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Schöne neue Welt - Wind, Sonne, Wasserstoff. Sieht aus wie im Bilderbuch. Ab ...

Sind die deutschen Autobauer eigentlich zu behäbig oder nur clever?

Muss sich die deutsche Automobilindustrie eigentlich schneller umstellen und ihr Geschäft mit Verbrennungsmotoren dramatisch in Frage stellen und ganz auf Elektromobilität setzen oder reicht ein "weiter so" mit Verbesserungen der herkömmlichen Technik?

Jetzt, da Toyota und Hyundai angekündigt haben, im nächsten Jahr Elektroautos mit Brennstoffzellenantrieb anzubieten, reagiert Europas größter Automobilkonzern, Volkswagen (der sich ja eigentlich anschickt, Weltmarktführer Toyota vom Thron zu stoßen) hektisch und erklärt in einem eilends anberaumten Workshop der internationalen Presse: „Brennstoffzelle können wir auch.“ Aha aufatmen. Aber auf Nachfrage sagt Audi Forschungsvorstand Ulrich Hackenberg, „aber wir führen sie nicht ein“.

Alles nur Show und ab ins Museum?

Nun, erst haben sich die stolzen deutschen Automobilingenieure von Toyota und Honda vorführen lassen müssen, dass Hybridmodelle - also Autos, die neben einem herkömmlichen Verbrenner auch über einen Elektroantrieb verfügen -, sehr gut geeignet sind, Sprit zu sparen und die CO2-Bilanzen aufzubessern. Erkannt, getan. Jetzt werden Plugin-Hybride angeboten, die zudem den Vorteil haben, mit noch weniger Verbrauch, sprich CO2, amtlich zugelassen zu werden, da ihre Batterien an der Steckdose aufgeladen werden können und der Strom als „lokal emissionsfrei“ behandelt wird du Co2 beim Antrieb nicht freigesetzt wird.

Warum nicht in Wasserstoff und Brennstoffzelle investieren?


Wie die Geschichte vom Hase und Igel hat nun Toyota wieder die Nase vorn. Batterien, die den Strom speichern sind keine Lösung und fossile Brennstoffe wie Benzin und Diesel auch nicht. Da erwacht die Brennstoffzelle wieder aus dem Dornröschenschlaf, in den sie zum Beispiel Mercedes geschickt hat und jetzt mit neuer Partnerschaft wieder aufwecken will.

Nur keine Experimente - is das richtig?


Aber eigentlich hat sich die deutsche Automobilindustrie darauf verständigt abzuwarten. Schließlich verkauft sich Made in Germany überall in der Welt gut. „Nur keine Experimente“, das erinnert doch sehr an die fünfziger und sechziger Jahre. Auch gilt es das Potential der Hubkolbenmotoren weiter auszuschöpfen. Denn diese weit über hundert Jahre alte Technik kann weiter optimiert werden und so lange nicht fossile Antriebe gesetzlich nicht verboten werden, sind die herkömmlichen Treibstoffe doch eher preiswert, vor allem wenn man die rund 80 Cent Steuer pro Liter abzieht. Und am Mangel an Öl wird das Ölzeitalter sicherlich nicht enden.

Wer zu früh kommt, den bestraft der Markt?


Und außerdem erleidet Opel nicht mit einem „Ampera“ wegen mangelnder Verkäufe Schiffbruch und denkt über eine Einstellung nach? Auch sind von den anderen Anbietern kleiner, rein batterie-elektrischer Fahrzeuge wie Mitsubishi Kooperation mit Peugeot, Citroen, keine Erfolge zu vermelden. Lediglich Tesla und BMW mit i 3 und i8 scheinen zufrieden zu sein, auch wenn sie eine ganz andere Klientel bedienen, die meist über mehrere Automobile verfügt samt Garagenplatz mit Steckdose.

Da sind elektrische Energie und der Energieträger Wasserstoff noch weit entfernt. Und keiner glaube, dass der Staat bei wegbrechenden Mineralölsteuereinnahmen nicht einen Ausgleich findet.

Ihre Meinung ist gefragt:

*Ist es richtig, jetzt mit der Wasserstoffwirtschaft zu beginnen und Brennstoffzellenfahrzeuge anzubieten?

*Oder sind Hybrid- und Plugin-Fahrzeuge die bessere Lösung?

*Oder sollte die Revolution verschoben werden und die bestehende Technik mit Otto- und Dieselmotor weiter ausgereizt werden?

1 Kommentar

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Von der Technik habe ich so gut wie gar keine Ahnung. Aber weiß ich ganz sicher: Die Autoindustrie muss gucken, dass sie in die Pötte kommt. Es muss eine befriedigende Technologie her, die vielen Anforderungen gerecht wird. Die 'Tankzeiten' müssen kurz und effizient sein, am besten läd das Fahrzeug während des Fahrens wieder auf und es braucht flächendeckend 'Zapfsäulen' für was auch immer. Alles was mit Gas und Wasserstoff zu tun hat, macht mir ein mulmiges Gefühl, was unbedgründet sein mag. Aber was der Bauer nicht kennt... Nicht dass dann Autos tatsächlich bei Unfall explodieren, wie im Film?
Von großer Bedeutung ist aber auch die Karosse des Fahrzeugs selbst. Was Mom. angeboten wird, eigent sich weder als fahrbarer Untersatz für Handwerker, noch für Menschen mit irgendwelchen 'Behinderungen'. Bequemes Ein- und Aussteigen sind ein Kriterium. Für mich muss ein Fahrzeug im übertragenen Sinne 'Ikea-tauglich' sein. Bei allem Rumprobiere für PKW darf der Blick auf Transportfahrzeuge nicht aus den Augen verloren werden.
Obwohl ich in Richtung Fahrzeugbau zu der ahnungslosen Spezie gehöre, kann ich mir vorstellen, dass in so mancher Schublade ein (fast) perfekter Plan schlummert, um das Fahren insgesamt zu r-evolutionieren. Wünschenswert, diese zum Leben zu erwecken.

Die Steuern des Staates? Mache ich mir keine 'Sorgen'. Dann wird die Maut erhöht, was soll's?
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