Mit Gottes Geleit unser Leben gestalten

Mit Gottes Geleit unser Leben gestalten

Deutscher Evangelischer Frauenbund Bayern

Dennoch bleibe ich stets an dir: denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach dem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
Monatsspruch Juli: Psalm 73, 23-24

Eva Schmidt, Vorstandsmitglied des DEF Bayern, denkt im Andachtsbuch 2014 neu über den 73. Psalm nach und legt die Monatsverse für den Juli vor dem Hintergrund eigener schwerer Erfahrung aus:

"Es sich wieder neu bewusst zu machen, dass Gott auch mit uns in unserem Leben unterwegs ist, uns bewahrt und uns immer wieder neue Wege eröffnet - diese Rückschau, dieses Betrachten des bisherigen Lebens, das geschieht wohl meist in besonderen Situationen, in Krisensituationen, bei schweren Erkrankungen, beim Verlust eines geliebten Menschen.

Als vor nunmehr eineinhalb Jahren mein bisheriger Lebensweg nach den beiden Herzinfarkten so plötzlich beendet schien, habe ich lange Zeit darüber nachgegrübelt, was ich falsch gemacht habe und warum gerade ich so Schweres trage musste. Ich habe immer wieder gehofft und gebetet, Gott möge bei mir bleiben. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich gemerkt habe, dass auf einmal neue Kräfte da waren. Ich habe neuen Mut gespürt, das Vertrauen in mein Leben wieder neu gewonnen - und gleichzeitig gespürt, dass ich das nicht aus mir heraus geschafft habe.

Wenn ich auf diese Monate zurückschaue, wenn ich meine bisherigen Lebenswege im Nachhinein betrachte, dann kann ich Gottes Spuren darin immer wieder entdecken. Auch wenn ich manches nicht verstanden habe in meinem Leben, so kann ich heute sagen: Es war vielleicht gut, dass nicht alles nach meinen Wünschen gegangen ist. Wie es auch war: Ich kann es stehen lassen.

Und heute geht es darum, dass ich sagen kann, ich bin einverstanden mit meinem Leben. Ich kann die gesundheitlichen Einschränkungen einigermaßen annehmen. Ich kann Gott danken, dass er bei mir bleibt und mich festhält.

Gott nimmt uns am Ende mit Ehren an - heißt es im Vers 14- Gott leitet uns, begleitet uns, über den Tod hinaus. Wir können also mutig und voller Gottvertrauen unseren Lebensweg weitergehen. Lassen Sie uns unser Leben gestalten - jede nach ihren Möglichkeiten."


Quelle: Andachtsbuch des Deutschen Evangelischen Frauenbundes, München 2014

1 Kommentar

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Ich finde es bewundernswert, wie du diese schwere Zeit mit Glauben geschafft hast!! Es stimmt, Gottes Wege sind oft unverständlich beim ersten Hinsehen, aber wenn man später dann zurück schaut, denkt man: es ist ja viel besser gekommen, als ich je gedacht hätte...habe ich so erlebt.
Nach meiner Scheidung hatte ich nichts; keine sichere Arbeit, kein Geld,
nur mich und das Vertrauen: er hält mich und lässt mich nicht fallen.
So ist es auch gekommen: heute habe ich eine wunderbare Arbeit, eine schöne Wohnung, einen ganz lieben Partner und, und,.... aber es fällt mir wieder schwer, zu glauben, zu spüren, es gibt da etwas!!!
Ich frage mich oft selbst; glaube ich nur dann, wenn es mir schlecht geht? Aber ich sehe es als großes Geschenk, dass ich einmal vertrauen
konnte und erfahren habe: ER ist da und ich werde getragen, wenn es schwer ist!
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