wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Stadtmauern

Stadtmauern

02.08.2016, 18:49 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Es gibt Mauern, die sind aus der Mode gekommen. Mark Twain schreibt über Friedhofsmauern: 'Es gibt nicht Nutzloseres! Die drinnen sind, können nicht raus, und die draußen sind, wollen nicht rein.'

Auch Stadtmauern sind außer Mode gekommen. Aber ihr Zweck war früher hochgeschätzt: Schutz vor Feinden. Und wenn die Stadtmauer gut war, musste das Heer unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Irgendwann waren die Stadtmauern den eigenen Bewohnern ein Hindernis. Städte, die rasch wachsen konnten, rissen Türme, Tore und Mauern ein, um breite Straßen zwischen den Vororten und dem Markplatz zu bauen. Nur langsam wachsende Städte erhielten die Mauern und sind dadurch zur Touristen-Attraktion geworden.

Auf unserer Radtour wurden wir an folgenden Mauern nicht zurückgewiesen: Schongau, Nördlingen, Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber.

Schongau liegt auf einem Berg, so dass die Mauern nicht ganz so hoch sein müssen, denn der Angreifer muss von allen Seiten erst nach oben gelangen.

Nördlingen hat seine einzigartige Lage im Ries, alles ist eben. Ein Graben muss die starken und hohen Mauern schützen.

Dinkelsbühl ist am abwechslungsreichsten. Über die Wörnitz kommt man eben in die Stadt. Sicher konnte man früher die Brücken hochklappen. Auf der anderen Seite ist man auf dem Berg und hat ganz andere Mauern und Türme.

In Rothenburg oT gibt es so viel zu sehen, dass die Stadtmauer fast in Vergessenheit gerät. Die Lage hoch oben führte zu einer rasanten Fahrrad-Abfahrt und keiner konnte zurückblicken, bis wir unten an der Tauber waren.

Eine andere Gemeinsamkeit an der Romantischen Straße wären die barocken Kirchen. Davon ein andermal.

CopyLeft by Kistenkater (Rafael)
Erstveröffentlichung

1 Kommentar

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
In Zeiten wie diesen wünscht man sich nicht nur Stadt- sondern Landmauern zurück.
  • 21.03.2017, 17:39 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.