.Ganze 1000 Jahre nicht wahr
  • 20.04.2017, 01:15 Uhr
  • 0
wize.life-Nutzer
Thema nicht verstanden, am Erkennen vorbei.
6 setzen.
  • 20.04.2017, 07:27 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer
Kann es sein, dass du ein wenig den Boden unter den Füßen verloren hast? Oder sind das deine Standardfloskeln, mühsam erlernt und immer wieder gerne genommen`?

Nur Oberlehrer, die in sich selbst ruhen ergehen sich in Standardfloskeln und festgefahrenen Meinungen.

Intelligente Menschen sind im Geist flexibel, erkennen die Gegebenheiten, leben nicht in der Vergangenheit, sondern erkennen die tatsächlichen Gegebenheiten und sehen die Zukunft für die nächsten Generationen.

Die "Anderen"
sabbeln immer nur das Gleiche,
das dritte Reich immer voran,
das Büßerhemd an
und Asche auf dem Haupt,
blind gegenüber allem Neuen,
unaufgeschlossen jeglicher Veränderungen in Europa, verbauen verantwortungslos den Jüngeren eine gesicherte Zukunft,
aber dann tut diesen unverbesserlichen Sabbelköpfen
der Kopf leider, leider nicht mehr weh.
  • 20.04.2017, 08:06 Uhr
  • 1
Wie kann man nur so schön faktenfrei und argumentationslos mit so viel Text so viel Dummfug verzapfen?
  • 20.04.2017, 08:13 Uhr
  • 1
wize.life-Nutzer
Vielen Dank für das Gespräch, sehr Aufschluss reich, die Meinung bestimmter Gruppen.
  • 20.04.2017, 13:16 Uhr
  • 1
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Klasse,Leon....passt zu dem, was gerade aus der Türkei berichtet wird. Viele dort sind sehr sauer auf den Einfluss der im Ausland lebenden Türken.
Im Land selber sieht es.....gefühlt, aber unter Umständen wirklich auch tatsächlich.....eigentlich nach anderen "Mehrheiten" aus.
Besonders in den Metropolen und mittelgroßen Städten.
  • 19.04.2017, 07:58 Uhr
  • 3
Österreich ist ja noch heftiger. Die Sauerkeit beschränkt sich gewiss nicht auf Deutschland, sondern verteilt sich auf alle Auslandtürken -und wo sie Recht haben...
(Allerdings hätte es nichts geändert, wenn die Auslandstürken anders gewählt hätten. Dann wäre halt der Wahlausgang mehr getürkt worden).
  • 19.04.2017, 11:16 Uhr
  • 1
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