Sind wir nicht alle Flüchtlinge?

Sind wir nicht alle Flüchtlinge?
Sind wir nicht alle Flüchtlinge?Foto-Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/75/Bundesarchiv_Bild_183-J19568%2C_Bei_Stalingrad%2C_russische_Fl%C3%BCchtlinge.jpg

Menschen mit Migrationshintergrund

Zu dem seit Monaten heiß diskutierten Flüchlingsthema brachte der Sender NDR Kultur am 12. April 2015 einen Beitrag, der dazu geeignet ist, jeden Hörer zum Nachdenken zu bringen über seine eigene Position in diesem Problemkreis. Vor allem wird deutlich, dass wir Menschen im Grunde von Anbeginn, seit der Vertreibung aus dem Paradies, auf der Flucht sind.
Es lohnt sich jedenfalls, den Beitrag anzuhören. Man kann ihn auch lesen, denn es steht ein Sendemanuskript in PDF-Form zur Verfügung.

Hier ist der Link zur Hörfassung:

https://www.ndr.de/ndrkultur/sendung...st3026.html

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4 Kommentare

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Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur,darüber sollten wir auch mal nachdenken.Wer Waffen verkauft muß auch für die Folgen gerade stehen.Schon als Kind habe ich gelernt ,daß ich für die Folgen meiner Handlungen selbst verantwortlich bin.Warum gilt das nicht auch für Staaten.Wenn wir nicht alle wie ein Mann aufstehen um den Waffenexport zu verhindern,dürfen wir uns nicht beklagen wenn wir mit dem Elend was daraus resultiert konfrontiert werden!
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Wenn ich es recht bedenke, gehöre ich auch zu den Menschen mit Migrationshintergrund. Auch mir wurde als Kind oft nachgerufen: "Dreckiger Flüchtling". Hab's nicht vergessen. Das war damals noch über die grüne Grenze von Ost nach West. Auch meine Mutter hatte einiges zu erzählen von ihrer Flucht von Oberschlesien.
Johannes,
Ich bin keine Flüchling, das Schicksal ist mir erspart geblieben, aber ich habe sehr viele Erinnerungen an die damalige Zeit. Wenn es Dich interessiert lies doch bitte meinen Kommentar weiter unten, wo ich von meinen Erinnerungen erzähle.
Wir wurden keiner Familie zugeteilt. Nach unserem Aufenthalt im Lager Friedland kamen wir nach Rheydt, jetzt Mönchengladbach. Zuerst wohnten wir zu viert in einem Zimmer bei Verwandten in Korschenbroich. Unsere erste eigene Wohnung war ein alter Schießstand. Mein Vater spannte abends kurz über dem Boden blanke Kupferdrähte, die er über Nacht am Strom anschloss und sammelte morgens die Ratten ab.

Überall lagen noch Trümmer herum. Erst Jahre später bekamen wir eine Werkswohnung von 45 m², da waren wir aber bereits 6 Personen. Ich kann mich noch an die Care-Pakete aus Amerika erinnern, da vor allem an die Trockenmilch.
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