Die Grundrente ist Murks

Grundrente ist Murks
Grundrente ist MurksFoto-Quelle: pixabay

Trotz Grundrente werden arme Rentner trotzdem zum Amt gehen müssen, um Grundsicherung zu beantragen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat vergessen, dass Rentner ja auch Kranken- und Pflegebeiträge zahlen müssen, was die Renten mindert. Seine Grundrente ist Murks.

Es ist schon erstaunlich, wie sich ein Gesetzesvorschlag im Parlament so still und heimlich verändert. Das lässt sich am besten anhand der Grundrente beobachten. Was hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil nicht alles versprochen. Beispielsweise, dass ein Rentner mit 35 Beitragsjahren, der unterdurchschnittlich verdient hat, aufgestockt werden soll. Jetzt reichen dafür schon 33 Jahre. Damit soll die „harte Abbruchkante“ vermieden werden. Geringverdiener sollen nach Heils Willen ab 1. Januar 2021 nach 33 Jahren einen Zuschlag bekommen. Davon war anfangs aber nicht die Rede.

Geringverdiener, die ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, sollen nach dem Gesetzesentwurf von 2021 an eine Rente oberhalb der Grundsicherung bekommen. Sie sollen mehr haben als die Grundsicherung, so Heil.

Die Grundrente ist Murks


Und, funktioniert das? Dumm nur, dass das in den meisten Fällen wohl nicht reichen wird. Die Grundrente wird bei vielen unter der Grundsicherung bleiben – und dann müssen sie wieder zum Amt. Finanzmathematiker und Rentenexperte Werner Siepe hat’s für die „Wirtschaftswoche“ ausgerechnet. Heil hat die Kranken- und Pflegeversicherung vergessen. Die Beiträge machen in etwa elf Prozent der Grundrente aus. Anders als bei der Grundrente übernimmt bei der Grundsicherung der Sozialhilfeträger die Kranken- und Pflegebeiträger, so steht’s in § 32 Abs. 1 SGB XII.

Heil wiegelt ab: Über sein Bundesministerium für Arbeit und Soziales lässt er verlauten, Bezieher einer niedrigen Grundrente könnten ja zusätzlich Grundsicherung beziehen. Dann wäre sichergestellt, dass sie in Summe mehr Geld zur Verfügung hätten als ein Grundsicherungsbezieher.

Mehr dazu unter vorunruhestand.de

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