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In einem SB - Land vor unserer Zeit

In einem SB - Land vor unserer Zeit

Peter Leopold
22.08.2016, 06:41 Uhr
Beitrag von Peter Leopold

Nicht nur die Welt verändert sich mit den Jahren. Auch im kleinen Bereich bemerkt man täglich Veränderungen, die wir je nach Laune als gut oder schlecht definieren. Auch Seniorbook verändert sich mit rasanter Geschwindigkeit und viele Dinge wären hier mit den "Altnutzern" nicht möglich gewesen. Doch in einer Zeit, die so vielen Veränderungen unterworfen ist, kann man einfach stehen bleiben und voller Sehnsucht zurück blicken.

Man muss Veränderungen auch als Chance verstehen, solange sie im akzeptablen Rahmen bleiben. Es wäre früher nur Wenigen in den Sinn gekommen, so etwas wie Online - Hexenprozesse für Nutzer nach dem Muster von Heinrich Himmler zu zu fordern, die nicht so gut ankommen. Stempel drauf - schuldig - Folter ja oder nein. Doch heute werden in sozialen Netzwerken Urteile gefällt, ohne sich überhaupt mit der Materie zu befassen. "Der Rädelsführer wird schon wissen, was er tut."

Will man derartige Veränderungen wirklich ?Ich habe erst vor ein paar Tagen fest gestellt, dass inzwischen viele Nutzer nur noch mitlesen - sich selbst aber kaum noch einbringen, weil sie fürchten, zwischen die Fronten von Strickliesel - Clan und Möchtegern - SS zu geraten. Und wer sich jetzt wundert, warum hier bewusst Begriffe verwendet werden, die an eine tief braune Vergangenheit erinnern, der sollte einmal überlegen, welche Parolen hier teilweise zu lesen sind.

Und es sind nicht etwas die bösen jüngeren Nachzügler, die aus anderen sozialen Netzwerken kommen, sondern alt Eingesessene, welche aus Frust oder immer schon da gewesener Überzeugung Privatkriege anzetteln, die immer weitere Kreise ziehen. Besonders aggressiv wird bei politischen Themen vorgegangen und ich frage mich, warum die Betreffenden ihre zweifelhaften Praktiken nicht dort anbringen, wo sie u.U. auf größere Gegenwehr stoßen würden, aber angebrachter wären: Direkt vor dem Bundestag!

Und dabei ist die Antwort so einfach: Weil sich der Verfassungsschutz und andere regulierende Behörden für diese Gruppen interessieren könnte. Und man will ja relativ gefahrlos seine Gegner attackieren.

Ich lese immer wieder kurze Beiträge von neuen Nutzern, die sich kurz nach der Registrierung sehr erschrocken darüber zeigen, wie der Umgang miteinander tatsächlich ist. Und manchmal kann ich es sogar verstehen, wenn Viele auf diese "Hexenprozesse" gar nicht weiter reagieren und sich statt dessen lieber um die reale Welt kümmern. Die ist zwar nicht friedlicher, aber die Hemmschwelle ist doch noch größer als in einem vermeintlich anonymen Netzwerk.

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich Paten in´s Gemetzel stürzen müssen, um dann am Ende selbst Angriffsziel zu werden. Das würde nur einen Sinn ergeben, wenn Paten einen anderen Nutzer erst einmal ein paar Stunden sperren könnten bis sich die Gemüter etwas abgekühlt haben. Aber dem ist nicht so und die Praxis hat gezeigt, dass sich die Kampfhähne erst einmal verbünden um den "gemeinsamen Feind" los zu werden, damit sie nachher ihre Aktionen fortsetzen können.

Dass ein Pate neutral sein sollte, bedeutet NICHT, dass er keine eigene Meinung haben darf. Das wird gerne als "Argument" verwendet, um Streit zu forcieren. Wie man immer wieder sieht, interessiert so Einige absolut nicht, was "fälschlich vermuteten Ordnungshüter" sagen. Mehr noch: Selbst der Plattform-Betreiber selbst wird zum verbalen Angriffsziel. Unter diesen Umständen muss man sich die Frage stellen, warum sich solche Nutzer nicht einfach wieder löschen. Aber auch darauf gibt es eine einfache Antwort: Sie WOLLEN die Hexenjagd - in der Hoffnung, dass sie nicht selbst zur "gejagten Hexe" werden.

Vielen anderen Nutzern, die irgendwie noch in dem SB - Land vor unserer Zeit leben möchten (was auch seine Berechtigung hat) ziehen sich nur Kopf schüttelnd zurück und so freut es mich doppelt, dass sie sich doch noch hin und wieder melden, wenn es in Beiträgen friedlich zugeht. Damit noch eine friedliche Woche!

12 Kommentare

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Den Humor darf man nicht verlieren, wenn man sich hier zu Wort meldet.
Natürlich darf auch der Respekt vor anderen Nutzern nicht auf der Strecke bleiben. Die Meinungsfreiheit ist in unserem Land noch
gewährleistet und darf nicht kaputt gemacht werden. Wo kämen wir hin,
wenn man nur dem Vergangenen nachtrauert, obwohl manches nicht
unbedingt schlecht war.
Meine Hoffnung geht dahin, dass die Nutzer neutral bleiben und nicht
nur hetzen!
  • 22.08.2016, 10:00 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Ein schöner Wunschtraum. Aber ich fürchte, es bleibt ein Traum...
  • 22.08.2016, 10:05 Uhr
  • 0
Wünsche darf man noch haben und hoffen, dass sie
irgendwann in Erfüllung gehen...
  • 22.08.2016, 10:08 Uhr
  • 0
Peter Leopold
  • 22.08.2016, 10:09 Uhr
  • 0
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Das Recht der Meinungsfreiheit - und somit auch das Recht der Paten und der Betreiber von Sozialen Netzwerken - ist grundgesetzlich wie bei allen anderen Menschen auch im Grundgesetz geschützt und finden ihre Grenzen in den Allgemeinen Gesetzen. daher lassen sich hieraus überhaupt keine Erkenntnisse von Behauptungen ableiten, dass weder der eine noch der andere seine eigene Meinung äußern darf, geschweige denn, eine solche Pflicht des Unterlassens bestünde.

Auch von der Neutralität läßt sich ein solches Recht oder besser eine solche Verpflichtung ableiten.

Es ist allgemein anerkannt, dass der Staat zur Neutralität verpflichtet ist und sich dies in zahlreichen Gesetzen wiederfindet.
Auch sind Personen oder Gruppen zur Neutralität verpflichtet, die einen Sachverhalt von mehreren unterschiedlichen Ansichten und Behauptungen zu beurteilen haben (z. B. Richter, Schiedsgerichte, Schiedsrichter u. ä.).
Allen diesen ist gemein, dass sie sämtliche Argumente und Erklärungen auf dem Tisch liegen haben um sich zunächst selbst ein Urteil und eine Übersicht zu verschaffen und dann quasi Amtes eine Entscheidung zu treffen haben.

Das ist bei einem Betreiber eines Netzwerkes oder einem Paten gar nicht der Fall.

Aus den Begründungen und vorhandenem sonstigen Aufsätzen des Telemediengesetzes - des Gesangbuches oder die Bibel des Betreibers - geht hervor, dass er wie die Post agiert, die wie diese Inhalte - verschlossen oder nicht verschlossen - an andere Empfänger (User) weiterleitet. Er kennt diese Inhalte überhaupt nicht, um sich ein solches umfassendes Urteil bilden zu können.

Daher besteht ja auch ausdrücklich die gesetzliche Freistellung, diese auch nicht überprüfen zu müssen - quasi der Hinweis auf ein Brief- und Postgeheimnis.

Nur wenn er eine Meldung von anderen auf schuldhafte Verstöße erhält, muß er in angemessener Zeit reagieren.

Aus diesen beiden elementaren Grundsätzen heraus ergibt sich weder eine Neutralität noch eine eingeschränkte Meinungsfreiheit.

Ob der Betreiber im Rahmen einer Selbstverpflichtung freiwillig das ein oder andere liest, bleibt ihm überlassen. Es ist eine Frage der Zeit, des Personals und des Geldes, welches ja nie auskömmlich vorhanden ist, da User alles kostenlos genießen wollen.

Daher werde ich es weiter begrüßen, wenn Betreiber oder auch Paten, die in gewissem Umfang eine Hilfe für andere User leisten und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, auch ihre geschätzten Meinungen zu allen Problemen des täglichen Lebens äußern werden und sich daran eine freudige Diskussionskultur im Austausch der verschiedenen Standpunkte entwickelt.
  • 22.08.2016, 09:50 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Genau darin liegt ja auch die Hauptaufgabe. Ich werde mich allerdings nicht als "Exekutionsmittel" für eine rechte Gesinnung missbrauchen lassen. Übrigens...für die andere Seite auch nicht - obwohl gerade DAS ein Vorwurf war - wie immer von bestimmten Grüppchen.
  • 22.08.2016, 09:55 Uhr
  • 0
Sehr richtig...

Jeder kann die ihm zugängliche Notizen lesen, kommentieren, überlesen, melden oder nicht melden - es gelten für alle die gleichen Rechte.

Dabei muß man nochmals betonen, dass für alle persönliche Nachrichten an einen anderen diese auch persönlich bleiben. Wie bei einem Brief die Vertraulichkeit geschützt ist findet dies auch die Anwendung bei diesen Nachrichten nach dem Persönlichkeitsrecht.

Daher auch die AGB, dass nur mit Einwilligung (also vorher) des anderen etwas kopiert und/oder öffentlich eingestellt werden darf. Dies sehe ich sehr oft verletzt.

Man muß sich dann nicht wundern, wenn jemand mal eine Anzeige erstattet.
  • 22.08.2016, 09:56 Uhr
  • 1
Peter Leopold
Hahaha...da scheinen es aber Einige darauf anzulegen...
  • 22.08.2016, 10:07 Uhr
  • 0
Denen ist dann nicht mehr zu helfen.

Man muß ja dabei auch bedenken, dass man jederzeit vom Datenschutzbeauftragten Auskunft erhalten kann, wer was mit meinen Beiträgen gemacht hat. Man bewegt sich da sehr auf ganz dünnem Eis...
  • 22.08.2016, 10:09 Uhr
  • 0
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Wenn ich meine politische Ansicht mitteile, bedeutet es ja nicht, dass ich das mache, weil ich Pate bin.

Man trage es mit Humor: Ein Pate soll seinen Mund halten, damit er neutral bleibt. Und wenn er seine Meinung sagt, dann behauptet eine gewisse Gruppe, er hetzt, denn eine andere Meinung wollen diejenigen nicht hören, für die sich der Verfassungsschutz interessiert. Wissen manche überhaupt noch, was sie da schreiben?
  • 22.08.2016, 08:49 Uhr
  • 2
Peter Leopold
Nur oberflächlich... Nachdenken ist da oftmals nicht.
  • 22.08.2016, 08:53 Uhr
  • 0
  • 22.08.2016, 08:54 Uhr
  • 0
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