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Welche Weihnachtsbräuche und Tradionen aus anderen Ländern kennt Ihr? Welche habt Ihr erlebt?

In der Vorweihnachtszeit stöber ich gerne auch nach schönen Geschichten und Gedichten zur Weihnachtszeit.

Und bei dieser Gelegenheit bin ich auch auf die geschichtliche Bedeutung des Nikolaustages gestoßen. Vieles hört man ja im Laufe seines Lebens immer mal wieder und ab und an hab ich das Bedürfnis, das auch mal wieder aufzufrischen.

So ging es mit mir der Geschichte zum Nikolaustag.

Was dort unter anderem auch erklärt wurde, dass in unseren Nachbarländern Holland und Belgien der Gabentag an Nikolaus ist und nicht - wie bei uns - an Heilig Abend.
Geschichtlich geht das auf die Refomationszeit zurück.
Weil die reformatorische Kirche die Heiligenverehrung ablehnt, setzte Martin Luther an die Stelle des Nikolaus das Christkind, dass die Kinder fortan am Heiligen Abend beschenkte.

Die reformierten Niederländer nahmen Luthers Änderung nämlich nicht an und feiern auch heute noch die Bescherung am 6. Dezember. Am Vorabend stecken die Kinder ihre Wunschzettel in die Schuhe und stellen einen Eimer Wasser, eine Mohrrübe und etwas Heu für das Pferd von Sinterklaas bereit. Begleitet vom “Zwarten Piet” bringt der Heilige die Geschenke, auf denen jeweils ein lustiger Reim steht. In Amsterdam findet jedes Jahr am Nikolaustag eine große Prozession vom Hafen zum Königspalast statt.

Welche Bräuche und Traditionen der unterschiedlichsten Nationen kennt Ihr noch ?

Erzählt sie uns und laßt uns ein wenig andere Völker und deren Bräuche kennenlernen und vielleicht sogar irgendwann auch mal miterleben.

Eine schöne Vorweihnachtszeit Euch allen und viele Grüße aus dem Böhmerwald

N.S.:
Hier gibt es übrigens in der Vorweihnachtszeit den Perchtenlauf. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte ...................

32 Kommentare

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Danke, liebe Erika, für die Idee, auch über die Ländergrenzen hinweg zu schauen und es war für mich sehr interessant. Ich wünsche dir eine besinnliche Vorweihnachtszeit.
Gerne liebe Gisela und Glückwunsch an dieser Stelle zu Eurem gemeinsamen Buch.
Dir auch eine schöne Adventszeit und schöne Stunden mit lieben Menschen.
Liebe Grüße an Dich
Erika
Oh, danke, liebe Erika, es hat viel Arbeit, aber noch mehr Freude gemacht, mit den anderen gemeinsam, vor allem mit Hubert, dieses Neuland zu betreten und wir haben viel dabei gelernt. Sind schon beim 2. Band. Hab heute noch schöne Adventsstunden und sei herzlich gegrüßt,
Gisela
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Bin nicht sicher, ob das ein Brauch in Österreich ist.....aber ich habe als Kind mal 6 Monate in Österreich gelebt und Weihnachten wurde da der Baum mit lauter Naschzeug und selbstgebackenen Keksen u. Kringeln geschmückt!
Gisela, das ist doch auch in Deutschland Brauch, also zu meinen Kindheitstagen war das so. Und wir als Kinder durften uns jeden Tag etwas vom Baum "pflücken"
genau so war es damals dort auch! Nur aus Deutschland kenne ich das nicht. Vermute mal, daß das in Bayern auch Brauch ist.
Gisela, ich kenne das als Brauch in Deutschland, bin ja in Deutschland die meiste Zeit meines Lebens gewesen.
Am Weihnachtsbaum hängen Leckereien für die Kinder. Und jeden Tag darf man sich davon was holen..................
Nun, dann ist das hier bei uns in Hessen aber wohl nicht so üblich. Ich kenne das jedenfalls nur aus Österreich! Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.....weil ich auch noch nicht viele Andere Christbäume gesehen habe als die unsrigen! Ausser den kitschig bunten und blinkenden der Amerikaner - aber auch nur aus dem TV.
O.K. ich gebe mich geschlagen.......dann habe ich ja wohl als Kind wohl so einiges versäumt! Schade, hätte mir auch gefallen und meinen Kindern und Enkeln sicher auch.......aber wie gesagt......hier kennt man das wohl nicht so.
@Gisela, dann freuen sich sicherlich Deine Enkelchen, wenn sie dieses Jahr solche klitzekleinen Süßigkeiten am Weihnachtsbaum entdecken und schnabulieren können. Und Vorsicht, hab heute gerade in der Zeitung gelesen, ist die größe Kariesgefahr, die es so gibt. Also nur in Maßen, zuliebe der Beißerchen
Meine Enkel sind schon alle 5 sooo groß (zwischen 15 und 22 J.), da ist nix mehr mit Naschzeug vom Baum pflücken .
Ich stelle auch keinen Baum mehr auf. Alleine bekomme ich das nicht mehr hin und für mich alleine ist mir ehrlich auch der Aufwand zu groß. Bin an Weihnachten eh kaum zu Hause da bei meiner Tochter und Sohn mit Familien. Früher hatte ich immer einen schönen großen bis an die Decke.
Jetzt tun es auch 2 sehr schöne Gestecke und Kerzen
@Eva, dann gestalte Dir doch einen, was hält Dich davon ab?
ui, ich vermute mal Dein vierbeiniger Kamerad war da am Werke
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In Spanien gibt es an Weihnachten keine Geschenke. Die bringen die "Tres Reyes" am Dreikönigsabend (5.Januar). Oft mit dem Schiff. Eine sehr aufwendige Zeremonie. Die Geschenke werden dann verteilt vom Schiff aus. Bei uns fahren die Drei Könige mit den Wagen durch die Strassen und verteilen von Haus zu Haus die Geschenke. Immer ein Schauspiel. Die Kinder sind völlig aus dem Häuschen.
Weis ich nicht.
das sind die heiligen drei Könige Eva, also die Sternsinger, wie man sagt. Und sie bringen den Segen für jedes Haus und malen die Initialen C + M + B auf den Türstock.
Caspar, Melchior und Balthasar................ die heiligen drei Könige nach der Erzählung
Wir sind als Kinder da auch mitgelaufen............
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Die Appenzeller feiern mit Most und Nüssen…dann wird Schällagschüttet und gejodelt…sehr feierlich
Ich hab jetzt ne ganze Weile gestöbert in den Weiten des Netzes aber dazu keine weitere Information gefunden.
Also Most und Nüsse kenne ich, jodeln natürlich auch, aber war ist Schällagschüttet? Einen Schellenbaum schütteln?
Bitte klär mich auch, hört sich interessant an
da werden im Rhythmus die Sentumsschellen geläutet…das ist sehr feierlich…und altes Brauchtum.
Zäuerlen…also eine Art Jodeln…ist wie ein Gebet. wunderschön im Einklang…für Aussenstehende kaum zu begreifen…zu Ehren des hl. Nikolaus
Das wird von Hof zu Hof so gemacht...
Ah, jetzt verstehe ich. Die Sentumsschellen sind die Schellen, die die Kühe beim Alpabtrieb tragen und traditionell von Hof zu Hof sicher unterschiedlich sind.
Das ist bestimmt eine feierliche Angelegenheit.
Danke für Deinen Beitrag.
So lernen wir wieder ein wenig mehr kennen.
Einen wunderschönen Nikolausabend an Dich und morgen einen schönen zweiten Advent.
Liebe Grüße aus dem Böhmerwald
Aus dem Rheintal herzliche Wünsche zu einem guten Advent
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Diese holländische Tradition kenne ich sehr gut.........desweiteren finde ich einen "Mistelzweig" , oben am Türrahmen befestigt, sehr schön. Diese Tradition kommt aus England.....Irland......? Dann darf jeder der zu Besuch kommt, nach Herzenslust "geküsst" werden!
Schau mal, was ich zu diesem Brauch gefunden habe:

Die Legende

Es wird erzählt, dass der Mistelzweig die heilige Pflanze der Frigga, der Göttin der Liebe, war. Sie war die Mutter von Balder, dem Gott der Sommersonne. Einst träumte Balder von seinem Tod und beunruhigte damit seine Mutter sehr. Denn falls er sterben sollte, würde alles Leben der Erde ein Ende finden. Frigga, die dies verhindern wollte, ging sogleich zu Luft, Feuer, Wasser, Erde und zu jedem Tier und jeder Pflanze. Alle gaben ihr Versprechen, dass sie ihrer Sonne nicht schaden werden. Es schien, als ob Balder von niemand auf oder unter der Erde verletzt werden konnte. Aber er hatte einen Feind namens Loki, den Gott des Bösen. Loki wusste von einer einzigen Pflanze, die weder auf noch unter der Erde wuchs und die Balders Mutter übersehen hatte. Es war der niedrige Mistelzweig, der sich auf den Bäumen befand. Der Gott des Bösen stellte aus dem Zweig eine Pfeilspitze her und übergab diese Hoder, dem blinden Wintergott. Hoder schoss Balder ab und tötete ihn dadurch. Das Licht im Himmel erlosch und überall herrschte Trauer über den Tod des Sonnengottes. Drei Tage lang bemühte sich jedes Element Balder wiederzuerwecken. Doch letztendlich konnte ihn nur seine Mutter in das Leben zurückholen. Der Legende nach haben sich die um ihren Sohn vergossenen Tränen in perlenartige weiße Beeren verwandelt, nämlich in die des Mistelzweiges. Ihre Freude veranlasste Frigga jeden zu küssen, der unter dem Baum vorbeiging, auf dem der Mistelzweig wuchs. Am Ende der Geschichte steht die Zusage, dass den Menschen, die unter einem Mistelzweig stehen, kein Schaden zugefügt wird. Sie werden ausschließlich geküsst, als Zeichen der Liebe.

Quelle: Brauchwiki
Der Brauch

Die Engländer des 18. Jahrhunderts nannten schließlich die Früchte des Mistelzweiges „Kuss-Kugeln". Eine junge Frau, die zur Weihnachtszeit unter dem Immergrün, das mit Bändern ansehnlich geschmückten ist, steht, darf einen Kuss nicht ablehnen. Dieser Kuss konnte eine Romanze, beständige Freundschaft oder Wohlwollen bedeuten. Damit es zur Heirat zwischen den Küssenden kommt, wird in manchen Gebieten Englands der Mistelzweig in der zwölften Nacht verbrannt. Blieb ein Mädchen jedoch ungeküsst, hielt es die Erwartung hoch, im folgenden Jahr zu heiraten. Es besteht auch die streng zu beachtende Spielregel, dass je nach dem, ob eine, zwei oder mehrere Beeren des Mistelzweiges, unter dem das Mädchen und der Junge standen, gepflückt werden, die Anzahl der Küsse bestimmt. Trägt der Zweig keine Beeren mehr, so findet auch das Küssen darunter ihr Ende. Hierbei ist nicht unbedingt vorgegeben, dass der Junge die Initiative ergreifen muss. In Kanada verspricht sich ein verliebtes Paar mit einem Kuss unter dem Mistelzweig die Heirat und zudem gilt er als Prophezeiung für ihr Glück und ein langes Leben. In Frankreich wurde der Brauch beispielsweise zunächst nur am Neujahrstag praktiziert, aber heute kann unter dem Mistelzweig an all den Feiertagen geküsst werden.

Quelle: Brauchwiki
Danke Erika für diese wunderschöne Geschichte, hab` gerade Gänsehaut......! Ich hatte gestern Abend auf dem Weih.-Markt in Köln einen Zweig in der Hand und hab ihn zurück gelegt - mal schauen - ist ja noch etwas Zeit.....!
Für Dich einen besinnlichen 2. Advent.
Dankeschön Monika, das wünsche ich Dir auch...........
hab auch gerade überlegt, am Montag auf dem Weihnachtsmarkt danach zu schaun.
Danke für die Anregung dafür
Hallo und guten Abend Eva,
ich liebe die Edda und hab sie schon als Kind "verschlungen". War eines meiner Lieblingsbücher in Kindertagen.......... ist doch interessant, was alles so zum Vorschein kommt
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Danke, mir gefällt der Beitrag auch sehr gut.
Schöne Idee, nach den Bräuchen und Traditionen anderer Nationen zu fragen.
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Ein toller Beitrag liebe Erika sehr schön geschrieben
Merci Elke
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