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Vorsicht vor riesiger Betrugswelle: So erkennen Sie gefährliche Emails!

Vorsicht vor riesiger Betrugswelle: So erkennen Sie gefährliche Emails!

News Team
05.02.2017, 15:38 Uhr
Beitrag von News Team

Eine Rechnung der Deutschen Telekom oder von den Mobilfunkanbietern O2 und Vodafone landet im Postfach. Jedenfalls sieht es auf den ersten Blick so aus. Darin heißt es zum Beispiel: „Guten Tag, Ihre aktuelle Rechnung steht für Sie als PDF bereit." Zu zahlende Summe: einige hundert Euro. Wer das angehängte Dokument öffnet – und sei es auch nur vor Schreck über die hohe Summe -, infiziert seinen Computer mit Schadsoftware. Solche Phishing-Attacken funktionieren nicht nur mit PDFs, sondern auch mit ZIP-Archiven oder andere Dateitypen.

Die Masche der Betrüger ist immer die Gleiche: Ein vermeintlich seriöser Absender sendet eine Nachricht mit einem alarmierenden Inhalt. Etwa eine angebliche Rechnung mit hoher Summe. Oder aber mit einem Sicherheitshinweis: Das Kundenkonto sei nicht mehr sicher, der Nutzer solle unbedingt auf den untenstehenden Link klicken und seine Daten neu eingeben. Manchmal werden User aufgefordert, Rechnungen herunterzuladen oder gesperrte Konten wieder freizugeben. Die Betrüger sind kreativ: In einigen Phishing-Mails bekommen Empfänger angeblich eine Auflistung von Waren, die sie bestellt haben sollen.


Computer wird mit Viren verseucht

Egal ob Datei im Anhang oder Aufforderung, einem Link zu folgen: Mit dem Öffnen eines Anhangs oder einer Webseite holt Ihr Euch bösartige Software auf den eigenen Rechner, ohne dass Ihr es bemerkt. Entweder versuchen die Cyber-Kriminellen, Eure persönlichen Daten wie PINS und Passwörter abzugreifen, oder sie verseuchen den Computer mit Viren, Trojanern und anderer Malware.

Solche Mails werden derzeit besonders häufig verschickt, warnen die Webseite „Spam-Info“ und Verbraucherschützer. Zu den angeblichen Absendern gehören neben Telekom, Vodafone und O2 auch der Software-Hersteller Adobe, der DiBa, Amazon, 1&1, PayPal, Mastercard sowie Volks- und Postbank. Besonders fies: Die Betrüger werden immer geschickter. Sie imitieren das Original-Design von Banken und Firmen, so dass man genau hinsehen muss, um die Fälschung zu entlarven.


Aber wie erkennt man eine Phishing-Mail?

  • Das Wichtigste: genau hinschauen. Banken oder Firmen verschicken Mahnungen niemals per E-Mail, sondern mit der Post.
  • Ihr werden von diesen Unternehmen auch niemals per E-Mail aufgefordert werden, Eure Daten neu einzugeben. Wenn Ihr nicht sicher seid, fragt entweder bei der Firma nach. Oder ruft die Webseite des Unternehmens direkt auf, ohne auf den Link zu klicken, und schaut in Eurem Kundenkonto nach, ob es dort einen Hinweis auf Unregelmäßigkeiten gibt.
  • Achtet darauf, an welche E-Mailadresse die Mail ging. Habt Ihr bei Amazon eine GMX-Adresse hinterlegt, aber eine angebliche Amazon-Mail ging an Eure Gmail-Adresse? Dann stimmt etwas nicht.
  • Achtet genau auf den Absender und seine E-Mailadresse. Passen sie nicht zur Firma oder sind sie nicht plausibel, handelt es mit Sicherheit um Betrug. Zwar steht vielleicht PayPal oder Deutsche Telekom als Absender in der Mail. Aber wenn Ihr Euch die Details anzeigen lasst, seht Ihr die ganze E-Mail-Adresse.
  • Seriöse Firmen schreiben nicht „Guten Tag“, sondern sprechen den Kunden fast immer mit seinem Namen an.
  • Stutzig solltet Ihr auch werden, wenn Ihr per E-Mail aufgefordert werden, umgehend zu handeln, erst Recht, wenn eine Drohung folgt, dass sonst das Konto gesperrt wird. Seriöse Firmen gehen so nicht vor.
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler deuten ebenfalls auf einen unseriösen Absender hin.

Und wenn der Rechner infiziert ist?

Habt Ihr eine Phishing-Mail entdeckt, solltet ihr diese sofort löschen. Wenn Ihr nur den Text gelesen habt, ist noch nichts passiert – in die Falle getappt seid Ihr erst, wenn Ihr Anhänge öffnet oder auf Links klickt.

Habt Ihr doch einmal nicht aufgepasst oder seid unsicher, ob Euer Rechner infiziert ist, prüft ihn mit einem Virenschutzprogramm. Zur Sicherheit solltet Ihr auch die Webseite botfrei.de des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft besuchen. Dort findet Ihr Online-Scanner, die den Computer nach Schädlingen durchsuchen und Hinweise zur Entfernung geben.

16 Kommentare

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ich hab so ein Fach gar nicht... ich will auch keines
  • 10.02.2017, 14:57 Uhr
  • 0
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Aber zur Ergänzung, viele, auch Telekom, z.B. senden ihre Rechnungen per E-Mail. Online-Käufe und online-Auktionen werden nur online abgewickelt. Man muss also wirklich sehr vorsichtig sein, was man eventuell an Anhängen an oder Links in den E-Mails öffnet. Ich hab da bisher immer den richtige Riecher gehabt, aber leicht kann es auch mal schief gehen. Besonders wenn man es mal eilig hat.
  • 07.02.2017, 14:41 Uhr
  • 2
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Da hilft auch kein Antivirenprogramm. Ich hatte so eine Mail mit ZIP-Anhang, angeblich von einem Bezahldienst von E-Bay, bekommen. Die Mail war sogar im E-Bay-Ordner gelandet und nicht bei SPAM oder unbekannt. Da ich aber dort nichts offen hatte, hab ich schon deshalb nach der Empfängermail geschaut und nach dem Absender, ohne den Anhang überhaupt nur anzurühren. Im Absender auch E-Bay, aber als Empfängert eine E-Mail-Adresse, unter der ich nicht bei E-Bay registriert bin. Also war da schon alles klar. Erschreckend aber für mich waren die in der Mail angegebenen Daten über mich, was denen alles bekannt war. Ich hab die Mail an Sicherheitsdienst von E-Bay, an meinen E.Mail-Dienst und an meinen Anwalt weitergeleitet. Ich gucke bei allem, was ich so bekomme mit Anhang schon immer erst einmal nach Absender und dann nach dem Empfänger.
  • 07.02.2017, 13:33 Uhr
  • 2
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Ein gutes Antiviren-Programm und gesunde Vorsicht schützt vor solchen Angriffen.
Ich habe diese Mail auch bekommen und Firefox hat micht nicht auf die verseuchte Webseite mit der angeblichen Rechnung gelassen.
Insider wissen, dass O2 die Rechnungen per Post und nicht per Mail verschickt.
  • 07.02.2017, 10:16 Uhr
  • 1
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Wieso wird denn jetzt davor gewarnt Anti-Virus-Programme einzusetzen?
  • 07.02.2017, 09:46 Uhr
  • 1
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Sitzen in eurer Redaktion auch Phisher ? Im obigen Text sind mehrere Grammatikfehler, auch früher sind mir schon welche aufgefallen.
  • 07.02.2017, 09:43 Uhr
  • 2
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@Tünnes....das die Polizei bei Dir vorbei kommt geht aber nicht....Du weißt doch, die sind eh personell unterbesetzt......darum schreiben die Dir ja die Mail... Aber im Ernst, auch ich öffne keine mir suspekt erscheinenden Anhänge....
  • 07.02.2017, 07:09 Uhr
  • 1
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wieder der alte Fall nie !!!!!!! einen Link der angehängt ist öffnen gilt wenn man den Absender nicht wirklich kennt selbst wenn sollte man vorsichtig sein bei jeder Art von Mail. Mail an den Anbieter weiterleiten bzw. dort anrufen ob diese Mail bekannt ist und auch vom Anbieter stammt wenn man sich unsicher ist.
  • 06.02.2017, 20:52 Uhr
  • 1
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Solche Mails landen automatisch in meinem bezahlten Sicherheitsprogramm!
  • 06.02.2017, 17:39 Uhr
  • 1
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Ich bekomme auch ständig solche Mails, Mahnungen von irgendwelchen Anwälten, Telefongesellschaften, Banken - bei denen ich keine Kundin bin - und grundsätzlich gehe ich NIEMALS über den angegebenen Link auf die Seite, sondern öffne mit einem neuen Tab. Außerdem leite ich den Firmen solche Phishing-Mails weiter. Da gibt es fast überall extra Mailadressen. Anhänge öffne ich grundsätzlich nicht. So kann man sich auch davor schützen. Und falls doch was passiert habe ich eine "Rettungs-CD" von meinem Antivirenprogramm.
  • 06.02.2017, 16:03 Uhr
  • 1
Sehe ich genau so - Neugier schlägt Hirn.
  • 07.02.2017, 10:28 Uhr
  • 0
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