Betreuungsverfügung

Kester-Haeusler-Stiftung

Durch eine Betreuungsverfügung kann der Betroffene Einfluss auf das Betreuungsverfahren nehmen, indem er seine Wünsche bezüglich der späteren Betreuung festlegt. Es handelt sich hierbei nicht um eine Vollmacht, sondern um ein Schriftstück, in dem der Betroffene beispielsweise bestimmt, wer zum Betreuer bestellt werden soll (und wer nicht) und welche Wünsche und Gewohnheiten in der Betreuung respektiert werden sollen, soweit dies finanziell möglich ist.
Das Gericht, welches den Betreuer bestimmt, hat die Betreuungsverfügung grundsätzlich zu berücksichtigen. Die Verfügung kann jederzeit widerrufen werden.
Die Betreuungsverfügung kann auch neben einer Vorsorgevollmacht angefertigt werden. Die Vorsorgevollmacht ist zwar gegenüber der Betreuung vorrangig, aber sollte es dennoch erforderlich sein, einen Betreuer zu bestellen, hat der Betroffene auch in diesem Bereich einen gewissen Einfluss auf das Verfahren und kann davon ausgehen, dass eine Person seines Vertrauens mit der Betreuung beauftragt wird.
Die Betreuungsverfügung kann beim zuständigen Vormundschaftsgericht hinterlegt werden.

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