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Mein mom Lieblingsautor ist Volker Schwarz.... nicht sehr bekannt..... jedoch amüsante wortwitzige Schreibweise .... kann ich nur empfehlen zum Tränen lachen
Roberto Bolano - 2666 (Fischer Taschenbuch)
Lese ich gerade...und sehe die Welt um mich herum mit anderen Augen.. erschreckend...

Wenn der Strom ausfällt
Michael Tietz’ utopischer Roman „Rattentanz“ entfaltet ein Endzeitszenario im südlichen Schwarzwald

r Artikel von Thomas Neumann

Besprochene Bücher / Literaturhinweise
Über achthundert Seiten sind für einen Roman recht viel, vor allem wenn es sich um einen Debütroman handelt. Man darf also durchaus skeptisch sein. Das Eingangszenario ist relativ einfach und übersichtlich. Der Strom fällt aus und der Leser findet sich mit ungefähr einem Dutzend Protagonisten im südlichen Schwarzwald wieder: „Mit dem letzten Ton des Zeitzeichens schaltete eine unsichtbare Hand am Morgen dieses 23. Mai das Radio ab.“ Um sieben Uhr morgens hört das Leben, wie man es bisher kannte, auf.

Michael Tietz schildert die Chronologie der Katastrophe minutiös, protokolliert die Veränderungen der Menschen und ihrer Umwelt. Seine Stärke ist die detaillierte Beschreibung der Hauptfiguren, die ihm unter der Hand zu Menschen mit Persönlichkeit und Charakter werden, denen man teilnahmsvoll durch das Buch folgen wird. Mehrere geografisch weit auseinander liegende Handlungsstränge durchziehen das Buch und man erhält relativ schnell den Eindruck, dass die Katastrophe eine globale ist. Dabei ist völlig nebensächlich, ob der Computervirus, der den weltweiten Stromausfall verursachte, ein realistisches Gedankenspiel ist oder nicht. Der Leser wird sofort in den Strudel der Entwicklungen, in den schnellen Zerfall der Gesellschaft und der gesellschaftlichen Regeln hineingezogen. Plünderungen, Gewalt, Mord, Überfälle, Hunger, Vergewaltigung – alles gehört schon nach wenigen Tagen zu dem neuen Alltag.

Tietz steht mit seiner negativen Utopie in einer Tradition, die er im Buch selbstredend reflektiert: „‚Ich fühle mich wie in einem schlechten Film‘, sagte Bea beim Aufbruch. ‚Oder einem Buch‘, schloss sich Eisele ihren Gedanken an. ‚So wie in Stephen Kings The Stand. Bloß, dass dort die Menschen durch eine Krankheit fast komplett dahingerafft wurden, alle Technik aber weiter ordentlich funktionierte. Bei uns scheint es genau umgekehrt zu sein!“ Dabei muss ganz deutlich gesagt werden: Tietz braucht den Vergleich mit Stephen Kings Roman „The Stand“ nicht zu scheuen, zumal die Fabel von Kings pseudoreligiösen Erklärungshintergründen erfreulicherweise verschont bleibt. Die detailfreudige Beschreibung des „Alltags unter neuen Bedingungen“ ist es denn auch, die den Leser in seiner eigenen Welt abholt und die Reise in die imaginierte Zukunft möglich macht. Offensichtlich kennt sich der Verfasser mit den beschriebenen Lebenswelten genau aus – was der Darstellung und dem Realismus des Werkes sehr zugute kommt.

Ohne die Handlung nachzuerzählen – man lese selber –, kann man mit wenigen Worten Tietz’ „Rattentanz“ beschreiben: Es ist eine den Leser in den Bann ziehende Geschichte, die die Tradition negativer literarischer Utopien würdig weiterschreibt und auch einen Vergleich mit Frank Schätzings „Schwarm“ nicht scheuen muss. Besser kann man Unterhaltung kaum in Szene setzen und literarisch gestalten. Dabei finden sich immer wieder erkenntnisreiche Textstellen im Roman, die zur Ruhe auffordern. So sinniert Thomas, einer der sympathischen Protagonisten, mit leichten psychischen Defekten „ausgestattet“ und ständig von drei inneren Stimmen geplagt, über die Möglichkeit von Kontemplation im Angesicht von lebensbedrohlichen Gefahren: „Stille kann etwas Wundervolles sein, wenn sie beruhigt und vom Ende einer Bedrohung erzählt, wenn sie tröstend Ängste erstickt und sich wie eine Arznei über die geschundene Seele legt. Dann ist Stille der Rettungsanker.“ Bloß, dass die Gefahr zu diesem Zeitpunkt nicht zu Ende ist, sondern erst beginnt – aber auch diese Geschichte sollte man besser selber lesen.
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Verweigerung Statt lustvoller Liebe herrscht in vielen deutschen Schlafzimmern Frust. Weil die Männer nicht mehr mitspielen. Weil sie nicht mehr ständig alle Register der sexuellen Verführungskunst ziehen wollen oder können. Weil sie nicht länger der Supermann sein wollen, den die Gesellschaft fordert: erfolgreich, stark, schön und allzeit bereit. Mehr und mehr Männer fühlen sich von ihren Frauen, ihrer Arbeits- und Lebenswelt überfordert. Die Konsequenz: Sie verweigern sich im Bett. Mal mit Überarbeitung , mal mit Kopfschmerzen , oft auch ohne Begründung. Sind Sex und Erotik für das starke Geschlecht out, lebt der asketische Typ wieder auf? Diese Fragen beantworten die Interviews in diesem Buch. Über 250 betroffene Männer berichten hier bis in intimste Details. Aus der Analyse verschiedener Verweigerer -Typen kristallisieren sich neue männliche Stärken und Schwächen heraus. Die Forderung der Männergeneration zwischen 25 und 45 ist klar: Hört endlich auf, zuviel von uns zu verlangen. Männer suchen Frauen, die stark genug sind, auch einmal die Verantwortung zu übernehmen. In diesem Buch wird mit Vorurteilen über Männer- und Frauenrollen aufgeräumt. Auf der Suche nach einem neuen Männerbild hat der Autor etwas ganz anderes gefunden: Perspektiven für die Partnerschaft der neunziger Jahre. Männer fühlen sich überfordert: der Abschied vom Bild des omnipotenten Mannes.
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Moin und einen schönen Wochenstart...

Blackout: Ein Totalausfall. Die Energieversorgung gerät aus dem Gleichgewicht und plötzlich ist von jetzt auf gleich der ganze Stromhaushalt in Europa zusammengebrochen. Schlimmer noch, es will einfach nicht gelingen, die Atomkraftwerke, Turbinen und ganzen Stromerzeuger wieder hochzufahren und ans Netz zu bringen.

Niemand glaubt Piero Manzano, als er die Ursache für den plötzlichen Stromausfall herausfindet. Als ehemaliger Hacker und nicht immer vorbildlicher Staatsbürger Italiens, stößt er auf taube Ohren. Doch gerade aufgrund seiner Vergangenheit, ist er mit als Einziges dazu in der Lage, die Zeichen zu lesen und richtig zu deuten. Wird er die Welt rechtzeitig retten können, wenn sie ohne Strom im totalen Chaos versinkt?

Ein Roman, der bestechend gut aufgebaut und gegliedert, für ein flottes Lesetempo sorgt

„Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg schildert ein „Was-wäre-wenn-Szenario“, das mit einem Europa ohne Stromversorgung spielt und das über einen längeren Zeitraum. Dafür verwendet der Autor mehrere Perspektiven, beispielsweise die eines Hackers, der gleichzeitig der Protagonist ist, parallel werden die Bemühungen der Regierungen dargelegt, während (seltener) die Verursacher der Stromkrise aus dem anonymen Raum zu Wort kommen. Das hat zur Folge, dass der Autor seinen LeserInnen einen breiten Rundumblick gewährt, der den Inhalt zum einen stichfester wirken lässt und es zum anderen vereinfacht, sich in die Geschehnisse hineinzufinden, denn so ist ein größeres Identifikationspotenzial vorhanden. Die Verflechtungen der einzelnen Sichtweisen und Charaktere untereinander nimmt mit fortschreitender Handlung zu und wertet das Buch sehr auf, da nicht nur der Stromausfall alleine im Fokus steht, sondern auch den einzelnen Schicksalen eine große Bedeutung zugesprochen wird. Gegliedert ist dieser Roman in Tage, was ebenfalls einen guten Überblick verschafft und dafür Sorge trägt, die Geschehnisse als LeserIn in einem zeitlichen Rahmen einzuordnen.

Durch die ständig wechselnden Perspektiven, die über den ganzen Globus innerhalb Europas verstreut liegen, entsteht – gerade zu Beginn und gen Ende hin – ein unglaubliches Tempo, das die LeserInnen drängt, immer weiter, weiter und weiter zu lesen.

Ebenso dicht und erschreckend realistisch ist das von Marc Elsberg gezeichnete Szenario. Es ist gar nicht so schwer zu erreichen und scheint nach den jüngsten Ereignissen (Fukushima etc.) auch immer weniger abwegig.

Die Auflösung des Romans transportiert eine wertvolle Botschaft und glänzt – abgesehen von dem einen oder anderen überflüssigen Kapitel – auf höchster Ebene.

Das Nachwort des Autors war ebenso gut, wie aufklärend und nötig, um dieses packende und erschreckende Buch verarbeiten zu können und hat mir geholfen, über den einen oder anderen Makel großzügiger hinwegzusehen.






https://de.wikipedia.org/wiki/Blacko...u_sp%C3%A4t
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😂😂Bevor das mit den Neujahrswünschen wieder los geht. ... So ein Blödsinn wie Glück, Erfolg und Zufriedenheit könnt ihr vergessen ! Ich wünsche euch schnelle Autos, guten Sex,10 kg weniger, eine geheime Affäre, Falten vom Lachen, immer perfekte Bräune und strahlend weiße Zähne, coole Jeans mit Taschen voller Geld. Den Rest lassen wir für die Langweiler.😜 In diesem Sinne: Guten Rutsch 🍻🍸🍹💣🎉😉😘😇😇
Kennt jemand schon das neue Buch von Nele Neuhaus?