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Traveltrends – So reisen wir morgen

Traveltrends – So reisen wir morgen

wize.life Freizeittipp
24.05.2017, 13:21 Uhr

Nicht nur spezielle Reiseziele sind jedes Jahr besonders angesagt, auch langfristig sind verschiedene neue Trends in der Reisebranche zu beobachten. Hat zuletzt das große Thema Wellness einen festen Platz in der Urlaubswelt gefunden, werden in Zukunft noch mehr spezialisierte Angebote den Markt bestimmen. Auch die Digitalisierung wird die Branche ordentlich aufmischen und neue Möglichkeiten bieten. Ein Einblick in die Reisewelt von Morgen.

Die Reisebranche unterliegt einem stetigen Wandel. Jedes Jahr werden neue Trendreiseziele erkoren und bisher unerschlossene (Urlaubs-) Regionen kommen hinzu. Auch unsere Ansprüche und Erwartungen haben sich verändert. Informationen sind schneller und so gut wie überall auf der Welt per Computer oder Smartphone verfügbar. Dies beeinflusst auch die Art und Weise wie Reisen gebucht oder Details unterwegs organisiert werden können. Zahlreiche neue Entwicklungen sorgen zudem dafür, dass der Urlaub noch individueller und flexibler gestaltet werden kann.

Trends und Themen


Die zunehmende Vernetzung der Welt und die gestiegene Mobilität machen Reisen auch in abgelegene Gebiete immer leichter. Fremde Kulturen sind nur noch einen Katzensprung entfernt. Verschiedene gesellschaftliche Trends spiegeln sich im Sektor des Tourismus wieder. Globalisierung, Urbanisierung, Individualisierung und Digitalisierung sind Stichworte, die auch in der Reisewelt auftauchen und neue Möglichkeiten mit sich bringen.

Urlaub für das schlechte Gewissen - Nachhaltig Reisen
Verschiedene Arten des Tourismus, allen voran die Fernreisen, stehen oftmals in der Kritik, da damit auch negative Auswirkungen verbunden sind. Inzwischen suchen viele nach alternativen Möglichkeiten, die sowohl im ökologischen Bereich als auch unter sozialen Gesichtspunkten nachhaltiger angelegt sind. Nicht nur die Vermeidung von starken Eingriffen in die Umwelt, sondern die Tatsache, dass die ortsansässige Bevölkerung von touristischen Maßnahmen profitieren kann, ist ebenfalls für einige bei der Auswahl ihres Urlaubsangebotes wichtig geworden.
Dabei muss nicht zwangsläufig die Reiselust eingeschränkt werden. Verschiedene Kriterien tragen dazu bei, den eigenen Fußabdruck im Urlaub so klein wie möglich zu halten:
• Ziele in Europa: An- und Abreise auch per Bahn oder Bus möglich.
• All-inclusive-Angebote hinterfragen: Oftmals profitieren hauptsächlich die Reiseveranstalter.
• Unterkünfte nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten auswählen: Zum Beispiel Einfügung in das Landschaftsbild, Verwendung regionaler Produkte und Ressourcen.
• Urlaubsaktivitäten anpassen: Je nach Land und Region bieten sich spezielle Unternehmungen an. Skifahren in den Bergen, Kameltrip in der Wüste – nicht umgekehrt.
• Reiseziel und -dauer: Diese beiden Kriterien sollten in Abhängigkeit voneinander gewählt werden. Eine Fernreise verursacht für einen Kurztrip beispielsweise eine verhältnismäßig hohe Umweltbelastung.

Um den Markt für nachhaltiges Reisen besser beurteilen zu können, sind verschiedene Gütesiegel geschaffen worden. Das CSR-Siegel (Corporate Social Responsibility) etwa beurteilt nicht nur die einzelnen Tourenangebote, sondern beispielsweise auch die Unternehmensstruktur des Reiseveranstalters. Gesellschaftlich verantwortungsvolles Wirtschaften, eine umweltverträgliche An- und Abreise oder auch regionale Wertschöpfung vor Ort sind Kriterien, die dabei in einem umfangreichen Management-Prozess beleuchtet werden. Verschiedene Anbieter haben sich auf nachhaltiges Reisen spezialisiert und stellen interessante Alternativen mit Schwerpunkten auf ökologische und soziale Verträglichkeit zur Verfügung.

Erlebnis- und Themenreisen
Die Reiseveranstalter reagieren auf die zunehmende Nachfrage nach Urlaubsreisen, die ganz auf die persönlichen Wünsche und Interessen zugeschnitten sind. Mit verschiedenen Themenbausteinen ist es hier möglich, für jeden das passende Angebot zu schaffen.

Zu den kulturellen Höhepunkten eines Reiseziels werden vermehrt Erlebniskonzepte oder Ausflugspakete geschaffen, die es dem Urlauber möglich machen, in kurzer Zeit in die fremde Welt einzutauchen. Nicht nur für Liebhaber der Casinokultur kann bei einem der für Spieler populärsten Ziele – nämlich Las Vegas - beispielsweise die bunte Glamourwelt hautnah erlebt werden. Die Stadt strahlt mit ihrer flirrenden Atmosphäre eine ganz eigene Anziehungskraft aus. Auch aus architektonischer Sicht sind die ikonografischen und üppigen Bauten inmitten der Wüste Nevadas ein lohnenswertes Ziel.

Im benachbarten Bundesstaat Kalifornien bietet sich für Technikinteressierte dagegen ein Besuch im Silicon Valley an. Das Tal nahe San Francisco ist weltweites Zentrum für Technologieforschung und -entwicklung und mit einer günstigen Zugverbindung in kurzer Zeit erreichbar. Dort lässt sich beispielweise die Garage besichtigen, in der Bill Hewlett und David Packard ihr Unternehmen gestartet haben. Verschiedene Museen zeigen verschiedene technische Entwicklungen oder physikalische Phänomene.

Wer sich eher für die Flora eines Landes interessiert, kann hingegen verschiedene Parkanlagen oder Naturschutzgebiete besuchen. Auch besonders schöne botanische Gärten finden sich in allen Ecken der Welt. Die besondere Leistung der jeweiligen Reiseunternehmen: Die einzelnen Ausflugspunkte müssen nicht selbst erarbeitet werden. Tiefergehende Informationen sind meist so aufbereitet, dass sie sich von den Urlaubenden gut erschließen lassen. Oftmals ergänzen spezielle Führungen das Angebot oder es werden Einblicke ermöglicht, die als einzelne Privatperson nicht zu realisieren wären.



Jetzt wird’s lecker – Kulinarische Reisen

Beim Thema Urlaub geht es auch um Genuss und das Entdecken fremder Kulturen. Da ist es naheliegend, bei einer Reise den Fokus speziell auf die kulinarischen Freuden zu legen. Und nichts ist besser geeignet, als ein Land über den Weg seiner ganz besonderen Spezialitäten zu erkunden. Oftmals kann auch als Ergänzung zum Strandurlaub oder Städtetrip eine Gourmet-Tour dazu gebucht werden. So ist es möglich, in kompakter Form verschiedene Highlights der jeweiligen Landesküche auszuprobieren und kennenzulernen.

Einerseits kann der Einstieg in eine völlig neue Geschmackswelt einer anderen Kultur im Mittelpunkt stehen oder auch ganz bestimmte Spezialitäten auf einem Trip durch das Urlaubsland verkostet werden. Die kulinarischen Reisen sind dabei so vielfältig, wie die möglichen Ziele:
• Entdecken außergewöhnlicher Nahrungsmittel wie etwa Insekten oder exotischer Zubereitungsarten.
• Weinreisen durch ein bestimmtes Anbaugebiet mit Verkostung der regionalen Tropfen
• Eintauchen in landestypische Essgewohnheiten – beispielsweise die spanische Tapas-Kultur
• Auseinandersetzen mit dem kulturellen Hintergrund von Ernährungsformen wie der vegetarischen Küche in Indien
• Trips zu exklusiven Sternelokalen rund um den Globus
• Selbst die landestypische Küche im Rahmen eines Kochkurses im Urlaub kennenlernen

Reisen 2.0 – Digitale Möglichkeiten


Die zunehmende Digitalisierung und der Ausbau des mobilen Internets haben auch für die Reisebranche ganz neue Möglichkeiten geschaffen. Es ist insgesamt viel einfacher geworden, sich auch unterwegs Informationen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten zu verschaffen oder verschiedene Angebote ohne großen Aufwand per Smartphone dazu- oder umzubuchen.


Auch an Flughäfen werden uns in Zukunft häufiger digitale Techniken begegnen. Australien möchte beispielsweise die langwierigen Passkontrollen abschaffen und stattdessen eine Identitätsprüfung auf Grundlage biometrischer Daten einführen.

Buchen übers Smartphone
Die Buchungsportale der verschiedenen Reiseanbieter können ganz einfach über Handy oder Tablet aufgerufen werden. Dazu ist lediglich eine stabile Verbindung zum Telefonanbieter oder über ein W LAN Netz notwendig. Die Anzahl der Buchungen über Mobilgeräte hat inzwischen stark zugenommen. Laut einer Studie von Google und Ipsos MediaCT wurde 2015 knapp ein Drittel aller Privatreisen über ein Smartphone gebucht. Bei Geschäftsreisen lag der Anteil sogar bei etwas über der Hälfte.

Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Veranstalter und Reiseportale den Buchungsprozess gut an die Anforderungen der kleinen Geräte angepasst haben. Oftmals stehen sogar eigene Apps zur Recherche und Buchung einer Reise zur Verfügung. Informationen zu einer Unterkunft oder einem Flug sind umfassend zu finden und auch das Verfahren beim Bezahlen ist meist übersichtlich und intuitiv verständlich gestaltet.

Dennoch überprüft mehr als die Hälfte der Nutzer den Preis eines Angebots noch einmal auf einem anderen Gerät. Dies ist sogar sinnvoll, wie ein Vergleich von Preisen ergeben hat. Dabei stellte sich heraus, dass ein Buchungsangebot über das Smartphone oftmals teurer angezeigt wurde als vom Desktop Computer aus.

Die Meinung anderer
Ein weiterer Vorteil bei der Auswahl eines Reiseangebots sind die Kundenbewertungen anderer. Sie dienen oftmals als Orientierungshilfe bei der Einschätzung der Qualität von Hotelanlagen oder Pauschalangeboten.

Dennoch sollte klar sein, dass die Hinweise nur als grobe Leitlinie dienen können. In manchen Fällen sind einzelne Kommentare – vor allem positiver Natur – von den Veranstaltern selbst erstellt worden, um sich eine bessere Reputation zu verschaffen. Aber auch negative Äußerungen zur Ausstattung oder Sauberkeit sind mit Vorsicht zu genießen. Sie stellen immer eine subjektive Meinung dar.

Alternative Unterkünfte
Spätestens seitdem es über verschiedene Onlineplattformen wie „airb’n’b“ oder „Couchsurfing“ auch für Privatpersonen möglich geworden ist, ihre Räumlichkeiten an Touristen zu vermieten oder gar kostenlos zur Verfügung zu stellen, hat sich dies als günstige Alternative zu kommerziellen Angeboten herumgesprochen. Auf einem zentralen Marktplatz im Internet können hier einzelne Räume oder auch das komplette eigene Zuhause als Übernachtungsmöglichkeit inseriert werden.


Ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen ist dabei für beide Parteien sehr wichtig. Der Vermieter offeriert seine eigenen vier Wände an fremde Menschen, womit oftmals auch ein Teil der Privatsphäre aufgegeben wird. Die Mieter hingegen sind darauf angewiesen, dass sie die angebotenen Räumlichkeiten auch im entsprechenden Zustand vorfinden. Dabei dienen die Bewertungen früherer Besucher als einzige Orientierung.

Auf der positiven Seite lässt sich verbuchen, dass die privaten Bleiben meist günstiger sind als gewerblich vermietete Hotelzimmer oder Ferienwohnungen. Zudem kann meist die Küche mitbenutzt werden, um sich günstig selbst zu verpflegen. In vielen Fällen befinden sich die Unterkünfte an besonderen Standorten, etwa inmitten von begehrten Szenevierteln oder auch einem ganz abgelegenen Ort in der Natur.

Zudem fällt es in einer privaten Umgebung meist leichter, Einblick in die sozialen Strukturen oder gesellschaftlichen Eigenheiten eines Landes zu bekommen. Abseits der ausgetretenen touristischen Pfade sind ganz eigene individuelle Urlaubserfahrungen möglich. Dabei gibt es oft noch Insidertipps von den jeweiligen Vermietern.


Digitale Bonusprogramme
Der Buchungsprozess über das Internet stellt für viele Veranstalter einen Vorteil dar. Durch die Auflistung in unterschiedlichen Portalen kann durch wenig Aufwand die Reichweite enorm verbessert werden. Die Anbieter versuchen deshalb ihre Kunden beim Buchen per Smartphone oder Tablet mit verschiedenen Bonusprogrammen zu belohnen. Dafür werden vor allem die Plattformen der sozialen Netzwerke genutzt.

Neben den altbekannten Konzepten wie dem Sammeln von Flug- oder Bahnmeilen, versuchen immer mehr Reiseveranstalter oder Hotelketten, ihre Kunden durch verschiedene Vergünstigungen an sich zu binden. Manchmal sind es ganz konkrete Einsparungen, etwa beim erneuten Buchen über ein bestimmtes Unternehmen. In anderen Fällen locken geldwerte Vorteile, wie beispielsweise eine besondere Zimmerausstattung, ein Upgrade bei der Buchungsklasse oder auch ein zusätzlicher Gratisausflug.

Maximale Individualisierung


Pauschalreisen liegen nach wie vor im Trend. Mehrheitlich bevorzugen die Deutschen bereits geplante Urlaubsangebote. Dabei bewegt sich die Branche jedoch weiter weg vom Massentourismus. Durch die individuellen Anpassungsmöglichkeiten lassen sich die modernen Urlaubskonzepte gut auf die gestiegenen Anforderungen der Urlaubshungrigen abstimmen.

Der Gast ist wieder König
Vor allem der Service wird dabei zunehmend wieder großgeschrieben. Kaum ein Volk verreist häufiger als die Deutschen. Die gute Konjunkturlage sorgt zudem dafür, dass hierzulande mehr Geld für den Urlaub ausgegeben wird. Dafür steigen jedoch auch die Ansprüche an eine hochwertige Leistung. Für die Tage der Entspannung und Erholung ist der Wunsch nach Komfort und etwas Luxus so groß wie nie zuvor.


Durch eine Spezialisierung können sich die Veranstalter von anderen abheben und einen eigenen Markt erschließen. Mit zahlreichen komfortablen Möglichkeiten wird es den Kunden dabei leichter gemacht, sich für ein Angebot zu entscheiden. Ein persönlicher Fahrdienst, flexiblere Zeiten für Frühstück oder Abendessen sind Beispiele für individuelle Serviceleistungen für die Urlauber. Zudem sorgt eine umfassende Betreuung vor Ort dafür, auch noch während der Reise zusätzliche Leistungen in Anspruch nehmen zu können oder schnell auf verschiedene unerwartete Entwicklungen zu reagieren.

Letzteres vermittelt vor allem vor dem Hintergrund der politischen Querelen und Konflikten in einigen Zielländern eine gewisse Sicherheit. Dieser Aspekt ist nach einer Umfrage von TUI Deutschland in Zusammenarbeit mit TNS Emnid inzwischen sehr wichtig geworden.

Erwachsenenhotels
Als Reaktion auf die veränderten Gesellschaftsstrukturen mit einem zahlungskräftigen Kundenkreis der sogenannten „Silver Generation“ oder auch kinderlosen Paaren gibt es vermehrt Hotels, die sich auf die Bedürfnisse der Erwachsenen spezialisiert haben.

Ruhe und Entspannung, sowie besondere Angebote im Wellness- oder Fitnessbereich stehen hier oft im Mittelpunkt. Kinder dagegen sind nicht erwünscht. Auch wenn eine derartige Spezialisierung zunächst diskriminierend erscheinen mag, spiegelt es in erster Linie die veränderte Nachfrage wieder. Zudem gibt es im selben Maße auch Angebote von Hotels, die sich ganz der Zielgruppe von Familien mit Kindern verschrieben haben. Die jeweiligen Erwachsenenhotels sehen sich deshalb eher als Pendant zu den familienfreundlichen Unterkünften.


Das kleine Extra obenauf
Die kleinen zubuchbaren Extras sind das gewisse i-Tüpfelchen, welche das Pauschalangebot zur ganz persönlichen Reise werden lässt. Dadurch, dass dafür inzwischen immer mehr verschiedene Programmbausteine entwickelt werden, kann bereits bei der Planung des Urlaubs ein hohes Maß an Individualisierung erzielt werden. Zudem bleiben die Kosten dabei für diese „pauschalen Extras“ in einem gewissen Rahmen.

Der Wunsch nach dem ultimativen, einmaligen Erlebnis lässt sich so auch mit einem eingeschränkten Budget erfüllen. Dabei sind es oftmals Kleinigkeiten, die dem Gast das Gefühl des Besonderen vermitteln. Eine Garantie auf ein Zimmer mit Meerblick oder der verfügbare Ansprechpartner in der eigenen Sprache sind Extras, die zum allgemeinen Wohlbefinden am Reiseort beitragen können.

Privatheit als neuer Luxus
Eine weitere Möglichkeit die Reise zu etwas Besonderem zu machen geht in die Richtung der Exklusivität des Angebots. Immer mehr Personen suchen im Urlaub ein hohes Maß an Privatsphäre. Die Abgeschiedenheit an einem einsamen Strand oder auch allein die Tatsache, nicht als Tourist wahrgenommen zu werden, sorgt oftmals für ein angenehmes Gefühl.

Permanent sorgt die Erweiterung der touristisch erschlossenen Weltkarte dafür, dass auch bisher wenig besuchte Reiseziele gebucht werden können. Manchmal ist es die geringe Nachfrage nach einer bestimmten Destination, die für die gewisse Exklusivität sorgt. Auch eine individuell gestaltete Unterkunft kann den gewissen kleinen Unterschied ausmachen. Wenn sich das Hotelzimmer angenehm vom üblichen Standard abhebt, strahlt dies ebenfalls ein gewisses Maß an Luxus aus.

Besonders günstig sind dabei spezielle Angebote außerhalb der jeweiligen Hauptreisezeit des Urlaubsziels. Abseits des großen Touristenansturms versuchen die Veranstalter, auch in den anderen Monaten, ihre Unterkünfte attraktiv zu machen. Dabei werden oftmals alternative Ausflugsziele angeboten, die einen ganz neuen Aspekt des Reiselandes aufzeigen können.


Personalisierte Reiseerlebnisse
Die individuellen Vorlieben bei der Freizeitgestaltung wollen die heutigen Urlauber auch in ihren Ferien ausleben. Dies geht soweit, dass sich Interessierte zur Planung einer Reise zusammenschließen und gemeinsam die Eckpunkte festlegen. Mit dem ausgearbeiteten Konzept wird anschließend ein Veranstalter gesucht, der die individuellen Urlaubswünsche organisieren und umsetzen kann. Unter dem Stichwort „Trips on Demand“ wurden hierzu bereits Onlineplattformen als Kontaktstelle gegründet.

Aber auch so erweitert sich der Reisemarkt ständig durch zahlreiche Nischenanbieter, die sich auf ausgefallene Urlaubsziele oder ganz individuell zugeschnittene Erlebnispakete spezialisiert haben.

Angebote für die Businessklasse


Neben den individuellen Angeboten für private Urlauber hat sich auch im Bereich der Businessreisen einiges getan. Durch die zunehmende Globalisierung sind hier neue Konzepte nötig geworden, die auf die veränderten Anforderungen zugeschnitten sind. Temporäre Projekte, an denen Fachkräfte aus unterschiedlichen Ländern zusammenarbeiten, erfordern flexible Möglichkeiten der Unterbringung. Aber auch für moderne Fortbildungen sind innovative Lösungen gefragt.

Neue Preiskategorien
Nicht nur bei den Preisklassen der Fluggesellschaften, ebenso für Übernachtungen werden dafür inzwischen neue Kategorien angeboten. Weitere Abstufungen zwischen den etablierten Gruppen der Economy- und Business-Class sorgen für einen erweiterten Spielraum bei den Kosten. So ergibt sich bei Kurzstrecken beispielsweise die Möglichkeit, den Komfort von mehr Beinfreiheit in Anspruch zu nehmen, gleichzeitig aber auf Bordverpflegung zu verzichten.

Dies macht sich direkt beim Preis bemerkbar, was für Unternehmen mit hohen Ausgaben für Geschäftsreisen zunehmend wichtig wird. Die teuren Business-Class Flüge sind bei vielen Firmen dem Sparzwang zum Opfer gefallen. So versuchen die Fluggesellschaften ein Abwandern in die preiswertesten Ränge zu verhindern. „Premium Economy“, „Economy Extra“ oder „Comfort Plus“ heißen die Zwischenklassen, die inzwischen von vielen internationalen Konzernen angeboten werden.

Aber auch für Privatreisende kann sich ein Upgrade in eine der neuen Tarifgruppen lohnen. Vor allem auf Langstreckenflügen können diese Kategorien mit etwas mehr Komfort punkten.


Pad‘ n‘ Breakfast – innovative Geschäftsreisen
Mit innovativen Angeboten versuchen die Reiseveranstalter, auch im Bereich der Geschäftsreisen Fuß zu fassen. Programmpunkte, die bisher in der Verantwortung anderer lagen, werden aufgegriffen und eigene Konzepte dazu entwickelt.

So sind inzwischen eine Vielzahl an Weiterbildungsreisen, internationale Themenworkshops oder Team-Building-Maßnahmen als Komplettpaket über die Veranstalter buchbar. Verschiedene Unternehmen haben sich hier spezialisiert und können mit qualitativ hochwertigen Angeboten aufwarten. Dabei kann die gesamte Organisation mit An- und Abreise, oder auch einem begleitenden Rahmenprogramm mit übernommen werden.

Zudem rüsten sich viele Hotels für die speziellen Anforderungen der Businesskunden weiter aus. Besondere Arbeitsräume mit der notwendigen technischen Ausstattung oder Konferenzräume in verschiedenen Größen erweitern das Angebot für geschäftliche Aufenthalte.

Fazit / Ausblick


Es tut sich was auf dem Reisemarkt. Egal ob wir uns selbst um die Zusammenstellung eines Urlaubs kümmern wollen oder das Reisebüro als kompetenter Ansprechpartner konsultiert wird: Für unsere individuellen Wünsche in den schönsten Tagen des Jahres stehen so viele verschiedene Angebote zur Verfügung wie nie zuvor.

Neu erschlossene Reiseziele und an die persönlichen Bedürfnisse und Ansprüche anpassbare Erlebnisbausteine beleben den Markt und den Wettbewerb. Zahlreiche Veranstalter locken zudem mit Vergünstigungen und Bonusprogrammen. Auch für Geschäftsreisende haben sich die Möglichkeiten und der Service vergrößert.

Das mobile Internet macht dabei wichtige Informationen überall verfügbar und die nächste Buchung ist nur einen Klick weit entfernt. Dies sorgt für ein großes Maß an Flexibilität auch unterwegs. Die Digitalisierung wird auch in Zukunft noch für weitere Änderungen sorgen. Digitale Reisedokumente oder Gesichtserkennungssoftware statt dem Reisepass sind Szenarien, die uns bald erwarten könnten.

Insgesamt ist zu beobachten, dass sich viele eher für mehrere kurze Auszeiten entscheiden, statt den Jahresurlaub an einem großen Stück zu verbringen. Dieser Trend setzt sich vermutlich auch in Zukunft weiter fort. Die technischen Möglichkeiten der virtuellen Realität könnten dabei für kurze Reisen der ganz anderen Art sorgen.


Aus ökologischen Gesichtspunkten wäre es wünschenswert, wenn sich umweltverträglichere Alternativen zum Flugverkehr etablieren würden. Solarbetriebene Flugzeuge beispielsweise könnten zur Reduzierung von schädlichen Emissionen entscheidend beitragen. Britische Entwickler sehen für die Zukunft beispielsweise eine bessere Vernetzung zwischen Schienen- und Flugverkehr, was die Reisezeiten enorm verringern soll.

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