Wikipedia, Wikivoyage, Wikitravel

Liebe Leser,
wer hat bei diesen Werken schon mitgearbeitet?
Meine Erfahrungen waren nicht so gut. Man macht sich eine Menge Mühe sein Wissen einzubringen, aber ein anderer Autor überschreibt dann alles wieder. Mein subjektiver Eindruck, es ist eine kleine Truppe von Administratoren die unter sich bleiben wollen.
Man wird zwar immer aufgefordert: "Sei mutig und schreibe etwas"! Leider wird das Geschriebene immer sofort von einem anderen Autor wieder überschrieben?
Ich persönlich habe die Lust an "mutig" verloren und überlasse nun das Schreiben, denjenigen mit den größeren Köpfen, bin allerdings vorsichtig, wenn ich so ein Dokument aufrufe, da ich nicht sicher sein kann, ob alles der Wahrheit entspricht oder eine subjektive Meinung darstellt? Man kann bei Google ja auch andere Dokumente prüfen?

1 Kommentar

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Ich bin wohl ein wenig spät mit meiner Antwort, aber vielleicht interessiert es doch. Ich arbeite bei Wikipedia seit über 10 Jahren mit, also fast so lange, wie das Projekt online ist. In den ersten Jahren hat es riesigen Spaß gemacht, ich habe hunderte von Artikeln verfasst und wohl in zigtausenden mitgewerkel. Es sind nicht die Admins, sondern allgemein eine verschworene Mitarbeiterschaft, die nicht unter sich sein wollen, aber die Qualität der Artikel im Auge behalten. Als Neueinsteiger sollte man nicht gleich in den Artikeln selbst arbeiten. Das geht nur selten gut. Besser ist es, zunächst mitzudiskutieren und beabsichtigte Änderungen und Ergänzungen auf der Diskussionsseite vorzustellen. Wenn diese Vorschläge vernünftig sind, geht es allerdings schnell, als Autor anerkannt zu werden. Dann kann man im Artikel selbst arbeiten oder eigene anlegen.
Allerdings muss man auch sagen, dass sich über die Jahre nicht nur eine verschworene Mitarbeiterschaft gebildet hat, sondern auch umfangreiche Regelwerke, die es einzuhalten gilt. Und, wie leider im Ehrenamt so oft üblich, gibt es hinter den Kulissen Pöstchengerangel, Neid und Missgunst, was nicht nur mich, sondern viele andere Autoren zur (teilweisen) Aufgabe gebracht hat. Es ist einfach zu anstrengend. Die deutschsprachigen Autoren haben sich in den letzten Jahren halbiert. Ich arbeite heutzutage nach einer längeren Pause nur noch ganz sporadisch hier und da mit.
Was die Qualität der Artikel angeht, musst Du allerdings nur wenig Sorge haben. Unabhängige Untersuchungen haben weniger Fehler gefunden als in der Encyclopædia Britannica oder dem Brockhaus!
Eine gewisse Vorsicht ist allerdings bei politischen und zeitgeschichtlichen Artikeln sowie Firmenbeschreibungen angebracht. Leider werden zu schnell aktuelle Ereignisse aufgenommen, die dann ständig revidiert werden müssen. Und leider ist es so, dass manches Unternehmen und mancher Poltiker meint, Wikipedia als Marketinginstrument missbrauchen zu können. Da gibt es in der Tat eine Reihe von unschönen Vorkommnissen.
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