wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Neue Zahlen: Abgelehnte Asylanten aus Afrika oder Asien werden nur "extrem s ...

Neue Zahlen: Abgelehnte Asylanten aus Afrika oder Asien werden nur "extrem selten" abgeschoben

News Team
20.06.2017, 07:24 Uhr
Beitrag von News Team

Abgelehnte Asylbewerber aus Afrika oder Asien müssen in Europa nur extrem selten mit ihrer Abschiebung rechnen. Das berichtet die WELT auf Grundlage von Zahlen, die der Thinktank „European Stability Initiative“ (ESI) ermittelt hat.

Demnach gibt es Abschiebungen in größerem Umfang lediglich in Balkanländer. Von den 25.375 im Jahr 2016 aus Deutschland Abgeschobenen wurden lediglich 7451 in Nicht-Balkan-Länder gebracht.

Abschiebungen von Nigerianern, Afghanen oder Bangladeschern scheitern hingegen fast immer an mangelnder Kooperation der Herkunftsstaaten. Die Zahlen erfolgreiche Abschiebungen in afrikanische und asiatische Herkunftsländer sind in Italien, Frankreich, Deutschland und Schweden gleichermaßen niedrig. Diese Länder waren die Hauptzielländer der Flüchtlinge in Europa in den vergangenen Jahren.

Italien brachte 2014 demnach 3495 Asylbewerber gegen ihren Willen zurück in die Herkunftsländer. 2015 waren es nur 2760, im vergangenen Jahr dann 3670. Schweden steigerte seine Abschiebungen von 1285 im Jahr 2014 auf 1765 im vergangenen Jahr, obwohl sich in der gleichen Zeit die Anzahl der Ausreisepflichtigen dramatisch erhöhte. Das gleiche gilt für Deutschland: Von 6105 im Jahr 2014 sank die Zahl zunächst auf 5303 in 2015, um 2016 auf 7451 zu klettern. Ein moderater Anstieg, obwohl die Zahl der Ausreisepflichtigen im gleichen Zeitraum um ein Drittel gestiegen war.

Nicht enthalten in den von der ESI ermittelten und WELT exklusiv vorliegenden Zahlen sind freiwillige Ausreisen. Aber auch diese sind zumindest in Deutschland rückläufig. Die neuen Zahlen der ESI zeigen also deutlich, dass die Abschiebeoffensive der europäischen Politik eine Schimäre ist.

„EU-Länder sind überhaupt nicht in der Lage, eine große Anzahl von Leuten ohne Aufenthaltsrechte in ihre Herkunftsländer zurückzubringen“, fasst der Thinktank zusammen.

Für die Zukunft ist der Befund noch dramatischer. Die Asylbewerber, deren Verfahren erst jetzt entschieden werden, stammen kaum noch vom Balkan. Und die Neuankömmlinge schon gar nicht. Sie kommen fast ausschließlich aus afrikanischen oder asiatischen Ländern, die bei Abschiebungen nicht oder nur sehr selten kooperieren.

Schnauze zugebunden und gequält – doch diese Hündin war stärker als ihr Peiniger

Mehr zum Thema

22 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
"Nur der Dumme und Ahnungslose sagt die Wahrheit !"

Unter den Fordernden sind alleinreisende Männer aus Ostafrika ! Der Flüchtling wisse bereits, dass er eine Registrierung auf dem Weg nach Deutschland vermeiden muss, und was er zu sagen hat um in Deutschland Asyl zu bekommen. "Nur der Dumme und Ahnungslose sagt die Wahrheit,.. denn > Armut, Arbeitssuche, medizinische Versorgung, oder ein besseres Leben sind keine Annerkennungsgründe !

(LW.Patzki Leiter des Erstaufn.-einrichtung Hessen)
  • 30.06.2017, 10:41 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Die Hälfte der Ankömmlinge wird überhaupt als Flüchtlinge oder Asylbewerber anerkannt, die andere Hälfte aber nicht abgeschoben !
  • 21.06.2017, 11:09 Uhr
  • 2
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Wenn die meisten der Abzuschiebenden bleibensollte man den ganzen bürokratischen Wasserkopf entsorgen.

Wer illegal ins Land gekommen ist, sollte erfasst werden, einen Ausweis erhalten und sofort an einem Sprachkurs teilnehmen müssen und eine Teilzeitarbeit leisten.
Wer sich diesen beiden Maßnahmen entzöge, sollte keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten.

Und natürlich sollte an den Grenzen die Einreise wieder kontrolliert werden.
Seit letzten Montag wird das wg. des G 20 GIpfels ja gemacht. Also sollte das beibehalten werden.
  • 20.06.2017, 15:09 Uhr
  • 4
@Edith,
"... sollte keine finanzielle Unterstützung mehr erhalten."
das wird sich juristisch nicht durchsetzen lassen, denn jeder Asylbewerber hat einen Anspruch auf die finanzielle Sicherung seiner Existenz ...

"So viel Geld steht Flüchtlingen in Deutschland zu"
Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2015/08...935546.html
  • 20.06.2017, 18:04 Uhr
  • 1
Da es kein Druckmittel gibt, laufen alle integrativen Bemühungen quasi ins Leere.
Ich habe gelesen, dass Deutschkurse mit 30 Asylanten beginnen und mit 2 Personen enden.
Dafür wird auch enorm viel Geld ausgegeben.

Welche Druckmittel gibt es denn überhaupt?
  • 20.06.2017, 18:26 Uhr
  • 2
"Welche Druckmittel gibt es denn überhaupt? "
keine ...
es sei denn, ein Asylbewerber schlägt so über die Stränge, dass er zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 3 Jahren verurteilt wird.
Dann könnte es sein, dass er seinen Status verliert und abgeschoben werden könnte ...
lesenswert: http://www.ka-news.de/region/karlsru...066,1831520
  • 20.06.2017, 19:30 Uhr
  • 2
Danke für den Link.
Verschärfung der Gesetze, ja, aber die Ausweisung klappt nicht. Also bleibt alles beim Alten.

Inzwischen tun mir die Polizei und die Gesetzeshüter nur noch leid. So viel Mühe ... und am Ende umsonst.
  • 20.06.2017, 22:01 Uhr
  • 3
wenn es dir mal besonders gut geht, empfehle ich dir, Kirsten Heisigs Buch das Ende der Geduld zu lesen ...
  • 21.06.2017, 04:59 Uhr
  • 2
  • 21.06.2017, 08:13 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Was bringt denn das Abschieben? Die EU soll endlich aufhören die Lebensgrundlagen der Afrikaner zu zerstören. Das Meer wird von Europäern überfischt, subventionierte Waren und Schrott den wir nicht gebrauchen können wird nach Afrika verschifft. Das ist die sogenannte Hilfe für die Afrikaner. Spenden versickern zum größten Teil in Kanälen die für normale Menschen nicht nachvollziehbar sind. Selbst das Trinkwasser wird Ihnen gestohlen von verschiedenen großen Lebensmittelfirmen, das dann die Bewohner teuer bezahlen müssen. Alle die abgeschoben werden von uns, sie werden uns sicherlich nicht lieben, sondern so pflegt man nur den Hass auf uns. Das Problem liegt bei unseren Politikern und deren Volksverdummung die ständig praktiziert wird. Sicher haben wir auch eigene Probleme genug - nur Abschieben alleine bringt auch nichts. Wir müssen den Afrikanern helfen zur Selbsthilfe, denn Deutschland kann nicht noch mehr Migranten aufnehmen. Reichen doch die Wohnungen noch nicht mal für die hier Geborenen. Das Bauen wird noch teuerer, wie es schon ist.
  • 20.06.2017, 13:51 Uhr
  • 2
"Selbst das Trinkwasser wird Ihnen gestohlen von verschiedenen großen Lebensmittelfirmen, das dann die Bewohner teuer bezahlen müssen."
Hab mal einen Bericht auf Phoenix gesehen, der die Machenschaften von Nestle beleuchtete ...
unglaublich, was europäische Firmen sich da in Afrika leisten ... das als menschenverachtende Gewinnmaximierung zu beschönigen wäre nicht mehr als eine widerliche Lüge!

kein Wunder, dass Millionen Afrikaner nach Europa flüchten wollen ...
  • 20.06.2017, 18:09 Uhr
  • 1
Glaubst Du Tommy, daß wir Deutschen unschuldig sind?
  • 21.06.2017, 00:08 Uhr
  • 1
ein Land, daß 3.größter Waffenproduzent ist, kann nicht von sich behaupten unschuldig zu sein ...
deutsche Firmen verdienen sich dumm und dämlich damit, daß sie andere Länder mit Rüstungsgüter beliefern ... sie sind Schuld am Tod von zehntausenden Menschen ...
  • 21.06.2017, 04:55 Uhr
  • 1
Das ist eines der Probleme, die wir in Deutschland der Zeit haben. Die Arbeitnehmer bekommen seit ca. 20 Jahren nicht einmal den Inflationsausgleich, keine paritätischen Lohnnebenkosten bezahlt und die Firmen verschieben ihre Gewinne in Briefkastenfirmen in den USA, Panama usw. Deshalb müssen wir alle nach dem Willen der Moderatoren des ZDF und ARD bei Wahlen unsere Stimme den durch und durch korrupten Parteien wie CDU, SPD, FDP, Grüne geben!
  • 21.06.2017, 11:10 Uhr
  • 2
Die Deutsche Rüstungsindustrie mischt doch fleißig mit !!!!
Platz 3, hinter den USA und Russland >Obwohl sich Deutschland auf Platz drei der wichtigsten Lieferanten halten konnte, leidet die Rüstungsindustrie unter der geringen Nachfrage in Europa. Die Armen, dann muss eben ein Feuerchen in Fernost oder Afrika her..
  • 21.06.2017, 11:19 Uhr
  • 2
Und was hat der Arbeitnehmer davon? Wir alle dürfen durch die vielen Flüchtlinge dann anschließend die Zeche bezahlen die uns CIA und Konsorten eingebrockt haben. Das klassische Beispiel ist Katar, die einigten sich friedlich mit dem Iran über die Nutzung der Gasfelder, das passte den Saudis und der USA nicht und schon wird gegen Katar ein Boykott ausgerufen. Hoffentlich sind innerhalb der EU einige kluge Köpfe dabei die nicht in das gleiche Horn blasen wie die USA und die Saudis.
  • 21.06.2017, 15:36 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
"Warum werden sie nicht abgeschoben? -- Weil es aus den unterschiedlichsten Gründen (politischen und humanitären) nicht möglich ist."
hm, der Grund, warum abgelehnte Asylbewerber nicht abgeschoben werden, ist, dass ihre Identität nicht zweifelsfrei feststeht ...
bis zu 80% der der Flüchtlinge zwar ein Smartphone aber keine Ausweispapiere besitzen!
Die Lösung dieses Problems kann daher nur lauten:
Änderung des Art. 16a GG!
statt (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht. Ist der Absatz 1 wie folgt zu ändern: Jeder hat in Deutschland das Recht auf Asyl!
Die Abs. 2 - 5 entfallen.
Damit keine Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, ist Deutschland zu verpflichten, dass die Flüchtlinge gefahrlos das europäische Festland erreichen und umgehend nach Deutschland gebracht werden.
Eines sollte uns aber klar sein, der übernächste Bundeskanzler wird dann nicht von der CDU gestellt ...
  • 20.06.2017, 11:55 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Warum werden sie nicht abgeschoben? -- Weil es aus den unterschiedlichsten Gründen (politischen und humanitären) nicht möglich ist.
Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? -- Entweder im Mittelmeer ertringen lassen ---- oder, wie schon seit einiger Zeit, seweit wie moglich retten!!
Langfristig wird es keine andere praktikable Lösung geben, als in einer großen - möglichst globalen - Kraftanstrengung dafür zu sorgen, dass sich nieemand mehr veranlasst sieht, seine Heimat zu verlassen.
  • 20.06.2017, 09:53 Uhr
  • 1
genau...das denke ich auch.
  • 20.06.2017, 19:13 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Ich denke das sich das mittlerweile auch herum gesprochen hat. Deshalb wäre es unbedingt erforderlich schon die Flucht zu verhindern. Jene die man noch in ihren Hoheitsgewässern aufgreift sofort zurück bringen und den anderen die Möglichkeit bieten in ihrem Land zu bleiben.
Sonst wird das irgendwann unser Untergang und das nicht erst in 100 oder 200 Jahren, wenn uns hier eh kein Zahn mehr weh tut.
  • 20.06.2017, 09:17 Uhr
  • 4
Ruth M. das bekommen die schon in ihren Herkunftsländern gesagt das das die hier wie im Schlaraffenland ohne was zu tun leben können ,deshalb kommen die alle. und so arm sind die auch alle nicht ,auch wenn immer behauptet wird , dass die ihr letztes "Habe und Gut " verkauft haben. Arme Menschen haben kein Habe und Gut, und unsere Politiker haben auch nur Scheuklappen auf damit die absichtlich nichts sehen,weil sie nichts sehen wollen.
  • 20.06.2017, 18:20 Uhr
  • 0
Das hab ich nicht gemeint. Ich denke das sie die Info bekommen, dass wenn sie erst mal hier sind, auch hier bleiben können. Und vermutlich auch das es hier für sie eine Arbeit und eine Wohnung gibt.
Wobei ich befürchte, dass viele keine Vorstellung davon haben was "arbeiten dürfen" hier bedeutet. Das es dafür bestimmte Voraussetzungen braucht um eine gute Arbeit zu bekommen - vorausgesetzt man hat erst mal die Genehmigung dazu. Ich denke nicht das sie sich auf den Weg machen um hier "durchgefüttert" zu werden.
Das der große Teil junge Männer sind ist zusätzlich ein Problem. Wenn sie hier gelandet sind und wieder aufgepäppelt, dann ist es ganz fatal, wenn sie hier herum hocken, sich langweilen, zusammen gepfercht sind und merken, dass ihnen hier eben doch keine Jobs und keine Wohnung nach geworfen werden. Da ist Frust vorprogrammiert. Und da bestimmt auch ein großer Teil von ihnen durchaus kämpfen gelernt hat und ein Leben einen anderen Stellenwert hat da wo sie her kommen, kann das schnell zu einer tickenden Zeitbombe werden, wenn es das nicht schon ist.
Nein, sie müssten wirklich eine reelle Chance bekommen IHR Land auf und aus zu bauen.
  • 20.06.2017, 19:10 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.