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Einfach Kopf zumachen

Kriege, Krisen, Katastrophen

Braucht die Menschheit Krisen, um sich weiter zu entwickeln ? Sind Kriege eine vom Menschen gemachte Auslese der künftigen Generationen ? Haben Katastrophen einen tieferen Sinn ?

Wenn man sich das aktuelle Weltgeschehen (wieder mal) ansieht, könnte man zu diesem Schluss kommen: Ohne Krisen, Kriege und Katastrophen gibt es keine langfristige Weiterentwicklung.
Wenn alle Diejenigen zusammenhalten würden, die zu den sogenannten "Gutmenschen" zählen, wäre die Welt schön, friedlich und Alle würden im Paradies leben, oder ?
Mitnichten! Bisher ist die Menschheit aus jeder globalen Katastrophe gestärkt hervorgegangen. Krisen dienen dazu, neue Lösungsvorschläge für Probleme zu erarbeiten und dazu zu lernen. Jede Fianzkrise wurde bisher immer überwunden und letztendlich wurden die Betroffenen nur stärker als vorher - wenn man von einigen Totalverlusten einmal absieht. Derartige Dinge muss man global betrachten, nicht Länderspezifisch oder gar aus der Sicht des Einzelnen.

In unregelmäßigen Abständen wird der Mensch träge, antriebslos und ruht sich auf den Errungenschaften aus, ohne zu bedenken, dass jeder Fortschritt aus Krisen hervorgegangen ist, die der Einzelne vielleicht nicht einmal miterlebt hat.

Jedes kleine Problem wird zu einer Riesen-Sache hochstilisiert, damit man wenigstens etwas hat, mit dem man sich beschäftigen kann. Nachbarschaftliche Kleinkriege, Angriffe in sozialen Netzwerken, die Jagd nach immer mehr Besitz sind ein deutliches Symptom für den Stillstand der Entwicklung.
Hätte der Mensch gelernt, ohne Krisen und Katastrophen zu leben und sich trotzdem weiter zu entwickeln, gäbe es eine Vielzahl von Nachrichten nicht.
Wenn es keine Katstrophen gibt, dann macht man eben welche.

Derzeit aktuell: Ukraine, Israel, Irak, Iran, Gottesstaaten. Entgegen allen Verschwörungstheorien, denke ich nicht, dass all das finazielle Gründe hat. Alle diese politisch brisanten Länder hätten genug, um friedlich leben zu können.Aber sie

würden sich auch nicht weiter entwickeln, denn erst wenn sie neu beginnen müssen, kann etwas Neues entstehen.Der Mensch ist süchtig nach Zerstörung und Macht - um am Ende wieder eine Aufgabe zu haben.
Das Gleiche gilt für selbstgewählte Diktatoren. Eher nichtssagende Figuren werden in Positionen gehoben, denen sie selbst nicht gewachsen sind. Immerhin hat man dann einen Schuldigen, den man für alles Negative verantwortlich machen kann.

Ist es Zufall, dass Seuchen plötzlich aus dem Nichts auftauchen, obwohl sie seit Jahrzehnten bekannt sind ? Ist es Zufall, dass alte Krisenherde plötzlich wieder aktuell sind, obwohl sich die Umstände so gut wie gar nicht seit den letzten Konflikten geändert haben ? Nein! Krisen, Kriege und Katastrophen werden gezielt gesteuert - immer, wenn die Menschheit in der Entwicklung still steht. Das gilt im Kleinen ebenso wie im Großen.In den Familien ebenso wie in der Weltpolitik. Ändern könnte man das. Durch globales Umdenken.Der Einzelne ist machtlos, denn er ist Teil des globalen Systems.Er hat nur eine Mitverantwortung - wie der kleine Unscheinbare, der plötzlich zum Diktator gemacht wird.

10 Kommentare

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Um sich weiterzuentwickeln und wirklich gute Gedanken zu haben, braucht der Mensch vor allem eins, Zeit!

Die Philosophen, die große Gedanken hatten, mussten dafür sehr viel Zeit und Muße besitzen. Wer ständig unter Strom steht, dem fehlt der Sinn, sich mit seiner Umwelt ideologisch außeinanderzusetzen. Der muss sich entweder in Sicherheit bringen, oder anpacken helfen.
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Ein sehr interessantes Thema. Ohne Krisen, Katastrophen und Kriege wären keine neuen Staatsformen zustande gekommen. Die Republiken sind dadurch entstanden. Die französische Revolution mit der Abschaffung des Absolutismus, die amerikanische und letztendlich auch die deutsche Revolution brachten Neuentwicklungen und auch positive Veränderungen für die Menschen mit sich. Die beiden Weltkriege waren sehr grausam und aus ihnen ging dann hier die deutsche Demokratie hervor.
Welche deutsche Revolution?
Ist mir da was entgangen ?
na ja die 1848 auch Märzrevolution genannt. Hatte da das Bürgertum nicht nach Freiheitsrechten und einer nationalen Einheit verlangt ? Die Menschen wollten weg vom Absolutismus und der Ständegesellschaft. Oder gilt das nicht als Revolution?
Ach so.
Doch, könnte man so sehen.
Das Aufbegehren 1989 in der DDR wäre dann auch eine.
Ich stimme Dir auch darin zu, dass aus Krisen auch sinnvolle Veränderungen statt finden.
Leider ist das zu oft mit Gewalt und Blut getränkt und dem Leid Unschuldiger. Deshalb habe ich nach wie vor die größte Hochachtung vor dem fast unblutigen Umschwung in der DDR.
Ja das mit der DDR war was Besonderes weil es tatsächlich fast unblutig verlaufen ist. Die französische und auch amerikanische Revolution hatten auf das Weltgeschehen hin schon eine größere Tragweite als die deutsche. Deutschland war damals noch nicht so fortgeschritten, da es noch die Auswirkungen des 30 jährigen Krieges zu verkraften hatte. Die deutsche Revolution war demnach auch viel später und war ein Aufbegehren gegen den Wiener Kongress, der ja zum Ziel hatte die absolutistische Staatsform beizubehalten. Dagegen lehnte sich die Bürgerschaft auf, vor allem die Intellektuellen. Es entstanden die Burschenschaften und auch die Vorläufer der Sozialdemokraten, mit denen auch Fürst Bismarck zu kämpfen hatte.
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Ein bedenkenswertes Thema, Peter. Krisen bringen auch immer Chancen hervor. Dazu ein JA. Ich glaube nicht, dass etwas zufällig geschieht, ansonsten ist es einem zu-gefallen. Das gilt insbes. für Naturkatastrophen, die nicht steuerbar sind. Alles andere sind hausgemachte Krisen, die vermeidbar wären. Müssen wir wirklich nach draußen schauen, um festzustellen, dass dem so ist?
Was ist mit unserer persönlichen Krisen? Sind nicht die großen Krisen ein Spiegelbild für unsere kleinen Krisen?
Der Blick auf einen selbst ist einem oft verstellt, weil wir mitten im Geschehen sind. Zurückzutreten u. aus einer anderen Richtung alles zu betrachten, ist dann ein schwieriges Unterfangen und muss geübt werden.
Not macht erfinderisch. Krisen bringen Enwicklungen hervor. Viel Nützliches wurde deshalb erfunden. Stellt sich wirklich die Frage, ob ohne Krise auch nur das geringste erfunden worden wäre und ob 'es' das dann auch nicht gebraucht worden wäre...
(auf menschl. Selection mag ich nicht eingehen)
Gute Frage, Ich denke, mindestens die Hälfte aller Dinge wäre niemals erfunden worden - einfach weil sie nie jemand gebraucht hätte...
Vielleicht wäre gar nichts erfunden worden, wenn wir mal vom Paradies ausgehen. Adam und Eva brauchten sich um nichts zu kümmern. Nahrung in Hülle und Fülle, keine Klamotten, keine Heizung.. gar nicht mal so übel, oder? Diese Bügelei geht mir eh auf die Nerven
Ich denke schon, dass wir ohne Krisen nicht wirklich zurechtkämen, wir brauchen Herausforderungen und deshalb werden sie kreiert.
Naja...Bügeleisen gäbe es dann auch nicht
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