Integration

Integration

Das Christen- und das Judentum waren über Jahrhunderte unsere Impulsgeber bei der Entwicklung von Ethik, Kultur und Moral. Der Islam ist heute Teil unserer Lebenswirklichkeit und auch ein wesentlicher Einflussfaktor. Es ist aber nicht zu sehen, dass er einen ähnlichen Beitrag zur Entstehung der Bürgerrechte, des Humanismus und der Aufklärung geleistet hätte.

Natürlich gibt es millionenfach gelungene Integrationskarrieren. Aber auch die Kehrseite, dass Kinder in die Schule kommen und kein oder nur ein rudimentäres Deutsch sprechen, obwohl bereits ihre Eltern im Land geboren und sozialisiert sind.

Die Gastarbeiter in den 1960er und 1970er Jahren haben sich der Lebensroutine ihrer neuen Heimat angepasst. Es ging gar nicht anders. Heute haben wir Wohngebiete, die eine komplette Infrastruktur wie im Herkunftsland bieten. Da gibt es keinen Anpassungs- und Sprachdruck. Im Gegenteil, es entsteht selbstbewusstes Revierverhalten.

Junge Leute sagen: "Wir sind stolze Türken und Araber, was wollt ihr Deutschen hier?" Aber Einwanderung soll eine Gesellschaft nicht auf den Kopf stellen, sie soll sie stärken, sie inspirieren und voranbringen. Einwanderung ist keine Sozialveranstaltung, sondern folgt einem einfachen Prinzip: Wer ins Land kommt und seinen Wohlstand mehrt, mehrt auch den der Gesellschaft. Integration bedeutet, dass die Menschen die Landessprache erlernen, die geltenden Lebensnormen akzeptieren, sich von ihrer Hände Arbeit ernähren und ihre Kinder so erziehen, dass sie zu einem selbstbestimmten Leben in Wohlstand finden.

(Mannheimer Morgen vom 09. März 2015, Aussagen des scheidenden Bezirksbürgermeisters von Berlin-Neukölln Heinz Buschowsky bei einem Interview)

2 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Beim lesen kam mir spontan die Frage: was hat denn Christen- und Judentum speziell zur "Aufklärung" beigetragen?
Das spezielle Unbehagen dem Islam gegenüber teile ich allerdings voll und den halte ich für die derzeit gefährlichste Religion, was aus meiner Sicht völlig verharmlost wird hierzulande.
Auf die Idee, Christentum als gefährlich zu betrachten, kann man schon kommen - da gibts ja auch reichlich Fundamentalisten, Kreationisten, Sekten - speziell in Amerika, aber auch hier findet man sowas ...
Historisch mag es Verdienste des Islam gegeben haben - derzeit seh ich keine mehr - nur den Anspruch, die ganze Welt damit zu "beglücken".
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren