Verwechsle niemals Liebe mit Sexualität

Verwechsle niemals Liebe mit Sexualität
Verwechsle niemals Liebe mit SexualitätFoto-Quelle: eigenes Projekt

Liebe ... ja Liebe ist ein so phantastisches Phänomen, das beweist schon die riesige Anzahl von Büchern, die Texte und Zitate, die hier auf wize über sie geschrieben werden. Aber letztendlich hat Jeder sein eigenes Seelenabbild von ihr verinnerlicht.

Mir wird immer wieder signalisiert, dass Liebe auch mit dem Intellekt erfassbar sein soll. Nun, ich kann zwar über Liebe nachdenken, sie sprachlich analysieren, aber mit meinem Verstand ist sie wohl nicht zu erleben. Denn das Denken muss in mir schweigen, damit ich für das geistige Erleben der Liebe Platz habe, denn nur aus meiner Sensitivität erwächst das Gefühl für die Liebe.

Wo Liebe ist, ist Sinn, Glückseligkeit und Frieden.
Wo Liebe ist, ist Wissen und Glaube erforderlich.
Wo Liebe ist, ist Weisheit, Erleuchtung und Sein.
Das Leben erfüllt sich, wenn wir lieben.

Das sind für mich nun keine sentimentale oder romantische Worte, es ist die gelebte Wirklichkeit.

Wenn wir Menschenwesen wirklich glücklich werden wollen und userem Leben Sinn verleihen möchten, kommen wir an der Liebe nicht vorbei. Alles Streben, aller Erfolg, jeder Materialismus ist sinnlos und unbefriedigend, wenn Liebe fehlt. Mein seelisches Wohlbefinden entspringt aus meiner Fähigkeit und der Kunst zu lieben. Ich meine damit, Liebe zu empfinden, zu empfangen und zu schenken, nicht aber die passive Entgegennahme von Liebe und Zuneigung von anderen und dessen Konsum.

Was nützt es mir, wenn ich danach strebe, gut auszusehen, Erfolg zu haben, Besitz und Ansehen zu fördern, um von Anderen bewundert oder geliebt zu werden?

Das würde mich absolut nicht glücklich machen, es vermittelt mir höchstens ein Gefühl von Egostärke, Sicherheit und sicherlich auch von Konsumdenken.

Wenn ich selbst nicht liebe, nützt mir die Liebe des Anderen wenig, denn meine Seele bleibt leer. Sie wird erst reich und erfüllt, wenn ich fähig bin zur Liebe; und was noch wichtiger ist, dass ich mich selbst lieben kann, wie ich bin.

Liebe ist für mich nicht nur auf Sexualität und das andere Geschlecht beschränkt. Das bedeutet, die Fähigkeit zu lieben, ist für mich die Fähigkeit, alles liebend zu erfahren, was mir meine Sinne bewusst vermitteln.

Die Natur mit ihrer gewaltigen Vielfalt, meine Kinder, Menschen, die ich achte und die mir etwas bedeuten, aber auch die Körperlandschaft einer wundervollen Frau. Ich möchte damit sagen, Liebe ist die Konzentration des Lebens, der Lebendigkeit und des Glücks. Das sexuelle Erleben ist ein kleiner, aber bedeutender Teil dieses Glückes.

Würde ich mich zu sehr auf Sexualität fixieren, hätte dies die Bedeutung, dass ich nur einen Bruchteil des Lebens wahrnehme und somit käme diese Vorstellung einer seelischen Verarmung gleich. Ich würde vom Leben enttäuscht sein, genauso wie jeder, der darauf giert, Gegenliebe und Zuwendung zu erfahren.

Es ist für mich von essentieller Bedeutung, dass ein geliebtes Menschenwesen die Einsichtsfähigkeit in der Unterscheidung von Liebe und Sexualität in sich manifestiert hat.

Sexualität ohne Liebe, bedeutet für mich, bloße Triebbefriedigung, die ausschließlich bedürfnisorientiert ist, denn es fehlt das gemeinsam erlebte seelische Glück und eigentlich wird nur die eigene narzisstische Beziehungslosigkeit befriedigt.

Zuerst muss also die Liebe da sein, erst dann wird Sexualität über die Triebe hinaus so phantastisch und seelisch für Beide gleichermaßen lustvoll erfüllend.
Ist aber zuerst die sexuelle Begierde da und die Liebe entwickelt sich nicht, dann sieht man nur die Farbe Rot und nicht ihr ganze Spektrum. Sexualität wird also erst durch die Liebe zu einem unbeschreiblichen Erlebnis, umgangssprachlich ausgedrückt, zu einem echten Hammer!
Ohne Liebe ist der Sex nicht der Rede wert!

Manchmal kann es aber auch sein, dass Liebe und Sex in einer Beziehung, aus welchen Gründen auch immer, zu einem sehr seltenen Ereignis werden. Schlimmer noch, wenn sie mit Bedingungen verknüpft werden. Liebe und Sex als Waffe – keine Seltenheit heutzutage.

Dann sollte es Zeit werden, seine eigene Beziehung zu überprüfen, denn wenn Liebe und Sex zum Geschäft werden, ist man entweder ein „kluger“ Dummkopf oder ist zum Sklaven seiner Beziehung und seiner Gefühle geworden.

Ähnlich verhält es sich, wenn Liebe langsam stirbt. Viele versuchen dann u.a. Rettungsmaßnahmen in Form von Kicks, die durch Pornofilme, Intimpiercings, Sexspielzeug oder auch besondere Ort, wie z.B. Swingerclubs oder auch die Öffentlichkeit, ihren extremen Ausdruck finden. Das ist sogut wie sinnlos und führt langfristig dazu, dass die Kicks immer intensiver werden müssen, damit der Mensch sexuell überhaupt noch etwas spüren kann. Letztendlich führt es in die Katastrophe, indem sich Paare unversöhnlich trennen und damit beginnt meistens auch das Leid der Kinder.

Liebe kann niemals alt werden, sie kann weder konserviert noch irgendwie festgehalten werden, sie fordert immer seelische Frische, muss sich jeden Augenblick wieder neu entfalten. Ähnliche Mechanismen entwickelt auch die Sexualität. Dies fordert von Jedem absolute Aufmerksamkeit und auch geistige Energie.

Nun, wir alle sehnen uns sicherlich nach einer "reifen" Liebe, viele sind gerade deshalb hier bei wize; und wir sind ja auch schon ein bisschen älter. Kompromisse, Abenteuer und Illusionen sollten eigentlich der Vergangenheit angehören. Die Meisten suchen wohl nach einer wahren Liebe, die sie mit dem Partner verbindet und zugleich die nötige Freiheit lässt. Doch immer wieder verfehlen viele das Ziel.

Warum?

Weil sich auch noch in den besten Liebesbeziehungen die Symptome ungesunder Anhängigkeit einschleichen. Das bedeutet, wir orientieren uns - manchmal zwanghaft - am Partner, um unser Verlangen nach Sicherheit, Gefühlswärme, Stärke, Identität, Zugehörigkeit und Sinn zu erfüllen. Das aber ist Liebesabhängigkeit und sie stellt den Versuch dar, die Zügel in den Händen zu behalten. Denn Manche glauben, in dem sie jegliche persönliche Macht preisgeben, verlieren sie ihre eigene Kontrolle auf ihr Leben. Diese Glaubensbrille verursacht einen Teufelskreislauf, aus dem ein Herauskommen kaum möglich ist.

Die selbstlose "altruistische" Liebe brauchen wir nicht erlernen, wir haben sie schon verinnerlicht. Ich denke da an unsere Kinde und an unsere Eltern. Wir besitzen also die geprägte Fähigkeit diese Liebe auch auf andere Menschen auszudehnen zu können, indem wir zumindest, zuerst liebevoll auf sie zugehen. Alles andere wird sich dann fügen.

Liebevolle Grüße

1 Kommentar

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Ich kann leider das nicht in Worte fassen so wie du, dafür erst einmal mein tiefen Respekt.
Du hast die Liebe in Worte gefasst, die ich fühle, gefühlt habe. Die Liebe ist für mich allgegenwärtig, doch sie kann nur sein, weil ich liebe.
Wenn man seinen Seelenpartner gefunden hat, dann erst ist auch die Sexualität eine tief greifende beglückende Sexualität.
Ich bin unendlich dankbar, das ich diese Liebe erfahren durfte.
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