Vernünftig oder nur vernunftbegabt ?

Vernünftig - oder nur vernunftbegabt?


1. In einem psychologischen Experiment mit zwei Personen - nennen wir sie A und B - wurden der Person A hundert Euro gegeben mit folgender Massgabe: A musste die hundert Euro mit B teilen. Wie genau er teilen wollte, blieb ihm überlassen. Er musste B ein Angebot machen. Er konnte B etwa die Hälfte anbieten oder ein Viertel oder auch nur einen einzigen Euro.
War B mit dem Angebot einverstanden, durften sie das Geld behalten. Aber: war B NICHT einverstanden, bekamen BEIDE NICHTS.
Wie sollte sich B nun verhalten, wenn man ihm nur einen einzigen Euro anbot? Vernünftig wäre doch, das Angebot anzunehmen, so hätte er wenigstens den einen Euro bekommen. Die meisten Versuchspersonen lehnten aber so niedrige Angebote ab und bekamen lieber gar nichts. Ist das vernünftig ??

2. Zwei Äffchen lebten in zwei Käfigen nebeneinander. Man brachte ihnen Kunststückchen bei und jedesmal, wenn sie diese richtig ausführten bekamen sie zur Belohnung ein Stückchen Gurke. Beide Äffchen waren zufrieden. Bis der Versuchsleiter eines Tages das erste Äffchen mit einer leckeren Traube statt der Gurke belohnte. Das zweite Äffchen bekam aber weiter ein Gurkenstückchen - und wurde darüber so wütend dass es das Gurkenstückchen aus dem Käfig warf. Ist das vernünftig ??

3. In der Bibel finden wir das Gleichnis vom Weinbauern. Dieser Winzer engagiert sich frühmorgens ein paar Arbeiter, wird mit diesen über die Bezahlung einig, sodass die Leute den ganzen Tag im Weinberg arbeiten. Als er aber sieht, dass es ihnen nicht gelingt, die Arbeit zu vollenden, ruft er eine Stunde vor Feierabend noch weitere Arbeiter hinzu. Und als es ans Bezahlen geht, bekommen diejenigen, die nur eine Stunde gearbeitet haben, genausoviel wie die, die den ganzen Tag gearbeitet haben - worauf letztere böse werden. Obwohl sie doch am Morgen mit dem Lohn für den ganzen Tag einverstanden waren. Ist das vernünftig ??

Die Theologen deuten diese Story so: die erbosten Arbeiter waren nicht etwa gerechtigkeitsliebend sondern sie waren neidisch. Der Winzer (hier als Metapher für Gott) kann schliesslich sein Geld verschenken an wen er will..
Aber ist das Äffchen mit dem Gurkenstückchen auch nur neidisch? Und die Person B, die den einen Euro lieber zurückweist, damit die Person A auch nichts bekommt?

Verführt uns der Neid dazu, etwas wegzuwerfen, nur weil andere etwas Besseres bekommen?

Vernünftig ist das doch nicht, oder?

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11 Kommentare

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Im weiteren Sinne passt dazu, was ich heute aufgeschrieben habe.
Es ist noch nicht so ganz "druckreif" - aber es geht in die Richtung "vernunftbegabt", nicht aber tatsächlich vernünftig:

Der Mensch an sich hat einen Verstand, der ihn (theoretisch) zur Vernunft befähigen könnte.
Der Mensch an sich hat die Fähigkeit, wirkliche Gefühle zu haben.
Und der Mensch hat einen Körper, der ihn befähigt, allerlei nützliche Dinge zu tun.

Aber statt vernünftig zu sein, sind wir lieber gefangen in Illusionen, Vorurteilen, antrainierten Sichtweisen, verheddern uns in Politik, Religion, Philosophie und anderen Unfug - und jede(r) glaubt, im Recht zu sein.
Statt wirkliche Gefühle zu haben, ergehen wir uns in allerlei Formen von Negativiät, Ärger, Neid, Mißgunst, Schadenfreude, Eifersucht, Arroganz, Selbstüberhöhung, Selbstwichtikeit oder billigem Amüsement.

Statt nützliche Dinge zu tun, erfinden wir ein Gerät nach dem anderen, das uns "Arbeit abnimmt", damit wir uns nicht anstrengen müssen. Oder um Arbeitskräfte und Geld einzusparen. Oder damit etwas schneller geht.
Und was tun wir mit der "gewonnenen" Zeit?

Tiere sind Tiere. Sie folgen ihrem Instinkt, ihren Trieben zur Paarungszeit und denken nicht über sich selbst nach.
Wir haben ein mächtiges Werkzeug mitbekommen, um vernünftig miteinander und füreinander und zum Wohle des Planeten und der Natur hier zu leben.
Wir nutzen es aber nicht und sind lieber wie Tiere - wobei wir aber glauben, über ihnen zu stehen und uns durch "Intelligenz" auszuzeichnen..

Es bleibt eigentlich nur eine Schlussfolgerung: Wir sind dumm.

Es sollte aber auch klar sein, dass Dummheit nicht vor ihren Folgen schützt.
Jürgen,

Was sind "wirkliche Gefühle" ??
Gibts auch unwirkliche Gefühle? Oder sind Gefühle von Natur aus nicht immer "unwirklich" also subjektiv?

Warum sind "wirkliche Gefühle" so wichtig für dich ?
Das ist eine gute Frage. Gefühle, in meiner Terminologie eher Emotionen, gibt es in allen Bereichen des menschlichen Funktionierens. Im Körper, in den Gefühlen und auch im Intellekt.
Viele dieser emotionalen Reaktionen auf Eindrücke, von außen und auch von innen, sind angelernt.
Insofern sind sie nicht "echt" - auch wenn sie andererseits natürlich weitreichende Folgen für uns und unsere Umwelt und Mitmenschen haben können. Was die Sache nur schlimmer macht.

Wenn etwa Zorn in unserem emotionalen Funktionieren uns dazu verleitet, jemand anderem Schmerz zuzufügen.
Prinzipiell könnten wir eine Instanz in uns entwickeln oder entwickelt haben, die über dem Zorn steht, so dass der Zorn nicht uns beherrscht, sondern ich den Zorn.
Ähnlich ist es mit Neid, Mißgunst, Selbstmitleid, Furcht usw.
Je nachdem, in welchem Umfeld man aufwächst, lernt man bestimmte Emotionen über sich herrschen zu lassen, einfach weil alle anderen um einen herum es auch tun.
Es spielen viele Faktoren hier eine Rolle.

Echte Gefühle, wie z.B. Trauer, wirkliche Freude, Mitgefühl u.ä. sind nicht angelernt, sondern haben eine natürliche Quelle in uns. Aber auch der Umgang damit sollte gelernt werden.

Es ist nicht ganz einfach, dieses menschliche Funktionieren zu beschreiben und es ist tatsächlich schwierig, hier die Spreu vom Weizen zu trennen.
Möglich wird es eigentlich nur, wenn man anfängt, solchen emotionalen Zuständen nicht die Führung über sich selbst zu gestatten.
Dann entwickelt sich nach und nach ein "Geschmack" dafür, was wirklich ist und was nicht.

Es ist we das Pflegen eines Gartens: wenn man ständig den Blumen, den Kräutern usw. Aufmerksamkeit zukommen lässt und dafür sorgt, dass das "Unkraut" nicht das Schöne und Nützliche überwuchert, dann gedeiht der Garten.
Leider hat "Unkraut" die Eigenart, ohne unser Zutun zu gedeihen und sich auszubreiten. Deshalb ist es so leicht, zu einem "zugewucherten Garten" zu kommen.
Da wir das aber nicht sehen wollen, reden wir uns den zugewucherten Garten schön und schreiben dem Unkraut nützliche Eigenschaften zu, oder sagen einfach "so bin ich eben".

So viel mal dazu an dieser Stelle.

Eine Anekdote aus dem Zen beschreibt die Sache ebenfalls:

Der Schüler fragt seinen Zen-Meister:
"Meister, was unterscheidet uns eigentlich voneinander?"
Der Meister antwortet:
"Ich habe zwei Diener, deren Sklave du noch bist: die Gier und den Zorn."
Jürgen,

Deine Unterscheidung zwischen echten und angelernten Gefühlen scheint mir nicht stichhaltig zu sein.

"Viele dieser emotionalen Reaktionen ... sind angelernt."
"Zorn Neid, Mißgunst, Selbstmitleid, Furcht usw."

"Echte Gefühle, wie z.B. Trauer ... Mitgefühl u.ä. sind nicht angelernt, sondern haben eine natürliche Quelle in uns."

Ich stimme dir zu, wenn du schreibst, dass Trauer und Mitgefühl keine angelernten Gefühle sind sondern auf angeborene Instinkte zurückgehen .
Aber das gilt m.E. auch für Zorn und Furcht.

Menschen sind "Herdentiere" oder Hordentiere. Schon Menschenaffen leben in Gruppen und jedes Gruppenmitglied ist auf die Gruppe angewiesen. Drum ist die Trennung von der Gruppe emotional negativ besetzt - es ist einfach ein Instinkt, der beim Überleben nützlich ist. Traurig sind Menschen, wenn ein Bekannter die Gruppe verlässt (etwa weil er verstorben ist). Traurig ist auch der, der sein gewohntes soziales Umfeld für längere Zeit verlässt, etwa wenn er in eine andere Stadt umzieht.
Mitgefühl (gegenüber Mitgliedern der eigenen Gruppe) sichert den Gruppenzusammenhalt. Es bezieht sich meist nur auf engere Bekannte, was man schon daran sieht, wie grausam wir gegenüber Fremden sein können.
Trauer und Mitgefühl sind also angeborene Instinkte.

Aber auch Zorn und Neid haben eine Funktion innerhalb der Gruppe. Zornig ist der, der die Spielregeln in der Gruppe zu seinem Nachteil verletzt sieht und er ist neidisch auf den Bevorzugten. Ich hab doch ganz oben das Beispiel mit den zwei Äffchen gebracht. Das Äffchen, das nur mit dem Gurkenstückchen belohnt wurde, war zornig und neidisch. Das hat man ihm bestimmt nicht beigebracht: es ist ebenfalls ein angeborener Instinkt, der bei Menschen genauso existiert.

Zu deinem Spruch des Zen-Meisters:

"Ich habe zwei Diener, deren Sklave du noch bist: die Gier und den Zorn"

Gemeint hat der Meister sicherlich NICHT, dass wir gefühllose Maschinen werden sollen. Sondern dass wir AUCH unsere Vernunft gebrauchen sollten - wir sollten uns nicht von Gier und Zorn übermannen lassen. Trotzdem bleiben auch Gier und Zorn Bestandteil unseres Gefühlslebens. Auch sie erfüllen nützliche Funktionen.
Ich stimme weitgehend zu.
Es ist wohl auch mal wieder ein Beispiel für die "babylonische Sprachverwirrung". Wir benutzen Worte, die wir kennen - und doch versteht jeder etwas anderes darunter.

Die Begriffe "echt" oder "unecht" sind möglicherweise irreführend.
Mir geht es um den Umgang mit Emotionen und Eigenschaften (aus denen Emotionen gedeihen können).

Z.B. Neid kann dazu führen, dass ich den Beneideten schlecht mache, gegenüber anderen schlecht über ihn oder sie rede, in mir selbst das Objekt des Neides verunglimpfe, kurz: emotional negativ bin als Opfer des Neids, der in mir die Führung übernommen hat.

So ein Gefühl kann man nicht "wegmachen", aber man kann es lenken.
Wenn es etwa um eine Fertigkeit geht, auf die ich neidisch bin, kann ich mich fragen, was es mir wert wäre, zu können, was jemand anders kann. Wäre ich bereit, Zeit und Mühe zu investieren, um das auch irgendwann zu können?

Oder möchte ein Teil in mir, das nur "einfach so" können, um genauso beliebt zu sein, wie der Beneidete? Also bin ich nicht neidisch, dass da jemand super Gitarre spielen kann, sondern ich bin neidisch, weil der so beliebt ist und/oder damit viel Geld verdient.

Es geht mir darum, mir selbst auf die Spur zu kommen.

Ich ärgere mich über meinen Steuerbescheid. Daran ist nichts zu ändern, der Ärger ist sinnlos, verändert nichts - außer dass er mich unnötig Energie kostet, die ich für besseres nutzen könnte.
Ich kann den Ärger aber umleiten, meine Steuererklärung analysieren, überlegen, ob ich nächstes Jahr anders vorgehen kann, um weniger Steuern zu zahlen. Und wenn nicht, die Kraft aufbringen, es zu akzeptieren anstatt zu lamentieren.

Und: der Mensch ist eben grundsätzlich in der Lage, nicht nur die äußere Welt, sondern auch die innere, unter die Lupe zu nehmen. Ich habe die Macht, auch wenn mir etwas weh tut, "ich" schlechte Laune habe, "ich" mich ärgere oder dergleichen, zu meinen Mitwesen freundlich zu sein anstatt herum zu knurren.

Wenn Geiz eine meiner Eigenschaften ist, kann ich teilen - einfach weil ich es will und ich dem Geiz nicht gestatte, mein Denken und Handeln zu lenken.

Und natürlich geht es nicht darum, zu einer gefühllosen Maschine zu werden.
Wie schon gesagt, Gefühle und Emotionen kann man nicht "wegmachen". Aber man kann sie verändern, transformieren, wenn man so will.
Dazu scheint zunächst einmal enorme Energie nötig zu sein, ein Akt des Willens - und es kann leicht so erscheinen, dass der Energieaufwand in keinem Verhältnis zu irgendeinem möglichen Nutzen steht.

Deshalb versuchen auch nur wenige Menschen, so eine Mühe auf sich zu nehmen. Der Sinn der Sache ist völlig unklar und der Aufwand enorm.

Dennoch werden wir als Menschen, indem wir lebenslänglich erlauben, dass all unsere Emotionen, Launen und Schwächen uns beherrschen, eben unserem Potential nicht gerecht.

Wir hören vielleicht von irgendwelchen Gurus, Heiligen, Mystikern usw. - aber wir kommen dabei nie auf die Idee, dass das eigentlich die normale Entwicklung sein sollte.
Wir sollten unser Leben nicht im Keller verbringen, sondern versuchen, in die oberen Stockwerke zu gelangen.

Dann würden wir wohl auch eher Wege finden, miteinander zu leben, statt Kriege zu führen, Mauern zu bauen und uns gegenseitig unterzubuttern.

Dazu noch eine kleine Anekdote:
zwei buddhistische Mönche (können aber auch andersgläubige gewesen sein...) sind auf einer Wanderung. Sie kommen an einen schmalen Fluss und am Ufer steht eine Frau mit langen traditionellen Kleidern. Sie schaut traurig auf das Wasser.
Einer der Mönche fragt sie, warum sie so traurig schaut.
Sie sagt: "Der Fluss führt gerade so viel Wasser, dass ich nicht hinüber kann, ohne dass meine Kleider nass werden."

Kurzentschlossen nimmt der Mönch die Frau auf seine Arme, trägt sie durch den Fluss und setzt sie am anderen Ufer ab.
Die beiden Mönche wandern schweigend weiter.
Nach ungefähr einer Stunde sagt der zweite Mönch:
"Du weißt schon, dass es uns verboten ist, Wesen des anderen Geschlechts zu berühren?"
Der andere Mönch lacht und antwortet:
"Weißt du, ich habe die Frau getragen und wieder abgesetzt - du aber trägst sie immer noch mit dir herum..."
"Dennoch werden wir als Menschen, indem wir lebenslänglich erlauben, dass all unsere Emotionen, Launen und Schwächen uns beherrschen, eben unserem Potential nicht gerecht."

Das ist ein Plädoyer für die Vernunft.

Leider ist die Vernunft innerhalb der Menschheit nicht besonders weit verbreitet.. Man könnte zuweilen meinen, sie sei nur rudimentär vorhanden.

Bei meinem gestrigen Spaziergang habe ich zwei Hunde beobachtet. Sie waren glücklicherwiese angeleint, trotzdem hatten ihre Halter Mühe, aneinander vorbeizukommen, ohne dass die Tiere übereinander herfielen.

Für Hunde ist das wohl ein normales Verhalten: sie müssen ihr Revier verteidigen, Eindringlinge vertreiben um bei ihrer Jagd ausreichend Nahrung zu finden.

Bei dieser Szene dachte ich unwillkürlich an zwei Staatsoberhäupter, die über strittige Gebiete verhandeln. Es können ja irgendwelche gottverlassenen Inseln sein - trotzdem wird verbissen versucht, sich über den Tisch zu ziehen.

Warum können nicht beide zufrieden sein mit dem, was sie haben? Niemand droht zu verhungern, wenn ein paar Quadratkilometer dem Anderen zufallen...

Aber, wie gesagt: Vernunft ist nur in Ansätzen vorhanden. Sonst wäre das Äffchen ja auch weiter mit dem Gurkenstückchen zufrieden gewesen. Da unterscheiden wir uns nicht stark von den Tieren,
Ja, so ist das wohl.
Und wir werden eben auch nicht zu (liebevoller) Vernunft - bei Vorhandensein aller emotionalen Vielfalt - erzogen.
Oder anders ausgedrückt: wir glauben, vernünftig und intelligent zu sein, im vollen Umfang menschlich.
Und sind dabei doch der instinktiven Intelligenz und dem spontan emotionalen Verhalten von Tieren, speziell Säugetieren, weit näher.

Die Geschichte der Menschheit der letzten paartausend Jahre bietet auch keine Anhaltspunkte, dass sich daran etwas ändern wird.

Ich persönlich finde das schade.
Aber ich sehe natürlich gerade auch an mir selbst, wie schwierig es ist, sich aus diesen Fesseln zu befreien.
Und ich verstehe, dass nur wenige es ernsthaft versuchen.

Klug ist es aber eben trotzdem nicht, solche Möglichkeiten zu ignorieren oder sich ihnen zu verweigern.

Ich bin kein großartig religiöser Mensch, aber ich respektiere die Religionen.
Hier passt wohl recht gut, was Christus sagte:

"Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."
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Schwierige Frage....wen ich B wäre würde ich auch ablehnen, weil 99x mehr ist wirklich nicht gerecht...wer so habgierig ist wie A dem geschiet es nur recht wenn er dann garnichts kriegt
Na ja, Waltraud,

Einen Euro kann man schon mal opfern um einem anderen, den man für ungerecht hält, eins auszuwischen.

Aber nehmen wir mal an, A bekäme eine Million. Und er würde auch 99% für sich behalten wollen, d.h. für B blieben "nur" zehntausend Euro übrig.
Würdest du es nicht für verrückt halten, auf zehntausend Euro zu verzichten, bloss um der Gerechtigkeit willen?

Kann es dir nicht eigentlich piepegal sein, wieviel "A" bekommt?

Angenommen A bekäme elftausend Euro und würde dir zehntausend davon anbieten. Würdest du das auch ablehnen?

Letzendlich kommt es doch nur darauf an, wieviel Geld DU erhältst und nicht darauf, wieviel der "A" für sich behält.

Wärst du nicht freundlich auf das Angebot eingegangen, wenn A dir einen Euro schenken wollte - wenn du gar nicht wüsstest, dass er einen viel größeren Teil für sich behält?

Die theologische Interpretation des biblischen Gleichnisses vom Weinbauern lautet ja auch: die murrenden Arbeiter sind bloss neidisch.

Bist du auch bloss neidisch, weil der "A" mehr bekommt als du?

Ist Neid nicht ein unschöner Charakterzug? Dem man tunlichst nicht folgen sollte??

Also was ist jetzt vernünftiger?
ja so kann man es auch sehen, geb ich dir recht...ich kenne aber mich und ich weis das ich nie neidisch bin, aber sehr grossen gerechtigkeitssinn habe...
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Gute Frage!
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