"PrügelKind"

Blaue Flecke auf der Seele


"Eine vor aller Augen geschlagene Wunde muss auch vor aller Augen genäht werden."
- Sprichwort der Kikuyu -

Offene, sehr offene Worte…
Nicht jeder wird sie verstehen.
Vielleicht aber helfen sie dem einen oder anderen ein wenig… vielleicht findet sich in diesen Worten jemand wieder und fühlt sich dann nicht mehr so ganz alleine….

Ein ganzes Leben all das Schlimme, all die Gewalt, physisch wie psychisch zu verdrängen, kostet jeden einzelnen Tag eine so immense Kraft, das es eher 48 Stunden bedarf um wenigstens ein klein wenig zu glauben, das man in dieser Welt einen kleinen Platz hat, sein darf.

Das man vielleicht auch als unerwünschtes, geprügeltes Kind eine Daseinsberechtigung hat.

All die Ängste, Tränen, blaue Flecke, Schmerzen, sie heilen niemals wirklich.

Sie scheinen sich manifestiert zu haben in einem Seeleneckchen.
Sie treten plötzlich und unerwartet aus der Dunkelheit hervor und überwältigen einen in Sekundenschnelle.
Völlig neben der Spur versucht man sich dann wie ein PuzzleSpiel wieder zusammenzusetzen.

Bilder der Erinnerung werden glasklar je reifer, je älter man wird.

Da laufen unkontrollierte Tränen.
Egal wo man sich auch befindet. Es scheint keinen Schutz zu geben.
Es ist wohl wahr… man nimmt sich immer mit, egal wohin man auch geht.

Dieses ewige Schweigen, Beherrschen, Zusammenreißen, Verdrängen… es bereinigt und beseitigt nichts.

Je älter ich geworden bin umso klarer wird mir das Ausmaß der Gewalt.

In schlaflosen Nächten setzen sich die Gewaltsituationen aus tiefster Seele frei, tanzen unermüdlich vor meinen Augen.

Es ist als ob ich gerade in diesen Momenten diese Gewalt wieder und wieder erfahre.
Fühle den Schmerz und sehe wie die Blutergüsse meinen Körper einnehmen.
Von Kopf bis Fuß.
All die Ohrfeigen für Kleinigkeiten.
Es reichte durchaus wenn ich ein paar Minuten zu spät nach Hause kam oder einen Kratzer auf meinen neuen Schuhen hatte.
Die Hände meines Vater`s, sie waren Pranken.
Mein Rücken, meine Beine, blitzeblau.
Doch am schlimmsten ist die Angst. Diese nie endende Angst.

Meine Mutter schlug eher mit Gegenständen.
Kochlöffel wurden regelmäßig auf mir in Stücke geschlagen. Sie hatte einen enormen Verbrauch.
Im Jugendalter schlug sie dann mit Fäusten auf mich ein und verpaßte mir Tritte.
All die Demütigungen vor fremden Menschen, all die Ausdrücke, die ich wohl auf ewig tief in mir trage.

Stöcke, Hosengürtel waren ideale Prügelutensilien.

Mit der Schnalle des Gürtels, mit Bambusstöcken grün und blau geprügelt.
Die Treppe hinauf geschlagen.
Atemlos, panisch versuchte ich drei Stufen auf einmal zu ersteigen um den Schlägen zu entwischen.
Mein Vater, schnell und dicht hinter mir, der mir wieder und wieder die Gürtelschnalle auf die nackten Beine schlug.
So blau, das ich mich nicht getraute am Sportunterricht teilzunehmen. Aus tiefer Scham und aus Angst.

All die schlimmen Ausdrücke die niemals in Vergessenheit geraten.

Gab es keine körperliche Gewalt so wurde verlangt das ich einen Satz wie z.B . „Ich darf die Türe nicht schlagen“, durchnummeriert „5000“ mal auf eine Tapetenrolle schreiben mußte.
Ich weiß nicht wie viele unterschiedliche Sätze ich schrieb, weiß nicht wie viele Tapetenrollen ich vollschrieb.
Gefühlt sicher so viele, dass ich die ganze Stadt darin einwickeln könnte.
So in etwa wie „Christo“.

Es gab nur Schule, alle möglichen Hausarbeiten zu verrichten, stundenlang meine Stiefschwester im Kinderwagen spazieren fahren und das jeden Tag unmittelbar nach Schulschluß.
Wäre eine Freundin, die ein Nachbarkind täglich ausfuhr, nicht an meiner Seite gewesen, so wäre ich schon damals mehr als verzweifelt.

Es gibt kaum einen Platz an dem nicht ein Trailer meines Lebensfilms in puncto Gewalt oder Demütigung abläuft.

Der Schmerz ist gewaltig.
Vor allem die unzähligen Ausdrücke, Beschimpfungen, Beleidigungen, Demütigungen.
Sie haben kein VerfallsDatum.

Die „Täter“, ein ganzes Leben in Sicherheit.
Niemals zur Rechenschaft gezogen.
Sie spielen ihr Spiel weiter und weiter.
Nie erfahren sie eine Konsequenz.
Das Leid bleibt immer und ewig im und beim "Opfer".

Wenn ich heute in die Gesichter dieser Menschen schaue, die mir so viel Gewalt antaten, die mich in gewisser Weise lebenslänglich gefangen halten, die sich ihr ganzes Leben nur so durchgelogen haben, so kann ich die Abneigung, die ich empfinde, nicht in Worte fassen.

Der Schrei nach Gerechtigkeit, ein ganzes Leben in die Welt geschrien und ewig blieb er ungehört.

Die Wunden, sie heilen niemals.
Die Narben, sie brechen immer wieder auf.
Die Sprüche von verzeihen und vergeben, sie fruchten bei mir nicht.

Nicht wenn es um diese Menschen geht.
Sie erhalten keinerlei Absolution!!!
Schon alleine der Gedanke an ihre Gesichter erzeugt Schüttelfrost, Erbrechen bei mir.

Wer zieht diese Menschen, diese Täter zur Rechenschaft!?
Wer klagt sie an, wer straft sie!?
NIEMAND!!!

Sie können gut, sehr gut mit sich leben.
Sie werden alt und grau in ihrem Nest aus Lügen.
Sie kennen keinerlei Scham. Lassen es sich rundum gut ergehen.
Gewalt, Macht, Gier, Lügen, Gerüchte, Intrigen das ist ihre Welt.
Erstaunlich, dass diese Art Menschen am längsten und am besten leben.

Kein Tag in meinem Leben ist ohne Beeinträchtigung solange ich lebe.
Alles in meinem Leben war/ist ein „Paradoxon“.

Niemals war/ist es mir möglich „Liebe“ anzunehmen.
Daher wohl auch die ewige, unerfüllte Sehnsucht und die nie endenden Träume.

Wie viel ist wohl in einem Menschenleben zerstört , wenn er in Panik gerät und die Flucht ergreift, so als ob er den Teufel persönlich getroffen hat, sobald Worte gesprochen werden wie: „Ich liebe dich“.

Ist das nicht „LEBENSLÄNGLICH“ !?

Eine ewige Todeszelle, die man in/mit sich trägt.
Jeden Tag die Suche nach der Schuld in sich, obwohl man genau weiß das es sie nicht gibt.
Jeden Tag die stille, laute Frage nach dem „WARUM“…. die ewig ohne Antwort bleiben wird……

Eine große Hilfe dieses Buch entdeckt zu haben: „Die Geprügelte Generation“ - Ingrid Müller-Münch -


"Jedes Kind braucht einen Engel" - "Klaus Hoffmann"

- Ich wünsche uns allen einen Engel.... dem "Kind" in unserem Herzen.

24 Kommentare

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Liebe Angela
in Deinem Beitrag finde ich mich wieder, als wenn ich in einen Spiegel schaue und das darf man mal drei nehmen. Auch mein Bruder und meine Schwester sind davon betroffen. Bei uns war es aber etwas schlimmer, denn mein Vater hat noch die Behörden dazu benutzt das wir nicht mal von denen Hilfe erwarten konnten.
Keine Ahnung wie man sowas hinbekommt.
Ich bin in der Schule so einigermaßen gut gewesen, doch nach dem einmal eins darf man mich nicht Fragen. Da zucken wir zusammen und es ist auf einmal ganz hell und alles ist wie weg. Obwohl ich das einmal eins kann. Hatten wir das falsche gesagt bekamen wir so eine Ohrfeige, das wir mitsamt dem Sessel umgefallen sind und wer weiß noch wie schwer die Sessel damals waren, der kann sich ja ungefähr vorstellen wie stark so ein schlag gewesen sein muß. Anfangs war es die Hand, dann der Kochlöffel, der Handfeger kam, Stock, Gürtel und was man noch so in die Finger bekam, nun ich weiß wie es Dir geht und fühle mit Dir. Meine Mama ist eine liebe, aber schwache Frau und wurde sehr stark unterdrückt. Wenn mein Vater mit Ihr böse war hat er ein ganzes Jahr kein Wort mit Ihr gesprochen um sie Seelisch fertig zu machen. Meine Schwester wäre beihnahe an einer Nierenbecken entzündung gestorben, weil mein Vater nicht den Doc. anrufen wollte so mußte ich fast fünf Kilometer zum Arzt rennen um Ihr zu helfen, so habe ich Ihr das Leben gerettet. Mein Bruder hat aufgehört sich von irgend jemandem etwas sagen zu lassen und ist deshalb oft knapp am Tode vorbei geschrammt. Er hat sich geweigert die Schule zu machen und ist für alle nur noch ein schwieriger Mensch geworden. Ich bin sein jüngerer Bruder und er hat mich als Vorbild gewählt, so hatte ich wenigsten eine kleine Chance Ihn etwas normales vom Leben abgewinnen zu können.
Ich habe mir viele Dinge selbst beigebracht, so das ich von niemanden mehr abhängig bin. Mein Vater kam immer mit dem Argument das er von seinen Eltern an eine Tante für ein halbe Sau und ein Laib Brot verkauft wurde, immer auf dem Acker mußte und selbst keine Kindheit hatte, was ja bestimmt nicht unsere Schuld war. Also wilkommen im Team der "PRÜGELKINDER".
Wir haben heute keinen Kontakt mehr und trotzdem ist er unser Vater, mir Blutet das Herz das unsere Fam. nicht eine gute und glückliche sein durfte. Dir alles erdenklich gute, das Dein Leben das Du jetzt Lebst ein für Dich das schönste auf der Welt ist. Lg. Eric
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Liebe Angela,
Deine Geschichte "Prügekind" verfolgt mich schon ein paar Wochen. Heute will ich dazu ein paar Anmerkungen machen. Wenn ich darf? Selten habe ich was anrührendes gelesen, kaum zu glauben, was Kinder alles durchstehen müssen und haben keine Chance gegen diese Teufel, ihre intimsten Familienmitglieder! Ich würde Dir wünschen, dass Du Dich wie ein nasser Hund schütteln könntest und alles wäre vergessen. Leider geht das aber nicht, ich wäre so froh, wenn ich Dir eine seelenheilende Medizin empfehlen könnte. Ich bin nur völlig ratlos und habe keine Worte ......
Möge das Schicksal und die Zukunft Dich positiv entschädigen!
Ganz liebe Grüße!
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Ach Angela wo ist Dein Engel ,ich glaube vor Deinen schlimmen Erfahrungen hat sogar er kapituliert. Ich wünsche Dir so sehr daß Du wenigstens irgendwann Ruhe findest! Ganz liebe Grüße Hannelore
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Hallo Angela, ich bin sehr berührt von Deinem Beitrag. Es ist immer eine Erleichterung, sich alles von der Seele zu schreiben. Und da du es über Dich gebracht hast, wirst du bemerken, dass du nicht die Einzige bist. Das Einzige was du lernen musst, ist Dich selbst zu lieben so wie du bist, denn das hast du als Kind nie gespürt, dass jemand Dich liebt, nur Deiner selbst willen. Wenn du anderen helfen willst und die Welt ein bisschen besser machen willst muss Deine Seele frei sein von Altlasten. Psychologen können dabei helfen.Eine in sich ruhende starke Persönlichkeit wird man nicht von Heute auf Morgen. Ich bin auch erschüttert, wie viele Fälle es gibt und wie viele Menschen einfach weg sehen. Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg. Ich würde mich freuen, mit Dir weiter in Kontakt zu bleiben
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Dieser Beitrag hat mich sehr erschüttert . Es ist gut und richtig sich all den seelischen und körperlichen Schmerz von der Seele zu schreiben .
Ich kann nicht nachvollziehen wie Eltern zu solchen Grausamkeiten fähig sind . Sie verdienen die Bezeichnung Eltern auch nicht , denn es sind Barbaren . Man kann in einem solchen Fall fast nur hoffen , daß es eine höhere Gerechtigkeit gibt .
Und dir kann ich nur ganz viel Kraft und den Beistand lieber Menschen wünschen , die dir vielleicht doch noch helfen können , ein wenig Freude im Leben zu empfinden und die schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten , auch wenn du sie nie vergessen wirst und immer wieder an deine tief verletzte Kinderseele erinnert wirst .
Alles Liebe und Gute wünsche ich dir . Liebe Grüße . Uschi
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Nun habe ich wie doll hier herumgeklickt und aus Versehen meinen eigenen Beitrag "geliked" Nee.... das sollte nicht sein aber nu ist es passiert... Kann man ein "Lesenswert" auch rückgängig machen!? Kenne mich leider nicht aus mit all den technischen Möglichkeiten....
nee, und das ist auch unwichtig, für Dich ist der Aufschrei Deiner geprügelten Seele so oft lesenswert wie Du es vermagst zu lesen. Für mich ist es sehr bedrückend, das zu lesen, denn außer ab und zu mal ein kleiner Klaps gab es in unserer Familie keine Prügelattacken. lese dass du Söhne hast, die Du lieben darfst und die Dir auch liebe schenken dürfen.
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Ein Aufschrei deiner Seele ist das, was ich lese, liebste Angela. Lass dich einfach mal virtuell in die Arme nehmen und innig drücken. Danke für deinen Mut, deine Geschichte öffentlich gemacht zu haben. Das Beste, was du tun kannst, es dir von der Seele zu schreiben, denn das ist ein Stück der Aufarbeitung und ich weiss, es hat dir gut getan. Du bist so ein liebevoller Mensch, wenn ich nur daran denke, wie du von deinem Sohn sprichst. Du bist eine rühmliche Ausnahme und eine starke Frau. Ca. 85 % der Betroffenen setzen ihre Erfahrungen fort und können diese Schiene nicht verlassen. Du bist einen besseren Weg gegangen und ich hab dich dafür sehr gern. Alle Kämpfe fichst du mit dir selber aus, wie ein verwundetes Tier. Ich habe Hochachtung vor dir und dein Schicksal berührt mich sehr. Professionelle Hilfe hast du hoffentlich in Anspruch genommen. Diese Machtlosigkeit macht mich zornig. Wie viele hätten dir damals helfen können, die ganz sicher gespürt haben müssen, wie du leidest
Liebe Gisela,
deine Worte berühren mich sehr und deine Umarmung tut sehr gut. Fühle mich ja wohl bei dir.
Das Schweigen habe ich in gewisser Weise ertragen können da ich seit meiner Jugend Tagebuch schreibe. Regale kann ich nun damit füllen. Papier ist geduldig und verrät dich nicht. Es ist nicht nur weiß sondern tatsächlich unschuldig. Meine Tagebücher "schweigen" mit mir, schenken mir viel Halt. Bin eine ziemliche Einzelgängerin. Das ist mein Weg denn das Vertrauen zu Menschen kann ich nur sehr schwer finden aufgrund meiner frühen schlimmen Erfahrungen.
Habe dann wohl irgendwann einmal einen gewissen Trotz entwickelt und der hat sich bewährt. Ich kenne meinen Wert. Bin offen und Menschen mögen mich erstaunlich rasch da ich auch sehr positiv bin. Gehe offen auf Menschen zu die mir nichts getan haben. Lasse allerdings niemanden nahe mich persönlich heran. Liebe, fühle so viel, doch werde
ich geliebt so ist es aus und vorbei. Dann beende ich den Kontakt.
Kann keine lange Beziehung führen selbst dann nicht wenn ich den Partner tief und innig liebe. Liebe kann ich nur von meinen Söhnen annehmen. Meine Kinder, mein Lebensschatz, mein Herz. Jeder Tag ohne meine Söhne ist ein kleiner Schmerz doch ich lebe seit Jahren damit. So ist wohl der Lauf des Lebens. Ja, Gisela, das ist eine ewige tiefe Wunde in der Seele. Sie ist vernarbt doch oft brechen die Narben auf. Es kostet immer wieder neue Kraft, endlos Kraft das Positive über diese Erfahrungen zu stellen. Ich liebe die Natur so sehr und das ist meine Medizin. Gestern hatte ich wieder einen "grünen Tag" Die Seele hat gut getankt! Hilfe kenne ich nicht. Selbst ist die Frau war, ist mein Weg. Nein, "professionelle Hilfe" war nie ein Thema. Ich nutze meine kreative Veranlagung und kämpfe mich durch. Sich dbzgl. zu outen ist ein Weg. Kein einfacher doch ein aufrichtiger. So kann man sich austauschen und gegenseitig stärken.
Danke dir ganz, ganz herzlich, liebe Gisela. Umarme dich.. drücke dich ans Herz.... liebe Grüße zu dir aus Köln... Angela
Liebste Angela, deine Tagebücher enthalten dein ganzes Leid. Mach ein Buch daraus, denn du hast die Gabe dazu. So kannst du auch die Schweiger mit anklagen und bloßstellen, damit manche vielleicht in Zukunft die Courage haben, einzuschreiten, sensibler werden für das Leid von Kindern. Ja, es ist Verarbeitung, wenn du dich outest und der richtige Weg, Deine positive Haltung hilft dir ein Stück weiter, den Alltag zu meistern, aber deine Seele wird immer frieren, wenn du dir keine Hilfe holst. Nicht jeder Psychologe ist gut, nicht jeder geeignet, aber ich bin sicher, in einer Stadt wie Köln würdest du einen passenden finden, der dir bei der Aufarbeitung behilflich sein könnte. Versuche es wenigstens. Die Psychologie ist mein großes Interessengebiet und ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man anderen damit helfen kann. Tu es für dich, für ein in Zukunft vielleicht etwas erträglicheres Leben, für die Liebe. Ich umarme dich und wünsche dir viel Kraft, Mut und Stärke. Liebe Grüße , Gisela
Ja, vielleicht schreibe ich ein Buch, einen Erfahrungsbericht sozusagen...
Mal schauen...
Stelle fest das du große Stücke auf die professionelle Hilfe hältst. Ich habe da eher eine Distanz. Kann es nicht mit mir vereinbaren vor irgendeinem Menschen zu sitzen, meine Seele zu öffnen vor einem mir ewig persönlich fremd bleibenden Menschen, der dann an meinem Schmerz verdient.
Denke eher diese Art "Hilfe" würde sich erübrigen wenn es in unseren Familien, Partnerschaften, Freundeskreisen anders ausschaute.
Da es leider nicht so ist benötigt man viel, viel Kraft. Alleine schafft es nicht jeder. Habe schon viele Menschen gehört und erlebt, die positiv berichtet haben darüber. Doch dann kam immer wieder der Punkt an dem sie feststellten das sie letztendlich doch mit sich alleine sind und zuzüglich auch noch Medikamente nehmen, die abhängig machen. Habe erst neulich wieder einen Freund erlebt der sich gerade durch die Inanspruchnahme solcher Hilfe fürchterlich fühlt.
Wie gesagt.... mein Weg ist es nicht. Wer weiß was noch kommt... wir können nicht in die Zukunft schauen sondern nur versuchen jeden Tag ein klein wenig glücklich zu sein....
Liebe Angela, ich weiss, wie man die Psyche eines Menschen durch geschickte Führung beeinflussen kann, weil mich, wie gesagt, die Psychologie zu ergründen, von frühester Jugend an gereizt hat. Viel konnte ich so auf den Weg bringen. Aaaaaaber man muss sich darauf einlassen können. Wenn das nicht der Fall ist, bringt es nichts. Einen Versuch wäre es wert, um die Möglichkeit zu prüfen, besser mit dem Erlebten klat zu kommen. Du weisst, was dir gut tut und was nicht. Schreib, es wird dir helfen. Ich bin stolz auf dich und wie du deinen Weg mit diesen Wunden gehst. Viel Stärke, liebe Angela
Liebe Grüße zu dir, Gisela Ja, ich denke mein Weg ist das Schreiben. Bin gerade nach Hause gekommen. War den ganzenn Tag, bis halt eben, unter vielen Menschen mit denen das Schicksal es alles andere als gut gemeint hat. Ich höre gerne zu und habe nun wieder Schreibstoff der für mehrere Leben reicht. Nur verändern kann ich leider die Lebensumstände vieler Menschen nicht. Was mich am meisten schmerzt ist das die meisten sich auf gewisse Art und Weise rechtfertigen und sie bemerken es selbst kaum noch. Gebeutelt, erschöpft von Behördenkämpfen, durch die wohl dieser Erklärungszwang entstanden ist, steckt so viel Selbstzweifel in den Menschen die ihnen viel Selbstwertgefühl rauben. Würde sie so gerne stärken. Und immer wieder stelle ich fest es fehlt ganz gleich ob alt ob jung überall an Liebe und Geduld. Vielleicht fällt mir ja etwas ein womit ich ein kleines bißchen Lebensfreude überbringen kann und die Menschen wieder zu sich selbst ermutigen kann.
Ich mag diese Schuldverteilungen nicht. Wir alle haben unsere Erlebnisse, Erfahrungen, unseren Weg. Jeder hat eine andere, eigenen Farbe. Viele Farben ergeben Buntes. Wunderschön Buntes. Habe vielleicht auch gerade deshalb so viel Empathie weil ich mich zu diesen Menschen zähle. Mein Lebensweg, das reinste ÜberlebensChaos. Ein Wort wie "Sicherheit" gab es nie. "Sicherheit" bez. Existenz, die glaubten wir in den 70ern zu haben. Das war meine Zeit... da kenne ich mich aus. Würde gerne wieder dort ein- untertauchen. Mal schauen was es an Möglichkeiten gibt... mein Kopf raucht vor lauter überlegen. Ich mag diese einfachen Menschen sooo gerne Nun aber erstmal einen Kaffee... mein erster heute.... für dich auch einen wenn du magst und ein Stückchen Pflaumenkuchen hätte ich auch noch anzubieten... Umarmung zu dir und einen Tag voller Freude und natürlich Liebe Treib es nicht zu doll... Grüßchen aus Köln... Angela
Deine Ausführungen haben mich angesprochen und ich frage mich, warum passiert so was? Ich bin jemand, der versucht hinter die Kulissen zu schauen. Was sind das für Eltern, die sich so hinreissen lassen. Sie sind Täter und Opfer zugleich. Das kann man nicht so leicht verstehen. Das Kind ist das Opfer weil es sich nicht wehren kann. Das kann nur heißen, dass die Eltern auch von ihren Eltern geprügelt worden sind und ebenso deren Eltern. Das geht zurück in der ganzen Ahnenreihe mütterlicher- und väterlicherseits. Beide Eltern haben sich angezogen weil sie das Gleiche erlebt haben.
Nun zu Dir. Für Dich gibt es keinen Trost. Da sind nur Wunden und Nichtverstehen. Und gerade darauf kommt es mir an, es verstehen zu können. Wenn Du willst können wir etwas miteinander schreiben. Mir war immer wichtig, etwas zu verstehen und wenn ich es verstanden habe, konnte etwas gehen. Am Anfang nur kleine Stückchen aber dann immer mehr, heute bin ich fast fanatisch daran interessiert, mich und andere zu ver
mich und andere zu verstehen. Und ich muss gestehen, es hat mir geholfen. Der Kleiderbügel, der zerbrach, als sie auf mich einschlug, spüre ich heute nicht mehr. Es ist so weit weg von mir, dass ich fast nicht mehr glauben kann, dass ich es war, der geprügelt wurde.
Der Weg zum Psychologen würde ich mir sparen. Ich weiß nicht, wo ihre Weisheit liegt und Heilung bringen kann. Aus eigener Erfahrung habe ich mal so eine Therapie mitgemacht und es hat nicht so geholfen, wie ich mir das anfangs gewünscht hätte. Ich habe angefangen, mich für mich selbst zu interessieren und bin mit der Astrologie wieder auf eine Margarete gestoßen, die ich noch nie kennen gelernt habe. Aber jetzt kenne ich mich so gut, dass ich stolz bin auf mich, dass ich immer am Ball geblieben bin, mit meiner Aufarbeitung. Ein bisschen Mühe kostet es schon, aber da Du jetzt schon mal einen Anfang gemacht hast, mit Deiner Veröffentlichung zeigt mir, dass Du Mut hast und ich möchte Dich dabei unterstützen. Hast Du Lust?
Gan
Du bist nicht allein, sei umarmt, Gott hat Dir immer nur Engel geschickt, die Dir helfen, ganz liebe Grüße Margarete
Angela, liebes, starkes Frauchen, alles Glück der Welt für dich und eine liebe Umarmung. Habe gerade Besuch und wenig Zeit. Melde mich nochmal. Liebe Grüße, Gisela
Danke, Angela für den Kaffee und den Pflaumenkuchen. Hatte jetzt 3 Tage Besuch, da war keine Zeit für Liebe, lach. Hab eine gute Zeit und mach das Beste daraus. Ich drücke dich ganz lieb.
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Ich habe keine körperliche Gewald kennengelernt ... nur seelische. Angst war mein Begleiter, Tag für Tag.
Es ist was, was man nie wirklich hinter sich lassen kann, es kommt immer wieder hoch.
Vergessen ist nicht möglich, die kleinste Kleinigkeit kann Auslöser sein damit die Bilder wieder vor den Augen auftauchen. Die Gefühle wieder hoch kommen.
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Ich habe meine Kindheit wiedererkannt!
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