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Kommentar
Stefan Pfeiffer knöpft sich einen Gaffer vor

Polizist knöpft sich nach Unfall auf A6 Gaffer vor - Geht er damit zu weit? | Kommentar

Von News Team - Mittwoch, 22.05.2019 - 10:29 Uhr

Ein 47-jähriger Lkw-Fahrer ist bei einem entsetzlichen Unfall auf der A6 bei Nürnberg am Dienstagmittag verstorben. Doch von Pietät und Rücksicht mal wieder keine Spur. Vorbeifahrende hielten mit ihren Handykameras voll drauf. Dem Einsatzleiter der Verkehrspolizei, Stefan Pfeiffer, platzte daraufhin der Kragen. Er konfrontierte einige Gaffer sogar mit der Leiche. Gut so! Oder geht das dann doch zu weit?

Ein Kommentar von Christian Böhm.

Als ich von der Aktion gestern hörte, wurden bei mir sofort Erinnerungen an den November 2017 wach. Feuerwehrmann Rudi H. stand an einem regnerischen Tag auf der A3 in Nordbayern. Sein Job war es, nach einem Unfall mit drei Toten das Aufkeimen möglicher Brände zu verhindern. Plötzlich zückten Gaffer an der Unfallstelle ihr Handy und filmten sogar den Abtransport der Leichen. Der Feuerwehrmann richtete kurzentschlossen den Schlauch auf die Voyeure. Damals wurde diskutiert: Darf der das?

Lesen Sie die ganze Geschichte: Ein Herz für Feuerwehrmann Rudi! Der Gaffer-Spritzer darf nicht bestraft werden!

Rechtliche Konsequenzen gab es keine. Feuerwehrmann Rudi erhielt im Gegenteil viel Zuspruch, wurde in den sozialen Netzwerken gefeiert und kurzzeitig selbst zur Marke. Er sprach mit seinem Schlauch im Grunde das aus, was die Mehrheit dachte: Schämt euch!

Jeden Tag haben Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Polizeibeamte den Tod auf Deutschlands Straßen vor Augen. Nichts, was man beim Abendessen mit einem Bier einfach runterspült. Die Bilder verfolgen diese Helden oft ihr Leben lang. Die Anspannung, der Druck gerade vor Ort muss enorm sein.

"Sie wollen tote Menschen sehen?"

Ist es aber nicht gerade so, dass Polizisten diesen Druck aushalten, Frust bei der Arbeit runterschlucken, ihrem Ärger kein Ventil bieten dürfen? Ja! Gerade von diesen Beamten erwarten wir Besonnenheit. Wenn nicht sie, wer dann? War das Verhalten von Einsatzleiter Pfeiffer deswegen falsch? Nein!

War das Verhalten des Einsatzleiters Ihrer Ansicht nach korrekt?

Ja, endlich hat mal einen diesen Gaffern den Marsch geblasen
94.4 %
Nein, Polizisten müssen in jeder Situation ruhig bleiben
5.6 %
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Wer, wenn nicht Polizisten sollen denn durchgreifen, für Recht und Ordnung sorgen? Und bei so viel Unrecht und offenbar auch Dummheit und Ignoranz darf die Stimme des Gesetzes ruhig mal etwas rauer und im Ton ruppiger werden. Pfeifer schrie die Gaffer an und forderte sie auf, auszusteigen und mit ihm zur Leiche zu gehen. "Sie wollen tote Menschen sehen? Fotos machen?", brüllte der Polizist. "Schämen sollten Sie sich!"

Dem ist nichts hinzuzufügen.

IM VIDEO | So platzte dem Polizisten der Kragen

15 Kommentare

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Der Beamte Stefan Pfeiffer hat meinen vollsten Respekt! Da sollen einem mal nicht die Gäule durchgehen, bei soviel Respektlosigkeit und mangelnder Pietät. Die Strafe von 128,50 ist m.e. viel zu niedrig.
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Richtig so, die Polizei müßte viel öfter so hart durch greifen !!! Genau so wie bei illegalen Autorennen viel härter durchgegriffen werden müßte !!!
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Alle Besitzer einer Fahrerlaubnis, welche als Gaffer und Blockierer einer Rettungsgasse erwischt werden, sollte die Fahrerlaubnis entzogen und sie zusätzlich zur MPU beordert werden!
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Der Polizist muß ruhig bleiben, er darf den Toten nicht zur Schau stellen. Der Tote hat genau so das Grundrecht der Unverletzlichkeit wie jeder Lebende. Allerdings bin auch ich dafür, daß Gaffer eine sehr hohe Strafe bekommen sollten. Aber eine Selbstjustiz darf auf keinen Fall durchgeführt werden.
Selbstjustiz darf nicht sein, da geb ich Dir recht.
Aber Polizisten sind auch nur Menschen. Und wenn diese Polizisten andauernd mit solchen Dingen zu tun haben, wie den Gaffern, dann verstehe ich eine solche Reaktion.
Und noch etwas. Ich finde die Strafen sind in diesen Fällen viel zu gering.
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ich finde es gut......diese Gaffer müssen höher bestraft werden.....und auch die, die Rettungsgassen blockieren.....
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
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Ich verstehe nicht wieso die Menschen so pietätlos sind. Nicht nur bei Verunfallten sondern auch bei denen die keine Rettungsgasse frei machen bzw. Sanitäter und Notärzte angreifen.Welche Strafen ich für diese Leute vorschlage, behalte ich lieber für mich. Das gillt aber auch für die Raser die Wettfahrten machen, keine Entschuldigung sind Alk, Drogen und ohne Fahrerlaubnis.....ich wüsste schon Strafen.....
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Finde solches Verhalten pietätlos.
Die Polizei sollte da viel öfters hart durchgreifen.
Handy während der Autofahrt wird viel zu wenig geandet.
Teure Autos haben und keine Freisprechanlage sich mehr leisten können.
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Ich hätte genauso gehandelt und dagegen müsste noch viel mehr getan werden.
Da hast Du vollkommen recht . Unerhört mit dem Handy dann noch Fotos zu machen. Jeder der sowas macht müßte eine saftige Geldstrafe bekommen.
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Das war absolut richtig diesen Gaffer zu bitten sich den/die toten aus unmittelbarer Nähe anzusehen, als nur aus der Distanz heraus zu fotografieren.
Die Srafen sind ganz einfach zu milde,die müssen richtig weh tun.
Ab 5000,- € aufwärts und die Beerdigungskosten noch oben drauf.
Und 10 Mal so hoch müssten die Strafen sein für diejenigen, die Rettungsdienste behindern oder auch noch handgreiflich angehen.
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Richtig so,wie pervers muß man sein,das man Verkehrstote noch fotografiert ! Die Polizei müßte gegen diese Gaffer..Perverslinge viel härter durchgreifen.Sehr beschämend,was es für Menschen gibt,die einen Toten noch fotografieren !!
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