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Religion und Geschichte

Religion und Geschichte

17.06.2017, 16:21 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ist die Religion nicht ein Produkt der Priester?
Wir nehmen sie einfach so hin, ohne sich darüber Gedanken zu machen.
Unsere europäische Religion hat man einfach als die „christliche Religion“ benannt.
Wenn wir sie kritisch betrachten, müsste sie eigentlich als die „jüdische Religion“ benannt werden.
Mit dieser Religion beschäftigen wir uns mit der Geschichte der Juden die wir Jahrhunderte lang verfolgt haben.
Die Priester geben dafür als Grund: Die Juden hätten Jesus am „Kreuz“ umgebracht. Wenn man die Sache kritisch betrachtet, ist er von den „Hohen*Priestern*“ zu Tode verurteilt worden. Schon die Bezeichnung „Kreuz“ ist in diesem Fall falsch. Es war nur ein Gestell aus einfachen zwei Balken, wobei der Querbalken einfach auf den senkrechten „aufgenagelt“ war.
Den Begriff „Kreuz“ hat man damals lediglich in Verbindung mit der Astronomie gekannt. Ein Sternbild am südlichen Himmel, das „Kreuz des Südens“.
Nach meinen Kenntnissen hat Jesus diese Prozedur überlebt. In einem „Neuen Testament“ steht es auch: „er ist unter seinen Nähsten erschienen, hat ihnen seine Wunden gezeigt, hat sich von ihnen verabschiedet.“
Jesus war ein Rabbi. Ein Rabbi musste eine Familie haben. Er hat gepredigt und war ein Mediziner. Seine Mediziner-Freunde haben ihn nach der Abnahme vom so genannten „Kreuz“ in die Grabstätte der Familie des „Josef von Aritmathea“ gebracht, wo er von ihnen von seinen erlittenen Leiden gepflegt wurde. Pontius Pilatus wurde von „Josef von Aritmathea“ bestochen. Man sagt, man hätte ihm zur Erfrischung einen Schwamm mit Essig gereicht. Doch es war sicher ein medizinisches Betäubungsmittel. Da er auf die Lanzenstiche der Römer nicht mehr reagiert hat, erklärte man ihn für tot. Danach durfte man ihn abnehmen. Das war gegen die Regeln. Normaler Weise hingen die verurteilten wochenlang am „Kreuz“. Jesus war ein Aufständischer gegen die Herrschaft der Römer. Er wollte verhindern dass die Juden den römischen Kaiser als Gott anbeteten. Heutzutage würde man Jesus und seine Anhänger als Terroristen bezeichnen. Das waren sie auch für die * Hohenpriester *. Ihre Herrschaft über das jüdische Volk war vom Wohlwollen der Römer gekennzeichnet.

Saulus, ein Sohn eines reichen Juden aus Taurus in der Türkei, der die römische Staatsbürgerschaft besaß, gelangte einige Jahre nach dem Aufstand der Anhänger Jesu nach Jerusalem um Rabbi zu werden. Die Hohenpriester gewannen ihn zur Verfolgung der Aufständischen. Saulus war sicher ein kluger gut ausgebildeter junger Mann mit Kenntnissen der Kleinasiatischen Völker und Religionen.
Eines Tages besann er sich, er erkannte, dass man als Religionsführer ein geachtetes gut betuchtes Leben führen konnte. Er wechselte die Seiten, wurde aber von den Aufständischen Juden um Petrus nicht akzeptiert. Als Abtrünnigen wollte man ihn steinigen. Als römischer Bürger konnte er, von römischen Soldaten assistiert, Jerusalem verlassen.
Er war Jesus nie begegnet, sammelte aber viele Geschichten über sein wirken.
Als Paulus erhob er Jesus zu seinem Gott. Er verkündete den Nichtjuden den auferstandenen Jesus Christus. Dazu bereiste er den östlichen Mittelmeerraum und gründete dort einige christliche Gemeinden. Durch seine Briefe blieb er mit ihnen in Kontakt. Diese ältesten erhaltenen urchristlichen Schriften bilden einen wesentlichen Teil des späteren NT.

Seit der Aufklärung sehen viele Historiker in Paulus den eigentlichen Gründer des Christentums als eigenständige Religion. Seine Briefe haben Kirchenväter und berühmte christliche Theologen geprägt und damit die europäische Geistesgeschichte stark beeinflusst.

10 Kommentare

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Ja, die Wurzel des christlichen Glaubens ist der jüdische. Jesus wr ja auch Jude. Der Begriff "Kreuz" ist nicht falsch, wenn man die römischen Werke darüber liest.
Wenn durch einen Lanzenstich "Blut und Wasser" aus einer Wunde tritt, dann hat sich das Blut bereits vom Plasma abgesetzt - ziemlich deutliches Todeszeichen. Und da das so deutlich sichtbar war, wurde wahrscheinlich das Herz mit diesem Stich getroffen. Nach der Auferstehung ist er dann nicht nur seinen Nächsten erschienen, sondern über 400 Personen insgesamt.
Saulus kam nicht nach der Kreuzigung Jesu nach Jerusalem, er hat dort ca. 20 Jahre bei Gamaliel studiert. Und zwar vorher! Er war ein hochgebildeter Mann, und er wurde nicht gewonnen, um die Christen, die in den Augen der Juden immer noch Juden mit falscher Lehre waren, nach Jerusalem zu Anhörung zu bringen, sondern wollte es in seinem Eifer. Was ihn dann dazu bewogen hat, Christ zu werden, was ihm Gefängnis, Verfolgung u.s.w. eingebracht hat (von wegen beachtetes gut betuchtes Leben - da hatte er vorher!), war die Tatsache, dass ihm Christus persönlich begegnet ist, wie heute sehr vielen ehemaligen Moslems, mit denen ich sprechen konnte.
Mal ein bisschen genauer nachlesen und weniger frei philosophieren.,....
  • 20.06.2017, 13:44 Uhr
  • 1
Saulus war Jesus nie begegnet. Zu seiner Zeit war Jesus schon in Europa - Asien - oder Afrika unterwegs. Was Paulus niederschrieb war eher das vom Hören und Sagen. Es ist nicht bekannt was man Jesus alles angedichtet hat. Bekanntlich haben die Priester ihren Göttern alles mögliche, gute und ehrenhafte angedichtet. Meistens haben sie einfach Dinge früherer Götter übernommen. (siehe angehängte Bilder)
  • 21.06.2017, 08:53 Uhr
  • 1
Da sagt Saulus was anderes.... Auch heute noch verändern sich Menschen, wenn sie Jesus begegnen, das war bei mir genauso. Paulus hatte sich bei Augenzeugen informiert, was am Anfang nicht so einfach war, immerhin war er der gefürchtetste Verfolger der Christen gewesen.
Da alle historischen Fakten, die Paulus beschreibt, absolut exakt sind, zeigt das etwas über sein Wesen aus. Er hat Dinge sehr klar und systematisch aufgeschrieben, es würde also nicht zu seinem Wesen passen und generell nicht zu der Art, wie in der jüdischen Kultur mit Eigenschaften Gottes umgegangen wird, Dinge zu erfinden.
Das Jesus danach noch irgendwie durch die Lande gezogen ist, ist genauso gut recherchiert wie die Behauptung, dass Saulus erst nach der Kreuzigung nach Jerusalem kam, obwohl er dort schon lange studiert hatte. Bitte keine wilden Spekulationen, sondern auf die historischen Fakten achten!
  • 21.06.2017, 10:39 Uhr
  • 0
Uwe, was meinst Du ganz konkret, wenn du schreibst, Christus sei dir 'begegnet'?
  • 21.06.2017, 12:25 Uhr
  • 1
Indem ich eine lebensverändernde Erfahrung mit ihm gemacht habe. Als überzeugter Atheist und hasserfüllter Mensch, der immer bewaffnet war (2 Mord- und sieben Suizidversuche mit 18 sagen etwas aus) habe ich mal mitgebetet, dass Jesus sich mir so zeigen soll, dass ich es verstehe. Habe ich nur deswegen gemacht, weil dann der schwarze Peter nicht mehr bei mir lag in dem Gespräch. Eine Stunde später haben wir nochmal das Vaterunser zusammen gebetet (meine Intention war, dass es danach was zu essen gab), und ich spürte eine so mächtige Präsenz im Raum, dass ich echt Schiss bekam. Und bei den Worten "Und vergib uns unsere Schuld" war es, als ob mich jemand an Startkstrom anschliesst oder einen Wasserfall durch mich durchlaufen lässt. War mehrere Minuten nicht ansprechbar, und um ne lange Geschichte kurz zu machen: Danach war mein Hass komplett weg, und ich konnte ein komplett neues Leben anfangen. Und ich war währenddessen so von Liebe umgeben, dass es nur die Liebe Jesu sein konnte. Gibt nichts gewaltigeres........
Und das war nur die erste von vielen Gelegenheiten, von denen ich erzählen könnte.
  • 22.06.2017, 16:48 Uhr
  • 1
Vielen Dank, Uwe!
  • 22.06.2017, 16:58 Uhr
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Die anfänge der ? christlichen Religion ? war anfangs positiv zu bewerten (Zusammenhalt). Der Niedergang der Idee hat begonnen als diese Religion durch Kaiser Konstantin zu Staatsreligion erkoren wurde. Ab da ging es nur noch um Macht. Die Menschen wurden gezwungen der Religion beizutreten.
  • 20.06.2017, 09:32 Uhr
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Das ist alles ein bisschen einfach. Richtig ist, dass unter den Anhängern Jesu es auch Widerstandskämpfer gab, allerdings gilt heute, dass die Feindesliebe Jesu und seine Gewaltlosigkeit zum sog. historischen Jesus gehört, da es im Denken seiner Umwelt seinesgleichen nicht gab.
Vom Niedergang der "Idee" sollte man historisch gesehen etwas vorsichtiger sprechen, denn immerhin gab es auch zu jener Zeit, Christen, die sich nicht anpassten. Und Staatsreligion zu sein, war zu jener Zeit etwas sehr natürliches - zur Taufe wurde niemand gezwungen. Es ergab sich häufig, um im Staatsdienst Karriere zu machen. Wir dürfen nicht einfach unser Bild des öffentlichen Dienstes auf die römische Antike projizieren. Es gab andere Maßstabe als bei uns heute. Das wäre unhistorisch und vermittelt auch ein falsches Bild von der damaligen Wirklichkeit.
  • 20.06.2017, 23:34 Uhr
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Ich bin ungläubig, ein Leugner jeder Religion, ... aber wenn ich diesen Text lese, fällt mir voller Entsetzen ein banaler Titel von Johannes Mario Simmel ein:
Mich wundert, dass ich so fröhlich bin.
  • 19.06.2017, 09:12 Uhr
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Ich denke nicht, dass man Jesus heute als Terroristen bezeichnen würde. Er sprach sich für Liebe und Gnade aus, was für viele Menschen in der damaligen eher gnadenlosen Zeit eine Befreiung bedeutete. Nur für die Mächtigen bedeutete dies eine Bedrohung. Sie bezeichneten ihn als Volksverhetzer.
Paulus war deshalb sicher der beste Marketing-Mann für die christliche Sache, weil damals das 'Produkt' auf eine aufnahmebereite Gesellschaft vor allem in Rom traf. Die Gründung der Kirche und ihre Verbündelung mit den Mächtigen der Zeit etablierten dann die christliche Doktrin in ganz Europa.
Karl Marx hat mal gesagt, dass Religion 'das Opium des Volks' ist. Oft wird dies falsch zitiert mit 'Opium für das Volk' und suggeriert, dass Menschen einfach so mit einer Ideologie gefüttert werden können. Ich meine, das Gegenteil ist der Fall. Menschen fangen immer dann an zu glauben, sobald sie nicht wissen oder wissen können.
Das war bis in die Neuzeit der Fall, bis die Naturwissenschaften begannen, uns die Welt zu erklären.
Warum allerdings Menschen heute noch immer an Religionen (Er- und Bekenntnisse von vor 2000 Jahren) glauben, ist teilweise schwer zu erklären. Schließlich kann damit nicht einmal die Existenz oder Nichtexistenz eines Gottes logisch begründet werden. Was ja im Übrigen sowieso nicht möglich ist. Darüber zu diskutieren, ob es Gott gibt, scheint mir also ziemlich überflüssig.
Was den Glauben an die christliche Religion betrifft: Die biblische Geschichte ist eine schöne Geschichte aus einer Zeit, als die Menschen noch vorwiegend Bauern und Viehhalter waren. Moderne, technikaffine und aufgeklärte Menschen sollten sich die Welt mit den aktuellen Erkenntnissen der Naturwissenschaften, den Einsichten der Philosophen und dem Einfühlungsvermögen moderner Künstler, die den Zeitgeist vor ihren Mitmenschen aufnehmen, erklären und sich damit gedanklich auseinandersetzen.
Andrerseits wäre ich sehr dafür, die Werte einer christlichen Gemeinschaft, nämlich Solidarität und Hilfsbereitschaft und Liebe zur und zum Nächsten, zu 'globalisieren' und zunächst mal mindestens hier in Deutschland zu verbreiten. Weder das Drittel Kirchenmitglieder noch das Bekenntnis zum Grundgesetz haben offenbar ausreichend Schubkraft, um eine Spaltung der Gesellschaft in Reiche und Arme, Fremde und Alteingesessene, Mann und Frau usw. aufzuhalten - von der globalen Spaltung ganz zu schweigen.
  • 18.06.2017, 12:26 Uhr
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