Alles so günstig oder doch nur Schmuh?

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Alles so günstig oder doch nur Schmu? Zu meinem und vieler anderen Ärger, die Märkte nutzen die neue Umwelthysterie sofort schamlos aus. Durchaus knackige Preiserhöhungen der Supermärkte und Discounter im Jahr 2020. Die Preiskämpfe im deutschen Lebensmittelhandel haben nachgelassen. Verbraucher müssen immer tiefer für ihre Einkäufe in die Tasche greifen. Und bessere Zeiten sind für sie erst einmal nicht in Sicht. Egal ob Milch, Käse, Fleisch, Fisch, Eier oder Obst: Viele Lebensmittel sind in den vergangenen zwölf Monaten deutlich teurer geworden. Der Preisanstieg liegt nach Angaben der Wirtschaftsmagazine bei ehrlichen Rechnungen mit mehr als 30% 5x so hoch wie die allgemeine Inflationsrate. Ein Grund dafür: Die Zeit der großen ehrlichen Rotstift-Aktionen ist vorbei. „Der Preiskampf im deutschen Lebensmittelhandel ist abgeflaut“, Weder die Discounter noch die Supermärkte haben im Moment ein Interesse daran, unnötig preis aggressiv aufzutreten. Waren Preissenkung Runden früher ein Riesenereignis mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen, suche man heute danach vergebens, Die Preissenkungen, die aktuell noch vorgenommen werden, fallen oft nur homöopathisch aus. Die Preiserhöhungen sind dagegen durchaus knackig. So sei etwa Thunfisch zuletzt um 35 Prozent teurer geworden. In den Drogerieketten wurden teilweise die Preise für ganze Artikelgruppen nach oben gesetzt. Das verhindere das Ausweichen der Verbraucher auf andere Artikel. Schokolade in der 87-Gramm-Tafel, Bier in der 0,4-Liter-Flasche und Papiertaschentücher im 9er-Pack: Wer heute im Supermarkt einkauft, muss mehr denn je aufpassen. Denn immer häufiger finden sich in den Regalen statt der vertrauten Packungsgrößen ungewohnte Angebote. Und wie immer zahlt der Verbraucher dabei drauf. Die Methoden bei verdeckten Preiserhöhungen werden immer gewiefter und vielfältiger. Schrumpfprinzip und Mehr-drin-Methode. Neben dem klassischen „Schrumpfprinzip“, bei dem einfach der Packungsinhalt verringert wird, ohne den Preis zu senken, gibt es inzwischen eine Vielzahl anderer Methoden. Besonderer Beliebtheit erfreue dabei seit einiger Zeit der „Mehr-drin-Trick“. Eine größere Füllmenge suggeriert ein Schnäppchen. Dabei übersieht der Verbraucher oft, dass der Preis überproportional gestiegen ist. Das sogenannte „Upsizing“ hat für die Hersteller und den Handel noch einen zweiten Vorteil. Ist die gefürchtete Preisschwelle erst einmal genommen, sind weitere Aufschläge in Zukunft deutlich einfacher, sowie eine Änderung der Rezepturen ins noch billiger noch schlechter, der Verbraucher ist ja eh blöd, sein Geschmack wurde ja durch die Food Designer bewusst zerstört, was heute nicht Mengen von Zucker enthält wird nicht gegessen, selbst die Wurst hat heute einen süßen Nachgeschmack. Aber wer Schokolade mit Chili mag, was soll man da noch geschmacklich kaputt machen, der frisst auch alles andere. Die neue Margarine "Rama Unser Meisterstück" von Upfield. Sie wird im kleineren Becher mit 350 statt 500 Gramm verkauft und ist dadurch bei gleichem Preis bis zu 43 Prozent teurer als andere Aufstriche von Rama. Auch scheint die Rezeptur der Margarine gar nicht so meisterhaft neu zu sein, wie vom Hersteller versprochen. Die 2019 eingeführte Schokolade "Milka Darkmilk" von Mondelez ist nur 85 Gramm schwer, sieht aber aus wie eine Standardtafel mit 100 Gramm. Weil sie nicht weniger kostet, ist die Darkmilk Schokolade bis zu 18 Prozent teurer als viele andere Milka-Schokoladen. Die Angabe zur Füllmenge ist gut versteckt auf der Rückseite der Verpackung. Beim Nudelgericht "Mirácoli" von Mars ist der Käse aus der Packung verschwunden. Doch damit nicht genug, der Hersteller füllt auch noch einen Klecks Tomatensauce sowie eine Prise Würzmischung weniger ab. Verkauft wird das Produkt aber zum alten Preis. Kellogg hat die Füllmenge seiner "Frosties" Cerealien von 375 auf 330 Gramm reduziert. Bei gleichbleibendem Verkaufspreis entspricht das einer versteckten Preiserhöhung von 14 Prozent. Auch andere Cerealien-Produkte sind davon betroffen. Die Größe der Kartons hat sich nicht verändert, sodass nun noch mehr Luft in den übergroßen Umverpackungen steckt.
Der Inhalt des "Bio Direktsaft Karotte" von Hipp in der Einwegglas Flasche schrumpfte von 500 auf 330 Milliliter. Darüber hinaus stieg der Verkaufspreis für das Getränk im Handel zusätzlich an. Unterm Strich führte diese "doppelte Preiserhöhung" zu einem drastischen Preisanstieg von bis zu 115 Prozent. Fleisch durch die Umwelthysterie gleich um 50% teurer und alle Märkte ziehen plötzlich über Nacht das Biofleisch aus dem Hut, schon merkwürdig was man mit Bio alles machen kann, ist doch der Begriff bis zum geht nicht mehr dehnbar. Macht ja nichts, Greti und Pleti glauben ja den Unsinn und zahlen und zahlen, beruhigt ja das Gewissen und da soll noch einer sagen es gibt den geschickt gesteuerten Sündenablass nicht mehr. Tierwohl: alle reden davon, keiner weiß was damit gemeint ist, alle stellen sich vor, nur noch glückliche Kühe, Schweine, Hühner, die sich dann vor lauter Glück auch noch glücklich schlachten lassen, geht’s noch?

4 Kommentare

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Danke für diesen zutreffenden Beitrag und die genaue Analyse der Preisgestaltung.
Die Mehrheit der Verbraucher wird das weiterhin mitmachen.
wize.life-Nutzer
Gern geschehen Irene, hoffen wir nur das mehr Menschen wach werden.
Ich bin schon wach, Klaus, ich hole meine Eier und die Milch direkt vom Bauernhof - alles schön frisch ohne Wachs und ungespritzt. Leider habe ich noch keinen Bauern in meiner Gegend gefunden der noch die Hausschlachtung nach alter Bauernart macht. Es geht doch nichts über einen schönen Schwartenmagen, Grievenwurst oder Leberwurst.
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