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Solidarität mit Deniz Yürcel

30.04.2017, 11:48 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Deniz Yürcel erfährt eine Welle von Solidaritätsbekundungen, auch wenn Populisten ein hässliches Pamphlet verbreiten.
"Wir sind Deniz": Solidarität und Machtlosigkeit im Fall Yücel
Bitter, enttäuschend, unverhältnismäßig hart: Die Kritik von Kanzlerin Merkel an der Inhaftierung von Deniz Yücel ist deutlich. Aber auch andere Politiker wie Maaß, Gabriel, Schulz und viele andere haben ihre Solidarität bekundet.
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Hier ist das Pamphlet: Geschrieben von Deniz Yürcel
https://www.taz.de/!5114887;m/ TAZ 4.8.2011
Super, Deutschland schafft sich ab!
Kolumne von Deniz Yücel
BERLIN taz | Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab!
Nur 16,5 Prozent der 81 Millionen Deutschen, so hat das Statistische Bundesamt ermittelt, sind unter 18 Jahre alt, nirgends in Europa ist der Anteil der Minderjährigen derart niedrig. Auf je 1.000 Einwohner kommen nur noch 8,3 Geburten – auch das der geringste Wert in Europa.
Noch erfreulicher: Die Ossis schaffen sich als Erste ab. Während im Westen die Zahl der Minderjährigen in den vergangenen zehn Jahren um 10 Prozent gesunken ist, ging sie im Osten um 29 Prozent zurück. Woran Sir Arthur Harris, Henry Morgenthau und Ilja Ehrenburg gescheitert sind, wovon George Grosz, Marlene Dietrich und Hans Krankl geträumt haben, übernehmen die Deutschen nun also selbst, weshalb man sich auch darauf verlassen kann, dass es wirklich passiert.
Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort "meckern" kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden.
Der Erhalt der deutschen Sprache übrigens ist kein Argument dafür, die deutsche Population am Leben zu erhalten. Nun, da das Ende Deutschlands ausgemachte Sache ist, stellt sich die Frage, was mit dem Raum ohne Volk anzufangen ist, der bald in der Mitte Europas entstehen wird: Zwischen Polen und Frankreich aufteilen? Parzellieren und auf eBay versteigern? Palästinensern, Tuvaluern, Kabylen und anderen Bedürftigen schenken? Zu einem Naherholungsgebiet verwildern lassen? Oder lieber in einen Rübenacker verwandeln?
Egal. Etwas Besseres als Deutschland findet sich allemal.
DENIZ YÜCEL ist Redakteur im Schwerpunk-Ressort der taz. taz 255798 9529

30 Kommentare

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.................der soll ruhig mal noch ein bischen in Erdogans Kerker schmachten...................und ich wäre auch mit der Vergabe der deutschen Staatsbürgerschaft viel vorsichtiger.
  • 04.05.2017, 09:55 Uhr
  • 1
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Ich finde, dass es eine Aneinanderreihung von Geschmacklosigkeiten ist.
Das war im Übrigen auch schon die Satire über Erdogan. Sie ist einfach nur primitiv. Diese Kritik meinerseits an diesem.... sagt Nichts über seine Politik als solche aus.
  • 01.05.2017, 16:56 Uhr
  • 0
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Nette Satire - das lesen hat mir Spaß gemacht!
  • 30.04.2017, 20:27 Uhr
  • 0
Deniz Yürcel: "Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen..."
Wenn das keine Satire ist, was dann?
  • 01.05.2017, 07:14 Uhr
  • 1
Satire ist zu schwierig für rechtsextreme Spinner,die kennen das Wort gar nicht.
  • 01.05.2017, 11:48 Uhr
  • 0
Henry, jetzt hast du wie ein ganz gewöhnlicher Prolet geantwortet. Anscheinend hast du das Wort Satire zum ersten Mal gehört. Ich bedaure dich!
  • 01.05.2017, 12:03 Uhr
  • 1
Digger, anscheinend hast du das Wort Prolet zum ersten Mal gehört. Ich bedauere dich nicht.Obwohl,es ist schon traurig wenn man so ungebildet ist wie du.
  • 01.05.2017, 12:24 Uhr
  • 0
1.
eine Kunstgattung, die durch Spott, Ironie und Übertreibung bestimmte Personen, Anschauungen, Ereignisse oder Zustände kritisieren oder verächtlich machen will.
  • 01.05.2017, 22:17 Uhr
  • 1
2. Deutschland schafft sich auf jeden Fall ab. Menschen ohne Bildung gibt es in diesem Land viel zu viele, die meisten davon gebürtige Deutsche. Das ist schlimm. Nicht die Zuwanderer, die zum Teil akademische Abschlüsse mitbringen sind das Problem, sondern der dumme deutsche Mop. - Brauche ich nicht.
  • 01.05.2017, 22:21 Uhr
  • 1
@ Karl Ach, habe ich dich in deiner AfD ler Spionage ertappt? Nein, ganz gewiss nicht. Es war jedem klar, dass ich den 1. Beitrag aus Wikipidia habe. Hätte ich das nicht gewollt, hätte ich es natürlich umformuliert und schon gar nicht das ( 1. ) stehen lassen. Dein Beitrag ist so lächerlich und du musst auch nicht den Rest der Menschheit retten, denn der Rest hat meinen Beitrag verstanden.
  • 01.05.2017, 23:39 Uhr
  • 1
Und Karl ___________ A bissl auf die Rechtschreibung könnte man auch achten. Wir fordern von Zuwanderern, dass sie deutsch lernen. Da darf ich von einem vermutlich Deutschen verlangen, dass er die Rechtschreibung beherrscht.
  • 01.05.2017, 23:44 Uhr
  • 0
Och Karl, über deine Beiträge lache ich nur. Dein ganzer Beitrag ist Müll. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Und wer hier schreibt, entscheidest du nicht. Schönen Abend noch
  • 02.05.2017, 00:57 Uhr
  • 0
"Nicht die Zuwanderer, die zum Teil akademische Abschlüsse mitbringen sind das Problem, sondern der dumme deutsche Mop. Brauche ich nicht."
Wo leben denn die Zuwanderer mit akademischen Abschlüssen? In den no go areas? Wie bezeichnen Sie denn diese Menschen? Ist das auch Mop? Oder wäre diese Bezeichnung ausländerfeindlich?
  • 02.05.2017, 13:39 Uhr
  • 1
Mop ist genau das, was sich gegenüber anderen Menschen so aufführt,als seien sie was besseres.
  • 02.05.2017, 17:07 Uhr
  • 0
@ Henry Genauso sehe ich das auch. Der Kandidat hat 100 Punkte. Überdenkt mal eure vorurteilbehafteten Äußerungen.
@ Karl Und wer Wikipedia als Wiki Lügi bezeichnet hat sich schon selbst ins Aus gestellt und das Problem dieses " Wissensforums" ( das es im übrigen durchaus ist ) nicht verstanden.
  • 03.05.2017, 23:18 Uhr
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Der Spruch heißt: Oh Herr, lass Hirn vom Himmel regnen. Und wenn du aus Bayern stammst, da habe ich eine ganz geringe sprachliche Toleranz. Manchmal kann man wirklich glauben, die Bayern seien Analphabeten. Da kommt ja nichts, was auch nur im entferntesten der deutschen Sprache ähnelt.
  • 03.05.2017, 23:36 Uhr
  • 0
Du könntest herkommen,von wo auch immer-bei dir ist wenig Hoffnung, das dem Herrn das gelingt.
  • 04.05.2017, 14:14 Uhr
  • 0
Amen und Ende,Karlchen.
  • 05.05.2017, 08:23 Uhr
  • 0
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Ja, es ist außergewöhnlich deutschfeindlich. Deutschfeindlichkeit gibt es aber in unserem Land nicht. - "Deutschland schafft sich ab" oder wird abgeschafft.
  • 30.04.2017, 18:27 Uhr
  • 2
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Ich trauere nicht um ihn.
  • 30.04.2017, 12:40 Uhr
  • 2
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