Hüftoperation – die Angst vor Komplikationen ist meistens unbegründet

Hüftoperation – die Angst vor Komplikationen ist meistens unbegründet

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Viele ältere Menschen leiden unter unerträglich starken Schmerzen im Hüftgelenk, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Doch die Ängste vor einer Operation sind groß und sie werden durch Sensationsmeldungen in den Medien weiter geschürt. So quälen sich viele Patienten viel zu lange mit teilweise unnötigen Sorgen, obwohl die Vorteile einer Hüftoperation die Risiken bei weitem überwiegen.

Jede Operation bringt ein gewisses Risiko von Komplikationen mit sich, doch bei den Hüftgelenks-Operationen ist diese Rate vergleichsweise niedrig, die Erfolgsquote dagegen umso höher. Und sie wird durch die zunehmende Erfahrung von Spezialisten auf diesem Gebiet und in der Relation zur Häufigkeit von Hüftoperationen kontinuierlich besser.

Viele Komplikationen können vermieden werden

Zu den häufigsten Komplikationen nach einer Hüftoperation gehört das Auftreten von Infektionen durch Keime. Diese werden durch Bakterien verursacht, die über Haut in den Blutkreislauf gelangen. Daher darf unter keinen Umständen operiert werden, wenn eine akute Infektion besteht. Auch bei Eingriffen in den ersten beiden Jahren nach der Hüftoperation wie zum Beispiel einer Zahnbehandlung ist die vorsorgliche Einnahme von Antibiotika empfehlenswert. Bei allen Verletzungen und Infektionen gilt: Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt, damit es gegebenenfalls gar nicht erst zu einer Verschleppung von Keimen kommt.

Nach einer Hüftoperation müssen sowohl das Hüftgelenk als auch die umgebenden Weichteile wie Muskulatur, Bänder und Sehnen gut trainiert werden, damit die Beweglichkeit so weitgehend wie möglich wieder hergestellt werden kann. Eine übermäßige Belastung der Hüfte sollte jedoch nach der Operation unbedingt vermieden werden. Patienten, die das Hüftgelenk durch zu hohe Leistungsanforderungen an sich selbst überstrapazieren, aber auch solche, die an Übergewicht leiden, haben ein stark erhöhtes Komplikations-Risiko. Eine deutliche Gewichtsreduzierung vor der Hüftoperation verbessert die Chancen auf eine komplikationsfreie Genesung erheblich.

Gangunsicherheit und Sturzgefahr aktiv begegnen

Oft hegen gerade ältere Menschen große Ängste vor einer Hüftoperation aufgrund der zunächst stark erhöhten Gangunsicherheit und der damit verbundenen Sturzgefahr. Doch zum einen ist auch das Laufen unter ständigen Schmerzen mit großen Risiken belastet und zum anderen kann man diese nach der Operation weitgehend minimieren, zum Beispiel durch das Tragen eines stabilisierenden Hüftschutzes. Dieser schützt wirksam vor den möglichen Folgen eines Sturzes und nimmt den Betroffenen so die Ängste, die mit den Bewegungsabläufen im Rahmen von REHA-Maßnahmen oder später mit sportlicher Betätigung einhergehen. Hüft-Patienten können sich so mit einem sicheren Gefühl und ohne Einschränkungen in ihren gewohnten Alltag wieder einfinden. Sie freunden sich meist schon nach kurzer Zeit mit den ganz erheblichen Vorteilen der Hüftoperation an und können die neu gewonnene Lebensqualität endlich schmerzfrei und aktiv genießen.

Hüftoperation - eine Frage des Vertrauens

Generell kann man sagen: Das Risiko von Komplikationen bei einer Hüftoperation hängt von der Erfahrung des Operateurs ab - je größer die Routine des behandelnden Orthopäden, desto besser sind auch die Ergebnisse. Informieren Sie sich also vor einer Hüftoperation unbedingt darüber, ob der Operateur im Hinblick auf den erforderlichen Eingriff über ausreichend Erfahrung verfügt.

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29 Kommentare

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Hab auch eine, keine Probleme, Kniegelenk war schon schlimmer, mit den Schmerzen jedenfalls
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Man sollte bedenken, dass auch Hüft OPs nicht zum Erfolg führen. Mein Arzt sagte damals von 1oo sind 95 erfolgreich. Leider gehörte ich zu dem 5 da die Schmerzen seid 5 Jahren immer noch da sind. Bisher konnte mir keiner helfen.
Danke dir liebe Arwen
ich wurde auch das 1 mal verpatzt, da der operateur zu wenig erfahrung hatte.
beim 2 mal hatte ich glück, da war ein könner am werk.
grüße, barbara
trotzdem kann ich nicht mehr gehen, ohne mich anzuhalten, draüßen mit rollstuhl, drinnen mit rollator und bis zum lift (9 stufen) mit krücken, da er vor 10 jahren genau die muskeln zerstörte, die ich zum gehen brauche.
und da diese weg sind, wird mir das lt. ärzten bis zum lebensende bleiben.
aber das ist schicksal.
ich habe mich damit abgefunden und versucht, mich so anzunehmen und das beste draus zu machen.
grüße
barbara
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Befasse mich auch gerade mit dem Thema...bin froh über jede Info.
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Ich bin 64 und habe vor einem Jahr eine neue Hüfte bekommen. OP und 3 Wochen Reha waren problemlos. Kann ich jedem nur empfehlen, Schmerzen sind weg und das Laufen klappt auch wieder gut.
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Ich habe vor 8 Jahren rechts eine neue Hüfte bekommen und vor einem Jahr links. Beide funktionieren optimal. Ich kann nur jedem zu diesem Schritt raten. Es sollte aber minimal invasiv operiert werden. Und die anschließende Reha würde ich nur stationär durchführen. Da wird viel intensiver trainiert als ambulant.
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Habe vor 15 jahre eine hüfte bekommen . Jetzt wird die Hüfte aus gewechselt - war bisher zufrieden.
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Habe im letzten Jahr in München eine neue Hüfte bekommen. Alles super. Zu beachten ist: dass minimal invasiv operiert wird. Dabei werden die Bänder und Muskeln nicht "beschädigt". Fragen wie oft der Operateur diese OP schon durchgeführt hat. Meiner schon 900 mal. War ein Klacks, alles ist gut.
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Rainer Vinzenz
Nachdem ich einige schmerzhafte Jahre mit einem kamelähnlichen Gangbild, ohne Schmerzmittel oder andere Medikamente durchlebt hatte und ich mein linkes Hüftgelenk bei längeren Spaziergängen durch einen Gürtel quasi fixierte, suchte ich eine geeignete Klinik, um mir einen Hüftoberflächenersatz einsetzen zu lassen - so mein Gedanke. Da ich viel über missglückte Operationen gelesen hatte, suchte ich eine Klinik, der ich mein Vertrauen schenken wollte. 12 verschiedene Kliniken besuchte ich - 12 x konnte ich kein Vertrauen fassen, entweder es fanden überhaupt keine Voruntersuchungen statt, oder man begnügte sich damit, mir fremde Röntgenbilder zu presentieren, getreu dem Motto "so könnte es hinterher bei Ihnen aussehen!" Total irritiert fand ich im Internet das Arthroseforum und viele positive Hinweise auf die Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid. Termin angefragt, hingefahren, 45 Minuten an beiden Hüften untersucht, Vertrauen gefunden - OP Termin gemacht -alles TOP.Dr.Stoll
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Habe vor 3 Jahren eine neue Hüfte -Hamburg Endoklinik- bekommen.
Alles ist gut und ich rate, nur nicht zu lange warten. Das Leben ohne Schmerzen ist viel schöner. Reha hab ich in Soltau verbracht, war auch sehr gut. Nicht aufschieben, hinterher, nach kurzer Zeit ist dann alles wieder schön.
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Ich habe auch nur gute Erfahrungen gemacht. Ich habe einen angeborenen Hüftschaden, der als Kind operiert wurde. Mit 46 bekam ich mit der anderen Hüfte große Schmerzen. Mein Orthopäde im Osten war gegen eine OP. Ich habe mir dann einen anderen Orthopäden im Westen gesucht. Dort fühlte ich mich verstanden und er meinte :" In der heutigen Zeit braucht keiner solche Schmerzen mehr auszuhalten". Mit 47 Jahren wurde ich innerhalb von 4 Monaten an beiden Hüften operiert im Bethanien in Chemnitz. Das ist eine tolle Klinik, kann ich nur empfehlen. Ich bin so froh, dass ich das habe machen lassen. Ich lebe seit 10 Jahren damit und bin berufstätig.
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