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Peinlich-Auftritt nach Olympiasieg: Deshalb muss Christoph Harting noch viel ...

Peinlich-Auftritt nach Olympiasieg: Deshalb muss Christoph Harting noch viel lernen

News Team
14.08.2016, 10:22 Uhr
Beitrag von News Team

Immer stand er im Schatten des großen Bruders. Seit Samstag in Christoph Harting - der jüngere Bruder von Robert Harting - Olympiasieger im Diskuswerfen. Als Außenseiter an den Start gegangen schockte er die Konkurrenz und gewann mit persönlicher Bestweite im letzten Versuch Gold vor dem favorisierten Polen Piotr Malachowski.

Was danach folgte, war an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Bei der Siegerehrung hampelte der frisch gebackene Champion herum, Interviews verweigerte er. Auf der verpflichtenden Pressekonferenz gab er an, dass es im völlig egal sei, was die Menschen von ihm halten würden.
Auch einen Besuch im ZDF-TV-Studio lehnt Harting ab. Die ganze PR-Arbeit sei nichts für ihn.

Finanziert mit Steuergeldern

Man kann Hartings Verhalten für cool halten oder sich über eine Ohrfeige für die Presse freuen, aber eines sollte man dennoch im Hinterkopf behalten.

Leistungssportler erhalten Förderung aus staatlichen Geldern, um ihrer Leidenschaft überhaupt nachgehen zu können. Ohne die Unterstützung durch Steuergelder, keine Karriere. Unter diesem Aspekt hätten die Fans zu Hause an den TV-Geräten sicher etwas mehr Respekt verdient gehabt.


Bei aller Freude über die sportliche Leistung gab es selbst Kritik von Sportlerkollegen. Weitspringer Sebastian Bayer postete bei Facebook:

Gold im Diskus ist echt super geil!!! Aber für dieses Verhalten schäme ich mich in Deutschland vor dem TV! Sorry, aber dann würde ich lieber auf diese Medaille verzichten ...


Harting entschuldigt sich

Ob Harting im Nachgang klar wurde, dass sein unsympathisches Auftreten auch potenzielle Sponsoren vergraulen könnte? Oder ob er einen guten Rat von seinem großen Bruder erhalten hat? Gut möglich.

Wenige Stunden später im Deutschen Hause, ruderte der Olympiasieger kleinlaut zurück und stellte sich der "ARD" dann doch:

Wenn ich jemandem auf die Fußstapfen getreten bin, tut es mir leid. Der Sport ist mein Leben, meine Aufgabe, das ist meine Bühne. Die ganze PR-Maschine ist ein anderes Berufsfeld. Da muss ich noch lernen. Soweit bin ich noch nicht.

Hier geht's zum Entschuldigungs-Interview!

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126 Kommentare

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Da gib es nichts, wofür Er sich entschuldigen muß, alles richtig gemacht
Weiter so, das gilt auch für Sportle anderen Nationen!
  • 15.08.2016, 01:34 Uhr
  • 2
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Er hat alles genau richtig gemacht.
  • 14.08.2016, 21:51 Uhr
  • 2
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Hochleistung bringen dann Gold gewinnen freude im überrausch kann er reuhig zeigen.
Peinlich finde ich den rummel der darüber gemacht wird.
  • 14.08.2016, 20:05 Uhr
  • 1
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Olympia ist Politik, dazu werden Sportler benutzt.
In einem Kommentar vorher habe ich geschrieben:
"Eine Persönlichkeit, die nicht kriecht. Und ein guter Sportler."
Wenn er dazu gebracht wird trotzdem zu kriechen, hat er seine Seele verkauft.
  • 14.08.2016, 19:36 Uhr
  • 1
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ich freue mich für ihn...und an alle, die meines, sie hätten anderes reagiert:

bringt so eine Leistung... !!

ein Hochleistungssportler steht unter hohem Leistungsdruck. Gewinnen diese, reagieren sie oft nicht so, wie sie es sonst tun würden. Stress eben... ich fand die Reaktion gar nicht so ungewöhnlich.
  • 14.08.2016, 19:30 Uhr
  • 0
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Eine Persönlichkeit, die nicht kriecht. Und ein guter Sportler.
  • 14.08.2016, 19:18 Uhr
  • 1
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Darüber regt sich mal wieder die Welt auf?
Über einen jungen Mann, der zu Recht überschäumt vor Freude, dass er unerwartet Gold erreicht hat?
Der deshalb auf dem Siegertreppchen ein wenig herum"hampelt", der sich überglücklich im Takt der Nationalhymne wiegt, der vor lauter Glück über das Erreichte nicht weiß, wohin mit seinen Armen und Beinen?

DAS IST ALLES?

Oder ist es eher das beleidigte Leberwurstverhalten der Herren Journalisten von Film und Fernsehen, dass er sie nicht wie gewohnt bedient und ihre Phrasen bestätigt?

  • 14.08.2016, 16:41 Uhr
  • 9
Peinlich finde ich, ist allemal der Medienrummel....die Journalisten die meinen, mit solchen kleingeistigen Beiträgen die Menschen zu unterhalten und merken nicht, wie sie Deutschland mal wieder ins abseits schießen. .
Mir tut der junge Mann nur leid, dessen Freude nun wegen so einem Rummel niedergemacht und getrübt wird!
  • 14.08.2016, 17:15 Uhr
  • 2
hatten eben nix anderes zu tun, als die auseinanderpflücken zu wollen, die eine tolle Leistung erbracht haben.
  • 14.08.2016, 19:30 Uhr
  • 2
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Mir gefällt der junge Mann. Ich finde es auch gut, dass er die Herrschaften Journalisten mal eben nicht bedient. Die sind ja teilweise noch unfairer als SB.
  • 14.08.2016, 16:38 Uhr
  • 7
Treffend gesagt.
  • 14.08.2016, 19:19 Uhr
  • 0
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Er hat sich doch nun entschuldigt. Vielleicht war es auch Unsicherheit von ihm, plötzlich im Mittelpunkt zu stehen und aus dem Schatten seines Bruders herausgetreten zu sein. Kann nicht jeder gleich mit dem Medienrummel umgehen.
  • 14.08.2016, 16:33 Uhr
  • 4
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das ist mal wieder typisch deutsch-diese perfekte Erwartungshaltung mit der man meint, sich nach außen gut und perfekt darzustellen und zu präsentieren...um der Welt zu zeigen, dass Deutschland sich an Verhaltens-und Benimmregeln hält-und nun freut sich dieser junge Mann so sehr über seinen unerwarteten Erfolg den er sich verdient hat, vergisst einfach in seinem Glücksgefühl was "wirklich" von ihm erwartet wird und schon stürzen sich die Medienhyänen auf ihn anstatt vielleicht mal lächelnd und mit Freude darüber zu schreiben, dass Deutschland wunderbare junge Sportler und Menschen hat mit Fehlern, Ecken und Kanten!....
  • 14.08.2016, 16:32 Uhr
  • 6
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