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Anarchoträume & schwarze Blöcke

Anarchoträume & schwarze Blöcke

10.07.2017, 12:00 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ob in Hamburg alles links, was schwarz war, wage ich zu bezweifeln und habe das schon unter dem Titel "Die schwarzen Blocks in Europa publiziert" .
Und um eine solche Behauptung klar und deutlich zu beweisen, sind meine Möglichkeiten zu klein, zu unvollständig. Aber Hinweise finden sich durchaus - und einige der Hinweise habe ich aus erreichbaren Dokumenten im Internet heraus gesucht und hier dokumentiert. Wer diese Texte für LINKS hält oder gar unwahrscheinlicherweise RECHTS vermutet, der kann nicht lesen oder weiß nichts von anderen gefährlichen politischen Strömungen in diesem Land und in Europa.
[Vorsicht - anspruchsvolle Texte und Themen]
Von der repräsentativen zur partizipativen Demokratie. Nicht Forderungen an irgendwelche Verantwortungs- und Entscheidungsträger helfen jetzt weiter, sondern die Wahrnehmung der eigenen, individuellen Verantwortung und das Aufzeigen von Alternativen und echten Problemlösungen. Denn wir sind mittendrin im Geschehen und können ihm nicht entfliehen. Jeder Einzelne ist gefordert – hier und jetzt und jederzeit an jedem Ort. Ideen und Mitstreiter wird es immer und überall geben. Gemeinsam sind wir stark.

Dies ist ein Aufruf. Das heißt, dass er sich an jene wendet, die ihn hören. Wir machen uns nicht die Mühe zu beweisen, zu argumentieren, zu überzeugen. Wir reden über das Offenkundige. Das Offenkundige ist nicht zuerst eine Frage der Logik, der Urteilskraft.
Was die herrschende Ordnung betrifft, wissen alle, was sie davon zu halten haben: das Empire ist ein Schlag ins Gesicht. Dass ein soziales Regime im Todeskampf für seine Willkür keine andere Rechtfertigung mehr hat, als seine absurde Entschlossenheit - seine senile Entschlossenheit.
Wir haben den allerreinsten Anarchismus auch das verneinen sehen, was er nicht versteht. Wir haben gesehen, wie der platteste Ökonomismus - derjenige der Freunde des Monde Diplomatique - die neue Volksreligion geworden ist. Und wie der Negrismus sich als einzige Alternative zum intellektuellen Debakel der weltweiten Linken aufgedrängt hat.
Bullen, Gewerkschaften und andere informelle Bürokratien haben keine drei Jahre gebraucht, die „Antiglobalisierungsbewegung“ zu überwinden. Sie in Kontrollzonen aufzuteilen. Sie in Teilbereichskämpfe aufzuspalten, die ebenso rentabel wie unfruchtbar sind.

Um es kurz zu machen, wir sagen, dass eine solche Position Anleihen nimmt bei den Black Panthers wegen der Kraft ihres Hervorbrechens, von den deutschen Autonomen wegen der Volxküchen, von den englischen „Neo-Ludditen“ wegen der Baumhäuser und der Kunst der Sabotage, von den radikalen Feministinnen wegen der Wahl der Worte, von den italienischen Autonomen wegen der massenhaften Autoreduktionen, und von der Bewegung 2. Juni wegen der bewaffneten Freude.
Wie nachahmbar ist der insurrektionalistische Anarchismus für die meisten Leute?

Insurrektionalistische Vorschläge drehen sich meist darum, autonome Räume zu schaffen, die uns tragen und uns erlauben, ein gemeinsames anarchistisches Leben im Hier und Jetzt zu führen, die als Basis dienen, um gegen den Staat Krieg zu führen

Fédération Anarchiste – sagt sehr klar, dass sie sich selbst nur als eine von vielen Organisationen der Bewegung sehen, sie schwören dem Ziel jeglicher organisatorischen Hegemonie ab

Anarchistischer Widerstand gegen den NATO Gipfel - Zwei grössere (eigentlich verfeindete) Anarchistische Gruppen mobilisierten unabhängig voneinander ihre Aktionen
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Begriffs-Erläuterung


Partizipatorische Demokratie oder partizipative Demokratie (von Partizipation ‚Teilhaben‘, ‚Teilnehmen‘ und Demokratie ‚Volksherrschaft‘) bezeichnet eine vornehmlich normative demokratietheoretische Strömung, die politische Mitwirkung möglichst vieler in möglichst vielen Bereichen fordert, sowie deren praktische Umsetzung. Die Ausdehnung des Demokratieprinzips auf verschiedene gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche und zum Teil, insbesondere in feministischen Demokratietheorien, auch auf die Privatsphäre steht im Zentrum partizipatorischer Demokratietheorien. Die Legitimität einer Demokratie wird dementsprechend über die Beteiligung an und Einflussnahme auf Entscheidungen auf verschiedenen politischen Ebenen und in der Zivilgesellschaft gewährleistet. Partizipatorische Demokratietheorien enthalten also eine starke Betonung des politischen Inputs durch die Bürger.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Partiz..._Demokratie

Anarchismus (abgeleitet von altgriechisch ἀναρχία anarchia ‚Herrschaftslosigkeit‘; Derivation aus α privativum und ἀρχή arche ‚Herrschaft‘) ist eine politische Ideenlehre und Philosophie, die Herrschaft von Menschen über Menschen und jede Art von Hierarchie als Form der Unter­drückung von Freiheit ablehnt. Dieser wird eine Gesell­schaft entgegengestellt, in der sich Individuen auf freiwilliger Basis selbst­bestimmt und föderal in Kollektiven verschiedener Art wie Kommunen als kleinster Einheit des Zusammen­lebens, Genossenschaften und Syndikaten als Basis der Produktion zusammen­schließen.
Es gibt innerhalb des Anarchismus viele teils sehr unterschiedliche Strömungen. Grundsätzlich bedeutet Anarchie die Aufhebung hierarchischer Strukturen – bis hin zur Auflösung staatlicher Organisiertheit der menschlichen Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Selbstverwirklichung der Individuen und kollektive Selbstverwaltung. Der Anarchismus wird in einem sozialrevolutionären Sinn von seinen Vertretern als Synthese zwischen individueller Freiheit wie im Liberalismus und sozialer Verantwortung für die Gemeinschaft wie im Sozialismus verstanden.
Menschen, die nach diesen Prinzipien leben oder eine herrschaftsfreie Gesellschaft anstreben, werden als Anarchisten bezeichnet. Bisweilen wird das Adjektiv libertär (deutsch: freiheitlich) als Synonym für „anarchistisch“ benutzt
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchismus

Der Begriff Luddismus (oft deckungsgleich mit „Maschinensturm“ verwendet) bezeichnet eine der großen Wellen des Kampfes englischer Arbeiter Anfang des 19. Jahrhunderts gegen Statusverlust und drohende soziale Verelendung durch die einsetzende Industrialisierung.
Die Ludditen waren Textilarbeiter, die gegen die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen im Zuge der Industriellen Revolution kämpften und dabei auch gezielt Maschinen zerstörten. Die nach ihrem legendenumwobenen fiktiven Anführer Ned Ludd benannte Bewegung wurde bis 1814 militärisch niedergeschlagen. Zahlreiche Beteiligte wurden hingerichtet oder nach Australien deportiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Luddismus

Als Autonome (altgriechisch: αὐτονομία, autonomía, „Unabhängigkeit, Selbstständigkeit“) oder autonome Gruppen werden heute Mitglieder bestimmter linksradikaler[1] unorthodox-marxistischer beziehungsweise anarchistischer Bewegungen bezeichnet.
Autonome Gruppen sind in Bezugsgruppen organisiert. Untereinander bestehen lose Verbindungen und Netzwerke. Die Autonomen streben danach, auch unabhängig von der bestehenden Gesellschaftsordnung, selbstbestimmte Freiräume zu schaffen. Im Allgemeinen verfolgen sie antiautoritäre, sozialrevolutionäre und dem Anarchismus nahestehende Ideale. Von den Staatsschutz-Behörden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wird die autonome Bewegung als linksextrem eingestuft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Autonome

Im Insurrektionalismus sind Klassenkampf, kompromisslose Opposition und permanente Attacken auf den sozialen und politischen Gegner zentrale Gedanken. Er propagiert die punktuelle Zusammenarbeit in informellen Initiativen und Affinity Groups und lehnt verbindliche Organisationen mit Satzungen, Kongressen und politischen Programmen wie Anarchistische Föderationen und Gewerkschaften ab.[1][2] Er wurde als eigenständige anarchistische Strömung ab den 1970er-Jahren während eines Höhepunkts der sozialen Spannungen in Italien theoretisch konzipiert und entwickelt. Der zeitgenössische insurrektionalistische Diskurs bezieht sich insbesondere auf die Strömungen des illegalistischen und kommunistischen Anarchismus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Insurrektionalismus

Die Black Panther Party (BPP; ursprünglich Black Panther Party for Self-Defense) war eine sozialistische revolutionäre Bewegung des schwarzen Nationalismus[1][2] in den USA. Besonders aktiv war die im Oktober 1966 von Huey P. Newton und Bobby Seale mit Hilfe von David Hilliard und Richard Aoki gegründete Organisation in den 1960er und 1970er Jahren. Die Partei wurde gegründet, um im Interesse afroamerikanischer Gerechtigkeit bewaffneten Widerstand gegen die damalige gesellschaftliche Unterdrückung zu leisten, aber die Ziele und Philosophie der Partei änderten sich mit der Zeit radikal. Während die Anführer ihre Rhetorik auf revolutionären Klassenkampf stützten und viele Ideen aus den Werken von Marx, Lenin und Mao übernahmen, zog der nationalistische Ruf der Partei widersprüchliche Personen an, sodass die Ausrichtung der Organisation nie einheitlich war und es oft zu deutlichen Differenzen zwischen Basis und Führung kam. Ein Teil der Mitglieder wanderte zur Black Liberation Army, einer radikalen Splittergruppe, ab.
https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Panther_Party

Negrismus: Authentisch präkonloniale afrikanische Kultur

Unter Hegemonie (von altgriechisch ἡγεμονία hēgemonía ‚ Heerführung, Hegemonie, Oberbefehl‘; dieses von ἡγεμών hēgemṓn ‚ Führer, Anführer‘)[1] versteht man die Vorherrschaft oder Überlegenheit einer Institution, eines Staates, einer Organisation oder eines ähnlichen Akteurs in politischer, militärischer, wirtschaftlicher, religiöser und/oder kultureller Hinsicht. Gegenüber einem Hegemonen (dem Machthaber in der Hegemonie) haben andere Akteure in einem sozialen System nur eingeschränkte Möglichkeiten, ihre eigenen Vorstellungen und Interessen praktisch durchzusetzen. Die theoretische/juristische Möglichkeit dazu mag zwar gegeben sein, doch die Umsetzung scheitert meist an den Einflussmöglichkeiten und der Übermacht des Hegemons.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hegemonie

5 Kommentare

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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Mike, ich finde Deinen Beitrag hervorragend, sehr gut ausgearbeitet.

Ich fürchte nur, dass genau die, die sich eigentlich damit beschäftigen sollten, weil sie eklatante Wissenslücken haben, sich nicht mit Beiträgen beschäftigen, die ihr Wissen auffrischt und ergänzt.

Diese User dümpeln sehr viel lieber im Halbwissen, weil sie damit auch besser ihre Aggressionen los bekommen.
  • 10.07.2017, 12:47 Uhr
  • 3
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
wize.life-Nutzer
Bei Schülern mag das zutreffen, bei erwachsenen WL-Usern ist das über Jahrzehnte hinweg bereits manifestiert, da kann man auch mit noch so freundlichen Aussagen nichts erreichen.

Die Meisten hier tragen eine dicke Schicht des Ignorierens mit sich, so dass man da herzlich wenig desillusionien kann. Vergiß die Altersstufe nicht, in der sich die meisten befinden.

Gott sei Dank gibt es ja auch User, die sich gerne mit anspruchsvolleren Texten und Themen auseinandersetzen, die waren auch nicht gemeint mit meinem Kommentar.
  • 10.07.2017, 20:20 Uhr
  • 1
"Für Frieden und soz. Gerechtigkeit!
Gegen 2010, und Abbau des Binnenmarktes!
Wissen was läuft:
informieren auf YOUTUBE, oder
www.verfassunggebende-versammlung.com
www.deutsche-mitte.de
Christoph Hörstel - Politik geht anders.
Andreas Popp - satt geht nicht auf die Strasse
Dirk Müller - Mr. Dax
Prof.Heiner Flassbeck- Der € ist nicht Europa
MfG"
  • 11.07.2017, 21:21 Uhr
  • 1
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