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Klare Ansage! "Striktes Alkoholverbot" bei Fußballspielen

Klare Ansage! "Striktes Alkoholverbot" bei Fußballspielen

News Team
15.06.2016, 14:06 Uhr
Beitrag von News Team

Angesichts der Ausschreitungen bei der Fußball-EM hat der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), ein striktes Alkoholverbot gefordert. „Solche verschärften Maßnahmen vor den Stadien und auch auf dem Weg zum Spielort wären ein wirksames Mittel“, sagte Caffier im Interview der „Welt“. Der Spaß am Spiel sei davon nicht betroffen und „richtige Fans können beim Fußball auf Alkohol auch verzichten“.

Nach den Übergriffen, an denen auch Deutsche beteiligt waren, hält Caffier eine umfassende Aufklärung für notwendig. Im Vorfeld des Turniers seien gegen bekannte Randalierer zum Beispiel Meldeauflagen oder Ausreisesperren verhängt worden. Es stelle sich jetzt die Frage, „wer an den Ausschreitungen in Frankreich beteiligt war und warum derartige Maßnahmen im Vorfeld nicht ergriffen wurden, wenn es sich um uns bekannte Gewalttäter Sport gehandelt hat“, erklärte Caffier.

Der Sprecher der unionsgeführten Innenminister verlangte ein striktes Vorgehen gegen Hooligans: „Wir müssen es schaffen, dass solche Randalierer viel häufiger auch strafrechtlich verurteilt werden“, sagte Caffier. Gleichzeitig wies er auf Fortschritte hin: In Deutschland sei es den Sicherheitsbehörden gemeinsam mit DFB, DFL, Länder- und Bundespolizei gelungen, eine „wenigstens einigermaßen gemeinsam getragene Strategie bei der Prävention und beim Einsatz gegen Hooligans zu erarbeiten“. Die Fußballvereine würden langsam erkennen, dass sie sich nicht nur um das kümmern könnten, was auf dem Platz passiere.

Grundsätzlich spricht sich der Innenminister dafür aus, dass Polizisten weiterhin bei privaten Großveranstaltungen wie Fußballspielen eingesetzt werden. „Auch eine Marathon- oder Konzertveranstaltung bindet viele Polizisten“, sagte Caffier. „Wenn ich so etwas in Rechnung stelle, dann würde es viele Vereine nicht mehr geben.“ Grundsätzlich müssten die Vereine hier mehr Verantwortung übernehmen – „aber die Polizei wird nicht abgezogen“.

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