Phosphor in der Ostsee

Ein schönes Mitbringsel vom Ostseeurlaub. Wer träumt nicht davon einen besonders schönes Stück Bernstein am Strand zu finden. Aber am Strand der Ostsee lauert eine tückische Gefahr: Phosphor aus dem letzten Weltkrieg.

Eine vielleicht nicht sehr große, aber trotzdem erwähnenswerte Gefahr besteht in der Verwechslung von vermeintlichen Bernsteinfunden mit Phosphorklumpen (dem sog. weißen Phosphor) aus dem 2. Weltkrieg. Am ehesten besteht hier eine Gefährdung im Bereich der ehemaligen Heeresversuchsanstalt in Peenemünde auf Usedom, die im Krieg von den Alliierten mit Phosphorbomben angegriffen wurde. Aber auch in der Lübecker Bucht und auf Fehmarn hat es schon Unfälle mit Phosphor gegeben.

Phosphor kann sich nach dem Abtrocknen selbst entzünden. Wenn man so ein Stück Phosphor in die Hosentasche steckt, kann das tatsächlich zu schweren Verbrennungen führen. Man kann das vermeiden, indem man die Funde in einem Beutel weit ab vom Körper sammelt. Entzünden sich die Fundstücke tatsächlich, dann auf keinen Fall die Dämpfe einatmen. Phosphor kann nicht mit Wasser gelöscht werden. Am besten das Phosphor in den Sand werfen und mit Sand bedecken. Sobald man aber den Phosphor wieder ausbuddelt, wird er sich erneut von selbst entzünden, da Phosphor mit Sauerstoff reagiert. Die einzige Möglichkeit Phosphor einfach zu beseitigen, ist es einfach ausbrennen zu lassen.

Weitere Infos

http://www.stefannehring.de/phosphor-usedom.htm

4 Kommentare

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Leider interessieren sich auch nur wenige sb-Nutzer für solche Themen. sb hat wohl inzwischen um die 500.000 Mitglieder, und hier gibt es nur drei 'lesenswert'. Die meisten sind wohl mit für sie Wichtigerem beschäftigt.
Das ist sehr Schade. Glücklicherweise gibt es aber immer noch einige wenige Mitglieder, die über ihren Tellerand hinausschauen und ihren Horizont erweitern wollen.
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Nach dem zweiten Weltkrieg wurden weltweit Millionen Tonnen Giftgasgranaten (mit Senfgas, Sarin, etc.) in den Meeren versenkt, u. a. in der Ostsee, in Schweden, in USA, Kanada, Japan. Diese 'Altlast' kann jederzeit zur Katastrophe führen. Und die Leute machen unbeschwert Urlaub an den Stränden. Fischer haben schon Giftgasgranaten mit ihren Netzen nach oben gebracht, manche wurden dabei schwer verletzt.
(arte TV 'Versenktes Gift' am 25feb14)
Danke für den Tipp. Die Reportage schaue ich mir an!

Leider existieren keine genaue Karten über die Orte an denen das giftige Material versenkt wurde. Anscheinend will das von offizieller Seite auch niemand so genau wissen. Aber das sind tickende Zeitbomben am Meeresgrund.
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