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Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh

S-Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh

Im Berliner Bezirk Reinickendorf befindet sich der S-Bahnhof Wilhelmsruh, der älteren Berlinern noch unter dem Namen „Reinickendorf (Rosenthaler Straße) und Bahnhof Reinickendorf-Rosenthal“ bekannt sein müsste. Der heutige Bahnhof liegt an der Grenze zum Ortsteil Wilhelmsruh, der heute zum Bezirk Pankow gehört.

Der Bahnhof wurde im Jahr 1877 unter dem Namen Bahnhof Rosenthal eröffnet und diente der Erschließung des Ortes Rosenthal.

Die steigenden Fahrgastzahlen der Vorortzüge, 1907 waren es 7,05 Millionen Reisende, machten den viergleisigen Ausbau der Nordbahn, getrennt für den Fern- und Vorortverkehr, auch nördlich des Bahnhofes Schönholz-Reinickendorf erforderlich. Dabei wurde die Strecke auf einen Damm verlegt, um ein niveaufreies Kreuzen des Straßenverkehrs zu ermöglichen. Die Arbeiten zwischen Reinickendorf-Rosenthal und Wittenau begannen im Jahre 1908 und wurden 1910 beendet. Damit erhielt der Bahnhof sein klassisches Berliner S-Bahn-Gesicht, das er bis in das 21. Jahrhundert behält.

Von 1924 bis 1960 hatte die Station eine Anbindung an die Berliner Straßenbahn, die Reinickendorf mit Wilhelmsruh verband.
Im Oktober 1937 erhielt der Bahnhof seinen heutigen Namen: Berlin-Wilhelmsruh. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der Ortsteil Wilhelmsruh zum Berliner Bezirk Reinickendorf. Das änderte sich erst 1938 durch einen Gebietstausch zwischen Pankow und Reinickendorf.

Seit 1948 wurde tagsüber eine Zugfolge im 20-Minuten-Takt angeboten, die Mitte der 1950er Jahre den Anforderungen nicht mehr entsprach. Die Deutsche Reichsbahn versuchte daher einen 10-Minuten-Takt zu errichten, indem sie die Verstärkerzüge, die in Schönholz endeten, bis Hermsdorf verlängerte.

Nach dem Bau der Berliner Mauer fuhren die S-Bahn-Züge bis Frohnau im 20-Minuten-Takt. Die Lage des S-Bahnhofes Wilhelmsruh unmittelbar an der Sektorengrenze zeigte nun deutliche Auswirkungen, der namensgebende Ortsteil lag unerreichbar im Osten.
Der Fall der Berliner Mauer hatte zunächst keine Auswirkungen auf den Bahnhof. Im April 1990 wurde der Grenzübergang Kopenhagener Straße geöffnet, der Bahnhofs-Zugang blieb jedoch weiterhin nur von südlicher Seite her möglich. Erst mit der Renovierung in den Jahren 2000/01 wurde auch der nördliche Eingang wieder zugänglich. Der Bahnhof liegt an der S-Bahn-Strecke der S1 zwischen Oranienburg und Potsdam. Text: auszugsweise Wikepedia, Fotos: Klaus Tolkmitt

2 Kommentare

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Danke für diesen Bericht, Klaus.
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Danke für diese Berichte! Für mich als "Neu-Berlinerin" sehr interessant
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