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Der Schwanz und seine physikalische Bedeutung

23.08.2016, 20:43 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Er ist nicht vertikal aufgerichtet, sonder nimmt eher eine waagrechte Position ein.
Sein Körpervolumen ist gewaltig. Es füllt fast das Dreifache des Rumpfes aus.
Über seine Masse ist mir nix bekannt.

Die Rede ist von der Libelle Anisoptera , der „Ungleichflüglerin“.

Warum hat diese Libelle einen so starken Schwanz?

Spontan denken wir an einen Hubschrauber. Bei kleineren Typen wirkt ein Rotor, am Schwanzende , stabilisierend. Ohne dieses Gegen-Drehmoment würde sich der Heli wie ein Kreisel drehen.
Es soll jedoch auch Helis geben, die ohne diesen Schwanzpropeller auskommen. Sie verfügen über einen zweiten, horizontalen Rotor. Dieser zweite Rotor erzeugt ein gleichgroßes Gegenmoment und sorgt für Stabilität.

Bei Anisoptera ist es ähnlich. Die vier Flügel neutralisieren das Drehmoment.
Warum nun der Monsterschwanz?
Die Flügelei benötigt Energie. Ihr Körper stellt Energie bereit, die nur teilweise in Bewegungsenergie gewandelt wird. Der Rest ist Verlustenergie – Wärme.
Damit das Biest nicht überhitzt, hat Mutter Natur der Libelle zur Wärmeabfuhr einen Schwanz angebaut.

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3 Kommentare

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Aber inzwischen gibt's ja Quadrocopter, mit deren Flugfähigkeiten kann wohl auch die Libelle kaum mithalten.
  • 23.08.2016, 22:03 Uhr
  • 2
Die Natur bzw. die Evolution agiert fast immer minimalistisch, das heißt: mit dem geringsten Aufwand das bestmögliche Ergebnis erzielen. Warum sollte sie also eine Libelle entwickeln mit vier Flügelpaaren, wenn zwei ihren Zweck genaus so gut erfüllen?
Mit dieser Strategie bringt die Natur es fertig, eine dicke Hummel zu einem flugfähigen Insekt zu machen, etwas, was nach unseren physikalischen Berechnungen eigentlich unmöglich wäre. Wir Menschen werden uns noch sehr anstrengen müssen, wollten wir es der Natur gleichtun.
  • 24.08.2016, 09:51 Uhr
  • 2
Der Natur steht unendlich viel Zeit und Material zur Verfügung.
Deshalb kann nach dem "trail and error"-Verfahren oder der Auslese ein optimales, minimales Ergebnis erzielt werden.

Ich kenne mich mit Aerodynamik nicht so gut aus.
Aber ein math./phys. Modell des Libellenantriebs wäre bestimmt interessant.
  • 24.08.2016, 10:50 Uhr
  • 1
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