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Ein unglaublicher Energieaufwand

Ein unglaublicher Energieaufwand

Peter Leopold
18.05.2016, 05:20 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Für Viele bedeutet ein soziales Netzwerk einen unglaublichen Energieaufwand. Es muss schon anstrengend sein, sich jeden Tag aufs´s Neue auf seine Rolle zu konzentrieren, die man Anderen gerne vermitteln möchte. Seine Gegner muss man bekämpfen, darf seine Lemminge nicht verärgern und muss dafür sorgen, dass sich auch Unbeteiligte der eigenen Ansicht anschließen - egal wie absurd sie auch sein mag. Und dabei ist der mögliche Gewinn gar nicht so groß.

Es wäre schlecht um unsere Gesellschaft bestellt, wenn man sich ausschließlich grundsätzlich an Anderen orientiert und nicht genügend Likes orgastische Kopfschmerzen verursachen würden. Natürlich sind soziale Netzwerke aus unserem Leben heute nicht mehr weg zu denken, denn sie können auch eine große Bereicherung sein, wenn man das Medium Internet sinnvoll nutzt. Offenbar sind bei Einigen Seniorbook und andere Communities aber auch eine Art Ersatzbefriedigung für das reale Leben, welches nur noch oberflächlich vorhanden ist.

Es bedeutet viel Investition von Energie und Nerven um der Internetwelt zu gefallen und so ist es nicht überraschend, dass unbewusst Charakterzüge sichtbar werden, die man lieber verborgen hätte. Hetzen, stänkern und permanente Angriffe werden als essentielle Eigenschaften sichtbar aber nur selten wird damit wirklich der gewünschte Effekt erreicht: Die ungeteilte Aufmerksamkeit und die Zustimmung der Mehrheit.

Die Frage, die bleibt: Lohnt sich dieser persönliche Aufwand wirklich ? Selbst wenn man nur in einer virtuellen Welt lebt, kann man sich das Leben durchaus einfacher machen und sich mit Dingen beschäftigen, die Einem mehr als einen Wortorgasmus bescheren. Für mich lohnt sich dieser Aufwand wirklich nicht und das reale Leben hat nun einmal einen Stellenwert, der weit über dem liegt, den Einzelne mit ihren Angriffen dem eigenen Leben geben. Wozu also sinnlose Diskussionen?

Damit ist das Ignorieren von bestimmten Nutzern in sozialen Netzwerken eine hervorragende eigene Energiespar-Maßnahme und nebenbei bemerkt: Man muss sich auch im Netz nicht mit Leuten abgeben, die man auch im realen Leben nicht einmal von der Seite ansehen würde. Wie leer muss bei den Betreffenden das Leben sein?

5 Kommentare

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Jedoch ist es nicht so einfach zu erkennen, dass Dein virtuelles Gegenüber vielleicht ein anderes ist, als Du es wahr nimmst.
Weil, es ist so...meist schließt man von sich auf andere:

Ich bin so wie ich bin und verstelle mich nicht...so sind doch bestimmt alle anderen auch...NEIN sind sie nicht, Peter hat es beschrieben
  • 18.05.2016, 09:53 Uhr
  • 2
5♥
  • 18.05.2016, 10:31 Uhr
  • 1
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Peter.. Du hast das sehr gut beschrieben...

ja, auch ich mußte lernen dass man im Internet verkorkste und bissige Menschen, Zicken und Hyänen begegnen kann, auf die man gerne verzichtet und bin heute soweit, dass ich User ignoriere, bevor ich etwas mit ihnen zu tuen hatte, weil mir ganz einfach das Verhalten oder ihr Umgangston hier nicht zusagt.

Allerdings ist für mich Internet kein Ersatz für reales Leben.. es gehört zu meinem Leben dazu, bevorzuge aber trotzdem mein Leben außerhalb vom Internet vorzuziehen.

Die Sonne schaut zwischen den Wolken durch und ich hoffe der Sonnenschein wird sich durchsetzen.

Dir einen schönen Tag
  • 18.05.2016, 09:35 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Dir auch einen schönen Tag
  • 18.05.2016, 09:41 Uhr
  • 1
  • 18.05.2016, 09:43 Uhr
  • 0
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